In deinem Herzen wohnt das Glück

„In deinem Herzen wohnt das Glück“, cbj Verlag, Foto: Daniela Krause

„Wenn du nicht weißt, was du tun sollst, dann frage dein Herz!“

Lieblingszitat aus „In deinem Herzen wohnt das Glück“ von Reinhard Friedl und Maria Over

unbezahlte Werbung/Buch selbst gekauft

Es gibt ein Buch, welches ich dir im wahrsten Sinne des Wortes ans Herz legen möchte: „In deinem Herzen wohnt das Glück“ von Reinhard Friedl und Maria Over ist eine Hommage an unser wichtigstes Organ, unsere Emotionen sowie die Liebe. Kraftvoll und poetisch erzählt der Autor Reinhard Friedl, was unser Herz so besonders macht. Und wer könnte dies besser als er, der als Herzchirurg unzählige Herzen operiert hat?

Zunächst spricht Friedl die Sinne an: Wo befindet sich unser Herz? Kann ich es spüren? Wie hört sich mein Herzschlag an? Wie entstehen diese Töne? Im Verlauf dieses wunderschönen Bilderbuches wird das Herz als ein Vogel dargestellt. Gefühle, Träume und Sehnsüchte werden angesprochen, aber auch das Miteinander, wenn Herzen im Einklang schlagen oder uns sogar den Mut verleihen, anderen Menschen zu helfen. Seine Botschaft: Man kann nicht früh genug damit anfangen, auf sein Herz zu hören.

Herz, Hirn und Seele

Reinhard Friedl hat sich intensiv damit beschäftigt, welche komplexen Zusammenhänge zwischen Herz, Hirn und Seele bestehen. Mit seinen kindgerechten und doch philosophischen Worten gelingt es ihm, diese auch den jüngeren Lesern anschaulich näher zu bringen. Dabei wird er von den verträumten Aquarellmotiven aus dem Pinsel von Maria Over in seinem Anliegen wundervoll unterstützt. Das sinnbildliche Herz in Form des roten Vogels wird von der kleinen Protagonistin mal ganz zart gehalten, mal fliegen gelassen und mal ängstlich an sich gedrückt. So entsteht eine Beziehung zwischen der Kleinen und ihrem Herzen.

„In deinem Herzen wohnt das Glück“, cbj Verlag

Nicht nur für Kinder

Dieses Bilderbuch richtet sich nicht nur an Kinder, auch im Herzen jung gebliebene Erwachsene werden ihre Freude daran haben. Man liest aus Friedls Zeilen die Leidenschaft für seinen Beruf und seine Berufung heraus. Folgendes sagt er selbst über seine Arbeit am Motor unseres Lebens: „Ich bin immer wieder fasziniert von der Funktionsweise und schieren Kraft unserer Herzen. Und ich habe mich immer wieder gefragt, was ist das für ein wundersames Organ, das uns leben lässt und das durch verschiedenste Kulturen und Zeitalter hinweg für Liebe, Mitgefühl, Freude, Mut, Willen, Weisheit und Stärke steht?“

Das sagt die Lütte (5):

Wenn ich mein Ohr an deine Brust lege, kann ich wirklich dein Herz klopfen hören: Bumm, bumm. Kannst du meins auch hören, Mama? Horch mal.

Unser Fazit:

Schon in das Cover waren wir verliebt, der Inhalt hat uns vollends verzaubert. Ein Herzensbuch!

Buch-Infos:

In deinem Herzen wohnt das Glück
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Titel: In deinem Herzen wohnt das Glück
Text: Reinhard Friedl
Illustrationen: Maria Over
Erschienen bei cbj Verlag
gebunden, 40 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahren
Preis: 14 Euro
ISBN: 978-3570178249

Der Autor: Reinhard Friedl

Priv. Doz. Dr. med. Reinhard Friedl ist Herzchirurg und eine Koryphäe auf seinem Gebiet. Er setzt sich mit den Ergebnissen der aktuellen Neuro- und Psychokardiologie auseinander, die immer mehr Geheimnisse der komplexen Verbindung zwischen Herz, Gehirn und Seele zutage fördert. Besonders wichtig ist ihm, dass wir früh lernen, auf unser Herz zu hören, da Herzensbildung das Wichtigste ist, was wir unseren Kindern mitgeben können. Quelle: cbj

