Ein wirklich wahres Weihnachtswunder

„Ein wirklich wahres Weihnachtswunder“, Arena Verlag, Foto: Daniela Krause

Einmal, da habe ich zwei Weihnachten gerettet und dreizehn Leben verändert…“

Lieblingszitat aus „Ein wirklich wahres Weihnachtswunder“ von Isabel Abedi und Daniela Kohl

unbezahlte Werbung/Verlosung/Rezension

Mit obigem Zitat beginnt diese wundervoll-weihnachtliche Geschichte von Isabel Abedi und Daniela Kohl. Sie trägt den Titel „Ein wirklich wahres Weihnachtswunder“. Im Mittelpunkt stehen die Kinder Manu und Jana. Die Zwei sind aufgeregt, weil sie ganz alleine mit dem Zug nach Hamburg zu ihrem Vater fahren dürfen, während Mama in Berlin noch in ihrem Job als Nachrichtensprecherin arbeiten muss. Die Kinder verstehen nicht, warum der Fernsehsender nicht mal an Heiligabend die Nachrichten ausfallen lassen kann. So fiebern sie im Zug dem Weihnachtsfest entgegen, voller Vorfreude auf die gemeinsame Zeit mit ihrer Familie.

Dabei haben sie einen roten Koffer mit selbstgemachten Geschenken, leckeren Plätzchen, Manus Saxofon, seiner selbst aufgenommenen CD und Janas Outfit für den großen Auftritt als Christkind unter dem Tannenbaum – also alles für ein perfektes Weihnachtsfest. Endlich bei ihrem Papa angekommen öffnen sie den Koffer und sind wie vom Donner gerührt: Der Inhalt ist auf einmal ein ganz anderer! Der Vater ruft sofort bei der Bahn an, um den vermissten und den fremden Koffer zu melden. Doch anstatt dort jemanden an die Strippe zu bekommen, fliegt er nach langer Wartezeit aus der Leitung – zur großen Enttäuschung von Manu und Jana.

Was soll denn jetzt bloß aus Weihnachten werden?

Ein kleines Gesamtkunstwerk geschaffen

Normalerweise würde ich hier ja noch mehr zum Inhalt des vorgestellten Buches erzählen. An dieser Stelle möchte ich das nicht tun, denn ich will das Wunder, das in diesem Büchlein passiert, nicht vorwegnehmen. Die Autorin und Illustratorin haben ein kleines Gesamtkunstwerk geschaffen, in dem es unglaublich viele liebevolle Details zu entdecken gibt. Die wie ein Comic anmutende Geschichte ist so gestrickt, dass sie gleich in mehreren Passagen zu überraschen weiß. Sorry, aber da mag ich wirklich nicht mehr verraten…

„Ein wirklich wahres Weihnachtswunder“, Arena Verlag, Foto: Daniela Krause

Gesellschaftliche Werte

Nur so viel: Die Charaktere in dem Büchlein sind sehr lebendig gezeichnet. Es sind unterschiedliche Altersgruppen, Nationalitäten und Familienkonstellationen vertreten. Mit einem Augenzwinkern wird unter anderem die Notwendigkeit des Festtagsbratens (in Form der Weihnachtsgans) thematisiert. Darüber hinaus gibt es märchenhafte Geschichten in der Geschichte und auch so wichtige gesellschaftliche Werte wie Toleranz, Diversität, Nachhaltigkeit und Nächstenliebe werden durch den Inhalt vermittelt. Dazu kommen noch einige Rezepte und Bastelanleitungen. Uns konnte dieses Weihnachtsbuch rundum überzeugen.

Das sagt der Große (7):

Das ist wirklich eine richtig schöne Weihnachtsgeschichte.

Das sagt die Lütte (5):

Das Buch hat mir sehr gut gefallen, weil es so lustig ist. Auch die Bilder sind sehr schön.

Unser Fazit:

Dieses Buch ist warmherzig, witzig und steckt voller Weihnachtswunder.

Gewinne das Buch im Kinderbuchblogger-Adventskalender:

Wenn ich dich neugierig machen konnte, habe ich jetzt eine kleine Überraschung für dich: Für den Kinderbuchblogger-Adventskalender von Kinderbuch-Detektive darf ich im neunten Türchen ein Exemplar des Büchleins unter meinen Lesern verlosen. Unter dem Link findest du sämtliche Türchen. Mit etwas Glück kannst du jeden Tag auf einem anderen Kinderbuchblog ein ausgewähltes Buch gewinnen.

