Eine Giraffe im Haus

Giraffe im Haus
„Eine Giraffe im Haus“, J.P. Bachem Verlag, Foto: Daniela Krause

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Es gibt Bücher, bei denen hat man die ganze Zeit während des Lesens ein Grinsen im Gesicht. So erging es uns mit „Eine Giraffe im Haus“, eine herrlich schräge Geschichte, auf die man erstmal kommen muss. 

Das Buch im quadratischen Format ist in der Ich-Perspektive geschrieben. Ein Mädchen erzählt und spricht den Leser dabei direkt an. „Rate mal, was ich auf dem Jahrmarkt gewonnen habe! … Eine Giraffe!“, so der Einstieg in diese turbulente und vergnügliche Suche nach einem geeigneten Ort, an dem man diese Giraffe unterbringen kann. Eines ist ja klar: Mama und Papa werden von dem neuen Familienzuwachs nicht gerade begeistert sein. Zwar ist sie niedlich, aber eben auch verdammt groß und noch dazu extrem tollpatschig!

Fieberhaft überlegt die Kleine also, wo sie die Giraffe am besten verstecken sollte: Sie könnte zum Beispiel in den Schornstein passen, gäbe bestimmt eine tolle Rutsche ab, oder man könnte sie als Stehlampe im Wohnzimmer tarnen. Alles nicht so optimal, findet sie. Und die Badewanne ist vielleicht auch nicht die beste Idee… Sie kommt auf die verrücktesten Einfälle (die ich hier aber nicht alle verraten möchte), doch keiner scheint ihr für die Giraffe angemessen.

Schließlich muss sich das Mädchen eingestehen, dass bei so einem großen Haustier einfach kein Platz für alle anderen bleibt. Bliebe noch die letzte Idee: der Wald! Und hier muss sich die Giraffe, die inzwischen auch einen passenden Namen bekommen hat, tatsächlich nie wieder verstecken – es sei denn, sie hat Spaß daran. 

Die detailverliebten Zeichnungen anzusehen, ist das reinste Vergnügen. Immer wieder stößt man dabei auf überraschende Kleinigkeiten. Besonders gut hat uns gefallen, dass das Buch zwar erzählenden Text hat, die Geschichte aber insbesondere mit den humorvollen Illustrationen transportiert wird. Perfekt also zum Vorlesen und auch, um sie später selbst zu entdecken.

Unser Fazit:

Wir haben uns kringelig gelacht! Ganz hoher Spaßfaktor!

Klappentext:

Was machst du, wenn du auf dem Jahrmarkt eine Giraffe gewinnst? Verstecken! Doch das ist gar nicht so einfach, denn das große, tollpatschige Haustier passt nirgends hinein – nicht in den Kofferraum und erst recht nicht in die Hundehütte. Und im Haushalt ist die Giraffe auch keine große Hilfe. Also, was nun?

Buch-Infos:

Eine Giraffe im Haus
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Text: Michelle Robinson
Illustration: Claire Powell

Erschienen im J.P. Bachem Verlag
gebundenes Buch, 32 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 3 Jahren
ISBN: 978-3761633267
Preis: 14,95 Euro

Wo soll Timo schlafen?

Wo soll Timo schlafen1
„Wo soll Timo schlafen?“ von Maja Weber, Foto: Daniela Krause

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Der kleine Mäuserich Timo ist verzweifelt. Nach einem starken Regenguss ist seine Mäusehöhle zerstört. Alles ist pitschnass, die Möbel fortgespült. Wo soll Timo jetzt bloß schlafen? Ein Sonnenstrahl kitzelt sein Mäusenäschen und schenkt ihm neue Hoffnung. So macht er sich auf den Weg, um ein neues Zuhause zu finden. Doch das ist gar nicht so leicht. In ein Schneckenhaus passt er nicht hinein, die Dose ist zu scharfkantig, der durchsichtige Becher zu unsicher. Langsam wir es dunkler. Timo muss sich sputen, um vor Einbruch der Nacht einen Schlafplatz zu finden. Da entdeckt er einen auf der Wiese vergessenen Kinderschuh, in dem er schließlich geschützt die Nacht verbringt.

