Ein wirklich wahres Weihnachtswunder

„Ein wirklich wahres Weihnachtswunder“, Arena Verlag, Foto: Daniela Krause

Einmal, da habe ich zwei Weihnachten gerettet und dreizehn Leben verändert…“

Lieblingszitat aus „Ein wirklich wahres Weihnachtswunder“ von Isabel Abedi und Daniela Kohl

unbezahlte Werbung/Verlosung/Rezension

Mit obigem Zitat beginnt diese wundervoll-weihnachtliche Geschichte von Isabel Abedi und Daniela Kohl. Sie trägt den Titel „Ein wirklich wahres Weihnachtswunder“. Im Mittelpunkt stehen die Kinder Manu und Jana. Die Zwei sind aufgeregt, weil sie ganz alleine mit dem Zug nach Hamburg zu ihrem Vater fahren dürfen, während Mama in Berlin noch in ihrem Job als Nachrichtensprecherin arbeiten muss. Die Kinder verstehen nicht, warum der Fernsehsender nicht mal an Heiligabend die Nachrichten ausfallen lassen kann. So fiebern sie im Zug dem Weihnachtsfest entgegen, voller Vorfreude auf die gemeinsame Zeit mit ihrer Familie.

Dabei haben sie einen roten Koffer mit selbstgemachten Geschenken, leckeren Plätzchen, Manus Saxofon, seiner selbst aufgenommenen CD und Janas Outfit für den großen Auftritt als Christkind unter dem Tannenbaum – also alles für ein perfektes Weihnachtsfest. Endlich bei ihrem Papa angekommen öffnen sie den Koffer und sind wie vom Donner gerührt: Der Inhalt ist auf einmal ein ganz anderer! Der Vater ruft sofort bei der Bahn an, um den vermissten und den fremden Koffer zu melden. Doch anstatt dort jemanden an die Strippe zu bekommen, fliegt er nach langer Wartezeit aus der Leitung – zur großen Enttäuschung von Manu und Jana.

Was soll denn jetzt bloß aus Weihnachten werden?

Ein kleines Gesamtkunstwerk geschaffen

Normalerweise würde ich hier ja noch mehr zum Inhalt des vorgestellten Buches erzählen. An dieser Stelle möchte ich das nicht tun, denn ich will das Wunder, das in diesem Büchlein passiert, nicht vorwegnehmen. Die Autorin und Illustratorin haben ein kleines Gesamtkunstwerk geschaffen, in dem es unglaublich viele liebevolle Details zu entdecken gibt. Die wie ein Comic anmutende Geschichte ist so gestrickt, dass sie gleich in mehreren Passagen zu überraschen weiß. Sorry, aber da mag ich wirklich nicht mehr verraten…

„Ein wirklich wahres Weihnachtswunder“, Arena Verlag, Foto: Daniela Krause

Gesellschaftliche Werte

Nur so viel: Die Charaktere in dem Büchlein sind sehr lebendig gezeichnet. Es sind unterschiedliche Altersgruppen, Nationalitäten und Familienkonstellationen vertreten. Mit einem Augenzwinkern wird unter anderem die Notwendigkeit des Festtagsbratens (in Form der Weihnachtsgans) thematisiert. Darüber hinaus gibt es märchenhafte Geschichten in der Geschichte und auch so wichtige gesellschaftliche Werte wie Toleranz, Diversität, Nachhaltigkeit und Nächstenliebe werden durch den Inhalt vermittelt. Dazu kommen noch einige Rezepte und Bastelanleitungen. Uns konnte dieses Weihnachtsbuch rundum überzeugen.

Das sagt der Große (7):

Das ist wirklich eine richtig schöne Weihnachtsgeschichte.

Das sagt die Lütte (5):

Das Buch hat mir sehr gut gefallen, weil es so lustig ist. Auch die Bilder sind sehr schön.

Unser Fazit:

Dieses Buch ist warmherzig, witzig und steckt voller Weihnachtswunder.