Für dieses hier möchte ich gerne von dir wissen: Was war bislang dein persönliches Weihnachtswunder? Schreibe es mir unten in die Kommentare.

Die Verlosung beginnt mit Freischaltung dieses Posts und endet am Freitag, 10. Dezember, um 23 Uhr.

Teilnahmebedingungen:

Du bist mindestens 18 Jahre alt und wohnst in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Über den Gewinner entscheidet das Los. Falls du gewinnst, werde ich dich per Direktnachricht darüber informieren. Deine Adresse wird lediglich zur Gewinnübermittlung verwendet. Die Verlosung hat nichts mit den sozialen Medien Facebook oder Instagram zu tun. Von dort werden die Teilnehmer lediglich auf meinen Blog geführt. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Auslosung:

Herzlichen Glückwunsch, Jojo!

Buch-Infos:

Ein wirklich wahres Weihnachtswunder
Du kannst das Buch über diesen Link bei genialokal bestellen und damit den lokalen Buchhandel unterstützen. 

Titel: Ein wirklich wahres Weihnachtswunder
Text: Isabel Abedi
Illustrationen: Daniela Kohl
Erschienen bei Arena Verlag
gebunden, 112 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 8 Jahren
Preis: 12 Euro
ISBN: 978-3401606378

Die Autorin: Isabel Abedi

Isabel Abedi, 1967 geboren, arbeitete 13 Jahre lang als Werbetexterin. Abends, am eigenen Schreibtisch, schrieb sie Kinder- und Bilderbuchgeschichten und träumte davon, eines Tages davon leben zu können. Dieser Traum hat sich längst erfüllt: Isabel Abedi hat inzwischen zahlreiche sehr erfolgreiche Kinder- und Jugendbücher veröffentlicht, von denen manche bereits ausgezeichnet und in andere Sprachen übersetzt wurden. Sie lebt und schreibt in Hamburg.

Die Illustratorin: Daniela Kohl

Daniela Kohl verdiente sich schon als Kind ihr Pausenbrot mit Kritzeleien. Die freie Illustratorin und Grafikerin lebt mit Mann, Hund und Schildkröte über den Dächern von München.

Max und Mux und der Riesenwunschpilz

„Max und Mux und der Riesenwunschpilz“, Boje, Foto: Daniela Krause

Ganz einfach!“, rief Max und machte einen Luftsprung, woraufhin das arme alte Sofa fast zusammenkrachte. „Wir wünschen uns einen Schatz!“

Lieblingszitat aus „Max und Mux und der Riesenwunschpilz“ von Sven Maria Schröder

unbezahlte Werbung/Rezensionsexemplar

Ich weiß nicht, wie es dir geht? Aber wir lieben Kinderbücher aus einem Guss, in denen man in fantasievolle Welten eintauchen und kleine Abenteuer erleben kann, von denen die Helden der Geschichte am Ende wohlbehalten wieder zurückkehren. So ein Buch ist „Max und Mux und der Riesenwunschpilz“ von Sven Maria Schröder, erschienen bei Boje. Die Geschichte spielt im Fabelwald, einem Wald in dem es nicht nur viele Tiere, sondern auch echte Riesen gibt.

Die zwei besten Freunde der Welt

Am Rande des Fabelwaldes haben Max und Mux ihr Zuhause, die zwei besten Freunde der Welt. Sie leben in Baumhäusern und besuchen sich gerne gegenseitig. Während Max das Abenteuer liebt und gerne in seinem Garten buddelt, ist Mux eher ängstlich, vergräbt seine Nase jedoch mit Vorliebe in abenteuerlichen Büchern. Beide träumen davon, eines Tages einen richtigen Schatz zu finden.

Als Max eines Tages im Fabelwald mit seinem Hund Hansi spazieren geht, findet er ein riesiges Buch über Pilze. Aufgeregt läuft er zu Mux, um ihm diesen seltsamen Fund zu zeigen. In dem Buch lesen die beiden von einem magischen weißblauen Pilz, der Wünsche erfüllen kann. Max‘ Abenteuerlust ist sofort geweckt, auch wenn Mux noch etwas skeptisch ist.

