Seesucht

„Seesucht“, Mixtvision, Foto: Daniela Krause

Jonas schaukelt in den Wellen und weiß auf der Stelle: Das ist sein Element, das weite Meer.

Lieblingszitat aus „Seesucht“ von Marlies van der Wel

unbezahlte Werbung/Rezensionsexemplar/Blogparade „Seesucht“/Verlosung

Du sieht das Cover eines Buches und bist auf der Stelle verliebt. So ging es mir mit „Seesucht“ von Marlies van der Wel, welches im Mixtvision Verlag erschienen ist. Im Rahmen der Blogparade „Seesucht“ von Küstenkidsunterwegs möchte ich dir diese poetische Bilderbuchperle vorstellen: Im zarten Alter von zwei Jahren sieht Jonas zum ersten Mal das Meer. Er taucht mit den Fischen und möchte am liebsten gar nicht mehr wieder an Land kommen. Doch dann merkt er, dass er unter Wasser nicht atmen kann, anders als die Fische, die ihn neugierig umringen. Seine Mutter zieht ihn geistesgegenwärtig aus dem Wasser. Jonas‘ Liebe zum Meer aber bleibt und begleitet ihn sein ganzes Leben lang. Allen Widerständen und klugen Ratschlägen zum Trotz („Ein Mensch gehört an Land und nicht ins Meer“) sucht er immer wieder die Nähe zum nassen Element, erfindet mit den Jahren immer ausgeklügeltere Tauchfahrzeuge, die er aus Schrott und Strandgut zusammenbaut. Von kleineren und größeren Rückschlägen lässt er sich dabei nicht so schnell entmutigen und verfolgt unbeirrt sein Ziel. Unerschütterlich glaubt er an seinen großen Traum: Eines Tages wird er in seinem Element mit den Fischen schwimmen…

„Seesucht“, Mixtvision, Marlies van der Wel

Wenige Worte, atemberaubende Bilder

„Seesucht“ ist ein großformatiges Bilderbuch im Querformat, das man ganz in Ruhe auf sich wirken lassen möchte, in das man tief eintaucht, und das einen nachhaltig beeindruckt. Dieses intensive Blau und Grün, diese liebevoll gestaltete Unterwasserwelt, die sich häufig über zwei Seiten erstreckt… die atemberaubenden Bilder im Collagenstil von Marlies van der Wel brauchen nur wenige Worte, um die Geschichte für sich erschließen zu können. Wunderschön fand ich auch den mehrfach preisgekrönten Kurzfilm, der aber für etwas ältere Kinder gedacht ist (in einer Szene werden Fische an Bord eines Kutters zerhackt und haarscharf auch Jonas in seinem Unterwasserfahrzeug) und die Grundlage für das Bilderbuch lieferte (im Buch kommt diese Szene zum Glück nicht vor). Das Ende der Geschichte lässt viel Raum für Fantasie.

Meine Seesucht

So lange ich denken kann, fühle ich mich mit dem Meer verbunden. Bestimmt ist dies der Tatsache geschuldet, dass mein Papa und meine Mum beide viele Jahre lang zur See gefahren sind, ich also in einer Seefahrer-Familie groß geworden bin. Seefest ist mein Magen zwar nicht, aber ich liebe das Meer, die Wellen, den Schlick zwischen den Zehen. Nun ist es so, dass wir in der Stadt leben. Um zum Meer zu gelangen, müssen wir eine gute Stunde mit dem Auto fahren. Diese Strecke nehmen wir aber immer wieder gerne in Kauf. Das Meer ist und bleibt unser Sehnsuchtsort. Hier spüren wir den Seewind auf der Haut, genießen den Blick in die Weite und lauschen den Wellen, die an den Strand schwappen. Ein Tag am Meer ist für mich wie ein Kurzurlaub. Hier kann ich den Akku aufladen und neue Kraft tanken, um mich den Herausforderungen des Lebens zu stellen. Die große Liebe zum Meer, die ein Mensch empfinden kann, wird im Bilderbuch „Seesucht“ auf 78 Seiten (!) deutlich spürbar.

Herzlichen Glückwunsch, Franziska!

Eine Buchperle, die ich dir nur allzu gerne ans Herz lege.

Unser Fazit:

Ein Bilderbuch-Schatz für alle, die das Meer lieben und ihren Träumen folgen.

Deine „Seesucht“?

