Quirli, der Wetterfrosch

20181127_162525
„Quirli, der Wetterfrosch“, JuLa Verlag, Foto: Daniela Krause

//unbezahlte Werbung/Rezensionsexemplar//

Quirli ist ein Frosch, aber er ist kein gewöhnlicher Feld-Wald- und Wiesen-Frosch. Sein Schicksal ist es, in einer Wetterstation mit vielen anderen Fröschen ein einsames Dasein in einem viel zu engen Glas zu fristen und den Menschen durch seine Position auf der Leiter das Wetter anzuzeigen. Quirli ist sehr unglücklich. Doch eines Tages erzählt ihm sein Ururgroßvater von Teichen und blühenden Wiesen.

Der kleine Frosch fasst einen gewagten Entschluss: Er muss zu diesem Ort, koste es, was es wolle. Eines Tages gelingt dem klugen Frosch tatsächlich die Flucht aus der Wetterstation, und er purzelt hinein in eine ihm völlig fremde Welt voller Abenteuer und Gefahren, aber auch schöner Eindrücke.

Auf seiner Reise begegnet er vielen Tieren, die ihm helfen, seinen Weg unbeirrt weiterzugehen. In Eidechse Konrad findet er einen echten Freund, dem er sogar seine Badehose schenkt (in der Wetterfroschstation dürfen Frösche nur mit Badehose baden, Schwimmen hat der kleine Frosch dort nie gelernt).

Quirli genießt seine Freiheit. Und schließlich findet er endlich den Ort, von dem sein Ururgroßvater ihm so viel erzählt hat. Doch wie werden die anderen Frösche reagieren? Werden sie einen Frosch in ihrer Mitte dulden, der nicht schwimmen kann? Und ist es wirklich sein neues Zuhause, so wie Quirli es sich erträumt hat?

Der Autorin Claudia Lasaroff ist mit Quirli eine unterhaltsame, oft auch spannende und zum Nachdenken anregende Geschichte gelungen, die mit liebevollen Malereien zum Leben erweckt wird. Es empfiehlt sich, das Buch in Etappen zu lesen, da es recht lang ist und auch einige für Kinder erklärungsbedürftige Begriffe enthält. Uns hat die Geschichte dazu angeregt, uns näher mit der Entwicklung des Tieres zu beschäftigen – von der Kaulquappe bis zum „fertigen“ Frosch.

Um Quirli in die Welt hinauszutragen, hat Lasaroff in der Schweiz ihren eigenen kleinen Verlag gegründet. Inzwischen ist mit „Quirli, der Leuchtfrosch“ der zweite Band erschienen, der auf der Wiener Buchmesse vorgestellt wurde. Quirli ist laut Claudia Lasaroff auf den ersten Blick ein Kinderbuch – auf den zweiten eine Geschichte vom Überwinden aller Hindernisse, die auch Erwachsene beim Lesen berühren möchte.

Unser Fazit:

Die Geschichte von Quirli macht Mut, an sich selbst zu glauben und seine Träume nicht aus dem Blick zu verlieren. Nicht nur für Kinder (vor-)lesenwert.

Klappentext:

Quirli ist ein kleiner Frosch, der in einer Wetterfroschstation geboren wird. Sein Leben dort ist eigentlich vorherbestimmt. Doch als sein Ururgroßvater ihm eines Tages erzählt, wo seine Familie wirklich herkommt, hat Quirli nur noch einen Wunsch. Er möchte an diesen Ort gelangen. Um jeden Preis! Bald kann er an nichts anderes mehr denken.

Wie Quirli es schafft, aus der Wetterstation zu fliehen und welche Abenteuer er unterwegs bestehen muss, bis sich endlich sein Traum von der Freiheit erfüllt, davon handelt dieses Buch.

Aber das ist noch nicht alles. Auf Quirli warten bald neue Mutproben. Und ihr könnt ihn dabei begleiten.

Buch-Infos:

Quirli, der Wetterfrosch
Text: Claudia Lasaroff
Illustration: Claudia Lasaroff und Jutta Maurer
JuLa Verlag
Bilderbuch, 52 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 6 Jahren
ISBN: 978-3906859002
Preis: 17,40 Euro

Advertisements

Frederick

Frederick
„Frederick“, Beltz & Gelberg Verlag, Foto: Daniela Krause

//unbezahlte Werbung/Buch selbst gekauft//

Heute möchte ich dir einen Klassiker ans Herz legen. Vielleicht kennst du ihn ja sogar aus deiner eigenen Kindheit, denn dieses Buch gibt es bereits seit 1967. Entsprungen ist es den Gedanken und der Fantasie des Autors, Grafikers und Malers Leo Lionni.

Lionni erzählt die Geschichte von Frederick, einer kleinen Feldmaus, die mit ihrer Familie in einer alten Steinmauer lebt. Als es auf den Winter zugeht, tragen alle Mäuse emsig Nahrung zusammen. Alle? Nun ja, nicht ganz. Frederick macht eine Ausnahme. Mit geschlossenen Augen sitzt er in der Sonne und tut… nichts. Die anderen Mäuse fragen ihn vorwurfsvoll, warum er nicht arbeiten würde. Frederick entgegnet, dass er sehr wohl arbeite. Er sammle Sonnenstrahlen für die kalten Tage. Außerdem sammelt er Farben und Wörter, während die anderen Mäuse weiter fleißig den Wintervorrat anlegen und so gar kein Verständnis für das Nichtstun von Frederick haben.

Als der Winter hereinbricht, macht es sich die Familie im Schutz der alten Mauer gemütlich. Solange genügend Körner, Nüsse und Beeren vorhanden sind, geht es im Mäuseversteck noch fröhlich zu. Doch als die Vorräte aufgebraucht sind, wird es kalt und die Geschichten und Lieder verstummen.

Dann schlägt die große Stunde von Frederick. Seiner Familie wird klar, dass er niemals untätig gewesen ist – im Gegenteil. Mit seinen schönen Geschichten und Erinnerungen von Sonnentagen und Farben wird es den Mäusen bald warm uns Herz. Und endlich erkennen sie, dass Frederick zwar ein Träumer, aber vor allem ein Denker und Dichter ist und sind sehr glücklich, ihn in ihrer Mitte zu haben. Zum Schluss verbeugen sie sich vor seiner Kunst, indem sie ihm begeistert applaudieren.

Die Geschichte hat uns mit ihrer anmutigen Erzählweise und den fantasievollen, collageartigen Bildern verzaubert. Sie erzählt von kleinen Glücksmomenten im Alltagsgrau, von Innehalten und Dankbarkeit, aber auch von Toleranz und dem Mut, für seine Träume einzustehen und an sich selbst zu glauben.

Unser Fazit:

Eine warmherzige Mäusegeschichte voller Poesie – für alle, die ihre Träume noch nicht verloren haben.

Klappentext:

„Die Geschichte von Frederick, der nicht wie alle anderen Mäuse für den Winter Körner und Nüsse, sondern Sonnenstrahlen, Farben und Wörter sammelt, die Träume also und die Hoffnungen.“
(Die Welt)

„Ein bezauberndes Gleichnis für den Sieg der Kunst über das platte Leben.“
(Süddeutsche Zeitung)

Buch-Infos:

Frederick
Leo Lionni
Beltz & Gelberg Verlag
Minimax-Taschenbuch-Ausgabe
Empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahren
ISBN: 978-3407760074
Preis: 6,50 Euro