Gewinne das Buch im Kinderbuchblogger-Adventskalender:

Wenn ich dich neugierig machen konnte, habe ich jetzt eine kleine Überraschung für dich: Für den Kinderbuchblogger-Adventskalender von Kinderbuch-Detektive darf ich im neunten Türchen ein Exemplar des Büchleins unter meinen Lesern verlosen. Unter dem Link findest du sämtliche Türchen. Mit etwas Glück kannst du jeden Tag auf einem anderen Kinderbuchblog ein ausgewähltes Buch gewinnen.

Für dieses hier möchte ich gerne von dir wissen: Was war bislang dein persönliches Weihnachtswunder? Schreibe es mir unten in die Kommentare.

Die Verlosung beginnt mit Freischaltung dieses Posts und endet am Freitag, 10. Dezember, um 23 Uhr.

Teilnahmebedingungen:

Du bist mindestens 18 Jahre alt und wohnst in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Über den Gewinner entscheidet das Los. Falls du gewinnst, werde ich dich per Direktnachricht darüber informieren. Deine Adresse wird lediglich zur Gewinnübermittlung verwendet. Die Verlosung hat nichts mit den sozialen Medien Facebook oder Instagram zu tun. Von dort werden die Teilnehmer lediglich auf meinen Blog geführt. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Auslosung:

Herzlichen Glückwunsch, Jojo!

Buch-Infos:

Ein wirklich wahres Weihnachtswunder
Du kannst das Buch über diesen Link bei genialokal bestellen und damit den lokalen Buchhandel unterstützen. 

Titel: Ein wirklich wahres Weihnachtswunder
Text: Isabel Abedi
Illustrationen: Daniela Kohl
Erschienen bei Arena Verlag
gebunden, 112 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 8 Jahren
Preis: 12 Euro
ISBN: 978-3401606378

Die Autorin: Isabel Abedi

Isabel Abedi, 1967 geboren, arbeitete 13 Jahre lang als Werbetexterin. Abends, am eigenen Schreibtisch, schrieb sie Kinder- und Bilderbuchgeschichten und träumte davon, eines Tages davon leben zu können. Dieser Traum hat sich längst erfüllt: Isabel Abedi hat inzwischen zahlreiche sehr erfolgreiche Kinder- und Jugendbücher veröffentlicht, von denen manche bereits ausgezeichnet und in andere Sprachen übersetzt wurden. Sie lebt und schreibt in Hamburg.

Die Illustratorin: Daniela Kohl

Daniela Kohl verdiente sich schon als Kind ihr Pausenbrot mit Kritzeleien. Die freie Illustratorin und Grafikerin lebt mit Mann, Hund und Schildkröte über den Dächern von München.

Als Mama nur noch traurig war

„Als Mama nur noch traurig war“, Coppenrath Verlag, Foto: Daniela Krause

Es ist, als ob es überhaupt nichts Schönes mehr gibt. Nichts, worüber man sich freuen oder lachen kann.

Lieblingszitat aus „Als Mama nur noch traurig war“ von Anja Möbest und Barbara Korthues

unbezahlte Werbung/Buch selbst gekauft

Tief einatmen, tief ausatmen. Dies wird wohl die bislang persönlichste Buchrezension, denn das Bilderbuch „Als Mama nur noch traurig war“ habe ich uns zu einer Zeit angeschafft, als ich nicht wusste, wie ich es meinen Kindern erklären soll. Zu einer Zeit, als ich selber nur noch traurig war. Beim ersten Mal, als ich es der Lütten vorlas, flossen Tränen. So nah fühlte ich mich der Hauptprotagonistin. So sehr erkannte ich mich in dem Beschriebenen wieder.

Mittlerweile kann ich es vorlesen, ohne dass die Tränen kommen. Ich bin nicht mehr jeden Tag traurig, nur noch manchmal. Denn ich habe mir Hilfe geholt, bin in ärztlicher Behandlung und beginne bald eine Therapie. Es geht wieder aufwärts. Zwischendurch auch wieder etwas nach unten. Aber immerhin kann ich schon wieder über lustige Dinge lachen. Echte Freude empfinden. Es geht langsam voran.