Jetzt bin ich neugierig und möchte sehr gerne erfahren: Was ist deine Seesucht/Sehnsucht? Sie muss nicht mit dem Meer zu tun haben. Vielmehr geht es um deinen persönlichen Lebenstraum, deine große Sehnsucht. Verrate sie mir gerne in den Kommentaren. Unter allen Beiträgen darf ich dank des Verlages Mixtvision ein Exemplar „Seesucht“ verlosen. Ich freue mich sehr, wenn ihr meinem Blog „Mama liest vor“ auf Facebook und/oder Instagram folgt, um künftig keine Buchtipps und Aktionen zu verpassen.

Die Teilnahmebedingungen

Die Verlosung startet ab sofort und endet am 2. Mai 2021 um 23 Uhr. Über den Gewinner entscheidet das Los. Du darfst die Verlosung gerne mit Freunden teilen. Das ist aber keine Bedingung. Für die Teilnahme musst du mindestens 18 Jahre alt sein und in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnhaft sein. Eine Barauszahlung und der Rechtsweg sind ausgeschlossen. Durch deine Teilnahme stimmst du zu, dass ich im Falle eines Gewinns, deinen Namen in den sozialen Netzwerken veröffentlichen darf. Deine Adresse wird lediglich zur Übersendung des Gewinns an den Verlag übermittelt. Du erklärst dich mit der Speicherung und Verarbeitung deiner Daten zu Verlosungszwecken einverstanden. Diese Verlosung hat weder mit Facebook noch mit Instagram etwas zu tun.

Buch-Infos:

Seesucht
Du kannst das Buch über diesen Link bei genialokal bestellen und damit den lokalen Buchhandel unterstützen. Kaufst du das Buch über den Affiliate Link, erhalte ich eine kleine Provision. Meine Buchtipps sind jedoch frei von Einflussnahme durch Affiliate Partner.

Titel: Seesucht
Text und Illustrationen: Marlies van der Wel
Erschienen bei Mixtvision
gebunden, 78 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahren
Preis: 20 Euro
ISBN: 978-3958541641

Emma und die Federmaus – Der „Ich kann es“-Zauber

„Emma und die Federmaus“ – Der „Ich kann es“-Zauber, keiper Verlag, Fotos: Daniela Krause

Wichtig ist, dass du es wirklich willst und ganz fest an dich glaubst, probier es einfach aus.

Lieblingszitat aus „Emma und die Federmaus“ von Margit Wickhoff und Reinhart Kerndle

unbezahlte Werbung/Rezensionsexemplar

Emma ist stinkig. Die Puzzleteile wollen sich einfach nicht zu einem Ganzen fügen. Wütend pfeffert sie die Teile in die Ecke und ruft: „Das schaff ich nie!“ Auf einmal geschieht etwas Wundersames: Ein Zischen und Klingeln ertönt – da sitzt eine kleine Maus in ihrem Zimmer, die sogar sprechen kann. Sie stellt sich als Lieselotte Federmaus vor und überreicht ihr eine Zauberfeder. Die Maus erklärt Emma, dass sie für den Zauber nur die Feder in die Hand nehmen und sich fest auf das konzentrieren muss, das sie gerade tun möchte. Dann soll sie dreimal laut „Ich kann es!“ sagen. Erst hat Emma Zweifel, ob dieser Zauber wirklich funktioniert. Doch schnell merkt sie: Es klappt wirklich. Sogar ohne Feder, nur durch die Kraft ihrer positiven Gedanken. Die Maus verabschiedet sich, der Zauber aber bleibt. Er hilft Emma dabei, Dinge zu bewältigen, von denen sie bisher immer dachte, sie wären unmöglich zu schaffen. Selbst ihr Bruder Leo, der Emma erst nicht ernst genommen hat, sieht bald ein, dass am „Ich kann es“-Zauber wirklich etwas dran ist. 

„Emma und die Federmaus“, keiper Verlag

Ich kann es!

„Dafür bist du noch zu klein. Das kannst du nicht alleine.“ – Wie oft wird man als Kind mit diesen Sätzen konfrontiert. Doch was diese mit dem Selbstbewusstsein der Kinder machen, darüber denken Erwachsene leider weniger nach. Würde es nicht viel mehr helfen, den Herausforderungen des Lebens mit Selbstvertrauen zu begegnen? Wie viel besser hören sich solche Sätze an: Das schaffst du. Oder: Probier es erstmal alleine aus. Wenn es nicht geht, kann ich dir gerne immer noch helfen. Das Buch „Emma und die Federmaus“ setzt genau bei diesem Gedanken und dem positiven Verstärken an. Der „Ich kann es“-Zauber wirkt dabei wie ein Mantra, um kleinere und größere Alltagsprobleme zu bewältigen. Und ist es nicht schön, wie stolz und glücklich Kinder sind, wenn ihnen etwas aus eigener Kraft gelingt?

