Komm mit raus, Entdeckermaus!

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„Komm mit raus, Entdeckermaus!“, cbj Verlag, Foto: Daniela Krause

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Ich liebe Bücher, die Kinder dazu animieren ihre Umwelt zu entdecken. Dieser Buchtitel ist als Aufforderung zu verstehen: Geh raus, experimentiere und erforsche unsere Natur! Dafür liefert „Komm mit raus, Entdeckermaus!“ viele Anreize. Die Kinder lernen beispielsweise, wie sie selbst ganz einfach ein Herbarium anlegen können, welche Utensilien sie benötigen, um das Leben in einem selbstgebauten Teich zu beobachten und wie man ein kleines Kräuterbeet pflanzt.

Das „Bilderbuch über die Wunder der Natur“ ist für Kinder ab vier Jahren gedacht, die gemeinsam mit ihren Eltern mehr über verschiedene Lebensräume erfahren möchten. Viele Details sind mit einer Nummer versehen und bedürfen einer Erklärung durch den Vorleser. Die Maus stellt dem Betrachter Fragen und kleine Rätselaufgaben. Kindgerecht verpackt werden die vielen Informationen in der Geschichte der kleinen Entdeckermaus und natürlich in bunten Bildern.

Unsere kleine Maus ist sehr belesen und hat sich einen großen Wissensschatz angeeignet. Als aber eines Tages kleine Wurzeln durch die Decke ihre Höhle brechen und immer mehr Platz einnehmen, geht der Maus ein Licht auf: Sie weiß zwar eine ganze Menge über die Tiefsee, die Luftfahrt oder den Radsport – aber kaum etwas über das, was sich außerhalb ihrer Höhle befindet. So beschließt sie den Schutz ihres Baus zu verlassen und auf Entdeckungstour zu gehen. Die Ergebnisse ihrer Expedition möchte sie anschließend in einem Buch festhalten – dem Buch „Komm mit raus, Entdeckermaus!“. Wir begleiten sie zu den einzelnen Stationen.

Rund um den Mäusebau beschäftigt sich die Maus mit allerlei Getier und Gewürm in der Erde, aber auch mit der Vielfalt der Pflanzenwelt an der Oberfläche und der Nahrungskette. Am nächsten Tag macht sie einen Ausflug in den Wald, wo sie das geschäftige Treiben in einem Ameisenhaufen beobachtet. Sie lernt, wie aus einer Eichel ein Bäumchen wächst und wie man das Alter eines Baumes bestimmen kann. Auch die Vögel des Waldes nimmt sie genau unter die Lupe und lauscht ihrem Gezwitscher.

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All ihre Erkenntnisse hält die Maus in einem Buch fest. „Komm mit raus, Entdeckermaus!“, cbj Verlag, Foto: Daniela Krause

Am um im Teich staunt sie nicht schlecht: Es gibt eine Fülle unterschiedlicher Wasserbewohner zu entdecken. Manche von ihnen können sogar unter Wasser atmen und haben sich perfekt an das nasse Element angepasst. Und sie trifft sogar eine Verwandte, als sie am Boden des Teiches auf Tauchstation geht.

Für die letzte Station wagt sich die kleine Maus sogar in die Nähe der Menschen. Denn nun wird der Garten inspiziert, mit den Bienen und Singvögeln und dem köstlichen Obst und Gemüse, das über und unter der Erde wächst. Mit all diesen wertvollen Informationen kann die Entdeckermaus endlich ihr Buch schreiben und es stolz ihren Tanten präsentieren, die schließlich zu Besuch kommen. 

Interessant zu wissen: „Komm mit raus, Entdeckermaus!“ ist das erste Kinderbuch der tschechischen Autorin Tereza Vostradovská und wurde 2017 mit dem Golden Ribbon Award ausgezeichnet. Ein Jahr zuvor kam es auf die Auswahlliste des Magnesia Litera, der die besten tschechischen Kinderbücher ehrt.

Unser Fazit:

Dieses schöne Bilderbuch macht neugierig auf die Natur vor der eigenen Haustür und liefert viele Ideen, um diese aktiv gemeinsam zu entdecken.