Offen über Depressionen reden

Der für mich wichtigste Schritt: Ich habe angefangen, über meine depressive Erkrankung zu reden. Erst mit meinem Mann, mit meinen Kindern, dann mit der Familie, mit netten Kollegen, nun Stück für Stück mit Freunden und Bekannten. Das Reden hilft. Auch, wenn ich am Anfang große Angst vor den Reaktionen hatte, die dann viel verständnisvoller ausfielen als ich es mir ausgemalt hatte. Es fällt nicht immer leicht. Ich kann nicht mit jedem darüber sprechen. Selbst manchmal mit engen Freunden nicht. Aber jedes Mal, wenn ich mich geöffnet habe, geht es mir danach ein bisschen besser.

Ein lieber Kollege sagte mir: „Irgendwann redet man darüber wie über einen Schnupfen.“ Und ja, das sollte man tatsächlich. Denn es wird immer noch viel zu wenig offen über Depressionen gesprochen. Dabei kann diese Krankheit wirklich jeden Menschen treffen – auch Menschen, die sonst nach außen hin mit einem sonnigen Gemüt durchs Leben gehen, können depressiv sein oder werden. Man sieht es ihnen nicht immer an der Nasenspitze an.

„Als Mama nur noch traurig war“, Coppenrath Verlag, Foto: Daniela Krause

Ein Name für die Krankheit im Kopf

Traurigkeit und Melancholie ziehen sich schon seit meiner Kindheit durch mein Leben. Es gab immer mal wieder traurige Episoden. Als die Gedanken aber immer schwärzer wurden, kam ich an den Punkt, an dem ich merkte, dass ich es alleine nicht schaffen werde, an dem ich mir eingestehen musste, dass ich Hilfe brauche.

Ich wusste einfach nicht mehr weiter. Wie erklärt man seinen Kindern, wenn man aus heiterem Himmel anfängt zu weinen, wenn man sich bei schönstem Wetter im dunklen Schlafzimmer verkriecht? Wenn man nicht mehr die Kraft hat, mit ihnen zu spielen? Das Buch „Als Mama nur noch traurig war“ hat mir dabei geholfen, meine Depression für die Kinder verständlich zu machen. Wir nennen es gerne „schwarzer Hund“, in dem Büchlein sind es die Grummelgrame, kleine Monster, die Jans Mama beschimpfen, sie vergesslich machen und sie alles Schöne durch eine graue, hässliche Brille sehen lassen.

„Als Mama nur noch traurig war“, Coppenrath Verlag, Foto: Daniela Krause

Mama ist anders

Jans Mama ist anders, „irgendwie verkehrt“, findet Jan. „Gar nicht mehr wie Mama.“ Sie hört ihm nicht richtig zu, wenn er ihr von seinem Tag erzählt. Sie ist zu müde, um ihm eine Gute-Nacht-Geschichte vorzulesen. Sie regt sich über Kleinigkeiten auf und ist dauernd traurig. Jan versteht die Welt nicht mehr. Er fragt sich, ob es seine Schuld ist. Und ob es Mama wieder besser gehen würde, wenn er immer artig und ordentlich wäre.

In der Tat ist es wichtig, den Kindern zu erklären, dass sie keinerlei Schuld trifft. Schuld hat niemand! Und, was noch viel bedeutsamer ist: Sie müssen wissen, dass man sich kümmert und sich Hilfe sucht. Doch viele Betroffene schaffen es nicht aus eigener Kraft zum Arzt zu gehen, geschweige denn zu einem „Seelenklempner“.

Zu solch einem Klempner für löchrige Seelen nimmt seine Mama Jan eines Tages mit. Herr Ritter, der wie der Fünfjährige enttäuscht feststellt, gar kein echter Ritter ist, hat einen Zauberspruch gegen die Grummelgrame gefunden: Alles was seine Mama gut kann und an sich mag. Ganz so einfach ist es außerhalb der Bilderbuchwelt leider nicht. Aber wieder mehr Farbe und Freude in sein Leben zu bringen, ist schon mal ein guter Ansatz. Und so malen Jan und sein Papa viele bunte Bilder, um Mamas Grummelgrame zu verjagen.