Positive Gedankenwelt

Die Autorin Margit Wickhoff hat das Buch geschrieben, da ihre Tochter ihr immer wieder mit voller Überzeugung erklärte: Ich kann dass nicht! Sie schreibt dazu in ihrem Vorwort: „Ich habe den „Ich kann es“-Zauber mit meiner Tochter ausprobiert, wir haben gemeinsam gezaubert und schon alleine die positive Auseinandersetzung mit den kleinen und großen Herausforderungen unseres Alltags hat viel Stress und Anspannung aufgelöst.“ Die Illustrationen hat der Vater der Autorin, Reinhart Kerndle, gemalt. Etwas verwundert haben meine Kinder bemerkt, dass die Maus auf den Bildern so riesig ist und zwischendurch eine andere Fellfarbe hat. Die Geschichte hat besonders der Lütten sehr gut gefallen. Sie weiß zwar, dass sie mit einer Feder „nicht wirklich“ zaubern kann. Aber sie weiß, dass sie eine Hürde eher schafft, wenn sie beherzt sagt: Ich kann es!

Unser Fazit:

Ein Mut-mach-Buch über die Kraft der positiven Gedanken.

Buch-Infos:

Emma und die Federmaus – Der „Ich kann es“-Zauber
Du kannst das Buch über diesen Link bei genialokal bestellen und damit den lokalen Buchhandel unterstützen. Kaufst du das Buch über den Affiliate Link, erhalte ich eine kleine Provision. Meine Buchtipps sind jedoch frei von Einflussnahme durch Affiliate Partner.

Titel: Emma und die Federmaus – Der „Ich kann es“-Zauber
Text: Margit Wickhoff
Illustrationen: Reinhart Kerndle
Erschienen bei kieper Verlag
gebunden, 27 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 3 Jahren
Preis: 13,62 Euro
ISBN: 978-3903322110

Lucias Leuchten

„Lucias Leuchten“, Carl-Auer Kids, Ian de Haes, Fotos: Daniela Krause

Sie liebt es, die Sterne anzuschauen. Sie fühlt sich ein wenig so, als sei sie einer von ihnen. Glänzend, funkelnd, aber auch ein bisschen verloren am großen Himmelszelt.

Lieblingszitat aus „Lucias Leuchten“

Aktion „Kinderbuchbloggeradventskalender 2020“

Verlosung/unbezahlte Werbung

Kennst du das? Dein Kind ist so begeistert von einem Buch, dass es sich immer wieder die Bilder anschauen möchte. So erging es meiner Lütten mit „Lucias Leuchten“. Schon der Titel macht diesem Buch alle Ehre, denn das Cover leuchtet dem Betrachter in warmen, schimmernden Farben wie Gelb und Orange entgegen, die ein Gefühl von Geborgenheit vermitteln. Selbst die von Ian de Haes etwas dunkler illustrierten Seiten bewahren noch einen Hauch dieser warmen, tröstlichen Stimmung. Auch der Name des Buches aus der Reihe Carl-Auer Kids passt perfekt, bedeutet doch „Lucia“ nichts anderes als „die Leuchtende“ oder „das Licht“ – eine rundum stimmige Komposition des belgischen Autors und Illustrators.

Das Leuchten als Superkraft

Lucia, die Heldin dieses Bilderbuches, wird mit diesem besonderen Leuchten geboren. Sie liebt ihre Gabe und entwickelt früh Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein. Dann kommt der Tag, der alles verändert: der Tag ihrer Einschulung. Sie schlüpft in ihr schönstes Kleid und freut sich auf die anderen Kinder. Sie möchte ihnen zeigen, wie schön sie leuchtet. Doch die Mitschüler verunsichern sie, sie tuscheln, machen sich lustig über Lucia und reden ihr ein, dass ihr Leuchten allein doch keine Superkraft sei. Lucia fühlt sich unwohl. Das, worauf sie bisher so stolz war, empfindet sie nur noch als eine Bürde. In den folgenden Tagen tut sie alles, um ihr Leuchten zu verbergen. Sie zieht nur noch dunkle Kleidung an und möchte am liebsten unsichtbar sein. Sie, die sonst niemals Angst vor der Dunkelheit hatte, fürchtet sich auf einmal vor ihr.

