Gute Nacht, Gorilla

Gute Nacht Gorilla
„Gute Nacht, Gorilla“, Moritz Verlag. Foto: Daniela Krause

//unbezahlte Werbung/Buch privat geschenkt bekommen//

Ein paar Sprechblasen mit Gute-Nacht-Wünschen – mehr Text findest du in diesem Buch nicht. Und das ist genau so gewollt. Denn in „Gute Nacht, Gorilla“ bist DU der Erzähler und begleitest dein Kind durch die von Peggy Rathmann liebevoll bunt illustrierten, Pappseiten.

Held der Geschichte ist ein kleiner Gorilla, der den Schalk im Nacken hat: Jeden Abend macht der Zoowärter einen Rundgang durch den Zoo und guckt nach, ob bei den Tieren alles in Ordnung ist. Zuerst schaut er beim Gorilla vorbei und sagt ihm „Gute Nacht“. Doch kaum dreht der Zoowärter ihm den Rücken zu, stibitzt der Gorilla den Schlüsselbund und macht sich am Käfig zu schaffen. Schwupps, ist er frei – und mit ihm eine kleine Maus, über die noch eine eigene kleine Geschichte erzählt werden kann.

Auf Zehenspitzen schleicht der Gorilla dem Zoowärter nach. Dieser schaut inzwischen beim Elefanten nach dem Rechten und sagt: „Gute Nacht“ Kaum hat er sich umgedreht – schwupps, ist auch der Elefant befreit. Als nächstes wird der Löwenkäfig aufgeschlossen, und wenig später klettern auch die Giraffe und die Hyäne aus ihren Gehegen.

Als der Zoowärter beim Gürteltier ankommt, hat sich hinter ihm schon eine beachtliche Schlange gebildet: Gorilla, Elefant, Löwe, Hyäne, Giraffe und Maus warten geduldig, bis ihr „Chef“ auch dem Gürteltier eine „Gute Nacht“ gewünscht hat. Dann trotten sie im Gänsemarsch hinter dem Zoowärter her – am Schluss das Gürteltier, das der Gorilla natürlich ebenfalls befreit hat.

Unbemerkt verfolgen die Tiere den Zoowärter bis nach Hause und schlüpfen ins Haus. Die Giraffe muss sich bücken, damit sie sich nicht den Kopf stößt. Die Tiere schleichen bis ins Schlafzimmer und machen es sich um das Bett herum gemütlich, in dem schon die Frau des Zoowärters nichtsahnend schlummert.

Als ihr Mann (und der Gorilla) ins Bett schlüpfen, wird sie kurz wach und wünscht ihrem Mann „Gute Nacht, mein Schatz“ und löscht das Licht. Doch plötzlich hört sie von allen Seiten ein „Gute Nacht“ in den verschiedenen Tierstimmen und schreckt hoch. Als sie das Licht anknipst, entdeckt sie den Gorilla und alle anderen Tiere. Kurzentschlossen nimmt sie den kleinen Ausreißer an die Hand und macht sich mit den Tieren im Schlepptau und im Nachthemd auf den Weg zum Zoo. Sie bringt alle Tiere wieder in ihre Gehege und macht sich auf den Heimweg. Dabei bemerkt sie aber nicht den Gorilla, der schon wieder den Schlüsselbund stibitzt hat…

Als die Frau endlich wieder zu ihrem Mann ins Bett steigen kann, kuscheln sich Gorilla und Maus heimlich zwischen die beiden und schlafen ein.

Kinder entdecken in dieser besonderen Gutenachtgeschichte immer wieder neue Details, die sie auch aus ihrem Alltag kennen. So haben die Zootiere zum Beispiel persönliche Gegenstände in ihren Gehegen wie Bilderbuch, Kuscheltier, Schnuller oder Trinkflasche. Die Eltern fühlen sich vielleicht daran erinnert, wie gerne Kinder das Zubettgehen durch allerlei Tricks hinauszögern. Und zum Schluss ist da das schöne Gefühl, wenn man sich zu den Eltern ins Bett kuscheln und geborgen einschlafen kann.

