Onno & Ontje – Plötzlich allerdickste Freunde

„Onno & Ontje – Plötzlich allerdickste Freunde“, Coppenrath Verlag, Foto: Daniela Krause

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Manche Bücher nimmt man in die Hand und schließt sie schon beim ersten Blick auf das Cover ins Herz. So ging es meiner Lütten mit diesem wundervollen Bilderbuch. Thomas Springer erzählt die Geschichte von Onno, einem etwas kauzigen, aber liebenswerten Fischer, der mit seiner Frau Olga, seiner Ziege Zieglinde und der Gans Ganslieb auf einer kleinen Insel im Wattenmeer lebt. Onno liebt die Stille und ist am liebsten allein auf seinem Kutter im Meer. Doch eines Tages wird Onno so seekrank, dass er nicht mehr aufs Meer hinaus fahren kann. Kurzerhand übernimmt seine selbstbewusste Frau das Fischen – und Onno hat, zumindest für die Dauer der Tour, zu Hause seine Ruhe.

Ein putziger „Störenfried“

Diese wird jedoch jäh gestört, als das Meer einen kleinen Otter auf die Insel spült, den Onno erst für einen kleinen Seehund hält. Der alte Fischer rettet dem Tierchen das Leben und wärmt ihn. Doch dann macht er sich Gedanken, wie er den putzigen „Störenfried“ wieder loswerden kann. Denn schließlich will Onno allein sein. Er muss also wieder zurück gebracht werden zu „seinesgleichen“. Doch der kleine Otter hat den Fischer lieb gewonnen und weicht ihm nicht mehr von der Seite. Wann immer Onno sich seiner entledigen möchte, findet er zielsicher den Weg zurück.

Rettung in letzter Sekunde

Als er den Otter schließlich mit seiner Draisine ans Festland bringen will, bricht ein Rad ab – und die beiden stranden mitten im Watt. Die Flut bringt das ungewöhnliche Duo in große Bedrängnis. Onno kann nicht schwimmen. „Ontje“, wie Onno den kleinen Otter inzwischen getauft hat (was so viel heißt wie „kleiner Onno“), kann sich zum Glück auf seinem Kopf in Sicherheit bringen. Als nur noch Onnos Pfeife aus dem Meer herausschaut, kommt die Retterin in der Not: Olga fischt sie in letzter Sekunde aus dem Wasser und befördert sie an Bord.

Das gemeinsame Abenteuer hat Onno und Ontje auf wundersame Weise zusammengeschweißt. Onno, der einstige Einzelgänger, möchte den kleinen Otter fortan nicht mehr missen. Beide sind „Plötzlich allerdickste Freunde“, weil Onno merkt, wie gut es tut, wenn man jemanden hat, mit dem man Erlebnisse teilen kann. Und auch Olga stellt fest: „Na, die zwei passen wohl ganz gut zueinander!“

„Onno & Ontje – Plötzlich allerdickste Freunde“, Coppenrath Verlag, Foto: Daniela Krause

Charaktere zum Knuddeln

Die berührende Geschichte wurde in ein großformatiges Buch mit dicken Seiten und wunderschönen Bildern, in überwiegend warmen Farben, stimmungsvoll verpackt. Der Illustrator Mattthias Derenbach interpretiert die Geschichte über eine außergewöhnliche Freundschaft auf eine ganz besondere Weise und mit vielen amüsanten Details, die zum gemeinsamen Entdecken einladen. So sind etwa in das Segel des Kutters eine Hose und eine Socke eingenäht, aus Onnos Pfeife sprießt eine Blume, und zu seinen Füßen spielen Krebse eine Runde Karten. Das Highlight für meine Kinder war jedoch die Zeichnung, in der Onno mit seiner Draisine vor der Flutwelle flieht und ein Seestern hoch oben auf dem Wellenkamm surft. Die Charaktere sind so herzlich gezeichnet, dass man sie am liebsten knuddeln möchte. Rundherum ein sehr gelungenes Werk! Wer zum Beispiel die Geschichten von „Pettersson und Findus“ mag, wird von „Onno und Ontje“ bestimmt ebenso begeistert sein.

Unser Fazit:

Warmherzig und witzig – ein wunderschönes Buch über das Alleinsein und die große Bedeutung der Freundschaft.

