Komm mit raus, Entdeckermaus!

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„Komm mit raus, Entdeckermaus!“, cbj Verlag, Foto: Daniela Krause

//unbezahlte Werbung/Rezensionsexemplar//

Ich liebe Bücher, die Kinder dazu animieren ihre Umwelt zu entdecken. Dieser Buchtitel ist als Aufforderung zu verstehen: Geh raus, experimentiere und erforsche unsere Natur! Dafür liefert „Komm mit raus, Entdeckermaus!“ viele Anreize. Die Kinder lernen beispielsweise, wie sie selbst ganz einfach ein Herbarium anlegen können, welche Utensilien sie benötigen, um das Leben in einem selbstgebauten Teich zu beobachten und wie man ein kleines Kräuterbeet pflanzt.

Das „Bilderbuch über die Wunder der Natur“ ist für Kinder ab vier Jahren gedacht, die gemeinsam mit ihren Eltern mehr über verschiedene Lebensräume erfahren möchten. Viele Details sind mit einer Nummer versehen und bedürfen einer Erklärung durch den Vorleser. Die Maus stellt dem Betrachter Fragen und kleine Rätselaufgaben. Kindgerecht verpackt werden die vielen Informationen in der Geschichte der kleinen Entdeckermaus und natürlich in bunten Bildern.

Unsere kleine Maus ist sehr belesen und hat sich einen großen Wissensschatz angeeignet. Als aber eines Tages kleine Wurzeln durch die Decke ihre Höhle brechen und immer mehr Platz einnehmen, geht der Maus ein Licht auf: Sie weiß zwar eine ganze Menge über die Tiefsee, die Luftfahrt oder den Radsport – aber kaum etwas über das, was sich außerhalb ihrer Höhle befindet. So beschließt sie den Schutz ihres Baus zu verlassen und auf Entdeckungstour zu gehen. Die Ergebnisse ihrer Expedition möchte sie anschließend in einem Buch festhalten – dem Buch „Komm mit raus, Entdeckermaus!“. Wir begleiten sie zu den einzelnen Stationen.

Rund um den Mäusebau beschäftigt sich die Maus mit allerlei Getier und Gewürm in der Erde, aber auch mit der Vielfalt der Pflanzenwelt an der Oberfläche und der Nahrungskette. Am nächsten Tag macht sie einen Ausflug in den Wald, wo sie das geschäftige Treiben in einem Ameisenhaufen beobachtet. Sie lernt, wie aus einer Eichel ein Bäumchen wächst und wie man das Alter eines Baumes bestimmen kann. Auch die Vögel des Waldes nimmt sie genau unter die Lupe und lauscht ihrem Gezwitscher.

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All ihre Erkenntnisse hält die Maus in einem Buch fest. „Komm mit raus, Entdeckermaus!“, cbj Verlag, Foto: Daniela Krause

Am um im Teich staunt sie nicht schlecht: Es gibt eine Fülle unterschiedlicher Wasserbewohner zu entdecken. Manche von ihnen können sogar unter Wasser atmen und haben sich perfekt an das nasse Element angepasst. Und sie trifft sogar eine Verwandte, als sie am Boden des Teiches auf Tauchstation geht.

Für die letzte Station wagt sich die kleine Maus sogar in die Nähe der Menschen. Denn nun wird der Garten inspiziert, mit den Bienen und Singvögeln und dem köstlichen Obst und Gemüse, das über und unter der Erde wächst. Mit all diesen wertvollen Informationen kann die Entdeckermaus endlich ihr Buch schreiben und es stolz ihren Tanten präsentieren, die schließlich zu Besuch kommen. 

Interessant zu wissen: „Komm mit raus, Entdeckermaus!“ ist das erste Kinderbuch der tschechischen Autorin Tereza Vostradovská und wurde 2017 mit dem Golden Ribbon Award ausgezeichnet. Ein Jahr zuvor kam es auf die Auswahlliste des Magnesia Litera, der die besten tschechischen Kinderbücher ehrt.