Dennoch machen sich die beiden gemeinsam auf den Weg ins Ungewisse. Hoffen sie doch auf ihrer Reise endlich den Schatz zu finden, von dem sie schon so lange träumen. Allerdings haben Sie die Rechnung nicht mit dem schrecklichen Krawuschel gemacht. Und auch nicht mit den Riesen, die jenseits des Fabelwaldes ihr Unwesen treiben. Wird ihre Freundschaft ihnen dabei helfen, dieses Abenteuer zu bestehen?

„Max und Mux und der Riesenwunschpilz“, Boje, Sven Maria Schröder

Fast wie ein Wimmelbuch

Reizvoll an dieser Geschichte in acht Kapiteln ist, dass Sie altersübergreifend funktioniert: Sowohl die Lütte (5) als auch der Große (7) haben sich gut unterhalten gefühlt. Bei den Illustrationen von Sven Maria Schröder lohnt es sich, ganz genau hinzuschauen. Auf jeder Doppelseite entdeckt man lustige Details (zum Beispiel eine Maus, die Streifen auf eine Straße malt oder sich abseilende Tiere), weshalb das Buch wie ein Wimmelbuch anmutet und auch nach mehrmaligem Anschauen nicht langweilig wird.

Man merkt einfach, wieviel Liebe in diesem Bilderbuchdebüt steckt. Erstleser können sich am Lesen von Hinweisschildern üben. Erwachsene werden beim Vorlesen ihre Freude an den unterschiedlichen Stimmen und Charakteren haben. Wir sind jetzt schon sehr gespannt, ob es ein zweites Abenteuer mit Max und Mux geben wird. Das Ende lässt auf jeden Fall Raum für Vermutungen.

„Max und Mux und der Riesenwunschpilz“, Boje, Sven Maria Schröder

Das sagt der Große (7):

Das Buch spielt in einer sehr schönen Welt. Überraschend fand ich, dass die Riesen erst böse dargestellt werden, aber dann in echt eigentlich ganz lieb sind.

Das sagt die Lütte (5):

Ich fand die Glubschaugen von den Riesen ein bisschen gruselig. Schön fand ich, dass die Geschichte gut ausgeht.

Unser Fazit:

Eine zauberhafte Geschichte. Es geht um Abenteuer, Mut und Freundschaft, dazu überraschende Wendungen – was will das Vorleseherz mehr?

Buch-Infos:

Max und Mux und der Riesenwunschpilz
Du kannst das Buch über diesen Link bei genialokal bestellen und damit den lokalen Buchhandel unterstützen. 

Titel: Max und Mux und der Riesenwunschpilz
Text und Illustrationen: Sven Maria Schröder
Erschienen bei Boje
gebunden, 64 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahren
Preis: 14,90 Euro
ISBN: 978-3414825636

Der Autor: Sven Maria Schröder

Sven Maria Schröder war nach seinem Kommunikationsdesign-Studium in München für verschiedene Hamburger Kreativ- und Design-Agenturen tätig, bevor er 2003 den Sprung in die Selbstständigkeit wagte. Seitdem konzentriert er sich ganz aufs Zeichnen. Er hat eine Tochter und wohnt in Hamburg. Hier erfährst du mehr über den Autor und Illustrator.

Als Mama nur noch traurig war

„Als Mama nur noch traurig war“, Coppenrath Verlag, Foto: Daniela Krause

Es ist, als ob es überhaupt nichts Schönes mehr gibt. Nichts, worüber man sich freuen oder lachen kann.

Lieblingszitat aus „Als Mama nur noch traurig war“ von Anja Möbest und Barbara Korthues

unbezahlte Werbung/Buch selbst gekauft

Tief einatmen, tief ausatmen. Dies wird wohl die bislang persönlichste Buchrezension, denn das Bilderbuch „Als Mama nur noch traurig war“ habe ich uns zu einer Zeit angeschafft, als ich nicht wusste, wie ich es meinen Kindern erklären soll. Zu einer Zeit, als ich selber nur noch traurig war. Beim ersten Mal, als ich es der Lütten vorlas, flossen Tränen. So nah fühlte ich mich der Hauptprotagonistin. So sehr erkannte ich mich in dem Beschriebenen wieder.