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Unser Lieblingsbild aus „Wo soll Timo schlafen?“ von Maja Weber, Foto: Daniela Krause

Am nächsten Morgen wird er durch ein Geräusch geweckt. Da weint doch jemand! Timo sieht nach und findet eine andere kleine Maus. Sie hat das gleiche Schicksal ereilt. Timo sagt: „Im Schuh gibt es Platz für zwei Mäuse.“ So ist Timo nicht mehr allein und baut sich mit Sami aus dem Schuh ein gemütliches Häuschen – mit Regenschirmdach.

Diese liebevoll illustrierte, warmherzige Mäuse-Geschichte ist gerade bei unserer Lütten sehr beliebt. Sie bestaunt beim Vorlesen die fantasievollen, zarten Kunstwerke von Maja Weber, die das Büchlein erdacht, geschrieben und bebildert hat. Von Station zu Station begleitet der Leser den Weg des kleinen Mäuserichs, der am Ende nicht nur ein neues Zuhause, sondern auch einen Freund findet.

Interessant zu wissen: Die Autorin Maja Weber hat viele Jahre als Kindergärtnerin gearbeitet. Mit ihrem Buch „Wo soll Timo schlafen?“ hat sie sich einen großen Wunsch erfüllt und ihr Erstlingswerk ihren Enkelkindern gewidmet.

Unser Fazit:

Ein wunderschön illustriertes Buch über Hoffnung, Mut und Freundschaft.

Klappentext:

Timo wohnt in seinem gemütlichen Mauseloch. Als der Regen sein Zuhause überschwemmt, muss er sich eine neue Wohnung suchen. Wo er am Schluss schläft und wie er sogar einen Freund findet, davon erzählt dieses Buch.

Buch-Infos:


Wo soll Timo schlafen?
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Text und Illustration: Maja Weber
Erschienen bei Books on Demand
gebundenes Buch, 40 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 3 Jahren
ISBN: 978-3748171164
Preis: 21,30 Euro oder 8,49 Euro als eBook

Hurra, ich bin ein Schulkind & Mein lustiges Tier-ABC

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„Hurra, ich bin ein Schulkind!“ und „Mein lustiges Tier-ABC“, Eulenspiegel Kinderbuchverlag, Fotos: Daniela Krause

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Irgendwann ist es soweit: Der Abschied vom Kindergarten ist da, und der Spross trägt mit stolzgeschwellter Brust die große Schultüte vor sich her. Die Einschulung ist für Eltern und Kinder gleichermaßen aufregend und ein ganz besonderer Moment. Bei uns ist es zum Glück noch ein Jahr hin, bis der Große in die Schule kommt. Dennoch darf ich dir mit Unterstützung des Eulenspiegel Kinderbuchverlages zwei schöne Büchlein zur Einschulung vorstellen.

„Hurra, ich bin ein Schulkind!“

Beginnen möchte ich mit dem Buch „Hurra, ich bin ein Schulkind! Mein Album zum Schulanfang 2019“. In dem Büchlein ist Platz für eine persönliche Widmung vorgesehen, so dass es als originelles Geschenk zum Schulanfang überreicht werden kann. Für die Schultüte ist es zwar zu groß. Dennoch ist das Buch eine tolle Erinnerung an den Start als ABC-Schütze.

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„Hurra, ich bin ein Schulkind!“, Eulenspiegel Kinderbuchverlag

Das Kind kann die farbenfroh gestalteten Seiten selbst ausfüllen, Bilder malen und Fotos einkleben, um diesen besonderen Tag für immer festzuhalten. Ähnlich wie in einem Freundebuch können auch einige interessante und lustige Fakten zum Zeitpunkt der Einschulung eingetragen werden: Wie groß bin ich und wie schwer? Was mache ich gerne? Was weniger? Welches Buch gefällt mir am besten? Welches ist mein Lieblingstier? usw.

Nicht fehlen dürfen natürlich die Angaben zur ersten Klasse, etwa der Name des Klassenlehrers und des Sitznachbarn sowie Infos zum Schulweg. Auch für den ersten Stundenplan ist Platz. Auf vier Seiten dürfen sich die Gäste der Einschulungsfeier mit ihren guten Wünschen verewigen und einige Seiten weiter können auch Bilder vom großen Tag und das erste Klassenfoto eingeklebt werden.

