Der Dachs hat heute schlechte Laune!

Dachs
„Der Dachs hat heute schlechte Laune!“, Nord Süd Verlag, Foto: Daniela Krause

//unbezahlte Werbung/Buch selbst gekauft//

Der Dachs krabbelt morgens aus den Federn und hat schon eine ganz miese Laune. Zuerst denkt er, dass er so besser nicht das Haus verlassen sollte, besinnt sich dann jedoch wieder anders und stapft unter lautem Getöse aus seinem Bau. Auf seinem Weg begegnet er verschiedenen Waldbewohnern. Ungehobelt wie er sich benimmt, hat er es schon bald geschafft, alle Tiere mit seiner schlechten Laune anzustecken. Die Stimmung des Dachses hingegen hellt sich immer weiter auf.

Als er am Nachmittag einen Spaziergang macht, wundert er sich: Warum ist der Wald nur so leer? Wo sind denn alle hin? Als er den Waschbären fragen möchte, knallt ihm dieser eine unfreundliche Antwort an den Kopf. Und auch die anderen Tiere, die er trifft, sind nicht gut auf den Dachs zu sprechen. Niedergeschlagen macht er sich auf den Heimweg und denkt darüber nach, was er mit seinem Verhalten angerichtet hat.

Die Amsel kommt vorbeigeflattert und gemeinsam schmieden sie einen Plan: Der Dachs lädt mit ihrer Hilfe alle Tiere zu einem „Fest für schlecht gelaunte Tiere“ ein. In seiner Rede entschuldigt sich der Dachs für sein schlechtes Benehmen. Als Höhepunkt des Festes soll das Tier mit der schlechtesten Laune gefunden werden. Doch bei den Aufgaben, die der Dachs den Tieren stellt (etwa „wer am bösesten Gucken kann) werden die muffeligen Tiere schon bald wieder fröhlich. Und ausgerechnet der Dachs hat auf einmal die beste Laune von allen.

Unsere Emotionen und der Umgang mit ihnen sind das Schlüsselthema dieses von Amélie Jackowski wundervoll illustrierten Bilderbuches. Mit der Geschichte vom grantigen Dachs vermittelt uns Autor Moritz Petz: Mal schlechte Laune zu haben ist völlig normal und in Ordnung. Doch es nützt niemandem, wenn man diese an anderen auslässt oder sie gar auf andere überträgt.

Worte lösen beim Gegenüber immer eine Reaktion aus. Böse Worte können verunsichern, kränken und verletzen. Sie bewirken meist neben einer entsprechenden Gegenreaktion, dass sich der Andere zurückzieht und eine Kommunikation, die das Problem lösen könnte, nicht mehr stattfindet. Zumindest so lange nicht, bis einer von beiden wieder auf den anderen zugeht.

Die Amsel agiert in der Geschichte als Vermittler zwischen den beiden Parteien. Mit ihrer Hilfe überlegt der Dachs, was er tun kann, damit die anderen Tiere ihm verzeihen. Und seine kreative Idee, das „Schlechte-Laune-Fest“ kommt bei den anderen Waldbewohnern sehr gut an. So gut, dass am Ende wieder alles gut ist.

Wir hatten übrigens einen großen Spaß daran, den Wettstreit des „Schlechte-Laune-Festes“ selber nachzuspielen: Böse gucken, grummelig grüßen und gefährlich fauchen!

Unser Fazit:

Gefühle und der Umgang mit ihnen werden in diesem Bilderbuch liebevoll thematisiert. Gleichzeitig lädt die lebendig erzählte Geschichte dazu ein, gemeinsam zu überlegen, was man tun kann, damit die Gewitterwolke über dem Kopf schnell wieder verschwindet. Es ist eines unserer Lieblingsbücher geworden.