Mittlerweile kann ich es vorlesen, ohne dass die Tränen kommen. Ich bin nicht mehr jeden Tag traurig, nur noch manchmal. Denn ich habe mir Hilfe geholt, bin in ärztlicher Behandlung und beginne bald eine Therapie. Es geht wieder aufwärts. Zwischendurch auch wieder etwas nach unten. Aber immerhin kann ich schon wieder über lustige Dinge lachen. Echte Freude empfinden. Es geht langsam voran.

Offen über Depressionen reden

Der für mich wichtigste Schritt: Ich habe angefangen, über meine depressive Erkrankung zu reden. Erst mit meinem Mann, mit meinen Kindern, dann mit der Familie, mit netten Kollegen, nun Stück für Stück mit Freunden und Bekannten. Das Reden hilft. Auch, wenn ich am Anfang große Angst vor den Reaktionen hatte, die dann viel verständnisvoller ausfielen als ich es mir ausgemalt hatte. Es fällt nicht immer leicht. Ich kann nicht mit jedem darüber sprechen. Selbst manchmal mit engen Freunden nicht. Aber jedes Mal, wenn ich mich geöffnet habe, geht es mir danach ein bisschen besser.

Ein lieber Kollege sagte mir: „Irgendwann redet man darüber wie über einen Schnupfen.“ Und ja, das sollte man tatsächlich. Denn es wird immer noch viel zu wenig offen über Depressionen gesprochen. Dabei kann diese Krankheit wirklich jeden Menschen treffen – auch Menschen, die sonst nach außen hin mit einem sonnigen Gemüt durchs Leben gehen, können depressiv sein oder werden. Man sieht es ihnen nicht immer an der Nasenspitze an.

„Als Mama nur noch traurig war“, Coppenrath Verlag, Foto: Daniela Krause

Ein Name für die Krankheit im Kopf

Traurigkeit und Melancholie ziehen sich schon seit meiner Kindheit durch mein Leben. Es gab immer mal wieder traurige Episoden. Als die Gedanken aber immer schwärzer wurden, kam ich an den Punkt, an dem ich merkte, dass ich es alleine nicht schaffen werde, an dem ich mir eingestehen musste, dass ich Hilfe brauche.

Ich wusste einfach nicht mehr weiter. Wie erklärt man seinen Kindern, wenn man aus heiterem Himmel anfängt zu weinen, wenn man sich bei schönstem Wetter im dunklen Schlafzimmer verkriecht? Wenn man nicht mehr die Kraft hat, mit ihnen zu spielen? Das Buch „Als Mama nur noch traurig war“ hat mir dabei geholfen, meine Depression für die Kinder verständlich zu machen. Wir nennen es gerne „schwarzer Hund“, in dem Büchlein sind es die Grummelgrame, kleine Monster, die Jans Mama beschimpfen, sie vergesslich machen und sie alles Schöne durch eine graue, hässliche Brille sehen lassen.

„Als Mama nur noch traurig war“, Coppenrath Verlag, Foto: Daniela Krause

Mama ist anders

Jans Mama ist anders, „irgendwie verkehrt“, findet Jan. „Gar nicht mehr wie Mama.“ Sie hört ihm nicht richtig zu, wenn er ihr von seinem Tag erzählt. Sie ist zu müde, um ihm eine Gute-Nacht-Geschichte vorzulesen. Sie regt sich über Kleinigkeiten auf und ist dauernd traurig. Jan versteht die Welt nicht mehr. Er fragt sich, ob es seine Schuld ist. Und ob es Mama wieder besser gehen würde, wenn er immer artig und ordentlich wäre.

In der Tat ist es wichtig, den Kindern zu erklären, dass sie keinerlei Schuld trifft. Schuld hat niemand! Und, was noch viel bedeutsamer ist: Sie müssen wissen, dass man sich kümmert und sich Hilfe sucht. Doch viele Betroffene schaffen es nicht aus eigener Kraft zum Arzt zu gehen, geschweige denn zu einem „Seelenklempner“.

Zu solch einem Klempner für löchrige Seelen nimmt seine Mama Jan eines Tages mit. Herr Ritter, der wie der Fünfjährige enttäuscht feststellt, gar kein echter Ritter ist, hat einen Zauberspruch gegen die Grummelgrame gefunden: Alles was seine Mama gut kann und an sich mag. Ganz so einfach ist es außerhalb der Bilderbuchwelt leider nicht. Aber wieder mehr Farbe und Freude in sein Leben zu bringen, ist schon mal ein guter Ansatz. Und so malen Jan und sein Papa viele bunte Bilder, um Mamas Grummelgrame zu verjagen.