Unser Fazit:

Dieses schöne Bilderbuch macht neugierig auf die Natur vor der eigenen Haustür und liefert viele Ideen, um diese aktiv gemeinsam zu entdecken.

Klappentext:

Die kleine Maus sitzt am liebsten in ihrer gemütlichen Höhle, trinkt Tee und liest Bücher, in denen etwas Spannendes erklärt wird. Als eines Tages Wurzeln in ihren Bau hineinwachsen, will sie wissen, woher die kommen und sie beginnt, die Natur rund um ihren Mausbau zu erkunden. Dabei lernt sie die Tiere und Pflanzen im Wald, am Teich und im Garten kennen, macht Experimente und schreibt darüber schließlich selbst ein Buch – dieses hier!

Ein wunderschön gestaltetes Sachbilderbuch über all die kleinen und großen Wunder der Natur. Mit vielen Mitmach-Tipps und Ideen für kleine Naturentdecker.

Buch-Infos:

Komm mit raus, Entdeckermaus!
Du kannst das Buch über diesen Link bei genialokal bestellen und damit den lokalen Buchhandel unterstützen. Kaufst du das Buch über den Affiliate Link, erhalte ich eine kleine Provision. Meine Buchtipps sind jedoch frei von Einflussnahme durch Affiliate Partner.

Autor und Illustration: Tereza Vostradovská
Erschienen im cbj Verlag
gebundenes Buch, 56 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahren
ISBN: 978-3570176177
Preis: 15 Euro

Hurra, ich bin ein Schulkind & Mein lustiges Tier-ABC

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„Hurra, ich bin ein Schulkind!“ und „Mein lustiges Tier-ABC“, Eulenspiegel Kinderbuchverlag, Fotos: Daniela Krause

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Irgendwann ist es soweit: Der Abschied vom Kindergarten ist da, und der Spross trägt mit stolzgeschwellter Brust die große Schultüte vor sich her. Die Einschulung ist für Eltern und Kinder gleichermaßen aufregend und ein ganz besonderer Moment. Bei uns ist es zum Glück noch ein Jahr hin, bis der Große in die Schule kommt. Dennoch darf ich dir mit Unterstützung des Eulenspiegel Kinderbuchverlages zwei schöne Büchlein zur Einschulung vorstellen.

„Hurra, ich bin ein Schulkind!“

Beginnen möchte ich mit dem Buch „Hurra, ich bin ein Schulkind! Mein Album zum Schulanfang 2019“. In dem Büchlein ist Platz für eine persönliche Widmung vorgesehen, so dass es als originelles Geschenk zum Schulanfang überreicht werden kann. Für die Schultüte ist es zwar zu groß. Dennoch ist das Buch eine tolle Erinnerung an den Start als ABC-Schütze.

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„Hurra, ich bin ein Schulkind!“, Eulenspiegel Kinderbuchverlag

Das Kind kann die farbenfroh gestalteten Seiten selbst ausfüllen, Bilder malen und Fotos einkleben, um diesen besonderen Tag für immer festzuhalten. Ähnlich wie in einem Freundebuch können auch einige interessante und lustige Fakten zum Zeitpunkt der Einschulung eingetragen werden: Wie groß bin ich und wie schwer? Was mache ich gerne? Was weniger? Welches Buch gefällt mir am besten? Welches ist mein Lieblingstier? usw.

Nicht fehlen dürfen natürlich die Angaben zur ersten Klasse, etwa der Name des Klassenlehrers und des Sitznachbarn sowie Infos zum Schulweg. Auch für den ersten Stundenplan ist Platz. Auf vier Seiten dürfen sich die Gäste der Einschulungsfeier mit ihren guten Wünschen verewigen und einige Seiten weiter können auch Bilder vom großen Tag und das erste Klassenfoto eingeklebt werden.

Was gehört in die Mappe (oder den Schulranzen)? Was war in der Schultüte drin? Welche Buchstaben und Zahlen kann ich schon schreiben? Hier kann sich das Kind künstlerisch austoben und so das Buch im Laufe des 1. Schuljahres ganz nach seinem Geschmack gestalten. Kleine Gedichte, ein Suchbild, ein Tier-Alphabet und viele Details aus der Feder von Illustratorin Katharina Knebel runden dieses schöne Album ab.