Klappentext:

Die kleine Maus sitzt am liebsten in ihrer gemütlichen Höhle, trinkt Tee und liest Bücher, in denen etwas Spannendes erklärt wird. Als eines Tages Wurzeln in ihren Bau hineinwachsen, will sie wissen, woher die kommen und sie beginnt, die Natur rund um ihren Mausbau zu erkunden. Dabei lernt sie die Tiere und Pflanzen im Wald, am Teich und im Garten kennen, macht Experimente und schreibt darüber schließlich selbst ein Buch – dieses hier!

Ein wunderschön gestaltetes Sachbilderbuch über all die kleinen und großen Wunder der Natur. Mit vielen Mitmach-Tipps und Ideen für kleine Naturentdecker.

Buch-Infos:

Komm mit raus, Entdeckermaus!
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Autor und Illustration: Tereza Vostradovská
Erschienen im cbj Verlag
gebundenes Buch, 56 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahren
ISBN: 978-3570176177
Preis: 15 Euro

Henriette Bimmelbahn

Henriette Bimmelbahn
„Henriette Bimmelbahn“, Boje Verlag, Foto: Daniela Krause

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„Tschu-tschuuu! Einsteigen, Türen schließen! Der Zug fährt ab!“

Ist dein Kind ein Eisenbahnfan? Dann habe ich einen Vorlesetipp für einen schönen Klassiker von 1958 aus der Feder von James Krüss: Das Bilderbuch „Henriette Bimmelbahn“ erzählt in Reimform die Geschichte einer  kleinen alten Bimmelbahn, die nie nach einem Plan fährt, ihre Stationen selbst bestimmt und auch keine Schienen braucht. An einem schönen Sommertag dürfen die Kinder mit ihr zu ihren Großeltern fahren. Brav wartet sie am Bahnhof, bis alle kleinen Fahrgäste eingestiegen sind. Dann geht es los: 

„Doch dann pfeift sie und sie bimmelt, rattert, knattert, dampf und faucht, ruckelt, zuckelt, klappert, plappert, bebt und bibbert, rollt und raucht.“

Anhand dieses Zitates wird deutlich, wie lebendig du das Buch vorlesen kannst. Denn der Text lässt sich wirklich so melodisch lesen, als würde die kleine Lok just in diesem Moment über die Gleise rattern. Das Schöne ist: Henriette hat keine Eile. Jede Kuh wird gegrüßt, und an den Blumenwiesen macht sie extra lange Halt, damit die Kinder Klee für die Kaninchen und Sträuße für die Omis pflücken können. Nachdem sie schließlich alle Kinder wohlbehalten bei den Großeltern in den Dörfern abgeliefert hat, zuckelt sie müde wieder zurück in die Stadt.

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„Henriette Bimmelbahn“, Boje Verlag, Foto: Daniela Krause

Die geschwungenen Verse sind für die Kleinen leicht verständlich. Begleitet werden sie von den fröhlich bunten Bildern der Illustratorin Lisl Stich, die Henriette Bimmelbahn ein ganz eigenes Gesicht gegeben hat.

Unser Fazit:

Ein liebenswerter Bilderbuch-Klassiker, der bestimmt den einen oder anderen „Großen“ beim Vorlesen in seine Kindheit zurückversetzt.

Klappentext:

„Henriette heißt die nette, alte kleine Bimmelbahn. Henriette, Henriette fuhr noch nie nach einem Plan.“ Eines der beliebtesten Bilderbücher seit Generationen – über die kinderfreundlichste Eisenbahn der Welt. Mit herrlichen Versen von James Krüss.