Eine einfühlsame Erklärung

Offen mit den Kindern über Depressionen sprechen – ich wünsche mir, dass jeder Betroffene diesen Mut findet. Denn die Kinder spüren, dass es Mama oder Papa nicht gut geht. Sie haben feine Antennen und lassen sich von einem aufgesetzten Lächeln nicht täuschen. Dieses Buch ist eine große Unterstützung für Familien, in denen ein Elternteil unter Depressionen leidet.

Einfühlsam wird erklärt, wie es dazu kommen kann, wie man mit den Grummelgramen am besten umgeht. Hilfreich fand ich auch das Nachwort von Diplom-Psychologin Ina Knocks, wie man Kinder in dieser schweren Situation stärken kann: „Denn ein positive, zugewandtes, liebevolles und unterstützendes Miteinander innerhalb der Familie stärkt Sie alle für diese Zeit – Ihr Kind ebenso wie Sie.“ Ein Satz, den ich genauso unterschreiben möchte.

Unser Fazit:

Wertvolles Bilderbuch, das Halt gibt und aufklärt, wenn ein Elternteil an Depression erkrankt. Uns hat es in einer schweren Zeit sehr geholfen. 

Buch-Infos:

Als Mama nur noch traurig war
Du kannst das Buch über diesen Link bei genialokal bestellen und damit den lokalen Buchhandel unterstützen. 

Titel: Als Mama nur noch traurig war
Text: Anja Möbest
Illustrationen: Barbara Korthues
Erschienen im Coppenrath Verlag
gebunden, 32 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahren
Preis: 14,95 Euro
ISBN: 978-3649620211

Seesucht

„Seesucht“, Mixtvision, Foto: Daniela Krause

Jonas schaukelt in den Wellen und weiß auf der Stelle: Das ist sein Element, das weite Meer.

Lieblingszitat aus „Seesucht“ von Marlies van der Wel

unbezahlte Werbung/Rezensionsexemplar/Blogparade „Seesucht“/Verlosung

Du sieht das Cover eines Buches und bist auf der Stelle verliebt. So ging es mir mit „Seesucht“ von Marlies van der Wel, welches im Mixtvision Verlag erschienen ist. Im Rahmen der Blogparade „Seesucht“ von Küstenkidsunterwegs möchte ich dir diese poetische Bilderbuchperle vorstellen: Im zarten Alter von zwei Jahren sieht Jonas zum ersten Mal das Meer. Er taucht mit den Fischen und möchte am liebsten gar nicht mehr wieder an Land kommen. Doch dann merkt er, dass er unter Wasser nicht atmen kann, anders als die Fische, die ihn neugierig umringen. Seine Mutter zieht ihn geistesgegenwärtig aus dem Wasser. Jonas‘ Liebe zum Meer aber bleibt und begleitet ihn sein ganzes Leben lang. Allen Widerständen und klugen Ratschlägen zum Trotz („Ein Mensch gehört an Land und nicht ins Meer“) sucht er immer wieder die Nähe zum nassen Element, erfindet mit den Jahren immer ausgeklügeltere Tauchfahrzeuge, die er aus Schrott und Strandgut zusammenbaut. Von kleineren und größeren Rückschlägen lässt er sich dabei nicht so schnell entmutigen und verfolgt unbeirrt sein Ziel. Unerschütterlich glaubt er an seinen großen Traum: Eines Tages wird er in seinem Element mit den Fischen schwimmen…

„Seesucht“, Mixtvision, Marlies van der Wel

Wenige Worte, atemberaubende Bilder

„Seesucht“ ist ein großformatiges Bilderbuch im Querformat, das man ganz in Ruhe auf sich wirken lassen möchte, in das man tief eintaucht, und das einen nachhaltig beeindruckt. Dieses intensive Blau und Grün, diese liebevoll gestaltete Unterwasserwelt, die sich häufig über zwei Seiten erstreckt… die atemberaubenden Bilder im Collagenstil von Marlies van der Wel brauchen nur wenige Worte, um die Geschichte für sich erschließen zu können. Wunderschön fand ich auch den mehrfach preisgekrönten Kurzfilm, der aber für etwas ältere Kinder gedacht ist (in einer Szene werden Fische an Bord eines Kutters zerhackt und haarscharf auch Jonas in seinem Unterwasserfahrzeug) und die Grundlage für das Bilderbuch lieferte (im Buch kommt diese Szene zum Glück nicht vor). Das Ende der Geschichte lässt viel Raum für Fantasie.