Unser Fazit:

Das Buch ist ein bunter, fröhlicher Begleiter durch das erste Schuljahr und eine schöne Erinnerung an den besonderen Tag der Einschulung.

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„Mein lustiges Tier-ABC“, Eulenspiegel Kinderbuchverlag

„Mein lustiges Tier-ABC“

Einige tierische Verse der Autorin Beate Hellbach finden sich auch in ähnlicher Form im roten Album „Hurra, ich bin ein Schulkind!“ wieder. Allerdings war beim lustigen Tier-ABC eine andere Illustratorin am Werk. Bebildert wurde es von Karoline Grunske. Von der Größe her passt dieses Büchlein hervorragend in die Schultüte, oder erfreut als Mitbringsel ein jüngeres Geschwisterkind.

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„Mein lustiges Tier-ABC“, Eulenspiegel Kinderbuchverlag

Pro Doppelseite wird jeder Buchstabe vorgestellt als Groß- und Kleinbuchstabe, in Verbindung mit einem Tier und einem einprägsamen lustigen Vers oder Spruch. Auf der rechten Seite ist Platz, um die Buchstaben selbst zu schreiben. Eingebaute Zungenbrecher und Wortspiele (Kennst du einen Neinguar?) machen das Büchlein zu einer kurzweiligen Lektüre.

Kleine Kostprobe?

Hier das Q:

„Die Qualle ist ein Nesseltier, drum brennt es, kommt sie nah zu dir.“

Und: Ich war überrascht. Die Autorin hat tatsächlich auch zum Buchstaben X ein Tier gefunden: Xenopus, ein Krallenfrosch aus Afrika! Darauf muss man erstmal kommen…

Unser Fazit:

Ein niedliches Tier-ABC mit Reimen und Sprüchen für Lese-Anfänger. Dank des kleinen Formats passt es perfekt in die Schultüte und animiert zum Schreiben lernen der einzelnen Buchstaben.

Buch-Infos:

Hurra, ich bin ein Schulkind!
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Illustrationen: Katharina Knebel
Eulenspiegel Kinderbuchverlag
Taschenbuch, 48 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 6 Jahren
ISBN: 978-3359013952
Preis: 12,99 Euro

Mein lustiges Tier-ABC
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Text: Beate Hellbach
Illustrationen: Karoline Grunske
Eulenspiegel Kinderbuchverlag
Taschenbuch, 64 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahren
ISBN: 978-3359017318
Preis: 5 Euro

Schau in deinen Körper

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„Schau in deinen Körper“, BELTZ & Gelberg Verlag, Foto: Daniela Krause

//unbezahlte Werbung/Buch selbst gekauft//

Kinder haben tausend Fragen. Über ihren eigenen Körper möchten sie ganz besonders viel erfahren. Auf der Suche nach einem Buch, das den menschlichen Körper möglichst kindgerecht erklärt, bin ich auf dieses faszinierende Mitmach-Buch gestoßen. Das Buch ist über zwei Seiten durchgehend bedruckt und zeigt auf jeder Doppelseite einen bestimmten Bereich des Körpers – vom Kopf bis zu den Füßen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Organen und ihren Funktionen.

Das Kind hält das große stabile Pappbuch mit Hilfe von Haltegriffen vor seinen eigenen Körper. Wenn es sich dann so vor einen Spiegel stellt, sieht es zum Beispiel im oberen Bereich durch die eingebauten Gucklöcher eine Art Röntgenbild des eigenen Kopfes mit den Schädelknochen und dem Gehirn. Großer Pluspunkt: Es ist auf die Körpergröße eines vier- bis sechsjährigen Kindes abgestimmt und zudem geschlechtsneutral gestaltet.