Was gehört in die Mappe (oder den Schulranzen)? Was war in der Schultüte drin? Welche Buchstaben und Zahlen kann ich schon schreiben? Hier kann sich das Kind künstlerisch austoben und so das Buch im Laufe des 1. Schuljahres ganz nach seinem Geschmack gestalten. Kleine Gedichte, ein Suchbild, ein Tier-Alphabet und viele Details aus der Feder von Illustratorin Katharina Knebel runden dieses schöne Album ab.

Unser Fazit:

Das Buch ist ein bunter, fröhlicher Begleiter durch das erste Schuljahr und eine schöne Erinnerung an den besonderen Tag der Einschulung.

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„Mein lustiges Tier-ABC“, Eulenspiegel Kinderbuchverlag

„Mein lustiges Tier-ABC“

Einige tierische Verse der Autorin Beate Hellbach finden sich auch in ähnlicher Form im roten Album „Hurra, ich bin ein Schulkind!“ wieder. Allerdings war beim lustigen Tier-ABC eine andere Illustratorin am Werk. Bebildert wurde es von Karoline Grunske. Von der Größe her passt dieses Büchlein hervorragend in die Schultüte, oder erfreut als Mitbringsel ein jüngeres Geschwisterkind.

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„Mein lustiges Tier-ABC“, Eulenspiegel Kinderbuchverlag

Pro Doppelseite wird jeder Buchstabe vorgestellt als Groß- und Kleinbuchstabe, in Verbindung mit einem Tier und einem einprägsamen lustigen Vers oder Spruch. Auf der rechten Seite ist Platz, um die Buchstaben selbst zu schreiben. Eingebaute Zungenbrecher und Wortspiele (Kennst du einen Neinguar?) machen das Büchlein zu einer kurzweiligen Lektüre.

Kleine Kostprobe?

Hier das Q:

„Die Qualle ist ein Nesseltier, drum brennt es, kommt sie nah zu dir.“

Und: Ich war überrascht. Die Autorin hat tatsächlich auch zum Buchstaben X ein Tier gefunden: Xenopus, ein Krallenfrosch aus Afrika! Darauf muss man erstmal kommen…

Unser Fazit:

Ein niedliches Tier-ABC mit Reimen und Sprüchen für Lese-Anfänger. Dank des kleinen Formats passt es perfekt in die Schultüte und animiert zum Schreiben lernen der einzelnen Buchstaben.

Buch-Infos:

Hurra, ich bin ein Schulkind!
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Illustrationen: Katharina Knebel
Eulenspiegel Kinderbuchverlag
Taschenbuch, 48 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 6 Jahren
ISBN: 978-3359013952
Preis: 12,99 Euro

Mein lustiges Tier-ABC
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Text: Beate Hellbach
Illustrationen: Karoline Grunske
Eulenspiegel Kinderbuchverlag
Taschenbuch, 64 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahren
ISBN: 978-3359017318
Preis: 5 Euro

Der Dachs hat heute schlechte Laune!

Dachs
„Der Dachs hat heute schlechte Laune!“, Nord Süd Verlag, Foto: Daniela Krause

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Der Dachs krabbelt morgens aus den Federn und hat schon eine ganz miese Laune. Zuerst denkt er, dass er so besser nicht das Haus verlassen sollte, besinnt sich dann jedoch wieder anders und stapft unter lautem Getöse aus seinem Bau. Auf seinem Weg begegnet er verschiedenen Waldbewohnern. Ungehobelt wie er sich benimmt, hat er es schon bald geschafft, alle Tiere mit seiner schlechten Laune anzustecken. Die Stimmung des Dachses hingegen hellt sich immer weiter auf.

Als er am Nachmittag einen Spaziergang macht, wundert er sich: Warum ist der Wald nur so leer? Wo sind denn alle hin? Als er den Waschbären fragen möchte, knallt ihm dieser eine unfreundliche Antwort an den Kopf. Und auch die anderen Tiere, die er trifft, sind nicht gut auf den Dachs zu sprechen. Niedergeschlagen macht er sich auf den Heimweg und denkt darüber nach, was er mit seinem Verhalten angerichtet hat.