Meine Seesucht

So lange ich denken kann, fühle ich mich mit dem Meer verbunden. Bestimmt ist dies der Tatsache geschuldet, dass mein Papa und meine Mum beide viele Jahre lang zur See gefahren sind, ich also in einer Seefahrer-Familie groß geworden bin. Seefest ist mein Magen zwar nicht, aber ich liebe das Meer, die Wellen, den Schlick zwischen den Zehen. Nun ist es so, dass wir in der Stadt leben. Um zum Meer zu gelangen, müssen wir eine gute Stunde mit dem Auto fahren. Diese Strecke nehmen wir aber immer wieder gerne in Kauf. Das Meer ist und bleibt unser Sehnsuchtsort. Hier spüren wir den Seewind auf der Haut, genießen den Blick in die Weite und lauschen den Wellen, die an den Strand schwappen. Ein Tag am Meer ist für mich wie ein Kurzurlaub. Hier kann ich den Akku aufladen und neue Kraft tanken, um mich den Herausforderungen des Lebens zu stellen. Die große Liebe zum Meer, die ein Mensch empfinden kann, wird im Bilderbuch „Seesucht“ auf 78 Seiten (!) deutlich spürbar.

Herzlichen Glückwunsch, Franziska!

Eine Buchperle, die ich dir nur allzu gerne ans Herz lege.

Unser Fazit:

Ein Bilderbuch-Schatz für alle, die das Meer lieben und ihren Träumen folgen.

Deine „Seesucht“?

Jetzt bin ich neugierig und möchte sehr gerne erfahren: Was ist deine Seesucht/Sehnsucht? Sie muss nicht mit dem Meer zu tun haben. Vielmehr geht es um deinen persönlichen Lebenstraum, deine große Sehnsucht. Verrate sie mir gerne in den Kommentaren. Unter allen Beiträgen darf ich dank des Verlages Mixtvision ein Exemplar „Seesucht“ verlosen. Ich freue mich sehr, wenn ihr meinem Blog „Mama liest vor“ auf Facebook und/oder Instagram folgt, um künftig keine Buchtipps und Aktionen zu verpassen.

Die Teilnahmebedingungen

Die Verlosung startet ab sofort und endet am 2. Mai 2021 um 23 Uhr. Über den Gewinner entscheidet das Los. Du darfst die Verlosung gerne mit Freunden teilen. Das ist aber keine Bedingung. Für die Teilnahme musst du mindestens 18 Jahre alt sein und in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnhaft sein. Eine Barauszahlung und der Rechtsweg sind ausgeschlossen. Durch deine Teilnahme stimmst du zu, dass ich im Falle eines Gewinns, deinen Namen in den sozialen Netzwerken veröffentlichen darf. Deine Adresse wird lediglich zur Übersendung des Gewinns an den Verlag übermittelt. Du erklärst dich mit der Speicherung und Verarbeitung deiner Daten zu Verlosungszwecken einverstanden. Diese Verlosung hat weder mit Facebook noch mit Instagram etwas zu tun.

Buch-Infos:

Seesucht
Du kannst das Buch über diesen Link bei genialokal bestellen und damit den lokalen Buchhandel unterstützen. Kaufst du das Buch über den Affiliate Link, erhalte ich eine kleine Provision. Meine Buchtipps sind jedoch frei von Einflussnahme durch Affiliate Partner.

Titel: Seesucht
Text und Illustrationen: Marlies van der Wel
Erschienen bei Mixtvision
gebunden, 78 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahren
Preis: 20 Euro
ISBN: 978-3958541641

Emma und die Federmaus – Der „Ich kann es“-Zauber

„Emma und die Federmaus“ – Der „Ich kann es“-Zauber, keiper Verlag, Fotos: Daniela Krause

Wichtig ist, dass du es wirklich willst und ganz fest an dich glaubst, probier es einfach aus.