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„Schau in deinen Körper“, BELTZ & Gelberg Verlag, Foto: Daniela Krause

Auf der oberen rechten Seite ist ein kleines Männchen abgebildet, das vormacht, wie das Buch jeweils vor den Körper gehalten werden soll. Auf der linken oberen Seite findet sich eine kurze, knackige Erklärung zum dargestellten Körperteil oder Organ. Unten links auf der Seite gibt es eine farbig hervorgehobene kleine Aufgabe, die dazu animiert, den eigenen Körper zu erkunden. Beispielsweise wird dazu aufgefordert, tief ein und aus zu atmen, um die Lunge zu spüren, die einzelnen Rippen zu ertasten oder bei einer anderen Person das Ohr auf den Bauch zu legen und den Verdauungsgeräuschen zu lauschen.

Mit diesem Buch hatten meine Kinder und ich eine Menge Spaß. Es ist nicht mit Informationen überfrachtet, liefert immer wieder neuen Gesprächsstoff und lädt zu einer achtsamen Erkundung des eigenen Körpers ein. Sicherlich ist es auch eine gute Idee, dieses Buch in die pädagogische Gruppenarbeit im Kindergarten einzubinden. Interessant zu wissen: „Schau in deinen Körper“ wurde mit dem Leipziger Lesekompass 2018 ausgezeichnet und steht auf der Shortlist der „Schönsten deutschen Bücher 2018“ der Stiftung Buchkunst.

Unser Fazit:

Dieses interaktive Körperbuch hat ein geniales Mitmach-Konzept. Es vermittelt Wissen in gerade richtig großen „Häppchen“ und regt dazu an, sich intensiver mit dem eigenen Körper zu beschäftigen.

Klappentext:

Kinder erkunden ihren Körper und wollen wissen, was da drinnen los ist: Wohin geht das Essen, wenn ich es hinunterschlucke? Was kneift so, wenn ich dringen Pipi muss? Warum habe ich ein Herz? Mit diesem Buch erhalten Kinder faszinierende Einblicke in ihren Körper und entdecken von Kopf bis Fuß, was in ihnen steckt.

Buch-Infos:

Schau in deinen Körper
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Felicitas Horstschäfer
Johannes Vogt
BELTZ & Gelberg
gebundenes Buch, 20 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahren 
ISBN: 978-3407823120
Preis: 14,95 Euro

Vom Hut, der nicht zaubern wollte

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„Vom Hut, der nicht zaubern wollte“, Thienemann Verlag, Foto: Daniela Krause

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Johanna sitzt gerade am Schreibtisch und malt – da kommt ihr Vater mit einer „Überraschung“ um die Ecke. Etwas enttäuscht ist das kleine Mädchen schon, als sich die Überraschung als „oller Hut“ vom Sachensammler entpuppt. Doch ihr Papa sagt, der Hut habe einmal einem echten Zauberer gehört. Das klingt schon besser!

Johanna fragt sich, wie sie wohl einen Hasen aus dem Zylinder zaubern kann. Doch das Zauberwort dafür, meint Papa, müsse sie schon selbst herausfinden. Also macht sich Johanna auf die Suche danach und fragt ihre Mama, ihren großen Bruder Alexander, die Nachbarin, die Menschen auf der Straße… Einige machen den Spaß mit und überlegen sich einen Spruch, andere sagen Worte wie „Mumpitz!“, „Firlefanz!“ und „Humbug!“, die Johanna auch für Zaubersprüche hält. (Mehr Sprüche möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.) Aber so richtig überzeugend ist keiner von ihnen. 

Ratlos starrt sie auf den Hut, setzt ihn auf den Kopf – und befindet sich plötzlich in einer großen Manege. Sie schlüpft selbst in die Rolle der Zauberin. Als sie sich nach ihrer Vorstellung vor dem begeisterten Publikum verbeugt, fällt ihr der Hut vom Kopf, und ein weißer Hase hoppelt heraus.

Auf einmal ist sie wieder in ihrem Zimmer. Die Tür geht auf – und dort steht Papa, der verblüfft auf seine Tochter blickt, die einen Hasen im Arm hält.