Klappentext:

Der Dachs hat furchtbar schlechte Laune. Alle Tiere, die ihm begegnen, knurrt er an. Das tut ihm gut und so hellt sich seine Stimmung auf. Aber nanu – mit einem Mal sind alle böse auf den Dachs. Da hat der Dachs einen rettenden Einfall…

Buch-Infos:

Der Dachs hat heute schlechte Laune!
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Text: Moritz Petz
Illustration: Amélie Jackowski
Nord Süd Verlag
gebundenes Buch, 32 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 3 Jahren 
ISBN: 978-3314101762
Preis: 9 Euro

Die kleine Omi

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„Die kleine Omi“, Jonna Struwe, Beatrice Confuss, Fotos: Daniela Krause

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Wenn meine Oma mir „von früher“ erzählt hat, hing ich förmlich an ihren Lippen, weil ich die Geschichten aus der alten Zeit so spannend fand. Genauso ergeht es Lena und Max, wenn die kleine Omi sich an längst Vergangenes erinnert. Dabei ist sie gar nicht ihre richtige Oma. Die beiden Kinder nennen sie nur liebevoll „kleine Omi“, weil ihre freundliche, betagte Nachbarin so klein ist, dass sie gerade mal über ihr Autodach gucken kann. Sie ist eine hervorragende Zuhörerin. Sie erzählt Geschichten, die andere „Vertreter“ ihrer Generation vielleicht eher für sich behalten würden. Und manchmal passt sie auf Max und Lena auf, weil deren Großeltern viel zu weit weg wohnen, um mal eben kurz vorbeizukommen.

Mit „Die kleine Omi“ gibt Jonna Struwe ihr gelungenes Debüt als Kinderbuchautorin und erzählt in sechs Kapiteln lebendig und warmherzig von der Kindheit – heute und damals. So erfahren die Kinder zum Beispiel, dass Mädchen früher keine Hosen tragen durften, dass katholische und evangelische Kinder in der Schule strikt getrennt wurden, dass fluchende Kinder zum Pfarrer geschickt wurden, dass der Namenstag früher eine viel größere Bedeutung hatte als der Geburtstag heute – und sie kommen hinter das Geheimnis, warum die kleine Omi nie richtig Fahrradfahren gelernt hat.

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Unser Lieblingsbild.

Dem Großen (5) hat das Buch sehr gut gefallen. Mal musste er lachen, mal nachfragen und einmal bekam er tatsächlich rote Ohren, bei den lustigen, interessanten und frechen Geschichten der kleinen Omi. Hervorheben möchte ich neben dem sehr originellen Cover die Gestaltung, beziehungsweise die Illustrationen von Beatrice Confuss auf den Innenseiten. Sie machen den Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart sehr gut erlebbar, denn die Geschichten von früher werden mit ganzseitigen bunten Bildern untermalt, während alle Geschehnisse im „Jetzt“ in Schwarz-Weiß gehalten sind – also genau umgekehrt als erwartet. So wird die Historie zum einen in den Bildern lebendig, zum anderen in den unterhaltsamen Erzählungen der kleinen Omi, die die unterschiedlichen Personen direkt zu Wort kommen lässt.

Unser Fazit:

Dieses Vorlesebuch schlägt einen Bogen zwischen Kindheit früher und heute und ist dabei locker und unterhaltsam zu lesen. Es macht Lust darauf, den eigenen Großeltern Löcher in den Bauch zu fragen.

Klappentext:

Die kleine Omi ist wirklich klein. So klein, dass sie kaum über ihr Autodach linsen kann. Aber dass sie auch mal so klein war wie Max und Lena, ein Kindergarten- oder Schulkind, das können sich die beiden nicht vorstellen. Gebannt hören sie deshalb zu, wenn die kleine Omi Geschichten erzählt, Geschichten, die sie erlebt hat, als sie ein Kind war. Warum sie zum Beispiel in der Schule nicht durch die gleiche Tür gehen durfte wie die evangelischen Kinder und am Ende ihres ersten Schultages im Fahnenmast stecken blieb; oder warum sie heimlich Fahrrad fahren lernen wollte und dabei fast baden ging; oder warum der Garten für sie Vorratskammer, Spielzimmer und Klo in einem war. Und was das alles mit Lenas Sammelbildchen vom Supermarkt, Max Fußballspielen und Mamas Geburtstag zu tun hat, das erzählt die kleine Omi auch.