Die Illustratorin: Maria Over

Maria Over ist Künstlerin, Designerin und Kreative. Ihre Reise führte sie von Maastricht über Stockholm an die Royal Academy of Fine Arts in Den Haag, und weiter an die New York University, wo sie ihren Master of Arts machte. Danach arbeitete sie als Designerin und Art Direktorin für namhafte Agenturen in New York. Zurück in Europa wuchs ihr Wunsch, den digitalen Schaffungsprozess mit dem analogen zu verbinden. „In deinem Herzen wohnt das Glück“ ist ihr erstes Bilderbuch. Quelle: cbj

Ein wirklich wahres Weihnachtswunder

„Ein wirklich wahres Weihnachtswunder“, Arena Verlag, Foto: Daniela Krause

Einmal, da habe ich zwei Weihnachten gerettet und dreizehn Leben verändert…“

Lieblingszitat aus „Ein wirklich wahres Weihnachtswunder“ von Isabel Abedi und Daniela Kohl

unbezahlte Werbung/Verlosung/Rezension

Mit obigem Zitat beginnt diese wundervoll-weihnachtliche Geschichte von Isabel Abedi und Daniela Kohl. Sie trägt den Titel „Ein wirklich wahres Weihnachtswunder“. Im Mittelpunkt stehen die Kinder Manu und Jana. Die Zwei sind aufgeregt, weil sie ganz alleine mit dem Zug nach Hamburg zu ihrem Vater fahren dürfen, während Mama in Berlin noch in ihrem Job als Nachrichtensprecherin arbeiten muss. Die Kinder verstehen nicht, warum der Fernsehsender nicht mal an Heiligabend die Nachrichten ausfallen lassen kann. So fiebern sie im Zug dem Weihnachtsfest entgegen, voller Vorfreude auf die gemeinsame Zeit mit ihrer Familie.

Dabei haben sie einen roten Koffer mit selbstgemachten Geschenken, leckeren Plätzchen, Manus Saxofon, seiner selbst aufgenommenen CD und Janas Outfit für den großen Auftritt als Christkind unter dem Tannenbaum – also alles für ein perfektes Weihnachtsfest. Endlich bei ihrem Papa angekommen öffnen sie den Koffer und sind wie vom Donner gerührt: Der Inhalt ist auf einmal ein ganz anderer! Der Vater ruft sofort bei der Bahn an, um den vermissten und den fremden Koffer zu melden. Doch anstatt dort jemanden an die Strippe zu bekommen, fliegt er nach langer Wartezeit aus der Leitung – zur großen Enttäuschung von Manu und Jana.

Was soll denn jetzt bloß aus Weihnachten werden?

Ein kleines Gesamtkunstwerk geschaffen

Normalerweise würde ich hier ja noch mehr zum Inhalt des vorgestellten Buches erzählen. An dieser Stelle möchte ich das nicht tun, denn ich will das Wunder, das in diesem Büchlein passiert, nicht vorwegnehmen. Die Autorin und Illustratorin haben ein kleines Gesamtkunstwerk geschaffen, in dem es unglaublich viele liebevolle Details zu entdecken gibt. Die wie ein Comic anmutende Geschichte ist so gestrickt, dass sie gleich in mehreren Passagen zu überraschen weiß. Sorry, aber da mag ich wirklich nicht mehr verraten…

„Ein wirklich wahres Weihnachtswunder“, Arena Verlag, Foto: Daniela Krause

Gesellschaftliche Werte

Nur so viel: Die Charaktere in dem Büchlein sind sehr lebendig gezeichnet. Es sind unterschiedliche Altersgruppen, Nationalitäten und Familienkonstellationen vertreten. Mit einem Augenzwinkern wird unter anderem die Notwendigkeit des Festtagsbratens (in Form der Weihnachtsgans) thematisiert. Darüber hinaus gibt es märchenhafte Geschichten in der Geschichte und auch so wichtige gesellschaftliche Werte wie Toleranz, Diversität, Nachhaltigkeit und Nächstenliebe werden durch den Inhalt vermittelt. Dazu kommen noch einige Rezepte und Bastelanleitungen. Uns konnte dieses Weihnachtsbuch rundum überzeugen.

Das sagt der Große (7):

Das ist wirklich eine richtig schöne Weihnachtsgeschichte.

Das sagt die Lütte (5):

Das Buch hat mir sehr gut gefallen, weil es so lustig ist. Auch die Bilder sind sehr schön.

Unser Fazit:

Dieses Buch ist warmherzig, witzig und steckt voller Weihnachtswunder.

