Lucias Leuchten

„Lucias Leuchten“, Carl-Auer Kids, Ian de Haes, Fotos: Daniela Krause

Sie liebt es, die Sterne anzuschauen. Sie fühlt sich ein wenig so, als sei sie einer von ihnen. Glänzend, funkelnd, aber auch ein bisschen verloren am großen Himmelszelt.

Lieblingszitat aus „Lucias Leuchten“

Aktion „Kinderbuchbloggeradventskalender 2020“

Verlosung/unbezahlte Werbung

Kennst du das? Dein Kind ist so begeistert von einem Buch, dass es sich immer wieder die Bilder anschauen möchte. So erging es meiner Lütten mit „Lucias Leuchten“. Schon der Titel macht diesem Buch alle Ehre, denn das Cover leuchtet dem Betrachter in warmen, schimmernden Farben wie Gelb und Orange entgegen, die ein Gefühl von Geborgenheit vermitteln. Selbst die von Ian de Haes etwas dunkler illustrierten Seiten bewahren noch einen Hauch dieser warmen, tröstlichen Stimmung. Auch der Name des Buches aus der Reihe Carl-Auer Kids passt perfekt, bedeutet doch „Lucia“ nichts anderes als „die Leuchtende“ oder „das Licht“ – eine rundum stimmige Komposition des belgischen Autors und Illustrators.

Das Leuchten als Superkraft

Lucia, die Heldin dieses Bilderbuches, wird mit diesem besonderen Leuchten geboren. Sie liebt ihre Gabe und entwickelt früh Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein. Dann kommt der Tag, der alles verändert: der Tag ihrer Einschulung. Sie schlüpft in ihr schönstes Kleid und freut sich auf die anderen Kinder. Sie möchte ihnen zeigen, wie schön sie leuchtet. Doch die Mitschüler verunsichern sie, sie tuscheln, machen sich lustig über Lucia und reden ihr ein, dass ihr Leuchten allein doch keine Superkraft sei. Lucia fühlt sich unwohl. Das, worauf sie bisher so stolz war, empfindet sie nur noch als eine Bürde. In den folgenden Tagen tut sie alles, um ihr Leuchten zu verbergen. Sie zieht nur noch dunkle Kleidung an und möchte am liebsten unsichtbar sein. Sie, die sonst niemals Angst vor der Dunkelheit hatte, fürchtet sich auf einmal vor ihr.

Ein Leuchten gegen die Angst

Als Lucia ihre kleine Schwester im Nebenzimmer weinen hört, geht sie zu ihr. Das Leuchten ist fast erloschen. Doch der schwache Schein genügt, um ihre Schwester zu beruhigen. Dicht aneinander gekuschelt schlafen die beiden Mädchen ein. In dieser Nacht geschieht etwas Wundervolles, ja geradezu Magisches: Als die beiden Kinder am nächsten Morgen erwachen, merkt Lucia, dass sie nicht mehr die Einzige ist, die von innen heraus leuchtet. Auch ihre kleine Schwester glänzt und funkelt. Lucia kann ihr Leuchten mit anderen teilen, wie ein kostbares Geschenk. Hatten ihre Mitschüler unrecht? Ist sie am Ende doch eine Superheldin?

„Lucias Leuchten“, Carl-Auer Kids, Ian de Haes

Lucia als leuchtendes Beispiel

Lucia ist einzigartig und besonders – so wie jedes Kind auf dieser Erde einzigartig und besonders ist. An sich selbst zu glauben, erfordert Mut, besonders dann, wenn andere Menschen diesen Glauben mit ihren Worten und ihrem Handeln erschüttern. Ausgrenzung erfahren zu müssen, weil man nach Meinung anderer Menschen „anders“ ist, tut schrecklich weh. So muss Lucia um ihre Einzigartigkeit und ihr Selbstvertrauen regelrecht kämpfen. Doch wunderbarer Weise lässt sie sich ihr Leuchten nicht nehmen – und ihre Strahlkraft ist am Ende stärker als zuvor.

Unser Fazit:

Ein Bilderbuch-Leuchtfeuer für alle kleinen Superheldinnen und Superhelden da draußen!

Türchen Nr. 20 beim Kinderbuchblogger-Adventskalender

Ich freue mich sehr, dass ich im Rahmen des Kinderbuchblogger-Adventskalenders von Kinderbuchdetektive ein Exemplar dieses zauberhaften Buches verlosen darf und bedanke mich bei Carl-Auer Kids herzlich für das Rezensions- und Verlosungsexemplar.