Buch-Infos:

Henriette Bimmelbahn
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Autor: James Krüss
Illustration: Lisl Stich

Erschienen im Boje Verlag
gebundenes Buch, 26 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 3 Jahren
ISBN: 978-3414814005
Preis: 6 Euro

Ein Schnupfen hockt auf der Terrasse

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„Ein Schnupfen hockt auf der Terrasse“, Anaconda-Verlag, Foto: Daniela Krause

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Manchmal gibt es schöne Zufälle: In einem Seminar zum Thema WordPress hat mir die liebe Melanie vom Blog „Kistengrün“ die Seite „Lyrikbrause“ ans Herz gelegt. Dort veröffentlicht die Journalistin und Autorin Heike Nieder ihre Gedichte für Kinder. Als Kind „verschlang“ sie einen Sammelband mit Versen von Heinz Erhardt und begann selbst zu reimen – auch später in der Elternzeit. „Ich habe gemerkt, dass mir das Verseschmieden einen schönen Ausgleich bringt zum alltäglichen Wahnsinn mit drei kleinen Kindern und dass man das auch vorzüglich beim Wickeln, Brei-Anrühren und Kinderwagenausfahren machen kann“, schreibt sie auf ihrem Blog.

Nun hat Heike Nieder ihre Kinderlyrik-Anthologie „Ein Schnupfen hockt auf der Terrasse – Lustige und nachdenkliche Gedichte für Kinder“ herausgegeben, die von der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur zum „Kinderbuch des Monats Juli“ gekürt wurde.

Wir durften das Büchlein lesen und waren ganz begeistert von den liebevoll ausgesuchten Gedichten, die einen zeitlichen Bogen vom 18. Jahrhundert bis in die Ist-Zeit schlagen. Die Illustratorin Katharina Staar hat zu jedem Gedicht etwas thematisch Passendes gemalt und haucht den Versen so zusätzlich Leben ein. In Anlehnung an die „Lyrische Hausapotheke“ von Erich Kästner enthält das Buch Verse für Kinder „zur seelischen Verwendung“ in unterschiedlichen Lebenslagen – zum Beispiel, wenn man etwas angestellt hat, wenn man müde oder krank ist, wenn man nicht vernünftig sein will, gerne nachdenken möchte oder einfach für immer Kind sein will.

Das Büchlein ist gefüllt mit über 100 Gedichten – darunter wirst du bestimmt auch manchen Bekannten wiedersehen, etwa „Die Heinzelmännchen zu Köln“ von August Kopisch, „Ich habe dich so lieb“ von Joachim Ringelnatz oder „Der Panther“ von Rainer Maria Rilke. Auch Goethes „Der Zauberlehrling“ ist uns begegnet, den ich damals in der Schule auswendig vortragen musste und natürlich „Der Schnupfen“ von Christian Morgenstern, der Pate für den Titel stand.

Kleinere Reime zum Schmunzeln sind ebenfalls unter den Gedichten. Beispielsweise folgender von Heinz Erhardt:

Ein langer dicker Regenwurm
geriet in einen Wirbelsturm,
der trug ihn bis zum Himmel.
Nun dient er oben, nein wie fein, 
dem allerliebsten Engelein,
als Klöppel einer Bimmel. 

Heike Nieder hat zudem ein paar eigene Gedichte mit eingestreut, zum Beispiel das von „Miss Pig“, einer Sau, die unbedingt eine Miss-Wahl gewinnen möchte und eine sehr originelle Eigeninterpretation beziehungsweise Fortsetzung von Morgensterns „ästhetischem Wiesel“. 

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„Ein Schnupfen hockt auf der Terrasse“, Anaconda-Verlag, Foto: Daniela Krause

Angetan war ich auch von so mancher persönlicher „Neuentdeckung“ wie „Der Bär als Tenor“ von Fred Endrikat, dem verträumten „Mann im Mond“ von Mascha Kaléko oder dem schönen Gedicht „Wovon träumt der Astronaut auf der Erde“ von Christine Busta, das ich noch nicht kannte. 

Unser Fazit:

Dieses Buch ist wunderbar zeitlos und bereitet viel Freude beim Anschauen und gemeinsamen Lesen. Der Gedichtband ist perfekt, um von Generation zu Generation weitergegeben zu werden.

Klappentext:

(….) Heike Nieder hat die schönsten Gedichte für Kinder vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart zusammengestellt und dabei  nach Stimmungen gegliedert. So liest sich bei Fernweh das Gedicht vom Luftschiffer besonders gut und wenn einem der Sinn nach Unfug steht, ist Kästners verhextes Telefon genau das Richtige. Die fröhlichen Illustrationen bezaubern kleine und große Leser.