Eine einfühlsame Erklärung

Offen mit den Kindern über Depressionen sprechen – ich wünsche mir, dass jeder Betroffene diesen Mut findet. Denn die Kinder spüren, dass es Mama oder Papa nicht gut geht. Sie haben feine Antennen und lassen sich von einem aufgesetzten Lächeln nicht täuschen. Dieses Buch ist eine große Unterstützung für Familien, in denen ein Elternteil unter Depressionen leidet.

Einfühlsam wird erklärt, wie es dazu kommen kann, wie man mit den Grummelgramen am besten umgeht. Hilfreich fand ich auch das Nachwort von Diplom-Psychologin Ina Knocks, wie man Kinder in dieser schweren Situation stärken kann: „Denn ein positive, zugewandtes, liebevolles und unterstützendes Miteinander innerhalb der Familie stärkt Sie alle für diese Zeit – Ihr Kind ebenso wie Sie.“ Ein Satz, den ich genauso unterschreiben möchte.

Unser Fazit:

Wertvolles Bilderbuch, das Halt gibt und aufklärt, wenn ein Elternteil an Depression erkrankt. Uns hat es in einer schweren Zeit sehr geholfen. 

Buch-Infos:

Als Mama nur noch traurig war
Du kannst das Buch über diesen Link bei genialokal bestellen und damit den lokalen Buchhandel unterstützen. 

Titel: Als Mama nur noch traurig war
Text: Anja Möbest
Illustrationen: Barbara Korthues
Erschienen im Coppenrath Verlag
gebunden, 32 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahren
Preis: 14,95 Euro
ISBN: 978-3649620211

Lucias Leuchten

„Lucias Leuchten“, Carl-Auer Kids, Ian de Haes, Fotos: Daniela Krause

Sie liebt es, die Sterne anzuschauen. Sie fühlt sich ein wenig so, als sei sie einer von ihnen. Glänzend, funkelnd, aber auch ein bisschen verloren am großen Himmelszelt.

Lieblingszitat aus „Lucias Leuchten“

Aktion „Kinderbuchbloggeradventskalender 2020“

Verlosung/unbezahlte Werbung

Kennst du das? Dein Kind ist so begeistert von einem Buch, dass es sich immer wieder die Bilder anschauen möchte. So erging es meiner Lütten mit „Lucias Leuchten“. Schon der Titel macht diesem Buch alle Ehre, denn das Cover leuchtet dem Betrachter in warmen, schimmernden Farben wie Gelb und Orange entgegen, die ein Gefühl von Geborgenheit vermitteln. Selbst die von Ian de Haes etwas dunkler illustrierten Seiten bewahren noch einen Hauch dieser warmen, tröstlichen Stimmung. Auch der Name des Buches aus der Reihe Carl-Auer Kids passt perfekt, bedeutet doch „Lucia“ nichts anderes als „die Leuchtende“ oder „das Licht“ – eine rundum stimmige Komposition des belgischen Autors und Illustrators.

Das Leuchten als Superkraft

Lucia, die Heldin dieses Bilderbuches, wird mit diesem besonderen Leuchten geboren. Sie liebt ihre Gabe und entwickelt früh Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein. Dann kommt der Tag, der alles verändert: der Tag ihrer Einschulung. Sie schlüpft in ihr schönstes Kleid und freut sich auf die anderen Kinder. Sie möchte ihnen zeigen, wie schön sie leuchtet. Doch die Mitschüler verunsichern sie, sie tuscheln, machen sich lustig über Lucia und reden ihr ein, dass ihr Leuchten allein doch keine Superkraft sei. Lucia fühlt sich unwohl. Das, worauf sie bisher so stolz war, empfindet sie nur noch als eine Bürde. In den folgenden Tagen tut sie alles, um ihr Leuchten zu verbergen. Sie zieht nur noch dunkle Kleidung an und möchte am liebsten unsichtbar sein. Sie, die sonst niemals Angst vor der Dunkelheit hatte, fürchtet sich auf einmal vor ihr.