Und so nimmst du an der Verlosung teil:

Hinterlasse mir auf dem Blog oder auf Instagram oder Facebook einen Kommentar und verrate mir, was dich zum Strahlen bringt.

Die Verlosung beginnt mit Veröffentlichung dieses Beitrags und dauert bis zum 21. Dezember, um 23 Uhr. Teilnehmen dürfen alle volljährigen Personen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Gewinner wird per Los ermittelt und unter den Posts bekannt gegeben. Eine Barauszahlung erfolgt nicht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Alle Angaben zum Veranstalter findest du in meinem Impressum. Deine Adresse wird lediglich für den Versand des Gewinns einmalig an den Verlag weitergegeben.

Für das 21. Türchen schaue rechtzeitig bei Kinderbuch-Fuchs vorbei. Viel Freude mit den verbleibenden Türchen des Kinderbuchblogger-Adventskalenders. Folge gerne dem Hashtag #kinderbuchadvent in den sozialen Medien, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Ganz viel Glück bei der Verlosung und eine schöne Weihnachtszeit.

Buch-Infos:

Lucias Leuchten
Du kannst das Buch über diesen Link bei genialokal bestellen und damit den lokalen Buchhandel unterstützen. Kaufst du das Buch über den Affiliate Link, erhalte ich eine kleine Provision. Meine Buchtipps sind jedoch frei von Einflussnahme durch Affiliate Partner.

Titel: Lucias Leuchten
Text und Illustrationen: Ian de Haes
Erschienen 2020 in der Reihe Carl-Auer Kids
gebunden, 36 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahren
Preis: 19,95 Euro
ISBN: 978-3968430102

Der kleine Regenwurm

„Der kleine Regenwurm“, edition buntehunde, Foto: Daniela Krause

Doch der kleine Regenwurm sagt nichts. Er lächelt nur und ist ganz einfach glücklich.

Lieblingszitat aus „Der kleine Regenwurm“ vom Helmut Hoehn und Peter Engel

unbezahlte Werbung/Rezensionsexemplar

Ein kleines, feines Bilderbuch aus dem Verlag edition buntehunde animierte meine Kinder dazu, nach dem Vorlesen zu Pinsel und Farben zu greifen und los zu malen. Das Büchlein heißt „Der kleine Regenwurm“. Es stammt aus der Feder von Helmut Hoehn, der die Geschichte erdacht hat und Peter Engel, der die farbenfrohen Illustrationen dazu geliefert hat. „Star“ des Buches ist ein kleiner Regenwurm, der von Maler Meister Giese in ein Wiesenbild gepinselt wurde. Der kleine Wurm entwickelt ein Eigenleben. Er fühlt sich ganz blass inmitten der bunten Blumen. Er möchte Meister Giese sein Leid klagen. Doch der scheint ihn weder zu sehen noch zu hören.

Lauter kleine Farbbadewannen

So schlüpft der Wurm aus dem Bild heraus und macht sich über die vielen Farbtöpfe des Malers her, die offen herumstehen. „Lauter kleine Farbbadewannen“ denkt der Wurm – schon taucht er in die grüne Farbe ein und kommt grasgrün aus dem Farbtopf wieder heraus. Erst möchte er so bleiben. Da leuchtet ihm das Gelb so strahlend entgegen, dass er nicht widerstehen kann. Auf Gelb folgt Blau, nach Blau kommt Violett, dann Rot… Er kann sich an den vielen schönen Farben gar nicht satt sehen. Am Ende kriecht er noch mal über alle Farbtöpfe hinweg und staunt über seine wunderbare Verwandlung in einen Regenbogenwurm. Die größten Augen macht jedoch Meister Giese, als er wiederkommt und sein Bild betrachtet, das auf einmal ganz anders aussieht als zuvor.

„Der kleine Regenwurm“, edition buntehunde, Foto: Daniela Krause

Vom Regen- zum Regenbogenwurm

Aus einem traurigen und unzufriedenen Regenwurm wird am Ende ein strahlender Regenbogenwurm. Warum? Weil der kleine Wurm den Mut hatte, sein Glück selbst in die Hand zu nehmen und die Welt der Farben für sich zu entdecken. Die wertvolle Botschaft: Sei selbst die Veränderung, die du dir wünschst. Du kannst außerdem mit deinem Kind über die Vielfalt der Farben sprechen und mit ihm überlegen, was es Rotes, Blaues, Gelbes und Violettes gibt. Auch für die Einleitung einer kreativen Stunde im Kindergarten oder in der Grundschule ist dieses Buch bestimmt eine schöne Idee.