Buch-Infos:

Die kleine Omi
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Text: Jonna Struwe
Illustration: Beatrice Confuss
https://die-kleine-omi.de/
Books on Demand
gebundenes Buch mit Lesebändchen, 60 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 5 Jahren
ISBN: 978-3748110255
Preis: 14,99 Euro

Die kleine Elster Elsa – „Aber ich bin doch ein Krokodil!“

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Die kleine Elster Elsa – „Aber ich bin doch ein Krokodil!“, Edition Trunk, Fotos: Daniela Krause

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Elstern lieben alles was funkelt – da ist es kein Wunder, dass die kleine Elster Elsa es sich besonders gern an ihrem „Schatzsee“ gemütlich macht, wo die Sonnenstrahlen auf der Wasseroberfläche glitzern. Dort träumt sie sich weit fort, nach Afrika an den Nil. Denn eigentlich wäre Elsa viel lieber ein großes starkes Krokodil als eine kleine Elster.

Sie begegnet einem Flusspferd, das von einer Schar Mücken umschwirrt wird. Als Elsa sich voller Überzeugung als Riesenkrokodil vorstellt, prustet das Nilpferd vor Lachen los. Behutsam erklärt es Elsa dann, dass sie ein kleiner Vogel ist, beschreibt ihr aber auch, welche unbezahlbaren Vorteile damit verbunden sind.

Elsa merkt nach und nach, welche Vorzüge ihr Elster-Dasein hat und lernt sich selbst anzunehmen – so wie sie ist. Und genau so hat sie auch ihr Freund Viktor am liebsten, der ihre Tagträume mit einer kleinen Abkühlung beendet. Gemeinsam schwingen sie sich hoch in die Lüfte und genießen den Wind unter ihren Flügeln. Eine Erfahrung, die einem Riesenkrokodil wohl immer verwehrt bleiben wird.

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(c) Edition Trunk

Die Geschichte „“Die kleine Elster Elsa – “Aber ich bin doch ein Krokodil!“ von Hanna Trunk setzt sich mit den Themen Selbstliebe, Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen auseinander. Etwas, das Kinder sehr beschäftigt, vor allem, wenn sie dazu neigen, sich häufig mit anderen zu vergleichen und an sich selbst zu zweifeln. Elsa lernt, dass sie viel mehr kann, als sie sich zutraut. Und dass groß und stark zu sein gar nicht so wichtig ist.

Die humorvollen Illustrationen von Marion Schickert betonen wunderbar die Mimik und Gestik der Protagonisten. Gefühle werden gelungen transportiert. Die Emotionen des Flusspferdes werden darüber hinaus von der Mückenschar perfekt imitiert, was meine Kinder besonders witzig fanden.

Angemerkt sei an dieser Stelle noch, dass Hanna Trunk, selbst zweifache Mama, das Buch komplett in Eigenregie herausgebracht hat – „eine tolle Herausforderung, die viel Spaß gemacht und mich so einiges gelehrt hat“ so ihr Fazit.

Unser Fazit:

Du bist großartig, so wie du bist! Das ist die wichtige und Mut machende Botschaft dieses herzigen Kinderbuchs.

Klappentext:

Eine kleine Elster, wunderschön und charakterlich normalerweise eher frech und dreist. Aber Elsa wäre gerne größer und stärker! Wieso denkt Elsa plötzlich, sie sei ein Krokodil? Was macht sie überhaupt in Afrika? Und was hat das alles mit einem großen dicken Nilpferd zu tun?

Eine Geschichte über Selbstvertrauen, eigene Stärke und Freundschaft. Herrlich amüsant illustriert! Für alle Kleinen und Großen, die noch ihr eigenes „großes starkes ICH“ entdecken müssen.

Buch-Infos:

Die kleine Elster Elsa – „Aber ich bin doch ein Krokodil!“
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Text: Hanna Trunk
Illustration: Marion Schickert
Edition Trunk
gebunden, 32 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 3 Jahren
ISBN: 978-3961117130
Preis: 14,95 Euro

Die kleine Schnecke Willibald & Willibald ist krank – Doppelrezension und Interview

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„Die kleine Schnecke Willibald“ und „Willibald ist krank“, Hoffmann & Schwertfeger, Foto: Daniela Krause

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vor einiger Zeit hat Anja Hoffmann von Willibald & Co. mir ihr Erstlingswerk „Die kleine Schnecke Willibald“ zugeschickt. Ein mit viel Liebe von ihr in Reimform geschriebenes und ihrer Freundin Sandra Schwertfeger illustriertes Büchlein, das Anja zunächst „nur“ für ihre beiden Zwillingsmädchen geschrieben hatte. Das Büchlein kam dann aber bei Freunden und Familie so gut an, dass die beiden kreativen Köpfe eine GbR gründeten und es in den Druck gaben.