Die Amsel kommt vorbeigeflattert und gemeinsam schmieden sie einen Plan: Der Dachs lädt mit ihrer Hilfe alle Tiere zu einem „Fest für schlecht gelaunte Tiere“ ein. In seiner Rede entschuldigt sich der Dachs für sein schlechtes Benehmen. Als Höhepunkt des Festes soll das Tier mit der schlechtesten Laune gefunden werden. Doch bei den Aufgaben, die der Dachs den Tieren stellt (etwa „wer am bösesten Gucken kann) werden die muffeligen Tiere schon bald wieder fröhlich. Und ausgerechnet der Dachs hat auf einmal die beste Laune von allen.

Unsere Emotionen und der Umgang mit ihnen sind das Schlüsselthema dieses von Amélie Jackowski wundervoll illustrierten Bilderbuches. Mit der Geschichte vom grantigen Dachs vermittelt uns Autor Moritz Petz: Mal schlechte Laune zu haben ist völlig normal und in Ordnung. Doch es nützt niemandem, wenn man diese an anderen auslässt oder sie gar auf andere überträgt.

Worte lösen beim Gegenüber immer eine Reaktion aus. Böse Worte können verunsichern, kränken und verletzen. Sie bewirken meist neben einer entsprechenden Gegenreaktion, dass sich der Andere zurückzieht und eine Kommunikation, die das Problem lösen könnte, nicht mehr stattfindet. Zumindest so lange nicht, bis einer von beiden wieder auf den anderen zugeht.

Die Amsel agiert in der Geschichte als Vermittler zwischen den beiden Parteien. Mit ihrer Hilfe überlegt der Dachs, was er tun kann, damit die anderen Tiere ihm verzeihen. Und seine kreative Idee, das „Schlechte-Laune-Fest“ kommt bei den anderen Waldbewohnern sehr gut an. So gut, dass am Ende wieder alles gut ist.

Wir hatten übrigens einen großen Spaß daran, den Wettstreit des „Schlechte-Laune-Festes“ selber nachzuspielen: Böse gucken, grummelig grüßen und gefährlich fauchen!

Unser Fazit:

Gefühle und der Umgang mit ihnen werden in diesem Bilderbuch liebevoll thematisiert. Gleichzeitig lädt die lebendig erzählte Geschichte dazu ein, gemeinsam zu überlegen, was man tun kann, damit die Gewitterwolke über dem Kopf schnell wieder verschwindet. Es ist eines unserer Lieblingsbücher geworden.

Klappentext:

Der Dachs hat furchtbar schlechte Laune. Alle Tiere, die ihm begegnen, knurrt er an. Das tut ihm gut und so hellt sich seine Stimmung auf. Aber nanu – mit einem Mal sind alle böse auf den Dachs. Da hat der Dachs einen rettenden Einfall…

Buch-Infos:

Der Dachs hat heute schlechte Laune!
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Text: Moritz Petz
Illustration: Amélie Jackowski
Nord Süd Verlag
gebundenes Buch, 32 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 3 Jahren 
ISBN: 978-3314101762
Preis: 9 Euro

Die kleine Elster Elsa – „Aber ich bin doch ein Krokodil!“

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Die kleine Elster Elsa – „Aber ich bin doch ein Krokodil!“, Edition Trunk, Fotos: Daniela Krause

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Elstern lieben alles was funkelt – da ist es kein Wunder, dass die kleine Elster Elsa es sich besonders gern an ihrem „Schatzsee“ gemütlich macht, wo die Sonnenstrahlen auf der Wasseroberfläche glitzern. Dort träumt sie sich weit fort, nach Afrika an den Nil. Denn eigentlich wäre Elsa viel lieber ein großes starkes Krokodil als eine kleine Elster.

Sie begegnet einem Flusspferd, das von einer Schar Mücken umschwirrt wird. Als Elsa sich voller Überzeugung als Riesenkrokodil vorstellt, prustet das Nilpferd vor Lachen los. Behutsam erklärt es Elsa dann, dass sie ein kleiner Vogel ist, beschreibt ihr aber auch, welche unbezahlbaren Vorteile damit verbunden sind.