Unser Fazit:

Das Würmchen im Farbenrausch versprüht Lebensfreude und Selbstbewusstsein. Es lädt dazu ein, selber den Pinsel zu schwingen und über die Bedeutung von Farben zu philosophieren.

Buch-Infos:

Der kleine Regenwurm
Du kannst das Buch über diesen Link bei genialokal bestellen und damit den lokalen Buchhandel unterstützen. Kaufst du das Buch über den Affiliate Link, erhalte ich eine kleine Provision. Meine Buchtipps sind jedoch frei von Einflussnahme durch Affiliate Partner.

Titel: Der kleine Regenwurm
Text: Helmut Hoehn
Illustrationen: Peter Engel
Erschienen bei edition buntehunde
gebunden, 27 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahren
Preis: 9,90 Euro
ISBN: 978-3934941717

Mirella Manusch – Hilfe, mein Kater kann sprechen!

„Mirella Manusch – Hilfe, mein Kater kann sprechen!“, Schneiderbuch Verlag, Foto: Daniela Krause

Holy Moly!

Lieblingszitat aus „Mirella Manusch – Hilfe, mein Kater kann sprechen!“

unbezahlte Werbung/Rezensionsexemplar

Mirella Manusch ist ein neunjähriges Mädchen, mit schwarzen Haaren, pinker Strähne und einer außergewöhnlichen Gabe: Sie kann mit Tieren sprechen; das merkt sie, als sie eines Abends ihren Kater Langstrumpf versteht, der sich über sein Halsband, das zu laute Glöckchen und seinen Namen beschwert („Langstrumpf! Das ist doch kein Name, das ist ein Zustand.“). Und es geschehen noch mehr merkwürdige Dinge: In Mirellas Mund wächst ein ungewöhnlich spitzer Eckzahn. Zu allem Überfluss weihen sie ihre Mutter und Tante Elly („Holy Moly!“) in ein Geheimnis ein: Mirella ist ein Vampir – so wie einst ihre Urgroßmutter. Nach Sonnenuntergang kann sie sich in eine Fledermaus verwandeln und umherflattern. Das darf aber niemand erfahren! Schon gar nicht ihr Vater, der ebenso wie ihre Mutter ein Mensch ist und als Tierarzt in einem Zoo arbeitet. So beginnt ein lustiges Versteckspiel…

Mit freundlichen Grüßen von einer Tierschützerin

Dank ihrer Gabe und ihrer großen Neugier erfährt Mirella von den Sorgen und Nöten der Tiere im Zoo: von der Zwergflusspferddame Mila, die nicht genügend Milch für ihr Baby hat sowie von Giraffendame Gerda, die vor Liebeskummer krank geworden ist. Doch wie soll sie das ihrem Vater verklickern, ohne dass dieser sie für verrückt erklärt? Mit anonymen Tierschützer-Briefen versucht sie ihn auf die richtige Fährte zu locken. Kein einfaches Unterfangen, zumal sich ihr Papa nicht sicher ist, ob sich nicht einfach jemand einen dummen Scherz erlaubt. Ihr Kater, der inzwischen Sir Lancelot heißt, kann bei „Flederellas“ abenteuerlichen Ausflügen als ihr Beschützer kaum Schritt halten. Das sollte er aber besser, denn im Dunkeln lauern auf Fledermäuse so einige Gefahren.

Schneiderbuch Verlag

Bekanntschaft mit Blödboy

Dann flattert ein geheimnisvoller Fledermausjunge in Mirellas Leben. Batboy, den sie heimlich Blödboy nennt, weil er mitunter so nervig ist. Und da ist ihre beste Freundin Klara, die sie immer noch nicht in ihr Geheimnis eingeweiht hat. Wird Klara sie auch dann noch mögen, wenn sie von der Vampirsache erfährt? Kann Mirella es schaffen, den Tieren im Zoo mit ihren außergewöhnlichen Fähigkeiten zu helfen? Und warum möchte Batboy Mirella nicht seine wahre Identität offenbaren?