Gewinne das Buch im Kinderbuchblogger-Adventskalender:

Wenn ich dich neugierig machen konnte, habe ich jetzt eine kleine Überraschung für dich: Für den Kinderbuchblogger-Adventskalender von Kinderbuch-Detektive darf ich im neunten Türchen ein Exemplar des Büchleins unter meinen Lesern verlosen. Unter dem Link findest du sämtliche Türchen. Mit etwas Glück kannst du jeden Tag auf einem anderen Kinderbuchblog ein ausgewähltes Buch gewinnen.

Für dieses hier möchte ich gerne von dir wissen: Was war bislang dein persönliches Weihnachtswunder? Schreibe es mir unten in die Kommentare.

Die Verlosung beginnt mit Freischaltung dieses Posts und endet am Freitag, 10. Dezember, um 23 Uhr.

Teilnahmebedingungen:

Du bist mindestens 18 Jahre alt und wohnst in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Über den Gewinner entscheidet das Los. Falls du gewinnst, werde ich dich per Direktnachricht darüber informieren. Deine Adresse wird lediglich zur Gewinnübermittlung verwendet. Die Verlosung hat nichts mit den sozialen Medien Facebook oder Instagram zu tun. Von dort werden die Teilnehmer lediglich auf meinen Blog geführt. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Auslosung:

Herzlichen Glückwunsch, Jojo!

Buch-Infos:

Ein wirklich wahres Weihnachtswunder
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Titel: Ein wirklich wahres Weihnachtswunder
Text: Isabel Abedi
Illustrationen: Daniela Kohl
Erschienen bei Arena Verlag
gebunden, 112 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 8 Jahren
Preis: 12 Euro
ISBN: 978-3401606378

Die Autorin: Isabel Abedi

Isabel Abedi, 1967 geboren, arbeitete 13 Jahre lang als Werbetexterin. Abends, am eigenen Schreibtisch, schrieb sie Kinder- und Bilderbuchgeschichten und träumte davon, eines Tages davon leben zu können. Dieser Traum hat sich längst erfüllt: Isabel Abedi hat inzwischen zahlreiche sehr erfolgreiche Kinder- und Jugendbücher veröffentlicht, von denen manche bereits ausgezeichnet und in andere Sprachen übersetzt wurden. Sie lebt und schreibt in Hamburg.

Die Illustratorin: Daniela Kohl

Daniela Kohl verdiente sich schon als Kind ihr Pausenbrot mit Kritzeleien. Die freie Illustratorin und Grafikerin lebt mit Mann, Hund und Schildkröte über den Dächern von München.

Vom Esel und Hörnchen, die das Ende der Welt suchen

„Vom Esel und Hörnchen, die das Ende der Welt suchen“, Hummelburg Verlag, Foto: Daniela Krause

Vielleicht kommen wir ja nie mehr zurück“, sagt der Esel und lässt den Kopf ein bisschen hängen. „Weil die Welt viel zu groß ist für ein Eselleben. Und für ein Hörnchenleben erst recht.“ – „Dann sind wir halt für immer Abenteurer“, sagt das Hörnchen. Aber aufgeben werden wir jetzt nicht!“

Lieblingszitat aus „Vom Esel und Hörnchen, die das Ende der Welt suchen“ von Anja Fröhlich

Freunde sind wunderbar! Mit ihnen kann man lachen und weinen, Luftschlösser bauen und philosophieren, Blödsinn machen und Abenteuer erleben. Esel und Hörnchen sind solche Freunde, die zusammen durch dick und dünn gehen. Eines Tages brennt Esel eine Frage unter den Hufen: „Hey Hörnchen! Glaubst du, die Welt ist irgendwo zu Ende?“ Weil Hörnchen ihm darauf aber keine zufriedenstellende Antwort geben kann, beschließen die beiden, einen Spaziergang zu machen – bis zum Ende der Welt und wieder zurück. Das kann ja nicht so weit sein…

Auf ins Abenteuer!

Mit einer Tasche voll Proviant machen sich die beiden auf den Weg ins Ungewisse. Bald schon tun Hörnchen die Pfoten weh. Doch Esel nimmt ihn auf seinen Rücken, wodurch die beiden Abenteurer viel schneller vorankommen. Sie begegnen einer Schafherde und stoßen auf Klippen und einen Abgrund. So weit das Auge reicht, ist nur Wasser zu sehen. Ist das schon das Ende der Welt? Oder kommt nach dem großen Wasser noch mehr? Am Fuße der Klippen finden die beiden ein Boot. Die Überfahrt wird stürmisch. Esel und Hörnchen machen sich Vorwürfe, wessen doofe Idee die Reise gewesen ist. Dabei merken sie gar nicht, dass sie von einem Wal ans rettende Ufer getragen werden.