Ich kann das Buch schon ab einem früheren Alter als zwei Jahren empfehlen, da die Seiten nicht überladen sind und das Kind alles gut erkennen kann. Ganz nebenbei lernen die Kleinsten mit diesem Buch die ersten Tiernamen und die Worte: „Gute Nacht“, die immer wiederholt werden. Wir haben uns beim Lesen sehr amüsiert. Die Kinder fiebern richtig mit, wenn der Gorilla das nächste Tier aus seiner Gefangenschaft befreit.

Unser Fazit:

Ein zauberhaftes Einschlaf-Bilderbuch zum selber Entdecken und Erzählen.

Klappentext:

Gibt es nicht.

Buch-Infos:


Gute Nacht, Gorilla!
Du kannst das Buch über diesen Link bei genialokal bestellen und damit den lokalen Buchhandel unterstützen. Kaufst du das Buch über den Affiliate Link, erhalte ich eine kleine Provision. Meine Buchtipps sind jedoch frei von Einflussnahme durch Affiliate Partner.

Text und Illustration: Peggy Rathmann
Moritz Verlag
Pappbilderbuch, 32 Seiten
Empfohlenes Lesealter: 24 Monate und älter
ISBN: 9783895651779
Preis: 12 Euro

Die Grille mit der Brille

„Die Grille mit der Brille“, Ravensburger Verlag. Foto: Daniela Krause

//unbezahlte Werbung/Buch selbst gekauft//

Die kleine Grille ist traurig: Beim Spielen kann sie den Ball nicht richtig sehen, und beim Wettlauf mit den anderen Tieren stolpert sie, weil sie eine dicke Wurzel übersehen hat. „So kann es nicht weitergehen“, findet Mama Grille – und kauft kurzerhand eine Brille. Erst hat die kleine Grille ein bisschen Angst, dass die anderen sie nun auslachen könnten. Doch schnell merkt sie, dass diese Angst unbegründet ist, wie toll sie dank der Brille sehen kann, und dass sie nicht die einzige Brillenträgerin ist.

Dieses niedliche Pappbilderbuch mit extra dicken Seiten hat es in die Reihe unserer Lieblingsbücher geschafft, obwohl weder bei der Lütten noch beim Großen bisher eine Brille zur Diskussion stand. Die Kinder lieben die klaren, farbenfrohen und originellen Illustrationen und durchleben selbst die Gefühle der kleinen Grille – von der anfänglichen Unsicherheit bis zur großen Freude über die neu gewonnene Freiheit. Kurze Reime machen das Buch schon für Zweijährige leicht verständlich und unterstützen die Sprachbildung.

Das Bilderbuch führt spielerisch an das Thema Brille heran und vermittelt den Kindern, dass es nicht schlimm ist, wenn man eine Brille tragen muss. Im Gegenteil: Aufgrund der Sehhilfe kann die kleine Grille endlich problemlos mit den anderen Tieren spielen und fällt auch nicht mehr so oft auf die Nase. Auch Toleranz wird vermittelt: Die kleine Grille wird wegen ihrer Brille nicht etwa von den anderen ausgeschlossen, sondern sie freuen sich mit ihr über ihre Erfolgserlebnisse.

Unser Fazit:

Ein warmherziges Buch zum Thema Brille. Es eignet sich gut zur Unterstützung einer Sehhilfen-Einführung, ist aber auch für Kinder ohne Brille empfehlenswert.

Klappentext:

Oh je, was ist denn nur mit der kleinen Grille los? Sie fängt den Ball nicht und stolpert beim Wettrennen über die Wurzeln, weil sie so schlecht sieht. So kann es nicht weitergehen! Mama Grille kauft ihr eine Brille und jetzt kann die kleine Grille endlich allen zeigen, was in ihr steckt.