Buch-Infos:

Ein Schnupfen hockt auf der Terrasse
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Herausgegeben von Heike Nieder
Illustriert von Katharina Staar

Erschienen im Anaconda Verlag
gebundenes Buch, 128 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 5 Jahren
ISBN: 978-3730607152
Preis: 7,95 Euro

Eine Giraffe im Haus

Giraffe im Haus
„Eine Giraffe im Haus“, J.P. Bachem Verlag, Foto: Daniela Krause

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Es gibt Bücher, bei denen hat man die ganze Zeit während des Lesens ein Grinsen im Gesicht. So erging es uns mit „Eine Giraffe im Haus“, eine herrlich schräge Geschichte, auf die man erstmal kommen muss. 

Das Buch im quadratischen Format ist in der Ich-Perspektive geschrieben. Ein Mädchen erzählt und spricht den Leser dabei direkt an. „Rate mal, was ich auf dem Jahrmarkt gewonnen habe! … Eine Giraffe!“, so der Einstieg in diese turbulente und vergnügliche Suche nach einem geeigneten Ort, an dem man diese Giraffe unterbringen kann. Eines ist ja klar: Mama und Papa werden von dem neuen Familienzuwachs nicht gerade begeistert sein. Zwar ist sie niedlich, aber eben auch verdammt groß und noch dazu extrem tollpatschig!

Fieberhaft überlegt die Kleine also, wo sie die Giraffe am besten verstecken sollte: Sie könnte zum Beispiel in den Schornstein passen, gäbe bestimmt eine tolle Rutsche ab, oder man könnte sie als Stehlampe im Wohnzimmer tarnen. Alles nicht so optimal, findet sie. Und die Badewanne ist vielleicht auch nicht die beste Idee… Sie kommt auf die verrücktesten Einfälle (die ich hier aber nicht alle verraten möchte), doch keiner scheint ihr für die Giraffe angemessen.

Schließlich muss sich das Mädchen eingestehen, dass bei so einem großen Haustier einfach kein Platz für alle anderen bleibt. Bliebe noch die letzte Idee: der Wald! Und hier muss sich die Giraffe, die inzwischen auch einen passenden Namen bekommen hat, tatsächlich nie wieder verstecken – es sei denn, sie hat Spaß daran. 

Die detailverliebten Zeichnungen anzusehen, ist das reinste Vergnügen. Immer wieder stößt man dabei auf überraschende Kleinigkeiten. Besonders gut hat uns gefallen, dass das Buch zwar erzählenden Text hat, die Geschichte aber insbesondere mit den humorvollen Illustrationen transportiert wird. Perfekt also zum Vorlesen und auch, um sie später selbst zu entdecken.

Unser Fazit:

Wir haben uns kringelig gelacht! Ganz hoher Spaßfaktor!

Klappentext:

Was machst du, wenn du auf dem Jahrmarkt eine Giraffe gewinnst? Verstecken! Doch das ist gar nicht so einfach, denn das große, tollpatschige Haustier passt nirgends hinein – nicht in den Kofferraum und erst recht nicht in die Hundehütte. Und im Haushalt ist die Giraffe auch keine große Hilfe. Also, was nun?

Buch-Infos:

Eine Giraffe im Haus
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Text: Michelle Robinson
Illustration: Claire Powell

Erschienen im J.P. Bachem Verlag
gebundenes Buch, 32 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 3 Jahren
ISBN: 978-3761633267
Preis: 14,95 Euro

Wo soll Timo schlafen?

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„Wo soll Timo schlafen?“ von Maja Weber, Foto: Daniela Krause

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Der kleine Mäuserich Timo ist verzweifelt. Nach einem starken Regenguss ist seine Mäusehöhle zerstört. Alles ist pitschnass, die Möbel fortgespült. Wo soll Timo jetzt bloß schlafen? Ein Sonnenstrahl kitzelt sein Mäusenäschen und schenkt ihm neue Hoffnung. So macht er sich auf den Weg, um ein neues Zuhause zu finden. Doch das ist gar nicht so leicht. In ein Schneckenhaus passt er nicht hinein, die Dose ist zu scharfkantig, der durchsichtige Becher zu unsicher. Langsam wir es dunkler. Timo muss sich sputen, um vor Einbruch der Nacht einen Schlafplatz zu finden. Da entdeckt er einen auf der Wiese vergessenen Kinderschuh, in dem er schließlich geschützt die Nacht verbringt.