Ein Leuchten gegen die Angst

Als Lucia ihre kleine Schwester im Nebenzimmer weinen hört, geht sie zu ihr. Das Leuchten ist fast erloschen. Doch der schwache Schein genügt, um ihre Schwester zu beruhigen. Dicht aneinander gekuschelt schlafen die beiden Mädchen ein. In dieser Nacht geschieht etwas Wundervolles, ja geradezu Magisches: Als die beiden Kinder am nächsten Morgen erwachen, merkt Lucia, dass sie nicht mehr die Einzige ist, die von innen heraus leuchtet. Auch ihre kleine Schwester glänzt und funkelt. Lucia kann ihr Leuchten mit anderen teilen, wie ein kostbares Geschenk. Hatten ihre Mitschüler unrecht? Ist sie am Ende doch eine Superheldin?

„Lucias Leuchten“, Carl-Auer Kids, Ian de Haes

Lucia als leuchtendes Beispiel

Lucia ist einzigartig und besonders – so wie jedes Kind auf dieser Erde einzigartig und besonders ist. An sich selbst zu glauben, erfordert Mut, besonders dann, wenn andere Menschen diesen Glauben mit ihren Worten und ihrem Handeln erschüttern. Ausgrenzung erfahren zu müssen, weil man nach Meinung anderer Menschen „anders“ ist, tut schrecklich weh. So muss Lucia um ihre Einzigartigkeit und ihr Selbstvertrauen regelrecht kämpfen. Doch wunderbarer Weise lässt sie sich ihr Leuchten nicht nehmen – und ihre Strahlkraft ist am Ende stärker als zuvor.

Unser Fazit:

Ein Bilderbuch-Leuchtfeuer für alle kleinen Superheldinnen und Superhelden da draußen!

Türchen Nr. 20 beim Kinderbuchblogger-Adventskalender

Ich freue mich sehr, dass ich im Rahmen des Kinderbuchblogger-Adventskalenders von Kinderbuchdetektive ein Exemplar dieses zauberhaften Buches verlosen darf und bedanke mich bei Carl-Auer Kids herzlich für das Rezensions- und Verlosungsexemplar.

Und so nimmst du an der Verlosung teil:

Hinterlasse mir auf dem Blog oder auf Instagram oder Facebook einen Kommentar und verrate mir, was dich zum Strahlen bringt.

Die Verlosung beginnt mit Veröffentlichung dieses Beitrags und dauert bis zum 21. Dezember, um 23 Uhr. Teilnehmen dürfen alle volljährigen Personen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Gewinner wird per Los ermittelt und unter den Posts bekannt gegeben. Eine Barauszahlung erfolgt nicht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Alle Angaben zum Veranstalter findest du in meinem Impressum. Deine Adresse wird lediglich für den Versand des Gewinns einmalig an den Verlag weitergegeben.

Für das 21. Türchen schaue rechtzeitig bei Kinderbuch-Fuchs vorbei. Viel Freude mit den verbleibenden Türchen des Kinderbuchblogger-Adventskalenders. Folge gerne dem Hashtag #kinderbuchadvent in den sozialen Medien, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Ganz viel Glück bei der Verlosung und eine schöne Weihnachtszeit.

Buch-Infos:

Lucias Leuchten
Du kannst das Buch über diesen Link bei genialokal bestellen und damit den lokalen Buchhandel unterstützen. Kaufst du das Buch über den Affiliate Link, erhalte ich eine kleine Provision. Meine Buchtipps sind jedoch frei von Einflussnahme durch Affiliate Partner.

Titel: Lucias Leuchten
Text und Illustrationen: Ian de Haes
Erschienen 2020 in der Reihe Carl-Auer Kids
gebunden, 36 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahren
Preis: 19,95 Euro
ISBN: 978-3968430102

Das kleine Virus Corona – Wie die Kinder geholfen haben es zu besiegen

„Das kleine Virus Corona – Wie die Kinder geholfen haben es zu besiegen“, Goldblatt Verlag, Fotos: Daniela Krause

//unbezahlte Werbung/Rezensionsexemplar//

Wie schön war es vorher, als sie sich noch ganz selbstverständlich mit ihren Freunden treffen konnten! Irgendwie war ihnen das früher gar nicht bewusst gewesen.“

Lieblingszitat aus „Das kleine Virus Corona – Wie die Kinder geholfen haben es zu besiegen“ von Marie Franz

