Ein Schnupfen hockt auf der Terrasse

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„Ein Schnupfen hockt auf der Terrasse“, Anaconda-Verlag, Foto: Daniela Krause

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Manchmal gibt es schöne Zufälle: In einem Seminar zum Thema WordPress hat mir die liebe Melanie vom Blog „Kistengrün“ die Seite „Lyrikbrause“ ans Herz gelegt. Dort veröffentlicht die Journalistin und Autorin Heike Nieder ihre Gedichte für Kinder. Als Kind „verschlang“ sie einen Sammelband mit Versen von Heinz Erhardt und begann selbst zu reimen – auch später in der Elternzeit. „Ich habe gemerkt, dass mir das Verseschmieden einen schönen Ausgleich bringt zum alltäglichen Wahnsinn mit drei kleinen Kindern und dass man das auch vorzüglich beim Wickeln, Brei-Anrühren und Kinderwagenausfahren machen kann“, schreibt sie auf ihrem Blog.

Nun hat Heike Nieder ihre Kinderlyrik-Anthologie „Ein Schnupfen hockt auf der Terrasse – Lustige und nachdenkliche Gedichte für Kinder“ herausgegeben, die von der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur zum „Kinderbuch des Monats Juli“ gekürt wurde.

Wir durften das Büchlein lesen und waren ganz begeistert von den liebevoll ausgesuchten Gedichten, die einen zeitlichen Bogen vom 18. Jahrhundert bis in die Ist-Zeit schlagen. Die Illustratorin Katharina Staar hat zu jedem Gedicht etwas thematisch Passendes gemalt und haucht den Versen so zusätzlich Leben ein. In Anlehnung an die „Lyrische Hausapotheke“ von Erich Kästner enthält das Buch Verse für Kinder „zur seelischen Verwendung“ in unterschiedlichen Lebenslagen – zum Beispiel, wenn man etwas angestellt hat, wenn man müde oder krank ist, wenn man nicht vernünftig sein will, gerne nachdenken möchte oder einfach für immer Kind sein will.

Das Büchlein ist gefüllt mit über 100 Gedichten – darunter wirst du bestimmt auch manchen Bekannten wiedersehen, etwa „Die Heinzelmännchen zu Köln“ von August Kopisch, „Ich habe dich so lieb“ von Joachim Ringelnatz oder „Der Panther“ von Rainer Maria Rilke. Auch Goethes „Der Zauberlehrling“ ist uns begegnet, den ich damals in der Schule auswendig vortragen musste und natürlich „Der Schnupfen“ von Christian Morgenstern, der Pate für den Titel stand.

Kleinere Reime zum Schmunzeln sind ebenfalls unter den Gedichten. Beispielsweise folgender von Heinz Erhardt:

Ein langer dicker Regenwurm
geriet in einen Wirbelsturm,
der trug ihn bis zum Himmel.
Nun dient er oben, nein wie fein, 
dem allerliebsten Engelein,
als Klöppel einer Bimmel. 

Heike Nieder hat zudem ein paar eigene Gedichte mit eingestreut, zum Beispiel das von „Miss Pig“, einer Sau, die unbedingt eine Miss-Wahl gewinnen möchte und eine sehr originelle Eigeninterpretation beziehungsweise Fortsetzung von Morgensterns „ästhetischem Wiesel“. 

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„Ein Schnupfen hockt auf der Terrasse“, Anaconda-Verlag, Foto: Daniela Krause

Angetan war ich auch von so mancher persönlicher „Neuentdeckung“ wie „Der Bär als Tenor“ von Fred Endrikat, dem verträumten „Mann im Mond“ von Mascha Kaléko oder dem schönen Gedicht „Wovon träumt der Astronaut auf der Erde“ von Christine Busta, das ich noch nicht kannte. 

Unser Fazit:

Dieses Buch ist wunderbar zeitlos und bereitet viel Freude beim Anschauen und gemeinsamen Lesen. Der Gedichtband ist perfekt, um von Generation zu Generation weitergegeben zu werden.