Neugierig auf das nächste Abenteuer

Am Ende des Buches war der Große etwas enttäuscht, aber nicht von der Geschichte. „Warum muss ein Buch eigentlich immer dann aufhören, wenn es am spannendsten ist?“, fragte er mich. „Um den Leser zu fesseln und neugierig auf das nächste Abenteuer zu machen“, antwortete ich. Und das ist dem Tochter-Mutter-Duo Christin-Marie Below und Anne Barns (ein Pseudonym der Autorin Andrea Russo) mit diesem Buch wirklich hervorragend gelungen. Es ist lustig, locker-flockig, manchmal ein bisschen flapsig, an den richtigen Stellen dynamisch-spannend geschrieben. Die perfekte Mischung für gute Unterhaltung und pures Lesevergnügen – sowohl für Tier- als auch Vampirfreunde.

Ein stimmiges Gesamtbild

Die in Schwarz-Weiß gehaltenen Illustrationen von Anastasia Braun, vereinzelt schwarzen Innenseiten und das Hingucker-Cover mit der über Kopf hängenden Mirella und dem Pink glitzernden Namenszug ergeben ein stimmiges Gesamtbild. Dem Medienmagazin Heldenstücke haben die beiden übrigens ein Interview zu der neuen Kinderbuchserie „Mirella Manusch“ gegeben und verraten, was die kleine Vampirheldin ihrer Geschichte für sie besonders macht. Aus unserer Sicht die Tatsache, dass Mirella kein Blut trinkt, wie es Vampiren stets unterstellt wird. Sie möchte niemandem Angst einjagen, sondern vielmehr ihre Eigenarten nutzen, um andere zu unterstützen. Das macht sie zu einer sehr sympathischen Kinderbuchfigur, mit der sich jeder gerne identifiziert.

Unser Fazit:

Spannend, frech, witzig – Mirella und ihren Begleiter Lancelot muss man einfach mögen.

Buch-Infos:

Mirella Manusch – Hilfe, mein Kater kann sprechen!
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Titel: Mirella Manusch – Hilfe, mein Kater kann sprechen!
Text: Christin-Marie Below und Anne Barns
Illustrationen: Anastasia Braun
Erschienen 2020 im Schneiderbuch Verlag
gebunden, 176 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 8 Jahren
Preis: 12 Euro
ISBN: 978-3505143960

Die Streithörnchen

„Die Streithörnchen“ von Rachel Bright und Jim Field, Magellan Verlag, Foto: Daniela Krause

Der Sommer nahm Abschied im mächtigen Wald, das Moss gedieh saftig, die Luft wurde kalt. Der Himmel war rot und der Herbst zog ins Land, so manch müdes Wesen im Bettchen verschwand.

Lieblingszitat aus „Die Streithörnchen“ von Rachel Bright & Jim Field

unbezahlte Werbung/Buch selbst gekauft

Eichhörnchen Lenni huscht unbekümmert durchs Leben. Während die anderen Waldbewohner emsig Futter für den Winter sammeln, feiert er eine Party nach der anderen. Und so kommt es, dass er plötzlich vor einem leeren Vorratsschrank steht. Doch er hat Glück: Ein einziger Zapfen mit Samen hängt noch am Baum. Dummerweise hat es auch Eichhörnchen Finn auf den Leckerbissen abgesehen – und dass, obwohl seine Vorratskammer bereits aus allen Nähten platzt. Ein erbitterter Streit entbrennt um den letzten Zapfen!

Lieblingsszene aus „Die Streithörnchen“ von Rachel Bright und Jim Field, Magellan Verlag, Foto: Daniela Krause

Eichhörnchen in großer Gefahr

Es kommt, wie es kommen muss: Der Zapfen fällt vom Baum, purzelt einen Abhang hinunter, und die beiden Streithörnchen preschen hinterher. In ihrer Kopflosigkeit springen sie dem Zapfen nach – mitten in den reißenden Bach. Dabei merken sie gar nicht, in welch großer Gefahr sie schweben. Denn während ein Vogel sich den Zapfen schnappt und verschwindet, treiben die Eichhörnchen unaufhaltsam auf einen tosenden Wasserfall zu – und stürzen in die Tiefe. Nur mit allerletzter Kraft und gemeinsamer Anstrengung können sich die beiden ans Ufer retten. Am Ende erkennen Lenni und Finn, wie sinnlos ihr Streit war und wieviel schöner es ist, mit Freunden zu teilen.