„Vom Esel und Hörnchen, die das Ende der Welt suchen“, Hummelburg Verlag, Foto: Daniela Krause

Durch Wüstenstaub, Eis und Schnee

Hier gibt es Wüstensand ohne Ende – und schwerhörige, aber freundliche Kamele, die sie ein Stück zwischen ihren Höckern mitnehmen. Von der Wüste kämpfen sich die beiden durch den dichten Dschungel. Das Klima verändert sich zusehends. Schnee und Eis erschweren die Wanderung und lassen sogar Popel in der Nase gefrieren. Esel und Hörnchen treffen auf Pinguine, die behaupten, ihre Heimat sei nicht das Ende der Welt, sondern der Mittelpunkt. Verunsichert lassen sie die Kälte hinter sich und trotten durch eine karge, trockene Landschaft.

Kein Anfang und kein Ende?

Der Esel hat jetzt endgültig die Nase voll. Hier muss die Welt jetzt einfach zu Ende sein. Doch das ist sie nicht. Sie treffen weitere Tiere auf ihrer Reise, ein Känguru und einen Elefanten. Irgendwann riecht merkwürdigerweise alles um sie herum so vertraut. Beim gemeinsamen Sternegucken schlafen die beiden Freunde ein – ohne zu merken, dass sie längst wieder zu Hause sind. Erst am nächsten Morgen wird Esel und Hörnchen klar: Die Welt muss eine Kugel sein – ohne Anfang und ohne Ende.

Parallelen zu „Oh, wie schön ist Panama“

Die Geschichte der beiden Freunde, geschrieben von Anja Fröhlich, ließ mich an „Oh, wie schön ist Panama“ von Janosch denken. Tiger und Bär gehen ebenfalls auf eine Reise, deren Weg das Ziel ist. Am Ende kommen sie nach Hause – allerdings ohne es zu erkennen. Voller Eindrücke und Erinnerungen kehren auch Esel und Hörnchen von ihrem aufregenden Abenteuer heim. Als Team haben sie die Antwort auf Esels Frage gefunden, und beide wissen zweifelsohne: Sie sind wieder zu Hause.

Collagen-Effekte in den Bildern

Was uns bei diesem Buch ganz besonders gut gefallen hat, waren zum einen die vielen lustigen Begebenheiten auf der Reise, bei denen ich aber nicht vorgreifen möchte. Zum anderen waren wir fasziniert von den Bildern, in denen Illustratorin Anke Faust ihre Zeichnungen mit Fotocollagen verschmelzen lässt: So trägt der Esel eine Latzhose aus „echtem“ Jeans-Stoff. Das Schaffell hat mal die Optik von reiner Wolle, mal von einem Strickpullover. Und als die beiden von ihrer Seereise an Land gehen, kleben dicke Wassertropfen im Fell des Esels. In den Bildern können die Kinder zudem viele versteckte Details entdecken, wenn sie ganz genau hinschauen.

Unser Fazit:

Das Abenteuer der beiden Freunde zeigt, was man zusammen erreichen kann – und wie schön es ist, wenn man am Ende von einer langen Reise wieder nach Hause zurückkehrt.

Buch-Infos:

Vom Esel und Hörnchen, die das Ende der Welt suchen
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Titel: Vom Esel und Hörnchen, die das Ende der Welt suchen
Text: Anja Fröhlich
Illustrationen: Anke Faust
Erschienen 2019 im Hummelburg Verlag
gebunden, 32 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahren
Preis: 14,99 Euro
ISBN: 978-3747800003

Ella & Emil

Bildnachweise: Ella & Emil, Omnino Verlag, Yvonne Lacina-Blaha und Maria Ainedter, Fotos: Daniela Krause

unbezahlte Werbung/Rezensionsexsemplar

Ein Hase, ein Eichhörnchen – beide verbindet eine tiefe Freundschaft und eine Brücke, die sie überqueren müssen, um sich gegenseitig zu besuchen. Doch die Brücke ist kaputt, „unüberhüpfbar“ für beide, und der Fluss birgt Gefahren. Also müssen sich Eichhörnchendame Ella und Hase Emil etwas einfallen lassen, wie sie sich die Zeit bis zum Wiedersehen vertreiben können. Wie lange müssen sie wohl warten?