Elsa merkt nach und nach, welche Vorzüge ihr Elster-Dasein hat und lernt sich selbst anzunehmen – so wie sie ist. Und genau so hat sie auch ihr Freund Viktor am liebsten, der ihre Tagträume mit einer kleinen Abkühlung beendet. Gemeinsam schwingen sie sich hoch in die Lüfte und genießen den Wind unter ihren Flügeln. Eine Erfahrung, die einem Riesenkrokodil wohl immer verwehrt bleiben wird.

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(c) Edition Trunk

Die Geschichte „“Die kleine Elster Elsa – “Aber ich bin doch ein Krokodil!“ von Hanna Trunk setzt sich mit den Themen Selbstliebe, Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen auseinander. Etwas, das Kinder sehr beschäftigt, vor allem, wenn sie dazu neigen, sich häufig mit anderen zu vergleichen und an sich selbst zu zweifeln. Elsa lernt, dass sie viel mehr kann, als sie sich zutraut. Und dass groß und stark zu sein gar nicht so wichtig ist.

Die humorvollen Illustrationen von Marion Schickert betonen wunderbar die Mimik und Gestik der Protagonisten. Gefühle werden gelungen transportiert. Die Emotionen des Flusspferdes werden darüber hinaus von der Mückenschar perfekt imitiert, was meine Kinder besonders witzig fanden.

Angemerkt sei an dieser Stelle noch, dass Hanna Trunk, selbst zweifache Mama, das Buch komplett in Eigenregie herausgebracht hat – „eine tolle Herausforderung, die viel Spaß gemacht und mich so einiges gelehrt hat“ so ihr Fazit.

Unser Fazit:

Du bist großartig, so wie du bist! Das ist die wichtige und Mut machende Botschaft dieses herzigen Kinderbuchs.

Klappentext:

Eine kleine Elster, wunderschön und charakterlich normalerweise eher frech und dreist. Aber Elsa wäre gerne größer und stärker! Wieso denkt Elsa plötzlich, sie sei ein Krokodil? Was macht sie überhaupt in Afrika? Und was hat das alles mit einem großen dicken Nilpferd zu tun?

Eine Geschichte über Selbstvertrauen, eigene Stärke und Freundschaft. Herrlich amüsant illustriert! Für alle Kleinen und Großen, die noch ihr eigenes „großes starkes ICH“ entdecken müssen.

Buch-Infos:

Die kleine Elster Elsa – „Aber ich bin doch ein Krokodil!“
Du kannst das Buch über diesen Link bei genialokal bestellen und damit den lokalen Buchhandel unterstützen. Kaufst du das Buch über den Affiliate Link, erhalte ich eine kleine Provision. Meine Buchtipps sind jedoch frei von Einflussnahme durch Affiliate Partner.

Text: Hanna Trunk
Illustration: Marion Schickert
Edition Trunk
gebunden, 32 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 3 Jahren
ISBN: 978-3961117130
Preis: 14,95 Euro

Die kleine Schnecke Willibald & Willibald ist krank – Doppelrezension und Interview

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„Die kleine Schnecke Willibald“ und „Willibald ist krank“, Hoffmann & Schwertfeger, Foto: Daniela Krause

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vor einiger Zeit hat Anja Hoffmann von Willibald & Co. mir ihr Erstlingswerk „Die kleine Schnecke Willibald“ zugeschickt. Ein mit viel Liebe von ihr in Reimform geschriebenes und ihrer Freundin Sandra Schwertfeger illustriertes Büchlein, das Anja zunächst „nur“ für ihre beiden Zwillingsmädchen geschrieben hatte. Das Büchlein kam dann aber bei Freunden und Familie so gut an, dass die beiden kreativen Köpfe eine GbR gründeten und es in den Druck gaben.

Inzwischen hat Willibald viele kleine und große Herzen erobert und krebskranken Kindern im Rahmen einer Spendenaktion ein Lächeln auf die Lippen gezaubert. Und: Es ist nicht bei einem Band geblieben. Jüngst ist die zweite Geschichte „Willibald ist krank“ erschienen. Passend zu den farbenfrohen Büchlein entwirft Sandra Anleitungen für süße Häkeltiere, um so nach und nach immer mehr Charaktere zum Leben zu erwecken.