Buch-Infos:

Onno & Ontje – Plötzlich allerdickste Freunde
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Autor: Thomas Springer
Illustration: Matthias Derenbach
Erschienen 2016 im Coppenrath Verlag

Bilderbuch, 32 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 3 Jahren
Preis: 13 Euro
ISBN 978-3649669203

Stella und die Wunschtraummuschel

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„Stella und die Wunschtraummuschel“, Morawa Lesezirkel, Foto: Daniela Krause

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Stella ist fast sechs Jahre alt und schläft neuerdings in einem Hochbett – wie die großen Kinder. Doch nachts plagen sie regelmäßig Albträume von Hexen, Monstern und bissigen Hunden. Deshalb sind die Nächte für sie und ihre Eltern sehr kurz, und ans Einschlafen mag Stella lieber gar nicht erst denken. Da kommt ein Urlaub am Meer wie gerufen! In den Ferien wird sie sicherlich auf andere Gedanken kommen. Nach dem Flug ist sie jedoch so müde, dass sie während der Taxifahrt zum Hotel tief und fest einschläft.

Im Traum ist sie schon am Meer und findet im flachen Wasser eine wunderschöne Muschel. Aus ihrem Traum wird nur wenig später Realität, als sie auf ihrem ersten Badeausflug ans Meer wie durch Zauberhand auf eben jene Muschel stößt. Sobald das Mädchen die Hand nach der Muschel ausstreckt, spricht diese sogar und leuchtet in allen Farben des Regenbogens. Von diesem Moment an hat Stella jeden Abend einen Wunschtraum frei – und hütet das kostbare Geheimnis ihrer Wunschtraummuschel so gut sie kann.

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„Stella und die Wunschtraummuschel“, Morawa Lesezirkel

In ihren Träumen wächst Stella über sich hinaus: Sie wünscht sich zum Beispiel unsichtbar zu sein und fliegen zu können. Beflügelt von ihren wundervollen Traumwelten, fällt ihr das Einschlafen auf einmal wundersam leicht, und ihre Eltern sind ganz begeistert von ihrem aufgeweckten, fröhlichen Kind. Doch die größte Überraschung für Stella ist, dass letzten Endes nicht die Muschel für ihre schönen Träume verantwortlich war, sondern sie selbst – und sie es somit aus eigener Kraft geschafft hat, die bösen Schatten aus ihrem Kopf zu verjagen.

Mit dem von der Illustratorin Maria Ainedter farbenfroh gestalteten Kinderbuch „Stella und die Wunschtraummuschel“ hat die Autorin und Mutter dreier Kinder Karin Schranz-Klippl eine besonders einfühlsame Geschichte geschrieben, die sowohl bei meinem Großen (5) als auch bei meiner Lütten (3) sehr gut angekommen ist. Beide konnten sich sofort in Stella hineinversetzen und hatten viel Spaß dabei, die Protagonistin bei ihren sehr originellen und humorvoll erzählten Traumreisen zu begleiten.

Hinzu kommt, dass meine Kinder das Meer lieben und hier zu Hause als Dekoration eine Menge Muscheln herumstehen. So verlangte die Lütte, inspiriert von der Geschichte: „Mama, gib mir mal bitte die Riesenmuschel. Ich möchte das Meer hören.“ Von den kleineren Muscheln hat sie sich ihre eigene „Wunschtraummuschel“ ausgesucht, die nun in ihrem Kinderzimmer auf der Fensterbank liegt.

Unser Fazit:

Diese fantasievolle Geschichte zeigt, welche Wunder möglich sind, wenn man ganz fest an sich und seine Träume glaubt. Und sicherlich kann das Buch auch ein kleiner Helfer sein, für Kinder, die oft schlecht träumen und nicht einschlafen können.

Klappentext:

Stella ist nun fast sechs Jahre alt und hat Angst vor dem Einschlafen. Jeden Abend wälzt sie sich in ihrem Hochbett hin und her und fürchtet sich vor gruseligen Monstern, bösem Hexen und anderen ungebetenen Gästen, die sich in ihren Träumen tummeln! Doch dann fährt Stella mit ihren Eltern ans Meer und findet eine Muschel, eine ganz besondere Muschel. Als Stella nach der Muschel greift, beginnt diese plötzlich in allen erdenklichen Farben zu glitzern und zu schimmern, und Stella hört eine helle und freundliche Stimme, die zu ihr spricht…

Stella und die Wunschtraummuschel
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Autorin: Karin Schranz-Klippl
Illustrationen: Maria Ainedter
Erschienen im Verlag myMorawa, Morawa Lesezirkel

gebundenes Buch, 40 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 6 Jahren
ISBN: 978-3990849866
Preis: 16,99 Euro