Der Immerputzmunter-Hase

Hase Emil schreibt eine Liste, was er alles mit Ella erleben möchte: malen, schaukeln, ein Buch lesen… Und ganz wichtig: Viel miteinander lachen. Dann ist da ja noch diese Sache mit dem Schlaf. Um all die schönen Dinge mit seiner Freundin unternehmen zu können, muss er ausgeruht sein. Doch Emil ist ein „Immerputzmunter-Hase“ und irgendwie so gar nicht müde. Als ihm dennoch endlich die Augen zufallen, wird er mit einem schönen Traum belohnt. Dort ist er mit Ella zusammen.

Das Versäumnix-Eichhörnchen

Indes, auf der anderen Seite des Flusses, macht sich Ella ebenfalls Gedanken. Sie hat große Sehnsucht nach Emil. Um nicht untätig zu sein, beschließt sie, ihren Koffer zu packen. Zwei Wochen sollen vergehen, bis die Brücke wieder heile ist. Eine lange Zeit. Aber bis eine Eichhörnchendame alles beisammen hat, dauert es ja auch etwas länger. Danach ist sie sehr müde, aber weil sie ein Versäumnix-Eichhörnchen ist, hat sie auch Angst, etwas Wichtiges zu verpassen. Verflixt. Gar nicht so einfach, die Sache mit dem Schlaf. Mit Nüsse-Zählen klappt es schließlich doch. Im Traum ist Emil an ihrer Seite. Ausgeschlafen sind sie also beide. Nur: Wann werden sie sich wiedersehen?

Warmherzige Geschichte zum Einschlafen

Kommt dir der Inhalt dieser Geschichte bekannt vor? So oder ähnlich haben du und dein Kind bestimmt den Corona-Lockdown erlebt. Ihr habt euch viele Gedanken gemacht, wie man die Zeit geschickt überbrücken kann, und was man alles machen kann, wenn man endlich wieder mit den Liebsten zusammen ist. Autorin Yvonne Lacina-Blaha und Illustratorin Maria Ainedter haben in der Krise diese warmherzige Geschichte geschrieben und mit zarten Bildern illustriert. Im Mittelpunkt steht die Freundschaft der beiden Waldtiere, die Geduld, die sie aufbringen müssen und die heilsame Kraft des Schlafes. Denn im Schlaf beziehungsweise Traum sind Ella und Emil wieder vereint. Träume machen eben alles möglich.

Unser Fazit:

Ein wunderbares Einschlaf-Buch über Freundschaft, Sehnsucht und Träume, die alle Grenzen überwinden.

Buch-Infos:

Ella & Emil
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Titel: Ella & Emil – Das müde Versäumnix-Eichhörnchen, der Immerputzmunter-Hase und die diese Sache mit dem Schlaf
Text: Yvonne Lacina-Blaha
Illustrationen: Maria Ainedter
Erschienen 2020 im Omnino Verlag
gebunden, 36 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 3 Jahren
Preis: 14 Euro
ISBN 978-3958941380

Ein Schweinebär im Schlafanzug

//unbezahlte Werbung/Rezensionsexemplar//

„Ein Schweinebär im Schlafanzug“, Andreas Langer und Katalin Eva Pop, Foto: Daniela Krause

Das Problem war Sascha selbst: Diesmal war er ein leibhaftiger Schweinebär! Mit rosa Rüssel, braunem Zottelfell, spitz zulaufenden Ohren, Tatzen und einem Buckel über den Schultern. An den alten Sascha erinnerte nur noch der blau-weiß gestreifte Schlafanzug, in dem er nach wie vor steckte.“