Das Corona-Virus wird uns noch einige Zeit begleiten. Wie lange? Das weiß niemand so genau. Unsere Kinder sehen Menschen, die Masken tragen. Zum Teil tragen sie selbst welche, müssen sich noch häufiger als sonst die Hände waschen, Abstand zu anderen Leuten halten. In den vergangenen Monaten konnten sie ihre Großeltern wochenlang nur auf dem Bildschirm sehen und lange Zeit weder in den Kindergarten noch in die Schule gehen. Selbst die Spielplätze waren abgesperrt. Das wirft Fragen bei Ihnen auf. Ihre Unsicherheit ist für uns Eltern spürbar. In den Ferien erleben sie ein Stückchen Normalität, dürfen wieder ein bisschen unbeschwerter sein. Wie ist es nach den Ferien? Was passiert im Herbst und im Winter, wenn wir uns wieder vermehrt drinnen aufhalten? Das Corona-Virus ist immer noch da.

Die Autorin Marie Franz hat sich über das Virus und seine Auswirkungen viele Gedanken gemacht – und um die Kinder, die ihrer Meinung nach die Superhelden dieser „wahren Geschichte“ sind. Mit „Das kleine Virus Corona – Wie die Kinder geholfen haben es zu besiegen“ hat sie ein Buch geschrieben, „um Kindern zu zeigen, dass sie in schwierigen Situationen niemals machtlos sind“. Ihre Geschichte, die allen Kindern gewidmet ist, schenkt Zuversicht in einer schwierigen Zeit, die bei uns allen in irgendeiner Form zu Veränderungen geführt und Spuren hinterlassen hat. Und die, wie es scheint, noch lange nicht ausgestanden ist.

Einfühlsame Worte

„Das kleine Virus Corona – Wie die Kinder geholfen haben es zu besiegen“, Goldblatt Verlag, Illustration: Daniela Spoto

Die Geschichte beginnt wie ein Märchen: „Es war einmal eine sehr große und sehr wundervolle Welt.“ In einfühlsamen Worten, unterstützt durch schöne Illustrationen von Daniela Spoto, erklärt Marie Franz wie sich die Welt veränderte, als sich das kleine Virus Corona, das im Buch als kleines haariges Monster dargestellt wird, unter die Menschen mischte. Sie verschweigt nicht, dass die Menschen den Kampf gegen das Virus nicht immer für sich entscheiden konnten. Sie beschreibt die unterschiedlichen Wege, auf denen Familien in diesen Zeiten in Verbindung blieben und was sie alles versuchten, um sich vor einer Ansteckung zu schützen. Besonders berührt an dieser Geschichte hat uns der Blick auf das neue Miteinander: „Die Menschen merkten mehr und mehr, was ihnen wirklich wichtig war und wieviel sie einander bedeuteten“.

Viel Zeit zu Hause

Die Autorin geht verstärkt auf die Gefühlswelt der Menschen ein: Manche waren traurig und einsam, weil sie lange Zeit zu Hause bleiben mussten. Andere begriffen die Situation als Chance, um Neues auszuprobieren und viel über sich und ihr Leben nachzudenken. Im Mittelpunkt stehen für Marie Franz, selbst zweifache Mutter, jedoch ganz klar die Kinder. Sie wurden dank ihrer „Superkräfte“ wesentlich seltener krank. Außerdem – und hier wagt sie einen Blick in die Zukunft – trugen sie mit all den Einschränkungen, auf die sie sich einließen, mit dazu bei, dass das Virus wieder verschwand. Statt Angst und Unsicherheit bleibt am Ende ein hoffnungsvolles Bild: Die Kinder gehen als Superhelden gestärkt aus der Krise hervor – und dürfen ihre Großeltern endlich wieder fest an sich drücken.