Inzwischen hat Willibald viele kleine und große Herzen erobert und krebskranken Kindern im Rahmen einer Spendenaktion ein Lächeln auf die Lippen gezaubert. Und: Es ist nicht bei einem Band geblieben. Jüngst ist die zweite Geschichte „Willibald ist krank“ erschienen. Passend zu den farbenfrohen Büchlein entwirft Sandra Anleitungen für süße Häkeltiere, um so nach und nach immer mehr Charaktere zum Leben zu erwecken.

In dieser Doppelrezension möchte ich euch beide Büchlein vorstellen:

„Die kleine Schnecke Willibald“

Die kleine Schnecke Willibald träumt eines Nachts von einem wunderschönen Baum. Als sie am nächsten Tag erwacht, macht sie sich auf den Weg, ohne so recht zu wissen, wohin ihre Schleimspur sie führen wird. Doch sie möchte unbedingt den Baum finden. Willibald begegnet einem Frosch-Chor, kriecht durch den Wald und wird bei einer Rast von einem Schauer überrascht – auf den ein prächtiger Regenbogen folgt. Da endlich erblickt die kleine Schnecke den Apfelbaum aus ihrem Traum. Doch Willibald ist nicht allein. Viele andere Tiere kommen aus ihren Behausungen, um den Neuankömmling willkommen zu heißen. Gemeinsam stellen sie ein Picknick auf die Beine. Sie feiern bis in die Nacht hinein – und Willibald ist glücklich, neue Freunde gewonnen zu haben.

„Willibald ist krank“

Als Willibald morgens aufwacht, hat er Kopfschmerzen, und die Nase läuft… Kein Zweifel, die Schnecke hat sich tüchtig erkältet. Sie kuschelt sich wieder unter die Bettdecke und schläft weiter. Aber nur kurz. Denn da klopft es, und Mäuschen Matilda steht vor der Tür – mit einem leckeren Frühstück. Wenig später wird Willibald erneut aus dem Schlaf gerissen. Auf der Wiese und im Wald hat es sich rasch herumgesprochen, dass Willibald krank ist. Und sie meinen es alle gut mit dem kleinen Schnecklein. Eule Elsa möchte ihn mit ihrem Lieblingsbuch aufmuntern. Doch Willibald ist viel zu müde. Auch Eichhörnchen Emma ist besorgt um ihren Freund. Und schließlich kommt endlich der Doktor vorbei, um ihn zu untersuchen. In der Nacht schläft Willibald schlecht, mal wird ihm heiß, mal wieder kalt. Doch mit Hilfe ihrer Freunde, wird die kleine Schnecke bald wieder gesund.

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Lieblingsbild meiner Kinder aus „Die kleine Schnecke Willibald“, Hoffmann & Schwertfeger, Foto: Daniela Krause

Beide Büchlein sind in lockerer Reimform geschrieben, was bei meiner kleinen „Jury“ sehr gut ankam. Es gelang beiden Kindern schnell, beim Vorlesen absichtlich von mir ausgelassene Wörter zu ergänzen. Die Illustrationen sind ein Hingucker und werden intensiv angeschaut. Nur die Seiten sind leider etwas anfällig für Knicke beim Umblättern. Zum Selber-Blättern würde ich sie daher ab etwa drei Jahren empfehlen. Der Einband (die Büchlein sind geheftet) ist etwas stabiler als die Seiten und in Glanzoptik gehalten.

Unser Fazit:

Die liebevollen Aquarell-Malereien machen die Büchlein einzigartig. Die Geschichten sind leicht verständlich und unterhaltsam geschrieben.