In dieser Doppelrezension möchte ich euch beide Büchlein vorstellen:

„Die kleine Schnecke Willibald“

Die kleine Schnecke Willibald träumt eines Nachts von einem wunderschönen Baum. Als sie am nächsten Tag erwacht, macht sie sich auf den Weg, ohne so recht zu wissen, wohin ihre Schleimspur sie führen wird. Doch sie möchte unbedingt den Baum finden. Willibald begegnet einem Frosch-Chor, kriecht durch den Wald und wird bei einer Rast von einem Schauer überrascht – auf den ein prächtiger Regenbogen folgt. Da endlich erblickt die kleine Schnecke den Apfelbaum aus ihrem Traum. Doch Willibald ist nicht allein. Viele andere Tiere kommen aus ihren Behausungen, um den Neuankömmling willkommen zu heißen. Gemeinsam stellen sie ein Picknick auf die Beine. Sie feiern bis in die Nacht hinein – und Willibald ist glücklich, neue Freunde gewonnen zu haben.

„Willibald ist krank“

Als Willibald morgens aufwacht, hat er Kopfschmerzen, und die Nase läuft… Kein Zweifel, die Schnecke hat sich tüchtig erkältet. Sie kuschelt sich wieder unter die Bettdecke und schläft weiter. Aber nur kurz. Denn da klopft es, und Mäuschen Matilda steht vor der Tür – mit einem leckeren Frühstück. Wenig später wird Willibald erneut aus dem Schlaf gerissen. Auf der Wiese und im Wald hat es sich rasch herumgesprochen, dass Willibald krank ist. Und sie meinen es alle gut mit dem kleinen Schnecklein. Eule Elsa möchte ihn mit ihrem Lieblingsbuch aufmuntern. Doch Willibald ist viel zu müde. Auch Eichhörnchen Emma ist besorgt um ihren Freund. Und schließlich kommt endlich der Doktor vorbei, um ihn zu untersuchen. In der Nacht schläft Willibald schlecht, mal wird ihm heiß, mal wieder kalt. Doch mit Hilfe ihrer Freunde, wird die kleine Schnecke bald wieder gesund.

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Lieblingsbild meiner Kinder aus „Die kleine Schnecke Willibald“, Hoffmann & Schwertfeger, Foto: Daniela Krause

Beide Büchlein sind in lockerer Reimform geschrieben, was bei meiner kleinen „Jury“ sehr gut ankam. Es gelang beiden Kindern schnell, beim Vorlesen absichtlich von mir ausgelassene Wörter zu ergänzen. Die Illustrationen sind ein Hingucker und werden intensiv angeschaut. Nur die Seiten sind leider etwas anfällig für Knicke beim Umblättern. Zum Selber-Blättern würde ich sie daher ab etwa drei Jahren empfehlen. Der Einband (die Büchlein sind geheftet) ist etwas stabiler als die Seiten und in Glanzoptik gehalten.

Unser Fazit:

Die liebevollen Aquarell-Malereien machen die Büchlein einzigartig. Die Geschichten sind leicht verständlich und unterhaltsam geschrieben.

Klappentext:

„Die kleine Schnecke Willibald“

Die Geschichte erzählt von der kleinen Schnecke Willibald, die sich eines Tages auf die Reise macht und unterwegs Spannendes erlebt.

„Willibald ist krank“

Was ist denn nur mit Willibald los? Die kleine Schnecke fühlt sich gar nicht gut. Doch mithilfe seiner Freunde kommt Willibald bestimmt schnell wieder auf die Beine.

Zum Schluss freue ich mich sehr, dass ich Anja noch einige Fragen zu ihrem Buch-Projekt stellen durfte:

Fünf Fragen an die Autorin Anja Hoffmann

Was hat dich zu den Geschichten von Willibald inspiriert?

Ich habe die Geschichten von der kleinen Schnecke Willibald für meine Kinder geschrieben, da ich sehr gerne reime und meine Mädels richtige Bücherwürmer sind.

Jeden Tag entstehen neue Ideen und beide sind voller Begeisterung dabei und wahnsinnig neugierig welches Abenteuer die kleine Schnecke als nächstes erlebt.

Wie sind die Bilder dazu entstanden?

Meine Freundin Sandra Schwertfeger ist die Taufpatin von meinen Mädels und hat mit ganz viel Liebe die wunderschönen Bilder zu meinen Reimgeschichten gezaubert.