Nachwort für die Eltern

„Das kleine Virus Corona – Wie die Kinder geholfen haben es zu besiegen“, Goldblatt Verlag,
Illustration: Daniela Spoto

Das Buch bietet einen guten Anknüpfungspunkt, um mit Kindern über Corona und Krisen-Zeiten im Allgemeinen zu sprechen. Als Unterstützung und Anregung finden Eltern ein Nachwort von der Diplom-Psychologin und Systemischen Psychotherapeutin Sylvia Kresse: Ein Schlüssel, den Kinder benötigen, um Krisensituationen seelisch bewältigen zu können, ist ihrer Auffassung nach der Glaube an sich selbst. Diesen kann man stärken, indem Kinder Erfolgserlebnisse für sich verbuchen und merken, dass sie durch ihr eigenes Tun, etwas erreichen. Stichwort Selbstwirksamkeit.

Ein weiterer interessanter Aspekt: Wir Eltern sollten unsere Gefühle vor unseren Kindern nicht unterdrücken. So lernen Kinder laut Sylvia Kresse, dass alle Emotionen gut und richtig sind und zum Leben dazu gehören. Statt in eine Schockstarre zu fallen, hilft es, gemeinsam aktiv zu überlegen, was man tun kann, um die Situation erträglicher zu gestalten.

Für jedes verkaufte Buch spendet der Verlag 50 Cent an die 22Stars-Foundation. Das ist eine Initiative, die in Uganda Kindern aus sehr armen Familien den Schulbesuch ermöglicht.

Unser Fazit:

Dieses Buch ist eine bleibende Erinnerung an eine sehr intensive Zeit und ein Mutmacher für die Zukunft.

Buch-Infos:

Das kleine Virus Corona – Wie die Kinder geholfen haben es zu besiegen 
Du kannst das Buch über diesen Link bei genialokal bestellen und damit den lokalen Buchhandel unterstützen. Kaufst du das Buch über den Affiliate Link, erhalte ich eine kleine Provision. Meine Buchtipps sind jedoch frei von Einflussnahme durch Affiliate Partner.

Autor: Marie Franz
Illustration: Daniela Spoto

Erschienen 2020 im Goldblattverlag
gebunden, 38 Seiten
Empfohlenes Lesealter: 4 bis 12 Jahre
Preis: 15,95 Euro
ISBN 978-3981837568

Ein Schweinebär im Schlafanzug

//unbezahlte Werbung/Rezensionsexemplar//

„Ein Schweinebär im Schlafanzug“, Andreas Langer und Katalin Eva Pop, Foto: Daniela Krause

Das Problem war Sascha selbst: Diesmal war er ein leibhaftiger Schweinebär! Mit rosa Rüssel, braunem Zottelfell, spitz zulaufenden Ohren, Tatzen und einem Buckel über den Schultern. An den alten Sascha erinnerte nur noch der blau-weiß gestreifte Schlafanzug, in dem er nach wie vor steckte.“

Lieblingszitat aus „Ein Schweinebär im Schlafanzug“ von Andreas Langer

„Du kleines Ferkel!“ – Ja, ich bekenne mich! Auch ich habe diese Worte schon zu meinen Kindern gesagt, wenn sie sich am Esstisch wie die kleinen Schweinchen am Trog verhalten haben. Und wie oft höre ich mich sagen: „Benutzt bitte die Gabel, nicht die Finger!“ Insofern war das Buch von Andreas Langer sowohl für mich als auch für meinen Großen (6) und die Lütte (fast 4) ein gefundenes Fressen. Denn das Buch „Ein Schweinebär im Schlafanzug“ dreht sich genau um dieses für Eltern und Kinder sehr leidige Thema.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Jule. Jule ist zehn Jahre alt und hat einen kleinen Bruder, Sascha. Obwohl dieser mit fast sieben Jahren schon zur Schule geht (und man von ihm in seinem Alter so etwas wie Disziplin am Esstisch erwarten dürfte), futtert er wie ein Schwein. Deshalb wird er von seinen Eltern – halb liebevoll, halb verzweifelt – „Schweinebär“ genannt. Denn egal, was es zu essen gibt, hinterher sieht es an und unter seinem Essplatz aus wie im Saustall. Seiner Schwester tut Sascha etwas leid. Auch wenn er sich beim Essen manchmal wirklich tollpatschig anstellt. Doch sicherlich haben weder sie noch ihre Eltern gewollt, dass sich Sascha eines Tages in einen echten „broinkenden“ Schweinebären (einen Mix aus Schwein und Bär) verwandelt (Kafka lässt grüßen).