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Unser Lieblingsbild aus „Wo soll Timo schlafen?“ von Maja Weber, Foto: Daniela Krause

Am nächsten Morgen wird er durch ein Geräusch geweckt. Da weint doch jemand! Timo sieht nach und findet eine andere kleine Maus. Sie hat das gleiche Schicksal ereilt. Timo sagt: „Im Schuh gibt es Platz für zwei Mäuse.“ So ist Timo nicht mehr allein und baut sich mit Sami aus dem Schuh ein gemütliches Häuschen – mit Regenschirmdach.

Diese liebevoll illustrierte, warmherzige Mäuse-Geschichte ist gerade bei unserer Lütten sehr beliebt. Sie bestaunt beim Vorlesen die fantasievollen, zarten Kunstwerke von Maja Weber, die das Büchlein erdacht, geschrieben und bebildert hat. Von Station zu Station begleitet der Leser den Weg des kleinen Mäuserichs, der am Ende nicht nur ein neues Zuhause, sondern auch einen Freund findet.

Interessant zu wissen: Die Autorin Maja Weber hat viele Jahre als Kindergärtnerin gearbeitet. Mit ihrem Buch „Wo soll Timo schlafen?“ hat sie sich einen großen Wunsch erfüllt und ihr Erstlingswerk ihren Enkelkindern gewidmet.

Unser Fazit:

Ein wunderschön illustriertes Buch über Hoffnung, Mut und Freundschaft.

Klappentext:

Timo wohnt in seinem gemütlichen Mauseloch. Als der Regen sein Zuhause überschwemmt, muss er sich eine neue Wohnung suchen. Wo er am Schluss schläft und wie er sogar einen Freund findet, davon erzählt dieses Buch.

Buch-Infos:


Wo soll Timo schlafen?
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Text und Illustration: Maja Weber
Erschienen bei Books on Demand
gebundenes Buch, 40 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 3 Jahren
ISBN: 978-3748171164
Preis: 21,30 Euro oder 8,49 Euro als eBook

Hurra, ich bin ein Schulkind & Mein lustiges Tier-ABC

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„Hurra, ich bin ein Schulkind!“ und „Mein lustiges Tier-ABC“, Eulenspiegel Kinderbuchverlag, Fotos: Daniela Krause

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Irgendwann ist es soweit: Der Abschied vom Kindergarten ist da, und der Spross trägt mit stolzgeschwellter Brust die große Schultüte vor sich her. Die Einschulung ist für Eltern und Kinder gleichermaßen aufregend und ein ganz besonderer Moment. Bei uns ist es zum Glück noch ein Jahr hin, bis der Große in die Schule kommt. Dennoch darf ich dir mit Unterstützung des Eulenspiegel Kinderbuchverlages zwei schöne Büchlein zur Einschulung vorstellen.

„Hurra, ich bin ein Schulkind!“

Beginnen möchte ich mit dem Buch „Hurra, ich bin ein Schulkind! Mein Album zum Schulanfang 2019“. In dem Büchlein ist Platz für eine persönliche Widmung vorgesehen, so dass es als originelles Geschenk zum Schulanfang überreicht werden kann. Für die Schultüte ist es zwar zu groß. Dennoch ist das Buch eine tolle Erinnerung an den Start als ABC-Schütze.

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„Hurra, ich bin ein Schulkind!“, Eulenspiegel Kinderbuchverlag

Das Kind kann die farbenfroh gestalteten Seiten selbst ausfüllen, Bilder malen und Fotos einkleben, um diesen besonderen Tag für immer festzuhalten. Ähnlich wie in einem Freundebuch können auch einige interessante und lustige Fakten zum Zeitpunkt der Einschulung eingetragen werden: Wie groß bin ich und wie schwer? Was mache ich gerne? Was weniger? Welches Buch gefällt mir am besten? Welches ist mein Lieblingstier? usw.