Klappentext:

„Die kleine Schnecke Willibald“

Die Geschichte erzählt von der kleinen Schnecke Willibald, die sich eines Tages auf die Reise macht und unterwegs Spannendes erlebt.

„Willibald ist krank“

Was ist denn nur mit Willibald los? Die kleine Schnecke fühlt sich gar nicht gut. Doch mithilfe seiner Freunde kommt Willibald bestimmt schnell wieder auf die Beine.

Zum Schluss freue ich mich sehr, dass ich Anja noch einige Fragen zu ihrem Buch-Projekt stellen durfte:

Fünf Fragen an die Autorin Anja Hoffmann

Was hat dich zu den Geschichten von Willibald inspiriert?

Ich habe die Geschichten von der kleinen Schnecke Willibald für meine Kinder geschrieben, da ich sehr gerne reime und meine Mädels richtige Bücherwürmer sind.

Jeden Tag entstehen neue Ideen und beide sind voller Begeisterung dabei und wahnsinnig neugierig welches Abenteuer die kleine Schnecke als nächstes erlebt.

Wie sind die Bilder dazu entstanden?

Meine Freundin Sandra Schwertfeger ist die Taufpatin von meinen Mädels und hat mit ganz viel Liebe die wunderschönen Bilder zu meinen Reimgeschichten gezaubert.

Wie würdet ihr euren Hauptprotagonisten in drei Worten beschreiben?

neugierig, abenteuerlustig, fröhlich

Für welches Alter sind die Büchlein gedacht?

Unsere Büchlein sind durch die einfache Reimform schon für die Kleinsten geeignet und werden auch von Schulkindern gerne gelesen.

Was plant ihr als nächstes?

In den nächsten Monaten sind noch mehrere Kreativmärkte und eine Lesung geplant. Außerdem wird natürlich weiter an neuen Ideen gearbeitet.

Buch-Infos:

Die kleine Schnecke Willibald
Willibald ist krank
Text: Anja Hoffmann
Illustration: Sandra Schwertfeger
Hoffmann & Schwertfeger GbR
Bilderbuch, 32 Seiten
ISBN: 978-3982008400 (Die kleine Schnecke Willibald)
ISBN: 978-3982008424 (Willibald ist krank)
Preis: je 5,99 Euro

Tschüss, kleines Muffelmonster!

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„Tschüss, kleines Muffelmonster!“, Arena Verlag, Foto: Daniela Krause

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Moritz wacht von einem lauten Rumsen auf und glaubt zu träumen, als er ein kleines zerzaustes Wesen sieht, das mit voller Wucht gegen seinen Bettpfosten tritt. Das kleine Muffelmonster ist ebenfalls erstaunt, dass Moritz es sehen kann. Denn das verheißt nichts Gutes. Schließlich werden Muffelmonster nur sichtbar, wenn sie furchtbar schlechte Laune haben.

Moritz verspricht, dem Monster zu helfen, wieder gute Laune zu bekommen. Doch alle Vorschläge, die er ihm macht (beispielsweise auf dem Bett hopsen, Purzelbaum schlagen, Fell kraulen, ein Bilderbuch anschauen oder mit seinem Schmusetiger kuscheln und viele andere Ideen) missfallen dem Muffelmonster. „NEIN! NEIN! NEIN! NEIN!“ platzt es wütend aus ihm heraus.

Ratlos und enttäuscht verkriecht sich Moritz in seiner Kuschelecke. Das sieht das Muffelmonster und bekommt Mitleid. Nach und nach setzen sie gemeinsam alle Vorschläge von Moritz um. Mit der Zeit wird das Muffelmonster immer fröhlicher, übermütiger – und blasser – bis es sich am Ende ganz in Luft auflöst. Aber nicht ohne Moritz zu versichern, dass er es bald wiedersehen wird.

Die lebendig illustrierte Geschichte vom Muffelmonster ist aus dem Alltag der Kinder gegriffen – daher können sie sich hervorragend mit dem kleinen Monster und dessen Gefühlen identifizieren. Jeder hat doch mal muffelige Momente. Wie schön ist es da, wenn es jemanden gibt, der die dunklen Wolken wegpusten kann.

