Der Weihnachtsbaum

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„Der Weihnachtsbaum“, Aladin Verlag, Foto: Daniela Krause

//unbezahlte Werbung/Buch selbst gekauft//

Dieses Buch erzählt die Geschichte einer kleinen Tanne, die viel zu schnell gepflanzt wurde, und sich deshalb nicht wie die anderen Bäume entwickeln konnte. Als Waldarbeiter die Bäume für den Weihnachtsmarkt schlagen, bleibt die krumme Tanne an einem der anderen Bäume hängen. Ein Händler schenkt das Bäumchen schließlich einem Jungen, weil es wohl sonst weggeworfen worden wäre. Der Junge nimmt es mit an den Fluss. Unterwegs findet er im Müll einen Karton, in den er die Tanne mit etwas Sand einpflanzt.

Auch der Junge selbst wohnt in einem Karton unter einer Eisenbahnbrücke. Als er von einem Passanten eine Münze bekommt, investiert er das Geld in Kerzen und Zündhölzer, um das Bäumchen zu schmücken. Schon bald versammeln sich immer mehr Menschen um den Baum, neben dem ein Straßenmusikant seine Lieder spielt. Eine wunderbar warme Stimmung macht sich breit. Der Junge erlebt Dank des Bäumchens ein wunderschönes Weihnachtsfest. Doch im Januar zieht er weiter und lässt das inzwischen schon sehr vertrocknete Gestrüpp zurück.

Ein Straßenfeger sammelt es ein. Weil er merkt, dass noch Leben in der Tanne ist, pflanzt er sie heimlich in den Park. Einige Jahre später ist aus dem kleinen, krummen Tännchen ein stolzer Baum geworden, an dem Menschen und Tiere ihre Freude haben.

„Der Weihnachtsbaum“ ist keine klassische Weihnachtsgeschichte. Sie tanzt vielmehr wohltuend aus der Reihe. Denn es ist nicht nur die Geschichte eines Bäumchens, das keiner haben will, das dann aber mit Hilfe eines kleinen Jungen über sich hinauswächst, sondern auch die Geschichte eines Jungen, der obdachlos ist und keine Familie hat – was dem Leser und Zuhörer erst nach und nach bewusst wird. Der Baum schenkt dem Kind einen kurzen Moment des Glücks und der Geborgenheit. Wie es dem Jungen nach dem Weihnachtsfest ergeht, lässt die Autorin offen.

Das Buch berührt und bleibt im Gedächtnis. Es lädt zum Innehalten ein und beleuchtet Weihnachten als Fest der Liebe und des Beisammenseins. Die leuchtenden, warmen Bilder vom Emily Sutton unterstreichen diese Botschaft.

Vielleicht bietet das Buch auch eine gute Gelegenheit, um mit dem Kind das erste Mal über Armut zu sprechen, weil es eben Menschen gibt, die Weihnachten nicht unter dem geschmückten Tannenbaum mit schönen Geschenken verbringen können. Gemeinsam könntet ihr überlegen, wie man diesen Menschen zum Fest eine Freude machen kann: Stichwort „Weihnachten im Schuhkarton“, „umgekehrter Adventskalender“ oder andere wohltätige Aktionen.

Unser Fazit:

Eine magische Geschichte, die auf den wahren Sinn von Weihnachten hinweist.

Klappentext:

Es ist schon spät am Heiligabend. Alle Weihnachtsbäume sind verkauft – bis auf eine kleine Tanne. „Wie mickerig ich doch bin“, denkt sie. Aber da kommt ein Junge in den Laden, den es überhaupt nicht stört, dass die Tanne nicht so groß und schlank gewachsen ist wie die anderen.

Buch-Infos:

Der Weihnachtsbaum
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Text: Delia Huddy
Illustration: Emily Sutton
Aladin Verlag
Kinderbuch, 28 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahren
ISBN: 978-3848901005
Preis: 14,90 Euro

Tomte Tummetott

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„Tomte Tummetott“, Oetinger Verlag, Foto: Daniela Krause

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Die geheimnisvolle Zeit vor Weihnachten ist für mich auch die Zeit, in der die alten Klassiker aus der Winter-Bücherkiste gekramt werden. Eines der Bücher, die wir immer wieder gerne hervorholen, ist „Tomte Tummetott“ von Astrid Lindgren mit den fantasievollen Bildern von Harald Wiberg, bei deren Betrachtung man fast meint, den  frisch gefallenen Schnee riechen zu können.

Erzählt wird die märchenhafte Geschichte des kleinen Wichtels Tomte Tummetott. Nachts, wenn alles schläft, wacht er auf dem Hof mitten im Wald über die Menschen und Tiere. Niemand hat ihn je zu Gesicht bekommen, doch morgens finden die Bewohner des alten Bauernhofes seine Fußstapfen im Schnee.

Der Wichtel besucht die einzelnen Tiere in ihren Stallungen und macht ihnen Mut, dass der Frühling nicht mehr weit weg ist, und dass Eis, Schnee und die große Kälte bald ein Ende haben werden. Auch zu den Eltern und Kindern schlüpft der Wichtel in die Schlafkammer und verweilt einen Moment, bevor er sich wieder davonschleicht und an warme, helle Tage denkt, bis der kalte, dunkle und lange Winter vorüber ist.

Unser Fazit:

Märchenhaft und stimmungsvoll – prima für kuschelige Vorlesestunden.

Klappentext:

Alle schlafen auf dem einsam gelegenen Bauernhof, alle außer einem: Tomte Tummetott. Wenn die Sterne am Himmel funkeln und der Schnee weiß leuchtet, schleicht er auf leisen Sohlen im Mondlicht umher, wacht über den Hof und die Menschen, schaut in Scheune und Stall, in Speicher und Schuppen hinein und vertröstet die Tiere auf den kommenden Frühling. Kein Mensch hat Tomte Tummetott je gesehen, aber alle wissen, dass es ihn gibt.

Eine warmherzig erzählte Bilderbuchgeschichte von Astrid Lindgren, die sich besonders gut zum Vorlesen eignet – nicht nur an langen Winterabenden.

Buch-Infos:

Tomte Tummetott
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Text: Astrid Lindgren (übersetzt aus dem Schwedischen von Silke von Hacht)
Illustration: Harald Wiberg
Oetinger Verlag
Bilderbuch, 32 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahren
ISBN: 978-3789161308
Preis: 13 Euro