Nicht fehlen dürfen natürlich die Angaben zur ersten Klasse, etwa der Name des Klassenlehrers und des Sitznachbarn sowie Infos zum Schulweg. Auch für den ersten Stundenplan ist Platz. Auf vier Seiten dürfen sich die Gäste der Einschulungsfeier mit ihren guten Wünschen verewigen und einige Seiten weiter können auch Bilder vom großen Tag und das erste Klassenfoto eingeklebt werden.

Was gehört in die Mappe (oder den Schulranzen)? Was war in der Schultüte drin? Welche Buchstaben und Zahlen kann ich schon schreiben? Hier kann sich das Kind künstlerisch austoben und so das Buch im Laufe des 1. Schuljahres ganz nach seinem Geschmack gestalten. Kleine Gedichte, ein Suchbild, ein Tier-Alphabet und viele Details aus der Feder von Illustratorin Katharina Knebel runden dieses schöne Album ab.

Unser Fazit:

Das Buch ist ein bunter, fröhlicher Begleiter durch das erste Schuljahr und eine schöne Erinnerung an den besonderen Tag der Einschulung.

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„Mein lustiges Tier-ABC“, Eulenspiegel Kinderbuchverlag

„Mein lustiges Tier-ABC“

Einige tierische Verse der Autorin Beate Hellbach finden sich auch in ähnlicher Form im roten Album „Hurra, ich bin ein Schulkind!“ wieder. Allerdings war beim lustigen Tier-ABC eine andere Illustratorin am Werk. Bebildert wurde es von Karoline Grunske. Von der Größe her passt dieses Büchlein hervorragend in die Schultüte, oder erfreut als Mitbringsel ein jüngeres Geschwisterkind.

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„Mein lustiges Tier-ABC“, Eulenspiegel Kinderbuchverlag

Pro Doppelseite wird jeder Buchstabe vorgestellt als Groß- und Kleinbuchstabe, in Verbindung mit einem Tier und einem einprägsamen lustigen Vers oder Spruch. Auf der rechten Seite ist Platz, um die Buchstaben selbst zu schreiben. Eingebaute Zungenbrecher und Wortspiele (Kennst du einen Neinguar?) machen das Büchlein zu einer kurzweiligen Lektüre.

Kleine Kostprobe?

Hier das Q:

„Die Qualle ist ein Nesseltier, drum brennt es, kommt sie nah zu dir.“

Und: Ich war überrascht. Die Autorin hat tatsächlich auch zum Buchstaben X ein Tier gefunden: Xenopus, ein Krallenfrosch aus Afrika! Darauf muss man erstmal kommen…

Unser Fazit:

Ein niedliches Tier-ABC mit Reimen und Sprüchen für Lese-Anfänger. Dank des kleinen Formats passt es perfekt in die Schultüte und animiert zum Schreiben lernen der einzelnen Buchstaben.

Buch-Infos:

Hurra, ich bin ein Schulkind!
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Illustrationen: Katharina Knebel
Eulenspiegel Kinderbuchverlag
Taschenbuch, 48 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 6 Jahren
ISBN: 978-3359013952
Preis: 12,99 Euro

Mein lustiges Tier-ABC
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Text: Beate Hellbach
Illustrationen: Karoline Grunske
Eulenspiegel Kinderbuchverlag
Taschenbuch, 64 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahren
ISBN: 978-3359017318
Preis: 5 Euro

Ein schreckliches Vieh!

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„Ein schreckliches Vieh!“, BoD, Johanna Sievers, Fotos: Daniela Krause

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Hast du dich eigentlich schon mal gefragt, warum es in Kinderzimmern oft so chaotisch ist? Diesem Mysterium ist die zweifache Jungs-Mama und Autorin Johanna Sievers mit ihrem monströsen Bilderbuchprojekt auf den Grund gegangen.

Nachdem wir ihr Büchlein gelesen haben, liegt die Antwort auf der Hand. Ganz klar: In unseren Kinderzimmern wohnt ein schreckliches Vieh! Wer sonst kann für solch eine extreme Unordnung verantwortlich sein? Die Lütte und der Große haben doch gerade erst mehr oder weniger frei- und widerwillig alles in Kisten verstaut, so dass man sich im Zimmer gefahrlos bewegen kann. Warum sieht es wenig später dann schon wieder so aus, als hätten die Kuscheltiere mit den Legofiguren eine rauschende Party gefeiert?! Mit Konfetti, versteht sich!