Wie würdet ihr euren Hauptprotagonisten in drei Worten beschreiben?

neugierig, abenteuerlustig, fröhlich

Für welches Alter sind die Büchlein gedacht?

Unsere Büchlein sind durch die einfache Reimform schon für die Kleinsten geeignet und werden auch von Schulkindern gerne gelesen.

Was plant ihr als nächstes?

In den nächsten Monaten sind noch mehrere Kreativmärkte und eine Lesung geplant. Außerdem wird natürlich weiter an neuen Ideen gearbeitet.

Buch-Infos:

Die kleine Schnecke Willibald
Willibald ist krank
Text: Anja Hoffmann
Illustration: Sandra Schwertfeger
Hoffmann & Schwertfeger GbR
Bilderbuch, 32 Seiten
ISBN: 978-3982008400 (Die kleine Schnecke Willibald)
ISBN: 978-3982008424 (Willibald ist krank)
Preis: je 5,99 Euro

Heimat ist da, wo das Herz zu Hause ist

Heimat
„Heimat ist da, wo das Herz zu Hause ist!“, 360 Grad Verlag, Foto: Daniela Krause

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Die kleine Maus hat genug von der großen, lauten Stadt. Sie sehnt sich nach etwas Ruhe und Erholung. Wie gut, dass sie eine Maus kennt, die auf dem Land lebt. Spontan schreibt sie der Landmaus einen Brief und schlägt ihr einen Wohnungstausch vor. Die Landmaus ist sofort Feuer und Flamme für diese Idee. Beide packen erwartungsvoll ihre Koffer und machen sich auf die Reise.

Die Natur auf dem Land gefällt der Stadtmaus sehr gut – wenn auch die Vögel ganz schön früh wach sind und ziemlichen Lärm machen… Ihr Unwissen über Beeren wird ihr fast zum Verhängnis, als sie sich mit knurrendem Magen auf Futtersuche begibt. Und als sie beschließt, einen Spaziergang zu machen, spielt das Wetter nicht mit.

Die Landmaus indes, fühlt sich regelrecht erschlagen vom hektischen und geräuschvollen Stadtleben. Auch sie tappt auf ihrer Suche nach Nahrung fast in eine Falle, und ihr Erkundungsgang durch die Stadt wird durch Katzen und Straßenverkehr zum gefährlichen Wagnis.

Als die Ferien zu Ende sind, freuen sich beide auf ihr gewohntes Umfeld und sind dankbar für das, was sie haben. Denn ihr Abenteuer hat ihnen gezeigt: Heimat ist da, wo das Herz zu Hause ist.

Dieses Buch ist uns in der Stadtbibliothek eher zufällig in die Hände gefallen. Die Geschichte wird in Reimen erzählt. Das Besondere sind aber die zarten Illustrationen, die vielen Details und kleine Fenster oder Ausschnitte, die mit dem Perspektivwechsel spielen. Mal sitzen Vögel zum Beispiel auf einem Baum in der Natur, blättert man um sind es die gleichen Vögel – nur dass sie auf einer Stromleitung hocken. Zum Finale erleben beide Mäuse an jeweils anderen Orten dieselbe magische Vollmond-Nacht.

Unser Fazit:

Manchmal muss man fortgehen, um das Glück zu finden. Und manchmal liegt es ganz unerwartet doch viel näher, als man denkt. Davon handelt dieses schöne Bilderbuch.

Klappentext:

Liebe dein Leben! Und das Leben liebt dich!

Zwei lustige Mäuse wollen verreisen. Die eine liebt die Stadt und zieht trotzdem aufs Land, die andere mag das Land und zieht in die Stadt. Werden sie glücklich?

Die klassische Fabel des altgriechischen Dichters Äsop „Die Stadtmaus und die Landmaus“ wird in diesem toll illustrierten Bilderbuch von der Bestsellerautorin Libby Walden neu erzählt.

Eine kleine Geschichte über das große Glück, das eigene Leben zu lieben und die Heimat zu schätzen.

Buch-Infos:

Heimat ist da, wo das Herz zu Hause ist!
Text: Libby Walden
Illustration: Richard Jones
Edition Tigerstern im 360 Grad Verlag
Bilderbuch, 28 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahren 
ISBN: 978-3961855070
Preis: 12,90 Euro