Wir hatten an diesem Buch großen Spaß. Die vermeintlichen Zaubersprüche der Erwachsenen sorgten für Belustigung – sowohl bei den Kindern als auch bei mir. Die Geschichte ist humorvoll geschrieben und enthält viele Dialoge, die zum lebendigen Vorlesen in unterschiedlichen Stimmen einladen. Inhaltlich sehr gut gefallen hat uns, dass Johanna tatsächlich ganz allein mit ihrer kindlichen Fantasie das Geheimnis um den Zauberhut lüften kann. Sehr schön sind die vielen Details, welche die Kinder auf den Doppelseiten entdecken können.

Unser Fazit:

Ein zauberhaftes Vorlesevergnügen, das die kindliche Fantasie beflügelt und uns Erwachsene schon ein wenig alt aussehen lässt.

Klappentext:

Der geheimnisvolle alte Zylinder, den Papa mitgebracht hat, ist ein echter Zauberhut! Das behauptet jedenfalls Papa. Ob man damit auch einen weißen Hasen herbeizaubern kann? Johanna will es unbedingt herausfinden. Doch dazu braucht sie das richtige Zauberwort. Aber wen sie auch fragt, keiner weiß, wie es lautet. Nicht mal Ralf, der zu Hause einen Zauberkasten hat und sich auskennt. Aber dann, als Johanna schon aufgeben will, passiert etwas ganz Unglaubliches…

Buch-Infos:

Vom Hut, der nicht zaubern wollte
Text: Susan Niessen

Illustration: Antje Drescher
Thienemann Verlag
gebundenes Buch, 32 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahren 
ISBN: 978-3522458085
Preis: 11,90 Euro

Heimat ist da, wo das Herz zu Hause ist

Heimat
„Heimat ist da, wo das Herz zu Hause ist!“, 360 Grad Verlag, Foto: Daniela Krause

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Die kleine Maus hat genug von der großen, lauten Stadt. Sie sehnt sich nach etwas Ruhe und Erholung. Wie gut, dass sie eine Maus kennt, die auf dem Land lebt. Spontan schreibt sie der Landmaus einen Brief und schlägt ihr einen Wohnungstausch vor. Die Landmaus ist sofort Feuer und Flamme für diese Idee. Beide packen erwartungsvoll ihre Koffer und machen sich auf die Reise.

Die Natur auf dem Land gefällt der Stadtmaus sehr gut – wenn auch die Vögel ganz schön früh wach sind und ziemlichen Lärm machen… Ihr Unwissen über Beeren wird ihr fast zum Verhängnis, als sie sich mit knurrendem Magen auf Futtersuche begibt. Und als sie beschließt, einen Spaziergang zu machen, spielt das Wetter nicht mit.

Die Landmaus indes, fühlt sich regelrecht erschlagen vom hektischen und geräuschvollen Stadtleben. Auch sie tappt auf ihrer Suche nach Nahrung fast in eine Falle, und ihr Erkundungsgang durch die Stadt wird durch Katzen und Straßenverkehr zum gefährlichen Wagnis.

Als die Ferien zu Ende sind, freuen sich beide auf ihr gewohntes Umfeld und sind dankbar für das, was sie haben. Denn ihr Abenteuer hat ihnen gezeigt: Heimat ist da, wo das Herz zu Hause ist.

Dieses Buch ist uns in der Stadtbibliothek eher zufällig in die Hände gefallen. Die Geschichte wird in Reimen erzählt. Das Besondere sind aber die zarten Illustrationen, die vielen Details und kleine Fenster oder Ausschnitte, die mit dem Perspektivwechsel spielen. Mal sitzen Vögel zum Beispiel auf einem Baum in der Natur, blättert man um sind es die gleichen Vögel – nur dass sie auf einer Stromleitung hocken. Zum Finale erleben beide Mäuse an jeweils anderen Orten dieselbe magische Vollmond-Nacht.

Unser Fazit:

Manchmal muss man fortgehen, um das Glück zu finden. Und manchmal liegt es ganz unerwartet doch viel näher, als man denkt. Davon handelt dieses schöne Bilderbuch.