Klappentext:

(….) Heike Nieder hat die schönsten Gedichte für Kinder vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart zusammengestellt und dabei  nach Stimmungen gegliedert. So liest sich bei Fernweh das Gedicht vom Luftschiffer besonders gut und wenn einem der Sinn nach Unfug steht, ist Kästners verhextes Telefon genau das Richtige. Die fröhlichen Illustrationen bezaubern kleine und große Leser.

Buch-Infos:

Ein Schnupfen hockt auf der Terrasse
Du kannst das Buch über diesen Link bei genialokal bestellen und damit den lokalen Buchhandel unterstützen. Kaufst du das Buch über den Affiliate Link, erhalte ich eine kleine Provision. Meine Buchtipps sind jedoch frei von Einflussnahme durch Affiliate Partner.

Herausgegeben von Heike Nieder
Illustriert von Katharina Staar

Erschienen im Anaconda Verlag
gebundenes Buch, 128 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 5 Jahren
ISBN: 978-3730607152
Preis: 7,95 Euro

Ein schreckliches Vieh!

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„Ein schreckliches Vieh!“, BoD, Johanna Sievers, Fotos: Daniela Krause

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Hast du dich eigentlich schon mal gefragt, warum es in Kinderzimmern oft so chaotisch ist? Diesem Mysterium ist die zweifache Jungs-Mama und Autorin Johanna Sievers mit ihrem monströsen Bilderbuchprojekt auf den Grund gegangen.

Nachdem wir ihr Büchlein gelesen haben, liegt die Antwort auf der Hand. Ganz klar: In unseren Kinderzimmern wohnt ein schreckliches Vieh! Wer sonst kann für solch eine extreme Unordnung verantwortlich sein? Die Lütte und der Große haben doch gerade erst mehr oder weniger frei- und widerwillig alles in Kisten verstaut, so dass man sich im Zimmer gefahrlos bewegen kann. Warum sieht es wenig später dann schon wieder so aus, als hätten die Kuscheltiere mit den Legofiguren eine rauschende Party gefeiert?! Mit Konfetti, versteht sich!

Es ist so offensichtlich: Nachts, wenn die Kinder schlummern, kommt das schreckliche Vieh aus seinem Versteck und stürzt das frisch aufgeräumte Zimmer ins Chaos: Da werden Spielsachen aus den Regalen gerupft und wahllos auf dem Boden verteilt, Wände mit Farbe beschmiert und Stofftiere entführt. So kann das nicht weitergehen, findet der anonyme Ich-Erzähler und beschließt, dem Vieh eine Falle zu stellen. Ein Puzzle mit tausend Teilen soll als Köder dienen. Da hat es eine Menge zu tun, um das Puzzle auseinanderzupflücken. „Zack!“, schnappt die Falle zu, und das Vieh ist gefangen. Die Unordnung kann man ihm bestimmt ganz einfach abgewöhnen – mit ein bisschen Erziehung.

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So könnte das schreckliche Vieh aussehen… 

Doch als das schreckliche Vieh in der Falle sitzt, ist es so traurig, unglücklich und unkooperativ, dass der Erzähler Mitleid bekommt und die Falle wieder öffnet. Aus dem schrecklichen wird plötzlich ein fantastisches Vieh. Und auf einmal ist die Unordnung auch gar nicht mehr so schlimm. Es macht einfach zu viel Spaß, gemeinsam Kissen durch die Gegend zu pfeffern und fröhlich herumzutoben. Ach, Mama, die paar Spielsachen auf dem Boden…