Lieblingszitat aus „Ein Schweinebär im Schlafanzug“ von Andreas Langer

„Du kleines Ferkel!“ – Ja, ich bekenne mich! Auch ich habe diese Worte schon zu meinen Kindern gesagt, wenn sie sich am Esstisch wie die kleinen Schweinchen am Trog verhalten haben. Und wie oft höre ich mich sagen: „Benutzt bitte die Gabel, nicht die Finger!“ Insofern war das Buch von Andreas Langer sowohl für mich als auch für meinen Großen (6) und die Lütte (fast 4) ein gefundenes Fressen. Denn das Buch „Ein Schweinebär im Schlafanzug“ dreht sich genau um dieses für Eltern und Kinder sehr leidige Thema.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Jule. Jule ist zehn Jahre alt und hat einen kleinen Bruder, Sascha. Obwohl dieser mit fast sieben Jahren schon zur Schule geht (und man von ihm in seinem Alter so etwas wie Disziplin am Esstisch erwarten dürfte), futtert er wie ein Schwein. Deshalb wird er von seinen Eltern – halb liebevoll, halb verzweifelt – „Schweinebär“ genannt. Denn egal, was es zu essen gibt, hinterher sieht es an und unter seinem Essplatz aus wie im Saustall. Seiner Schwester tut Sascha etwas leid. Auch wenn er sich beim Essen manchmal wirklich tollpatschig anstellt. Doch sicherlich haben weder sie noch ihre Eltern gewollt, dass sich Sascha eines Tages in einen echten „broinkenden“ Schweinebären (einen Mix aus Schwein und Bär) verwandelt (Kafka lässt grüßen).

Amüsantes Versteckspiel

Saschas Eltern schieben sich gegenseitig die Schuld an seiner Verwandlung in die Schuhe. Nur Jule bewahrt einen kühlen Kopf und schreitet zur Tat: So ein Schweinebär MUSS ja mal – zum einen etwas fressen, zum anderen ein Häufchen machen. Und dann sind da noch die neugierigen Nachbarn und der strenge Hausmeister, die bestimmt keinen Schweinebären im Haus dulden. Es beginnt ein amüsantes Versteckspiel. Jule hat alle Hände voll zu tun, um ihren Bruder vor Fallstricken zu bewahren und glaubhafte Ausreden für dessen Missgeschicke und Hinterlassenschaften zu finden. Geschickt werden die unangenehmen Gerüche in der Wohnung auf die „Verdauungsprobleme“ der Mutter geschoben, damit Herr Hartenstein, der Hausmeister, ja keinen Verdacht schöpft.

Für immer ein Schweinebär?

Trotz der turbulenten Ereignisse und dem riesen Tohuwabohu in der Wohnung gewöhnt sich die Familie an ihren tierischen Mitbewohner – bis die Polizei vor der Tür steht. Saschas Abstecher in die Schlammgrube auf der nahe gelegenen Baustelle ist natürlich nicht unbeobachtet geblieben. Als dann auch noch die zeternden Nachbarn in der Tür stehen, kapituliert die Familie. Die Eltern bekennen sich (endlich) zu ihrem Schweinebären – und wie durch Hexerei verwandelt sich dieser wieder in den „alten“ Sascha. Seine Eltern nennen ihn fortan nie wieder Schweinebär, obwohl er immer noch wie einer futtert.

Und die Moral?

Farbig an diesem Taschenbuch ist leider nur das Cover, welches die wichtigsten Protagonisten im Sessel sitzend vereint, uns allerdings nicht so vom Hocker gerissen hat. Hier hätten wir uns eine turbulentere Szene gewünscht. Das von Katalin Eva Pop mit Schwarz-Weiß-Zeichnungen illustrierte Büchlein transportiert mit seinem Ende eine wichtige Botschaft: Die Eltern haben gelernt, Sascha so anzunehmen, wie er i(s)st. Auch wenn das bedeutet, dass die Wohnung wie ein Schweinestall aussieht. Man hätte vielleicht einen Kompromiss finden können: Sascha hätte lernen können, beim Essen weniger „herumzuferkeln“. Doch genau so ein Ende oder gar eine Moral hatte der Autor wohl nicht im Sinn. Das unterstreicht dieser O-Ton von Saschas Mutter: „So sind Kinder nun einmal. Sauber und ordentlich können sie als Erwachsene noch lange genug sein.“ Da ist was dran, finden wir.

Passend zur Geschichte gibt es am Ende des Taschenbuches noch einige Mitmachseiten mit Rätseln. Auf der Internetseite von Andreas Langer kann man sich die Seiten in groß ausdrucken, Ausmalbild inklusive.

Unser Fazit:

Die Lektüre vom „Schweinebären im Schlafanzug“ hat bei uns für vergnügte Vorlesestunden gesorgt. Es lädt dazu ein, die Dinge nicht ganz so ernst zu nehmen. Und vor allem, andere Menschen so anzunehmen, wie sie sind. Darauf ein dreifaches: Broink!“

Buch-Infos:

Ein Schweinebär im Schlafanzug
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Autor: Andreas Langer
Zeichnungen von: Katalin Eva Pop

Erschienen 2019 im Selbstverlag
Taschenbuch, 108 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 5 Jahren
Preis: 6,95 Euro
ISBN 978-3749485161