Ein Leuchten gegen die Angst

Als Lucia ihre kleine Schwester im Nebenzimmer weinen hört, geht sie zu ihr. Das Leuchten ist fast erloschen. Doch der schwache Schein genügt, um ihre Schwester zu beruhigen. Dicht aneinander gekuschelt schlafen die beiden Mädchen ein. In dieser Nacht geschieht etwas Wundervolles, ja geradezu Magisches: Als die beiden Kinder am nächsten Morgen erwachen, merkt Lucia, dass sie nicht mehr die Einzige ist, die von innen heraus leuchtet. Auch ihre kleine Schwester glänzt und funkelt. Lucia kann ihr Leuchten mit anderen teilen, wie ein kostbares Geschenk. Hatten ihre Mitschüler unrecht? Ist sie am Ende doch eine Superheldin?

„Lucias Leuchten“, Carl-Auer Kids, Ian de Haes

Lucia als leuchtendes Beispiel

Lucia ist einzigartig und besonders – so wie jedes Kind auf dieser Erde einzigartig und besonders ist. An sich selbst zu glauben, erfordert Mut, besonders dann, wenn andere Menschen diesen Glauben mit ihren Worten und ihrem Handeln erschüttern. Ausgrenzung erfahren zu müssen, weil man nach Meinung anderer Menschen „anders“ ist, tut schrecklich weh. So muss Lucia um ihre Einzigartigkeit und ihr Selbstvertrauen regelrecht kämpfen. Doch wunderbarer Weise lässt sie sich ihr Leuchten nicht nehmen – und ihre Strahlkraft ist am Ende stärker als zuvor.

Unser Fazit:

Ein Bilderbuch-Leuchtfeuer für alle kleinen Superheldinnen und Superhelden da draußen!

Türchen Nr. 20 beim Kinderbuchblogger-Adventskalender

Ich freue mich sehr, dass ich im Rahmen des Kinderbuchblogger-Adventskalenders von Kinderbuchdetektive ein Exemplar dieses zauberhaften Buches verlosen darf und bedanke mich bei Carl-Auer Kids herzlich für das Rezensions- und Verlosungsexemplar.

Und so nimmst du an der Verlosung teil:

Hinterlasse mir auf dem Blog oder auf Instagram oder Facebook einen Kommentar und verrate mir, was dich zum Strahlen bringt.

Die Verlosung beginnt mit Veröffentlichung dieses Beitrags und dauert bis zum 21. Dezember, um 23 Uhr. Teilnehmen dürfen alle volljährigen Personen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Gewinner wird per Los ermittelt und unter den Posts bekannt gegeben. Eine Barauszahlung erfolgt nicht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Alle Angaben zum Veranstalter findest du in meinem Impressum. Deine Adresse wird lediglich für den Versand des Gewinns einmalig an den Verlag weitergegeben.

Für das 21. Türchen schaue rechtzeitig bei Kinderbuch-Fuchs vorbei. Viel Freude mit den verbleibenden Türchen des Kinderbuchblogger-Adventskalenders. Folge gerne dem Hashtag #kinderbuchadvent in den sozialen Medien, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Ganz viel Glück bei der Verlosung und eine schöne Weihnachtszeit.

Buch-Infos:

Lucias Leuchten
Du kannst das Buch über diesen Link bei genialokal bestellen und damit den lokalen Buchhandel unterstützen. Kaufst du das Buch über den Affiliate Link, erhalte ich eine kleine Provision. Meine Buchtipps sind jedoch frei von Einflussnahme durch Affiliate Partner.

Titel: Lucias Leuchten
Text und Illustrationen: Ian de Haes
Erschienen 2020 in der Reihe Carl-Auer Kids
gebunden, 36 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahren
Preis: 19,95 Euro
ISBN: 978-3968430102

Der kleine Regenwurm

„Der kleine Regenwurm“, edition buntehunde, Foto: Daniela Krause

Doch der kleine Regenwurm sagt nichts. Er lächelt nur und ist ganz einfach glücklich.