Beim Thema Unordnung und Aufräumen dürfte sich so ziemlich jedes Kind angesprochen, vielleicht auch ein bisschen ertappt fühlen. Auf jeden Fall ist es ein klassisches Alltagsszenario, das Eltern nur zu gut kennen dürften. Besonders gut gefallen hat uns an dem in leicht zu verstehenden Reimen geschriebenen Büchlein die originelle Art der Bebilderung. Hier haben Kinder der Diakonissen Kindertagesstätte Rulandstraße in Speyer mit Ölkreiden, Wasserfarben, Papier, Schere, Klebestiften und ganz viel Fantasie kleine Kinderzimmer-Kunstwerke erschaffen und Gefühle mit verschiedenfarbigen Hintergründen zum Ausdruck gebracht. Die Erwachsenen haben die Kinder einfach machen lassen…

Das Bilderbuchprojekt ist eine schöne Anregung für Eltern, Erzieher und Kinder, um das Thema Unordnung humorvoll anzugehen und gemeinsam kreativ zu werden. Dafür hat Johanna Sievers auf den letzten Seiten extra ein bisschen Platz gelassen.

Wie sieht wohl das schreckliche Vieh in deinem Kinderzimmer aus? Und ist es wirklich so schrecklich oder vielleicht doch fantastisch?

Unser Fazit:

Unordnung kann Spaß machen, und Monster sind gar nicht so Furcht einflößend wie gedacht. Dieses fantasievolle Bilderbuchprojekt beweist es.

Klappentext:

„Ist ja gut, schon klar, das glaubst du mir nie, aber im Kinderzimmer haust ein schreckliches Vieh!“ Wenn im Kinderzimmer ein schreckliches Vieh nächtens immer wieder für kolossale Unordnung sorgt, muss man sich schon etwas einfallen lassen. Aber was? Wie kommt man ihm bei, diesem bauklötzeschmeißenden, wändebekritzelnden, bücherrausreißenden Gesell? Und selbst wenn man es schaffen sollte dem Vieh das Handwerk zu legen – was dann?

Buch-Infos:

Ein schreckliches Vieh
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Text: Johanna Sievers
Illustrationen: Arne, Otto, Anique, Leon, Clara,
Frederik, Hamsa, Emma-Lotte, Magdalena, Nele
Erschienen bei Books on Demand
Taschenbuch, 24 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 3 Jahren
ISBN: 978-3749410484
Preis: 11,99 Euro

Der Dachs hat heute schlechte Laune!

Dachs
„Der Dachs hat heute schlechte Laune!“, Nord Süd Verlag, Foto: Daniela Krause

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Der Dachs krabbelt morgens aus den Federn und hat schon eine ganz miese Laune. Zuerst denkt er, dass er so besser nicht das Haus verlassen sollte, besinnt sich dann jedoch wieder anders und stapft unter lautem Getöse aus seinem Bau. Auf seinem Weg begegnet er verschiedenen Waldbewohnern. Ungehobelt wie er sich benimmt, hat er es schon bald geschafft, alle Tiere mit seiner schlechten Laune anzustecken. Die Stimmung des Dachses hingegen hellt sich immer weiter auf.

Als er am Nachmittag einen Spaziergang macht, wundert er sich: Warum ist der Wald nur so leer? Wo sind denn alle hin? Als er den Waschbären fragen möchte, knallt ihm dieser eine unfreundliche Antwort an den Kopf. Und auch die anderen Tiere, die er trifft, sind nicht gut auf den Dachs zu sprechen. Niedergeschlagen macht er sich auf den Heimweg und denkt darüber nach, was er mit seinem Verhalten angerichtet hat.

Die Amsel kommt vorbeigeflattert und gemeinsam schmieden sie einen Plan: Der Dachs lädt mit ihrer Hilfe alle Tiere zu einem „Fest für schlecht gelaunte Tiere“ ein. In seiner Rede entschuldigt sich der Dachs für sein schlechtes Benehmen. Als Höhepunkt des Festes soll das Tier mit der schlechtesten Laune gefunden werden. Doch bei den Aufgaben, die der Dachs den Tieren stellt (etwa „wer am bösesten Gucken kann) werden die muffeligen Tiere schon bald wieder fröhlich. Und ausgerechnet der Dachs hat auf einmal die beste Laune von allen.