Amüsantes Versteckspiel

Saschas Eltern schieben sich gegenseitig die Schuld an seiner Verwandlung in die Schuhe. Nur Jule bewahrt einen kühlen Kopf und schreitet zur Tat: So ein Schweinebär MUSS ja mal – zum einen etwas fressen, zum anderen ein Häufchen machen. Und dann sind da noch die neugierigen Nachbarn und der strenge Hausmeister, die bestimmt keinen Schweinebären im Haus dulden. Es beginnt ein amüsantes Versteckspiel. Jule hat alle Hände voll zu tun, um ihren Bruder vor Fallstricken zu bewahren und glaubhafte Ausreden für dessen Missgeschicke und Hinterlassenschaften zu finden. Geschickt werden die unangenehmen Gerüche in der Wohnung auf die „Verdauungsprobleme“ der Mutter geschoben, damit Herr Hartenstein, der Hausmeister, ja keinen Verdacht schöpft.

Für immer ein Schweinebär?

Trotz der turbulenten Ereignisse und dem riesen Tohuwabohu in der Wohnung gewöhnt sich die Familie an ihren tierischen Mitbewohner – bis die Polizei vor der Tür steht. Saschas Abstecher in die Schlammgrube auf der nahe gelegenen Baustelle ist natürlich nicht unbeobachtet geblieben. Als dann auch noch die zeternden Nachbarn in der Tür stehen, kapituliert die Familie. Die Eltern bekennen sich (endlich) zu ihrem Schweinebären – und wie durch Hexerei verwandelt sich dieser wieder in den „alten“ Sascha. Seine Eltern nennen ihn fortan nie wieder Schweinebär, obwohl er immer noch wie einer futtert.

Und die Moral?

Farbig an diesem Taschenbuch ist leider nur das Cover, welches die wichtigsten Protagonisten im Sessel sitzend vereint, uns allerdings nicht so vom Hocker gerissen hat. Hier hätten wir uns eine turbulentere Szene gewünscht. Das von Katalin Eva Pop mit Schwarz-Weiß-Zeichnungen illustrierte Büchlein transportiert mit seinem Ende eine wichtige Botschaft: Die Eltern haben gelernt, Sascha so anzunehmen, wie er i(s)st. Auch wenn das bedeutet, dass die Wohnung wie ein Schweinestall aussieht. Man hätte vielleicht einen Kompromiss finden können: Sascha hätte lernen können, beim Essen weniger „herumzuferkeln“. Doch genau so ein Ende oder gar eine Moral hatte der Autor wohl nicht im Sinn. Das unterstreicht dieser O-Ton von Saschas Mutter: „So sind Kinder nun einmal. Sauber und ordentlich können sie als Erwachsene noch lange genug sein.“ Da ist was dran, finden wir.

Passend zur Geschichte gibt es am Ende des Taschenbuches noch einige Mitmachseiten mit Rätseln. Auf der Internetseite von Andreas Langer kann man sich die Seiten in groß ausdrucken, Ausmalbild inklusive.

Unser Fazit:

Die Lektüre vom „Schweinebären im Schlafanzug“ hat bei uns für vergnügte Vorlesestunden gesorgt. Es lädt dazu ein, die Dinge nicht ganz so ernst zu nehmen. Und vor allem, andere Menschen so anzunehmen, wie sie sind. Darauf ein dreifaches: Broink!“

Buch-Infos:

Ein Schweinebär im Schlafanzug
Du kannst das Buch über diesen Link bei genialokal bestellen und damit den lokalen Buchhandel unterstützen. Kaufst du das Buch über den Affiliate Link, erhalte ich eine kleine Provision. Meine Buchtipps sind jedoch frei von Einflussnahme durch Affiliate Partner.

Autor: Andreas Langer
Zeichnungen von: Katalin Eva Pop

Erschienen 2019 im Selbstverlag
Taschenbuch, 108 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 5 Jahren
Preis: 6,95 Euro
ISBN 978-3749485161