Teilen macht Freu(n)de

Dieses Buch hat die Lütte (4) und den Großen (6) zum Nachdenken angeregt: Bereits als sich der Zwist der Streithörnchen anbahnt, schlägt die Lütte vor: „Die könnten doch einfach teilen.“ In der Tat wäre das die vernünftigste und sicherlich auch einfachste Lösung. Schließlich hat Finn mehr als genug Futter für den Winter gehamstert. Der Große verweist indes auf den Fisch, der mit den Eichhörnchen den Wasserfall hinuntersegelt: „Von dem werden die beiden auf jeden Fall satt.“ Auch eine gute Idee. Am Ende freuen sich beide, als alle Tiere um einen großen Baumstamm herumsitzen und ein üppiges Festmahl genießen. „Warum nicht gleich so?“

Streithörnchen zanken sich in die Herzen

Wer noch die passende Vorlese-Lektüre für die kalte Jahreszeit sucht, dürfte mit dem Bilderbuch von Rachel Bright und Jim Field fündig geworden sein: Locker-flockige Reime, urkomische Situationen und Spannung – damit haben sich „Die Streithörnchen“ in unsere Herzen gezankt. Als ich das Buch im Laden sah, musste ich schon breit grinsen: Das ist genau die richtige Geschichte für meine beiden Streithörnchen zu Hause. Schön ist, dass die beiden Protagonisten selbst eine Lösung für ihren Disput finden, ohne dass jemand von außen eingreifen muss. So sollte es im Idealfall ja auch im wahren Leben sein, oder?

Perfektes Duo: Jim Field und Rachel Bright

Erzählt wird die Geschichte in lebendigen Versen von Rachel Bright, übersetzt von Pia Jüngert, vor allem aber auch in meisterhaften Bildern von Jim Field. Dieser Illustrator schafft es wie kein Zweiter, Dynamik und Dramatik in seine Bilder zu bringen. Dazu kommen geniale Perspektivwechsel: Bei der Wasserfallszene beispielsweise wird das Buch hochkant gedreht, um den Sturz in die tosenden Fluten zu unterstreichen. Die Geschichte läuft beim Betrachten der Illustrationen wie ein Film im Kopf ab. Last but not least ist da die irrwitzige Gestik und Mimik der beiden Streithörnchen und die wunderbar warme Herbststimmung.

Ausgezeichnet!

Das Bilderbuch „Die Streithörnchen“ wurde im Jahr 2019 mit dem Leipziger Lesekompass geehrt, in der Kategorie zwei bis sechs Jahre. Diese Auszeichnung würdigt seit 2012 Medien, die sich besonders gut zur Leseförderung eignen. Wir freuen uns schon auf das nächste Buch dieses vielversprechenden Duos.

Unser Fazit:

Lustig, lebendig, (vor-)lesenswert!

Buch-Infos:

Die Streithörnchen
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Titel: Die Streithörnchen
Text: Rachel Bright
Illustrationen: Jim Field
Erschienen 2018 im Magellan Verlag
gebunden, 32 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 3 Jahren
Preis: 14 Euro
ISBN: 978-3747800003

Vom Esel und Hörnchen, die das Ende der Welt suchen

„Vom Esel und Hörnchen, die das Ende der Welt suchen“, Hummelburg Verlag, Foto: Daniela Krause

Vielleicht kommen wir ja nie mehr zurück“, sagt der Esel und lässt den Kopf ein bisschen hängen. „Weil die Welt viel zu groß ist für ein Eselleben. Und für ein Hörnchenleben erst recht.“ – „Dann sind wir halt für immer Abenteurer“, sagt das Hörnchen. Aber aufgeben werden wir jetzt nicht!“

Lieblingszitat aus „Vom Esel und Hörnchen, die das Ende der Welt suchen“ von Anja Fröhlich

Freunde sind wunderbar! Mit ihnen kann man lachen und weinen, Luftschlösser bauen und philosophieren, Blödsinn machen und Abenteuer erleben. Esel und Hörnchen sind solche Freunde, die zusammen durch dick und dünn gehen. Eines Tages brennt Esel eine Frage unter den Hufen: „Hey Hörnchen! Glaubst du, die Welt ist irgendwo zu Ende?“ Weil Hörnchen ihm darauf aber keine zufriedenstellende Antwort geben kann, beschließen die beiden, einen Spaziergang zu machen – bis zum Ende der Welt und wieder zurück. Das kann ja nicht so weit sein…

Auf ins Abenteuer!

