Zinnober in der grauen Stadt

zinnober
Maler Zinnober in der grauen Stadt, Ravensburger, Foto: Daniela Krause

//unbezahlte Werbung/Buch selbst gekauft//

Maler Zinnober liebt die Farben, doch in seinen Farbtöpfen ist nur Grau und Schwarz. Denn er lebt in einer Stadt, in der Farben nicht erwünscht sind. Eines Tages streicht Zinnober das Haus von Herrn Brüll, dem Altwarenhändler – natürlich in Schwarz und Grau. Da hocken unter seiner Leiter die zwei Jungen Jonas und Paul, die mit bunter Kreide das Pflaster bemalen. Durch ein Missgeschick kippt Zinnober seinen Farbtopf um, und die graue Farbe fließt über die bunten Malereien. „Graumaler! Schwarzmaler!“, rufen die Kinder ihm wütend hinterher, als er nach getaner Arbeit nach Hause geht.

Dort fasst er einen Entschluss. Als alles schläft packt er sein Auto und fährt in die Stadt. Mit bunten Farben bemalt er einen ganzen Platz und versteckt sich, sobald der Tag anbricht. Aus seinem Versteck beobachtet er die Reaktionen der Menschen. Diese freuen sich über die bunten Malereien und bekommen gute Laune. Die beiden Kinder kommen dem „Buntmaler“ schließlich auf die Schliche und sind ganz überrascht, als sie Zinnober wiedererkennen. Gemeinsam schmieden sie einen Plan: Die ganze Stadt soll bunter werden! Bald merken die drei Farbrevolutionäre, dass sie mit diesem Wunsch nicht alleine dastehen. Und so wird aus dem grauen Ort nach und nach die farbenfrohe „Zinnoberstadt“.

Das Buch ist erstmals 1973 erschienen und wurde 2013 als Bilderbuch-Klassiker von Ravensburger neu aufgelegt. Bei den fantasievollen Illustrationen wurde kräftig in den Farbtopf gegriffen. So zeigen die Bilder eindrücklich die Verwandlung der Stadt. Außerdem wird sehr schön dargestellt, wie die gute Idee eines Einzelnen schließlich von Mensch zu Mensch wie eine Flamme weiter getragen wird und Leidenschaft und Begeisterung in anderen entfacht. Es erinnert mich an Guerilla-Gardening, denn durch das Werfen der „Samenbomben“ werden graue, triste Orte ja ebenfalls in bunte Hingucker verwandelt.

Unser Fazit:

Ein Hoch auf die Farben und die Fantasie! Dieses Buch lässt Kinder staunen.

Klappentext:

Der Maler Zinnober liebt Farben und alles Bunte. Aber er wohnt in einer grauen Stadt mit tristen Häusern, deren Bewohner ebenfalls grau und düster sind. Niemand möchte in bunten Häusern wohnen, alle Wände muss Zinnober dunkel anstreichen. Aber Zinnober will kein Graumaler mehr sein! Gemeinsam mit zwei Kindern beginnt er über Nacht die Straßen bunt anzumalen. Und siehe da: Die Menschen freuen sich über all die Farben, und die Stadt erwacht zu neuem Leben.

Buch-Infos:

Zinnober in der grauen Stadt
Text und Illustrationen: Margret Rettich
Ravensburger, Ravensburger Kinderklassiker
Kinderbuch, 32 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahren
ISBN: 978-3473446117
ehemals: 10 Euro, aktuell Buch-Rarität

Meine liebsten Fahrzeuge

20181205_081907
„Meine liebsten Fahrzeuge“, Ravensburger Verlag, Foto: Daniela Krause

//unbezahlte Werbung/Buch selbst gekauft//

Eine Reihe verschiedener Fühlbücher für die Kleinsten ist im Ravensburger Verlag erschienen. Wir haben das Buch „Meine liebsten Fahrzeuge“ zuhause, das beide Kinder gerne angeschaut und befühlt haben. Allerdings ist es kein Stoffbuch, sondern ein Buch mit dicken Pappseiten und eingebauten Fühlelementen.  Das Büchlein hat eine stabile Spiralbindung und ist ideal zum halten und greifen für kleine Hände. Auf den bunt gestalteten Seiten sind Spielfiguren in verschiedenen Situationen abgebildet. Es gibt zum Beispiel eine Bauernhofseite mit einem Traktor, dessen Reifenprofil man ertasten kann. Eine Schiebeklappe beim Feuerwehrauto, ein Besen bei der Kehrmaschine und ein Seil für die Absperrung einer Baustelle können mit den Fingern erkundet werden. Pro Seite wird jeweils ein Fahrzeug mit Bildern und kurzen gereimten Texten vorgestellt. Auch hinter den Fühlelementen verstecken sich teilweise weitere Details. Das Buch scheint leider aktuell vergriffen zu sein, ist aber gebraucht noch bei einigen Anbietern erhältlich.