Lieblingszitat aus „Emma und die Federmaus“ von Margit Wickhoff und Reinhart Kerndle

unbezahlte Werbung/Rezensionsexemplar

Emma ist stinkig. Die Puzzleteile wollen sich einfach nicht zu einem Ganzen fügen. Wütend pfeffert sie die Teile in die Ecke und ruft: „Das schaff ich nie!“ Auf einmal geschieht etwas Wundersames: Ein Zischen und Klingeln ertönt – da sitzt eine kleine Maus in ihrem Zimmer, die sogar sprechen kann. Sie stellt sich als Lieselotte Federmaus vor und überreicht ihr eine Zauberfeder. Die Maus erklärt Emma, dass sie für den Zauber nur die Feder in die Hand nehmen und sich fest auf das konzentrieren muss, das sie gerade tun möchte. Dann soll sie dreimal laut „Ich kann es!“ sagen. Erst hat Emma Zweifel, ob dieser Zauber wirklich funktioniert. Doch schnell merkt sie: Es klappt wirklich. Sogar ohne Feder, nur durch die Kraft ihrer positiven Gedanken. Die Maus verabschiedet sich, der Zauber aber bleibt. Er hilft Emma dabei, Dinge zu bewältigen, von denen sie bisher immer dachte, sie wären unmöglich zu schaffen. Selbst ihr Bruder Leo, der Emma erst nicht ernst genommen hat, sieht bald ein, dass am „Ich kann es“-Zauber wirklich etwas dran ist. 

„Emma und die Federmaus“, keiper Verlag

Ich kann es!

„Dafür bist du noch zu klein. Das kannst du nicht alleine.“ – Wie oft wird man als Kind mit diesen Sätzen konfrontiert. Doch was diese mit dem Selbstbewusstsein der Kinder machen, darüber denken Erwachsene leider weniger nach. Würde es nicht viel mehr helfen, den Herausforderungen des Lebens mit Selbstvertrauen zu begegnen? Wie viel besser hören sich solche Sätze an: Das schaffst du. Oder: Probier es erstmal alleine aus. Wenn es nicht geht, kann ich dir gerne immer noch helfen. Das Buch „Emma und die Federmaus“ setzt genau bei diesem Gedanken und dem positiven Verstärken an. Der „Ich kann es“-Zauber wirkt dabei wie ein Mantra, um kleinere und größere Alltagsprobleme zu bewältigen. Und ist es nicht schön, wie stolz und glücklich Kinder sind, wenn ihnen etwas aus eigener Kraft gelingt?

Positive Gedankenwelt

Die Autorin Margit Wickhoff hat das Buch geschrieben, da ihre Tochter ihr immer wieder mit voller Überzeugung erklärte: Ich kann dass nicht! Sie schreibt dazu in ihrem Vorwort: „Ich habe den „Ich kann es“-Zauber mit meiner Tochter ausprobiert, wir haben gemeinsam gezaubert und schon alleine die positive Auseinandersetzung mit den kleinen und großen Herausforderungen unseres Alltags hat viel Stress und Anspannung aufgelöst.“ Die Illustrationen hat der Vater der Autorin, Reinhart Kerndle, gemalt. Etwas verwundert haben meine Kinder bemerkt, dass die Maus auf den Bildern so riesig ist und zwischendurch eine andere Fellfarbe hat. Die Geschichte hat besonders der Lütten sehr gut gefallen. Sie weiß zwar, dass sie mit einer Feder „nicht wirklich“ zaubern kann. Aber sie weiß, dass sie eine Hürde eher schafft, wenn sie beherzt sagt: Ich kann es!

Unser Fazit:

Ein Mut-mach-Buch über die Kraft der positiven Gedanken.

Buch-Infos:

Emma und die Federmaus – Der „Ich kann es“-Zauber
Du kannst das Buch über diesen Link bei genialokal bestellen und damit den lokalen Buchhandel unterstützen. Kaufst du das Buch über den Affiliate Link, erhalte ich eine kleine Provision. Meine Buchtipps sind jedoch frei von Einflussnahme durch Affiliate Partner.

Titel: Emma und die Federmaus – Der „Ich kann es“-Zauber
Text: Margit Wickhoff
Illustrationen: Reinhart Kerndle
Erschienen bei kieper Verlag
gebunden, 27 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 3 Jahren
Preis: 13,62 Euro
ISBN: 978-3903322110