Lieblingszitat aus „Der kleine Regenwurm“ vom Helmut Hoehn und Peter Engel

unbezahlte Werbung/Rezensionsexemplar

Ein kleines, feines Bilderbuch aus dem Verlag edition buntehunde animierte meine Kinder dazu, nach dem Vorlesen zu Pinsel und Farben zu greifen und los zu malen. Das Büchlein heißt „Der kleine Regenwurm“. Es stammt aus der Feder von Helmut Hoehn, der die Geschichte erdacht hat und Peter Engel, der die farbenfrohen Illustrationen dazu geliefert hat. „Star“ des Buches ist ein kleiner Regenwurm, der von Maler Meister Giese in ein Wiesenbild gepinselt wurde. Der kleine Wurm entwickelt ein Eigenleben. Er fühlt sich ganz blass inmitten der bunten Blumen. Er möchte Meister Giese sein Leid klagen. Doch der scheint ihn weder zu sehen noch zu hören.

Lauter kleine Farbbadewannen

So schlüpft der Wurm aus dem Bild heraus und macht sich über die vielen Farbtöpfe des Malers her, die offen herumstehen. „Lauter kleine Farbbadewannen“ denkt der Wurm – schon taucht er in die grüne Farbe ein und kommt grasgrün aus dem Farbtopf wieder heraus. Erst möchte er so bleiben. Da leuchtet ihm das Gelb so strahlend entgegen, dass er nicht widerstehen kann. Auf Gelb folgt Blau, nach Blau kommt Violett, dann Rot… Er kann sich an den vielen schönen Farben gar nicht satt sehen. Am Ende kriecht er noch mal über alle Farbtöpfe hinweg und staunt über seine wunderbare Verwandlung in einen Regenbogenwurm. Die größten Augen macht jedoch Meister Giese, als er wiederkommt und sein Bild betrachtet, das auf einmal ganz anders aussieht als zuvor.

„Der kleine Regenwurm“, edition buntehunde, Foto: Daniela Krause

Vom Regen- zum Regenbogenwurm

Aus einem traurigen und unzufriedenen Regenwurm wird am Ende ein strahlender Regenbogenwurm. Warum? Weil der kleine Wurm den Mut hatte, sein Glück selbst in die Hand zu nehmen und die Welt der Farben für sich zu entdecken. Die wertvolle Botschaft: Sei selbst die Veränderung, die du dir wünschst. Du kannst außerdem mit deinem Kind über die Vielfalt der Farben sprechen und mit ihm überlegen, was es Rotes, Blaues, Gelbes und Violettes gibt. Auch für die Einleitung einer kreativen Stunde im Kindergarten oder in der Grundschule ist dieses Buch bestimmt eine schöne Idee.

Unser Fazit:

Das Würmchen im Farbenrausch versprüht Lebensfreude und Selbstbewusstsein. Es lädt dazu ein, selber den Pinsel zu schwingen und über die Bedeutung von Farben zu philosophieren.

Buch-Infos:

Der kleine Regenwurm
Du kannst das Buch über diesen Link bei genialokal bestellen und damit den lokalen Buchhandel unterstützen. Kaufst du das Buch über den Affiliate Link, erhalte ich eine kleine Provision. Meine Buchtipps sind jedoch frei von Einflussnahme durch Affiliate Partner.

Titel: Der kleine Regenwurm
Text: Helmut Hoehn
Illustrationen: Peter Engel
Erschienen bei edition buntehunde
gebunden, 27 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahren
Preis: 9,90 Euro
ISBN: 978-3934941717

Mirella Manusch – Hilfe, mein Kater kann sprechen!

„Mirella Manusch – Hilfe, mein Kater kann sprechen!“, Schneiderbuch Verlag, Foto: Daniela Krause

Holy Moly!

Lieblingszitat aus „Mirella Manusch – Hilfe, mein Kater kann sprechen!“

unbezahlte Werbung/Rezensionsexemplar

Mirella Manusch ist ein neunjähriges Mädchen, mit schwarzen Haaren, pinker Strähne und einer außergewöhnlichen Gabe: Sie kann mit Tieren sprechen; das merkt sie, als sie eines Abends ihren Kater Langstrumpf versteht, der sich über sein Halsband, das zu laute Glöckchen und seinen Namen beschwert („Langstrumpf! Das ist doch kein Name, das ist ein Zustand.“). Und es geschehen noch mehr merkwürdige Dinge: In Mirellas Mund wächst ein ungewöhnlich spitzer Eckzahn. Zu allem Überfluss weihen sie ihre Mutter und Tante Elly („Holy Moly!“) in ein Geheimnis ein: Mirella ist ein Vampir – so wie einst ihre Urgroßmutter. Nach Sonnenuntergang kann sie sich in eine Fledermaus verwandeln und umherflattern. Das darf aber niemand erfahren! Schon gar nicht ihr Vater, der ebenso wie ihre Mutter ein Mensch ist und als Tierarzt in einem Zoo arbeitet. So beginnt ein lustiges Versteckspiel…