Unser Fazit:

Eine schöne Reihe – toll zum Entdecken und Ertasten für die Kleinsten.

Klappentext:

Großer Fühlspaß für kleine Kinderhände.

Weitere Bücher der Reihe:
„Mein erstes Fühlbuch“
„Mein kleiner Bauernhof“
„Kribbel, Krabbel, Käferchen“
„Viele, viele Farben“
„Mein kleiner Streichelzoo“
„Meine liebsten Kuscheltiere“
„Meine kleine Prinzessin“

Buch-Infos:

Meine liebsten Fahrzeuge (Mein erstes Fühlbuch)
Text: Sandra Grimm
Illustration: Monika Neubacher-Fesser
Ravensburger Verlag
Pappbilderbuch/Fühlbuch, 10 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 1 Jahr
ISBN: 978-3473432981
alter Preis (Auflage 2012): 7,99 Euro
Preis aktuelle Reihe: 9,99 Euro
aktuell leider nur gebraucht erhältlich

Das sehr unfreundliche Krokodil

Das sehr unfreundliche Krokodil
„Das sehr unfreundliche Krokodil“, Bloomsbury Publishing Plc, London. Foto: Daniela Krause

//unbezahlte Werbung/Buch selbst gekauft//

Dieses Buch ist mit Abstand das von uns meist vorgelesene Bilderbuch. Es handelt von einem sehr unfreundlichen Krokodil, dass von allen Tieren des Dschungels gefürchtet wird. Seinetwegen nehmen die Tiere kilometerweite Umwege zu anderen Flüssen in Kauf, denn das Krokodil droht: „Wenn ihr meinem Fluss zu nahe kommt, fresse ich euch alle auf!“

Eines Morgens durchdringt ein Schmerzensschrei den Dschungel. Das Krokodil hat entsetzliche Zahnschmerzen. Dummerweise traut sich kein Tier, ihm in seiner misslichen Lage zu helfen.

Schließlich springt eine Maus über den dicken Bauch des Krokodils und läuft mitten zwischen die messerscharfen Zähne. Die Dschungeltiere können gar nicht hinsehen. Doch der Maus gelingt es, den kaputten Zahn zu ziehen. Das von Schmerzen befreite Krokodil schließt Freundschaft mit der kleinen Maus, und obwohl es ab und zu noch etwas unfreundlich ist, auch bald mit den anderen Tieren des Dschungels.

Hilfsbereitschaft und Freundschaft sind die zentralen Themen dieses Bilderbuches. Die detailverliebten und sehr naturgetreuen Illustrationen (man erkennt wirklich jede einzelne Schuppe des Krokodils oder die Hautfalten des Elefanten) von Michael Terry spiegeln sehr schön die Emotionen der Tiere wider: Wut, Angst, Überraschung, Freude… Mithilfe dieses Buches kann man sehr gut mit Kindern über die unterschiedlichen Gefühle sprechen. Die Geschichte ist spannend und lustig erzählt und wirkt durch die vielen Tierstimmen besonders lebendig.

Ein wunderschönes Bilderbuch über Freundschaft und große Emotionen.

Klappentext:

Ein sehr unfreundliches Krokodil lernt, wie wichtig es ist, gute Freunde zu haben.

Buch-Infos:

Das sehr unfreundliche Krokodil, Originalausgabe 1998: „The Selfish Crocodile“
Text: Faustin Charles
Illustration: Michael Terry

Bloomsbury Publishing Plc, London
Pappbilderbuch, 26 Seiten (Auflage von 2009)
Empfohlenes Lesealter: 24 Monate bis vier Jahre
ISBN: 9783827050007
scheinbar nur noch gebraucht erhältlich