Mit einer Tasche voll Proviant machen sich die beiden auf den Weg ins Ungewisse. Bald schon tun Hörnchen die Pfoten weh. Doch Esel nimmt ihn auf seinen Rücken, wodurch die beiden Abenteurer viel schneller vorankommen. Sie begegnen einer Schafherde und stoßen auf Klippen und einen Abgrund. So weit das Auge reicht, ist nur Wasser zu sehen. Ist das schon das Ende der Welt? Oder kommt nach dem großen Wasser noch mehr? Am Fuße der Klippen finden die beiden ein Boot. Die Überfahrt wird stürmisch. Esel und Hörnchen machen sich Vorwürfe, wessen doofe Idee die Reise gewesen ist. Dabei merken sie gar nicht, dass sie von einem Wal ans rettende Ufer getragen werden.

„Vom Esel und Hörnchen, die das Ende der Welt suchen“, Hummelburg Verlag, Foto: Daniela Krause

Durch Wüstenstaub, Eis und Schnee

Hier gibt es Wüstensand ohne Ende – und schwerhörige, aber freundliche Kamele, die sie ein Stück zwischen ihren Höckern mitnehmen. Von der Wüste kämpfen sich die beiden durch den dichten Dschungel. Das Klima verändert sich zusehends. Schnee und Eis erschweren die Wanderung und lassen sogar Popel in der Nase gefrieren. Esel und Hörnchen treffen auf Pinguine, die behaupten, ihre Heimat sei nicht das Ende der Welt, sondern der Mittelpunkt. Verunsichert lassen sie die Kälte hinter sich und trotten durch eine karge, trockene Landschaft.

Kein Anfang und kein Ende?

Der Esel hat jetzt endgültig die Nase voll. Hier muss die Welt jetzt einfach zu Ende sein. Doch das ist sie nicht. Sie treffen weitere Tiere auf ihrer Reise, ein Känguru und einen Elefanten. Irgendwann riecht merkwürdigerweise alles um sie herum so vertraut. Beim gemeinsamen Sternegucken schlafen die beiden Freunde ein – ohne zu merken, dass sie längst wieder zu Hause sind. Erst am nächsten Morgen wird Esel und Hörnchen klar: Die Welt muss eine Kugel sein – ohne Anfang und ohne Ende.

Parallelen zu „Oh, wie schön ist Panama“

Die Geschichte der beiden Freunde, geschrieben von Anja Fröhlich, ließ mich an „Oh, wie schön ist Panama“ von Janosch denken. Tiger und Bär gehen ebenfalls auf eine Reise, deren Weg das Ziel ist. Am Ende kommen sie nach Hause – allerdings ohne es zu erkennen. Voller Eindrücke und Erinnerungen kehren auch Esel und Hörnchen von ihrem aufregenden Abenteuer heim. Als Team haben sie die Antwort auf Esels Frage gefunden, und beide wissen zweifelsohne: Sie sind wieder zu Hause.

Collagen-Effekte in den Bildern

Was uns bei diesem Buch ganz besonders gut gefallen hat, waren zum einen die vielen lustigen Begebenheiten auf der Reise, bei denen ich aber nicht vorgreifen möchte. Zum anderen waren wir fasziniert von den Bildern, in denen Illustratorin Anke Faust ihre Zeichnungen mit Fotocollagen verschmelzen lässt: So trägt der Esel eine Latzhose aus „echtem“ Jeans-Stoff. Das Schaffell hat mal die Optik von reiner Wolle, mal von einem Strickpullover. Und als die beiden von ihrer Seereise an Land gehen, kleben dicke Wassertropfen im Fell des Esels. In den Bildern können die Kinder zudem viele versteckte Details entdecken, wenn sie ganz genau hinschauen.

Unser Fazit:

Das Abenteuer der beiden Freunde zeigt, was man zusammen erreichen kann – und wie schön es ist, wenn man am Ende von einer langen Reise wieder nach Hause zurückkehrt.

Buch-Infos:

Vom Esel und Hörnchen, die das Ende der Welt suchen
Du kannst das Buch über diesen Link bei genialokal bestellen und damit den lokalen Buchhandel unterstützen. Kaufst du das Buch über den Affiliate Link, erhalte ich eine kleine Provision. Meine Buchtipps sind jedoch frei von Einflussnahme durch Affiliate Partner.

Titel: Vom Esel und Hörnchen, die das Ende der Welt suchen
Text: Anja Fröhlich
Illustrationen: Anke Faust
Erschienen 2019 im Hummelburg Verlag
gebunden, 32 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahren
Preis: 14,99 Euro
ISBN: 978-3747800003