Mit freundlichen Grüßen von einer Tierschützerin

Dank ihrer Gabe und ihrer großen Neugier erfährt Mirella von den Sorgen und Nöten der Tiere im Zoo: von der Zwergflusspferddame Mila, die nicht genügend Milch für ihr Baby hat sowie von Giraffendame Gerda, die vor Liebeskummer krank geworden ist. Doch wie soll sie das ihrem Vater verklickern, ohne dass dieser sie für verrückt erklärt? Mit anonymen Tierschützer-Briefen versucht sie ihn auf die richtige Fährte zu locken. Kein einfaches Unterfangen, zumal sich ihr Papa nicht sicher ist, ob sich nicht einfach jemand einen dummen Scherz erlaubt. Ihr Kater, der inzwischen Sir Lancelot heißt, kann bei „Flederellas“ abenteuerlichen Ausflügen als ihr Beschützer kaum Schritt halten. Das sollte er aber besser, denn im Dunkeln lauern auf Fledermäuse so einige Gefahren.

Schneiderbuch Verlag

Bekanntschaft mit Blödboy

Dann flattert ein geheimnisvoller Fledermausjunge in Mirellas Leben. Batboy, den sie heimlich Blödboy nennt, weil er mitunter so nervig ist. Und da ist ihre beste Freundin Klara, die sie immer noch nicht in ihr Geheimnis eingeweiht hat. Wird Klara sie auch dann noch mögen, wenn sie von der Vampirsache erfährt? Kann Mirella es schaffen, den Tieren im Zoo mit ihren außergewöhnlichen Fähigkeiten zu helfen? Und warum möchte Batboy Mirella nicht seine wahre Identität offenbaren?

Neugierig auf das nächste Abenteuer

Am Ende des Buches war der Große etwas enttäuscht, aber nicht von der Geschichte. „Warum muss ein Buch eigentlich immer dann aufhören, wenn es am spannendsten ist?“, fragte er mich. „Um den Leser zu fesseln und neugierig auf das nächste Abenteuer zu machen“, antwortete ich. Und das ist dem Tochter-Mutter-Duo Christin-Marie Below und Anne Barns (ein Pseudonym der Autorin Andrea Russo) mit diesem Buch wirklich hervorragend gelungen. Es ist lustig, locker-flockig, manchmal ein bisschen flapsig, an den richtigen Stellen dynamisch-spannend geschrieben. Die perfekte Mischung für gute Unterhaltung und pures Lesevergnügen – sowohl für Tier- als auch Vampirfreunde.

Ein stimmiges Gesamtbild

Die in Schwarz-Weiß gehaltenen Illustrationen von Anastasia Braun, vereinzelt schwarzen Innenseiten und das Hingucker-Cover mit der über Kopf hängenden Mirella und dem Pink glitzernden Namenszug ergeben ein stimmiges Gesamtbild. Dem Medienmagazin Heldenstücke haben die beiden übrigens ein Interview zu der neuen Kinderbuchserie „Mirella Manusch“ gegeben und verraten, was die kleine Vampirheldin ihrer Geschichte für sie besonders macht. Aus unserer Sicht die Tatsache, dass Mirella kein Blut trinkt, wie es Vampiren stets unterstellt wird. Sie möchte niemandem Angst einjagen, sondern vielmehr ihre Eigenarten nutzen, um andere zu unterstützen. Das macht sie zu einer sehr sympathischen Kinderbuchfigur, mit der sich jeder gerne identifiziert.

Unser Fazit:

Spannend, frech, witzig – Mirella und ihren Begleiter Lancelot muss man einfach mögen.

Buch-Infos:

Mirella Manusch – Hilfe, mein Kater kann sprechen!
Du kannst das Buch über diesen Link bei genialokal bestellen und damit den lokalen Buchhandel unterstützen. Kaufst du das Buch über den Affiliate Link, erhalte ich eine kleine Provision. Meine Buchtipps sind jedoch frei von Einflussnahme durch Affiliate Partner.

Titel: Mirella Manusch – Hilfe, mein Kater kann sprechen!
Text: Christin-Marie Below und Anne Barns
Illustrationen: Anastasia Braun
Erschienen 2020 im Schneiderbuch Verlag
gebunden, 176 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 8 Jahren
Preis: 12 Euro
ISBN: 978-3505143960