Unser Fazit:

Dieses Buch macht Spaß! Ganz nebenbei erfahren Kinder, wie es auf andere wirken kann, wenn sie selber mal kleine Muffelmonster sind.

Klappentext:

Tschüss, Muffelmonster!

Moritz staunt: Eines Morgens sitzt ein motzendes Muffelmonster in seinem Zimmer. Es ist schlecht gelaunt. MÄCHTIG schlecht gelaunt! Ganz klar, dass sich Moritz etwas Tolles ausdenken muss, um die schlechte Laune zu vertreiben – und das muffelige Monster am besten gleich mit! Mit vielen Tipps für gute Laune.

Buch-Infos:


Tschüss, kleines Muffelmonster!
Du kannst das Buch über diesen Link bei genialokal bestellen und damit den lokalen Buchhandel unterstützen. Kaufst du das Buch über den Affiliate Link, erhalte ich eine kleine Provision. Meine Buchtipps sind jedoch frei von Einflussnahme durch Affiliate Partner.

Text: Julia Boehme
Illustration: Franziska Harvey
Arena Verlag
Bilderbuch, 32 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 3 Jahren 
ISBN: 978-3401096063
Preis: 12,99 Euro

Heimat ist da, wo das Herz zu Hause ist

Heimat
„Heimat ist da, wo das Herz zu Hause ist!“, 360 Grad Verlag, Foto: Daniela Krause

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Die kleine Maus hat genug von der großen, lauten Stadt. Sie sehnt sich nach etwas Ruhe und Erholung. Wie gut, dass sie eine Maus kennt, die auf dem Land lebt. Spontan schreibt sie der Landmaus einen Brief und schlägt ihr einen Wohnungstausch vor. Die Landmaus ist sofort Feuer und Flamme für diese Idee. Beide packen erwartungsvoll ihre Koffer und machen sich auf die Reise.

Die Natur auf dem Land gefällt der Stadtmaus sehr gut – wenn auch die Vögel ganz schön früh wach sind und ziemlichen Lärm machen… Ihr Unwissen über Beeren wird ihr fast zum Verhängnis, als sie sich mit knurrendem Magen auf Futtersuche begibt. Und als sie beschließt, einen Spaziergang zu machen, spielt das Wetter nicht mit.

Die Landmaus indes, fühlt sich regelrecht erschlagen vom hektischen und geräuschvollen Stadtleben. Auch sie tappt auf ihrer Suche nach Nahrung fast in eine Falle, und ihr Erkundungsgang durch die Stadt wird durch Katzen und Straßenverkehr zum gefährlichen Wagnis.

Als die Ferien zu Ende sind, freuen sich beide auf ihr gewohntes Umfeld und sind dankbar für das, was sie haben. Denn ihr Abenteuer hat ihnen gezeigt: Heimat ist da, wo das Herz zu Hause ist.

Dieses Buch ist uns in der Stadtbibliothek eher zufällig in die Hände gefallen. Die Geschichte wird in Reimen erzählt. Das Besondere sind aber die zarten Illustrationen, die vielen Details und kleine Fenster oder Ausschnitte, die mit dem Perspektivwechsel spielen. Mal sitzen Vögel zum Beispiel auf einem Baum in der Natur, blättert man um sind es die gleichen Vögel – nur dass sie auf einer Stromleitung hocken. Zum Finale erleben beide Mäuse an jeweils anderen Orten dieselbe magische Vollmond-Nacht.

Unser Fazit:

Manchmal muss man fortgehen, um das Glück zu finden. Und manchmal liegt es ganz unerwartet doch viel näher, als man denkt. Davon handelt dieses schöne Bilderbuch.

Klappentext:

Liebe dein Leben! Und das Leben liebt dich!

Zwei lustige Mäuse wollen verreisen. Die eine liebt die Stadt und zieht trotzdem aufs Land, die andere mag das Land und zieht in die Stadt. Werden sie glücklich?

Die klassische Fabel des altgriechischen Dichters Äsop „Die Stadtmaus und die Landmaus“ wird in diesem toll illustrierten Bilderbuch von der Bestsellerautorin Libby Walden neu erzählt.

Eine kleine Geschichte über das große Glück, das eigene Leben zu lieben und die Heimat zu schätzen.