Klappentext:

Liebe dein Leben! Und das Leben liebt dich!

Zwei lustige Mäuse wollen verreisen. Die eine liebt die Stadt und zieht trotzdem aufs Land, die andere mag das Land und zieht in die Stadt. Werden sie glücklich?

Die klassische Fabel des altgriechischen Dichters Äsop „Die Stadtmaus und die Landmaus“ wird in diesem toll illustrierten Bilderbuch von der Bestsellerautorin Libby Walden neu erzählt.

Eine kleine Geschichte über das große Glück, das eigene Leben zu lieben und die Heimat zu schätzen.

Buch-Infos:

Heimat ist da, wo das Herz zu Hause ist!
Text: Libby Walden
Illustration: Richard Jones
Edition Tigerstern im 360 Grad Verlag
Bilderbuch, 28 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahren 
ISBN: 978-3961855070
Preis: 12,90 Euro

 

Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der nicht einschlafen konnte

Siebenschläfer
„Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der nicht einschlafen konnte“, Thienemann Verlag, Foto: Daniela Krause

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„Aber Mama, ich bin doch noch gar nicht müde…“ Solche oder ähnliche Sätze kennst du als Mama oder Papa bestimmt auch, wenn es für den Nachwuchs an der Zeit ist, ins Bett zu gehen. Auch der kleine Siebenschläfer kann nicht einschlafen. Für ihn ist dieses Problem aber wirklich gravierend, denn es geht um seinen Winterschlaf. Sieben Monate soll er schlummern, hat aber keine Idee, wie er das schaffen soll. Und seine Mama sagt: „Ein Siebenschläfer, der nicht schlafen kann, ist kein richtiger Siebenschläfer.“ Sie gibt ihm den Tipp, an etwas Schönes zu denken. Doch so richtig klappt das nicht. Er kommt einfach nicht zur Ruhe.

So lässt sich der kleine Siebenschläfer von den anderen Waldtieren inspirieren: Der Fuchs zählt mit ihm Schäfchen, die Nachtigall trillert ein Gute-Nacht-Lied, die Schnecke schleimt mit ihm um den Block, die Eule erzählt eine (viel zu spannende) Geschichte und die Fledermaus rät ihm zur Über-Kopf-Schlafposition (die mit der Drehung des Buches nachempfunden wird) – mit dem Ergebnis, dass alle anderen Tiere einschlafen, nur nicht der kleine Siebenschläfer. Auch das „Knuddelwuddelpuschelwuschelknuffeltier“ (was für ein Zungenbrecher!) des großen Bären führt nicht zum Erfolg.

Da denkt sich der kleine Siebenschläfer: Wenn alle schlafen, merkt ja keiner, dass ich noch wach bin. Während die anderen Tiere also tief und fest schlummern, malt er sich aus, was er in den kommenden sieben Monaten alles Tolles machen kann – und schläft dann schließlich darüber ein.

Bei uns ist dieses ansprechend gestaltete Pappbilderbuch der Dauerbrenner unter den Gute-Nacht-Geschichten. Vielleicht, weil es die Problematik des Nicht-Einschlafen-Könnens mit einem Augenzwinkern beschreibt und die einzelnen Tiere von Kerstin Schoene sehr naturgetreu gezeichnet sind.

Tipp: Man kann die Geschichte auch mit ein paar strategisch gezielten Gähnern „würzen“, um die Botschaft des Buches zu unterstreichen. 😉

Unser Fazit:

Wunderbar bebildert, liebevoll erzählt, und vielleicht ist ja DER Tipp dabei, wenn das Kind mal wieder „überhaupt nicht müde“ ist…

Klappentext:

Alle machen sich bereit für den Winterschlaf, nur der kleine Siebenschläfer ist kein bisschen müde. Aber ein Siebenschläfer, der nicht schlafen kann, das ist doch kein richtiger Siebenschläfer! Die Tiere aus dem Wald kommen vorbei, um ihm zu helfen – und werden dabei selbst müder und müder… Doch der kleine Siebenschläfer ist immer noch hellwach. Eine Gute-Nacht-Geschichte für alle, die nicht einschlafen können.