Unsere Emotionen und der Umgang mit ihnen sind das Schlüsselthema dieses von Amélie Jackowski wundervoll illustrierten Bilderbuches. Mit der Geschichte vom grantigen Dachs vermittelt uns Autor Moritz Petz: Mal schlechte Laune zu haben ist völlig normal und in Ordnung. Doch es nützt niemandem, wenn man diese an anderen auslässt oder sie gar auf andere überträgt.

Worte lösen beim Gegenüber immer eine Reaktion aus. Böse Worte können verunsichern, kränken und verletzen. Sie bewirken meist neben einer entsprechenden Gegenreaktion, dass sich der Andere zurückzieht und eine Kommunikation, die das Problem lösen könnte, nicht mehr stattfindet. Zumindest so lange nicht, bis einer von beiden wieder auf den anderen zugeht.

Die Amsel agiert in der Geschichte als Vermittler zwischen den beiden Parteien. Mit ihrer Hilfe überlegt der Dachs, was er tun kann, damit die anderen Tiere ihm verzeihen. Und seine kreative Idee, das „Schlechte-Laune-Fest“ kommt bei den anderen Waldbewohnern sehr gut an. So gut, dass am Ende wieder alles gut ist.

Wir hatten übrigens einen großen Spaß daran, den Wettstreit des „Schlechte-Laune-Festes“ selber nachzuspielen: Böse gucken, grummelig grüßen und gefährlich fauchen!

Unser Fazit:

Gefühle und der Umgang mit ihnen werden in diesem Bilderbuch liebevoll thematisiert. Gleichzeitig lädt die lebendig erzählte Geschichte dazu ein, gemeinsam zu überlegen, was man tun kann, damit die Gewitterwolke über dem Kopf schnell wieder verschwindet. Es ist eines unserer Lieblingsbücher geworden.

Klappentext:

Der Dachs hat furchtbar schlechte Laune. Alle Tiere, die ihm begegnen, knurrt er an. Das tut ihm gut und so hellt sich seine Stimmung auf. Aber nanu – mit einem Mal sind alle böse auf den Dachs. Da hat der Dachs einen rettenden Einfall…

Buch-Infos:

Der Dachs hat heute schlechte Laune!
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Text: Moritz Petz
Illustration: Amélie Jackowski
Nord Süd Verlag
gebundenes Buch, 32 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 3 Jahren 
ISBN: 978-3314101762
Preis: 9 Euro

Tschüss, kleines Muffelmonster!

Muffelmonster
„Tschüss, kleines Muffelmonster!“, Arena Verlag, Foto: Daniela Krause

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Moritz wacht von einem lauten Rumsen auf und glaubt zu träumen, als er ein kleines zerzaustes Wesen sieht, das mit voller Wucht gegen seinen Bettpfosten tritt. Das kleine Muffelmonster ist ebenfalls erstaunt, dass Moritz es sehen kann. Denn das verheißt nichts Gutes. Schließlich werden Muffelmonster nur sichtbar, wenn sie furchtbar schlechte Laune haben.

Moritz verspricht, dem Monster zu helfen, wieder gute Laune zu bekommen. Doch alle Vorschläge, die er ihm macht (beispielsweise auf dem Bett hopsen, Purzelbaum schlagen, Fell kraulen, ein Bilderbuch anschauen oder mit seinem Schmusetiger kuscheln und viele andere Ideen) missfallen dem Muffelmonster. „NEIN! NEIN! NEIN! NEIN!“ platzt es wütend aus ihm heraus.

Ratlos und enttäuscht verkriecht sich Moritz in seiner Kuschelecke. Das sieht das Muffelmonster und bekommt Mitleid. Nach und nach setzen sie gemeinsam alle Vorschläge von Moritz um. Mit der Zeit wird das Muffelmonster immer fröhlicher, übermütiger – und blasser – bis es sich am Ende ganz in Luft auflöst. Aber nicht ohne Moritz zu versichern, dass er es bald wiedersehen wird.