Buch-Infos:

Die Grille mit der Brille
Text: Bernd Penners
Illustration: Henning Löhlein
Ravensburger Buchverlag
Pappbilderbuch, 16 Seiten
Empfohlenes Lesealter: 24 Monate und älter
ISBN 9783473435135
Preis: 6,99 Euro

Die Eule mit der Beule

„Die Eule mit der Beule“, Oetinger Verlag. Foto: Daniela Krause

//unbezahlte Werbung/Buch selbst gekauft//

Dieses herzige Pappbilderbuch hat es meinen beiden Kindern gleichermaßen angetan. Es hat nur wenige Seiten und kurze, einprägsame Reime. Schon nach kurzer Zeit konnte ich das Buch auswendig. Sehr praktisch bei Blessuren genau diese Worte parat zu haben.

In dem Büchlein geht es um eine kleine Eule mit Beule, die von den Tieren des Waldes getröstet und umsorgt wird. Jedes Tier hat eine andere „Medizin“, die gegen „das Aua“ helfen soll. Die Schlange streichelt ihr die Wange, der Fuchs pustet vorsichtig (und auch die Käfer und Schmetterlinge auf der Seite), die Maus schleppt ein großes Pflaster herbei, und der Bär schwört auf den guten, heilenden Bienenhonig.

Zum Schluss kommt die Eulenmama mit der besten Therapie: ein Kuss und eine liebevolle Umarmung. Und schon tut die Beule gar nicht mehr weh.

Toll an dem Bilderbuch finde ich, dass es dazu einlädt, mit dem Kind ein kleines Rollenspiel zu machen. Das Kind ist beispielsweise die kleine Eule und der Vorleser schlüpft in die Rollen der Tiere und streichelt, pustet, küsst und knuddelt.

Erdacht wurde das Buch für Kinder ab 18 Monaten (ich habe es schon ab etwa zwölf Monaten vorgelesen). Es hat auch nicht lange gedauert, und die Kinder konnten die Texte mitsprechen.

Unser Fazit:

Ein niedliches Buch, das sich als schönes, tröstendes Ritual bei kleinen Beulen und Schrammen einsetzen lässt.

Klappentext:

„Aua!“, sagt die Eule. „Ich glaub, ich hab ne Beule.“ Der Fuchs, die Maus, die Schlange und der Bär wollen die kleine Eule trösten. Ob sie ihr wohl helfen können? Ein hinreißendes Trostbuch für die Kleinsten.

Buch-Infos:

Die Eule mit der Beule
Du kannst das Buch über diesen Link bei genialokal bestellen und damit den lokalen Buchhandel unterstützen. Kaufst du das Buch über den Affiliate Link, erhalte ich eine kleine
 Provision. Meine Buchtipps sind jedoch frei von Einflussnahme durch Affiliate Partner.

Tanja Jacobs, Susanne Weber
Oetinger Verlag, Hamburg 2013
Pappbilderbuch, 16 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 18 Monaten
ISBN: 9783789167065
Preis: 6 Euro

Mama, liest du mir was vor?

„Mama, liest du mir was vor?“ Diesen Satz bekomme ich von meinem Sohn (4) mehrmals täglich zu hören. Und selbst die Lütte (2) schnappt sich ein Buch, krabbelt auf meinen Schoß und kräht fröhlich: „Mama, vorlesen!“ In meinen Ohren klingt das wie Musik. Denn auch ich habe sehr früh meine Liebe zum geschriebenen Wort entdeckt.

Bücher sind wie andere Welten, in die wir eintauchen können. Sie machen das Unmögliche möglich, entführen uns an andere Orte und beflügeln unsere Fantasie. Stundenlang könnte ich meinen Kindern vorlesen, bis die Stimme versagt.

Du möchtest wissen, welche Bücher es sind, die Kinder begeistern? Dann bist du hier richtig. Auf meinem Blog „Mama liest vor“ stelle ich in kurzen Rezensionen eine Auswahl an wunderschönen Bilder- und Kinderbüchern vor. Dabei handelt es sich um solche, die gerade bei uns besonders häufig aus dem Bücherregal gefischt werden, aber auch um „Perlen“, die wir bei unseren regelmäßigen Besuchen in der Stadtbibliothek entdecken. Außerdem beschäftige ich mich mit dem wichtigen Eltern-Kind-Ritual des Vorlesens und möchte wissen, welche Bücher dich und deine kleinen Zuhörer begeistern.

Liest du mit? Sehr schön! Dann lass uns anfangen.