Buch-Infos:

Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der nicht einschlafen konnte
Du kannst das Buch über diesen Link bei genialokal bestellen und damit den lokalen Buchhandel unterstützen. Kaufst du das Buch über den Affiliate Link, erhalte ich eine kleine Provision. Meine Buchtipps sind jedoch frei von Einflussnahme durch Affiliate Partner.

Text: Sabine Bohlmann
Illustration: Kerstin Schöne
Thienemann Verlag
Pappbilderbuch, 32 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahren (bei uns schon ab 2 1/2 sehr beliebt)
ISBN: 978-3522437868
Preis: 13 Euro

Zinnober in der grauen Stadt

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Maler Zinnober in der grauen Stadt, Ravensburger, Foto: Daniela Krause

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Maler Zinnober liebt die Farben, doch in seinen Farbtöpfen ist nur Grau und Schwarz. Denn er lebt in einer Stadt, in der Farben nicht erwünscht sind. Eines Tages streicht Zinnober das Haus von Herrn Brüll, dem Altwarenhändler – natürlich in Schwarz und Grau. Da hocken unter seiner Leiter die zwei Jungen Jonas und Paul, die mit bunter Kreide das Pflaster bemalen. Durch ein Missgeschick kippt Zinnober seinen Farbtopf um, und die graue Farbe fließt über die bunten Malereien. „Graumaler! Schwarzmaler!“, rufen die Kinder ihm wütend hinterher, als er nach getaner Arbeit nach Hause geht.

Dort fasst er einen Entschluss. Als alles schläft packt er sein Auto und fährt in die Stadt. Mit bunten Farben bemalt er einen ganzen Platz und versteckt sich, sobald der Tag anbricht. Aus seinem Versteck beobachtet er die Reaktionen der Menschen. Diese freuen sich über die bunten Malereien und bekommen gute Laune. Die beiden Kinder kommen dem „Buntmaler“ schließlich auf die Schliche und sind ganz überrascht, als sie Zinnober wiedererkennen. Gemeinsam schmieden sie einen Plan: Die ganze Stadt soll bunter werden! Bald merken die drei Farbrevolutionäre, dass sie mit diesem Wunsch nicht alleine dastehen. Und so wird aus dem grauen Ort nach und nach die farbenfrohe „Zinnoberstadt“.

Das Buch ist erstmals 1973 erschienen und wurde 2013 als Bilderbuch-Klassiker von Ravensburger neu aufgelegt. Bei den fantasievollen Illustrationen wurde kräftig in den Farbtopf gegriffen. So zeigen die Bilder eindrücklich die Verwandlung der Stadt. Außerdem wird sehr schön dargestellt, wie die gute Idee eines Einzelnen schließlich von Mensch zu Mensch wie eine Flamme weiter getragen wird und Leidenschaft und Begeisterung in anderen entfacht. Es erinnert mich an Guerilla-Gardening, denn durch das Werfen der „Samenbomben“ werden graue, triste Orte ja ebenfalls in bunte Hingucker verwandelt.

Unser Fazit:

Ein Hoch auf die Farben und die Fantasie! Dieses Buch lässt Kinder staunen.

Klappentext:

Der Maler Zinnober liebt Farben und alles Bunte. Aber er wohnt in einer grauen Stadt mit tristen Häusern, deren Bewohner ebenfalls grau und düster sind. Niemand möchte in bunten Häusern wohnen, alle Wände muss Zinnober dunkel anstreichen. Aber Zinnober will kein Graumaler mehr sein! Gemeinsam mit zwei Kindern beginnt er über Nacht die Straßen bunt anzumalen. Und siehe da: Die Menschen freuen sich über all die Farben, und die Stadt erwacht zu neuem Leben.

Buch-Infos:

Zinnober in der grauen Stadt
Text und Illustrationen: Margret Rettich
Ravensburger, Ravensburger Kinderklassiker
Kinderbuch, 32 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahren
ISBN: 978-3473446117
ehemals: 10 Euro, aktuell Buch-Rarität