Es ist so offensichtlich: Nachts, wenn die Kinder schlummern, kommt das schreckliche Vieh aus seinem Versteck und stürzt das frisch aufgeräumte Zimmer ins Chaos: Da werden Spielsachen aus den Regalen gerupft und wahllos auf dem Boden verteilt, Wände mit Farbe beschmiert und Stofftiere entführt. So kann das nicht weitergehen, findet der anonyme Ich-Erzähler und beschließt, dem Vieh eine Falle zu stellen. Ein Puzzle mit tausend Teilen soll als Köder dienen. Da hat es eine Menge zu tun, um das Puzzle auseinanderzupflücken. „Zack!“, schnappt die Falle zu, und das Vieh ist gefangen. Die Unordnung kann man ihm bestimmt ganz einfach abgewöhnen – mit ein bisschen Erziehung.

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So könnte das schreckliche Vieh aussehen… 

Doch als das schreckliche Vieh in der Falle sitzt, ist es so traurig, unglücklich und unkooperativ, dass der Erzähler Mitleid bekommt und die Falle wieder öffnet. Aus dem schrecklichen wird plötzlich ein fantastisches Vieh. Und auf einmal ist die Unordnung auch gar nicht mehr so schlimm. Es macht einfach zu viel Spaß, gemeinsam Kissen durch die Gegend zu pfeffern und fröhlich herumzutoben. Ach, Mama, die paar Spielsachen auf dem Boden…

Beim Thema Unordnung und Aufräumen dürfte sich so ziemlich jedes Kind angesprochen, vielleicht auch ein bisschen ertappt fühlen. Auf jeden Fall ist es ein klassisches Alltagsszenario, das Eltern nur zu gut kennen dürften. Besonders gut gefallen hat uns an dem in leicht zu verstehenden Reimen geschriebenen Büchlein die originelle Art der Bebilderung. Hier haben Kinder der Diakonissen Kindertagesstätte Rulandstraße in Speyer mit Ölkreiden, Wasserfarben, Papier, Schere, Klebestiften und ganz viel Fantasie kleine Kinderzimmer-Kunstwerke erschaffen und Gefühle mit verschiedenfarbigen Hintergründen zum Ausdruck gebracht. Die Erwachsenen haben die Kinder einfach machen lassen…

Das Bilderbuchprojekt ist eine schöne Anregung für Eltern, Erzieher und Kinder, um das Thema Unordnung humorvoll anzugehen und gemeinsam kreativ zu werden. Dafür hat Johanna Sievers auf den letzten Seiten extra ein bisschen Platz gelassen.

Wie sieht wohl das schreckliche Vieh in deinem Kinderzimmer aus? Und ist es wirklich so schrecklich oder vielleicht doch fantastisch?

Unser Fazit:

Unordnung kann Spaß machen, und Monster sind gar nicht so Furcht einflößend wie gedacht. Dieses fantasievolle Bilderbuchprojekt beweist es.

Klappentext:

„Ist ja gut, schon klar, das glaubst du mir nie, aber im Kinderzimmer haust ein schreckliches Vieh!“ Wenn im Kinderzimmer ein schreckliches Vieh nächtens immer wieder für kolossale Unordnung sorgt, muss man sich schon etwas einfallen lassen. Aber was? Wie kommt man ihm bei, diesem bauklötzeschmeißenden, wändebekritzelnden, bücherrausreißenden Gesell? Und selbst wenn man es schaffen sollte dem Vieh das Handwerk zu legen – was dann?

Buch-Infos:

Ein schreckliches Vieh
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Text: Johanna Sievers
Illustrationen: Arne, Otto, Anique, Leon, Clara,
Frederik, Hamsa, Emma-Lotte, Magdalena, Nele
Erschienen bei Books on Demand
Taschenbuch, 24 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 3 Jahren
ISBN: 978-3749410484
Preis: 11,99 Euro