Die lebendig illustrierte Geschichte vom Muffelmonster ist aus dem Alltag der Kinder gegriffen – daher können sie sich hervorragend mit dem kleinen Monster und dessen Gefühlen identifizieren. Jeder hat doch mal muffelige Momente. Wie schön ist es da, wenn es jemanden gibt, der die dunklen Wolken wegpusten kann.

Unser Fazit:

Dieses Buch macht Spaß! Ganz nebenbei erfahren Kinder, wie es auf andere wirken kann, wenn sie selber mal kleine Muffelmonster sind.

Klappentext:

Tschüss, Muffelmonster!

Moritz staunt: Eines Morgens sitzt ein motzendes Muffelmonster in seinem Zimmer. Es ist schlecht gelaunt. MÄCHTIG schlecht gelaunt! Ganz klar, dass sich Moritz etwas Tolles ausdenken muss, um die schlechte Laune zu vertreiben – und das muffelige Monster am besten gleich mit! Mit vielen Tipps für gute Laune.

Buch-Infos:


Tschüss, kleines Muffelmonster!
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Text: Julia Boehme
Illustration: Franziska Harvey
Arena Verlag
Bilderbuch, 32 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 3 Jahren 
ISBN: 978-3401096063
Preis: 12,99 Euro

Das sehr unfreundliche Krokodil

Das sehr unfreundliche Krokodil
„Das sehr unfreundliche Krokodil“, Bloomsbury Publishing Plc, London. Foto: Daniela Krause

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Dieses Buch ist mit Abstand das von uns meist vorgelesene Bilderbuch. Es handelt von einem sehr unfreundlichen Krokodil, dass von allen Tieren des Dschungels gefürchtet wird. Seinetwegen nehmen die Tiere kilometerweite Umwege zu anderen Flüssen in Kauf, denn das Krokodil droht: „Wenn ihr meinem Fluss zu nahe kommt, fresse ich euch alle auf!“

Eines Morgens durchdringt ein Schmerzensschrei den Dschungel. Das Krokodil hat entsetzliche Zahnschmerzen. Dummerweise traut sich kein Tier, ihm in seiner misslichen Lage zu helfen.

Schließlich springt eine Maus über den dicken Bauch des Krokodils und läuft mitten zwischen die messerscharfen Zähne. Die Dschungeltiere können gar nicht hinsehen. Doch der Maus gelingt es, den kaputten Zahn zu ziehen. Das von Schmerzen befreite Krokodil schließt Freundschaft mit der kleinen Maus, und obwohl es ab und zu noch etwas unfreundlich ist, auch bald mit den anderen Tieren des Dschungels.

Hilfsbereitschaft und Freundschaft sind die zentralen Themen dieses Bilderbuches. Die detailverliebten und sehr naturgetreuen Illustrationen (man erkennt wirklich jede einzelne Schuppe des Krokodils oder die Hautfalten des Elefanten) von Michael Terry spiegeln sehr schön die Emotionen der Tiere wider: Wut, Angst, Überraschung, Freude… Mithilfe dieses Buches kann man sehr gut mit Kindern über die unterschiedlichen Gefühle sprechen. Die Geschichte ist spannend und lustig erzählt und wirkt durch die vielen Tierstimmen besonders lebendig.

Ein wunderschönes Bilderbuch über Freundschaft und große Emotionen.

Klappentext:

Ein sehr unfreundliches Krokodil lernt, wie wichtig es ist, gute Freunde zu haben.

Buch-Infos:

Das sehr unfreundliche Krokodil, Originalausgabe 1998: „The Selfish Crocodile“
Text: Faustin Charles
Illustration: Michael Terry

Bloomsbury Publishing Plc, London
Pappbilderbuch, 26 Seiten (Auflage von 2009)
Empfohlenes Lesealter: 24 Monate bis vier Jahre
ISBN: 9783827050007
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