Buch-Infos:

Heimat ist da, wo das Herz zu Hause ist!
Text: Libby Walden
Illustration: Richard Jones
Edition Tigerstern im 360 Grad Verlag
Bilderbuch, 28 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahren 
ISBN: 978-3961855070
Preis: 12,90 Euro

 

Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der nicht einschlafen konnte

Siebenschläfer
„Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der nicht einschlafen konnte“, Thienemann Verlag, Foto: Daniela Krause

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„Aber Mama, ich bin doch noch gar nicht müde…“ Solche oder ähnliche Sätze kennst du als Mama oder Papa bestimmt auch, wenn es für den Nachwuchs an der Zeit ist, ins Bett zu gehen. Auch der kleine Siebenschläfer kann nicht einschlafen. Für ihn ist dieses Problem aber wirklich gravierend, denn es geht um seinen Winterschlaf. Sieben Monate soll er schlummern, hat aber keine Idee, wie er das schaffen soll. Und seine Mama sagt: „Ein Siebenschläfer, der nicht schlafen kann, ist kein richtiger Siebenschläfer.“ Sie gibt ihm den Tipp, an etwas Schönes zu denken. Doch so richtig klappt das nicht. Er kommt einfach nicht zur Ruhe.

So lässt sich der kleine Siebenschläfer von den anderen Waldtieren inspirieren: Der Fuchs zählt mit ihm Schäfchen, die Nachtigall trillert ein Gute-Nacht-Lied, die Schnecke schleimt mit ihm um den Block, die Eule erzählt eine (viel zu spannende) Geschichte und die Fledermaus rät ihm zur Über-Kopf-Schlafposition (die mit der Drehung des Buches nachempfunden wird) – mit dem Ergebnis, dass alle anderen Tiere einschlafen, nur nicht der kleine Siebenschläfer. Auch das „Knuddelwuddelpuschelwuschelknuffeltier“ (was für ein Zungenbrecher!) des großen Bären führt nicht zum Erfolg.

Da denkt sich der kleine Siebenschläfer: Wenn alle schlafen, merkt ja keiner, dass ich noch wach bin. Während die anderen Tiere also tief und fest schlummern, malt er sich aus, was er in den kommenden sieben Monaten alles Tolles machen kann – und schläft dann schließlich darüber ein.

Bei uns ist dieses ansprechend gestaltete Pappbilderbuch der Dauerbrenner unter den Gute-Nacht-Geschichten. Vielleicht, weil es die Problematik des Nicht-Einschlafen-Könnens mit einem Augenzwinkern beschreibt und die einzelnen Tiere von Kerstin Schoene sehr naturgetreu gezeichnet sind.

Tipp: Man kann die Geschichte auch mit ein paar strategisch gezielten Gähnern „würzen“, um die Botschaft des Buches zu unterstreichen. 😉

Unser Fazit:

Wunderbar bebildert, liebevoll erzählt, und vielleicht ist ja DER Tipp dabei, wenn das Kind mal wieder „überhaupt nicht müde“ ist…

Klappentext:

Alle machen sich bereit für den Winterschlaf, nur der kleine Siebenschläfer ist kein bisschen müde. Aber ein Siebenschläfer, der nicht schlafen kann, das ist doch kein richtiger Siebenschläfer! Die Tiere aus dem Wald kommen vorbei, um ihm zu helfen – und werden dabei selbst müder und müder… Doch der kleine Siebenschläfer ist immer noch hellwach. Eine Gute-Nacht-Geschichte für alle, die nicht einschlafen können.

Buch-Infos:

Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der nicht einschlafen konnte
Du kannst das Buch über diesen Link bei genialokal bestellen und damit den lokalen Buchhandel unterstützen. Kaufst du das Buch über den Affiliate Link, erhalte ich eine kleine Provision. Meine Buchtipps sind jedoch frei von Einflussnahme durch Affiliate Partner.

Text: Sabine Bohlmann
Illustration: Kerstin Schöne
Thienemann Verlag
Pappbilderbuch, 32 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahren (bei uns schon ab 2 1/2 sehr beliebt)
ISBN: 978-3522437868
Preis: 13 Euro