Der kleine Regenwurm

„Der kleine Regenwurm“, edition buntehunde, Foto: Daniela Krause

Doch der kleine Regenwurm sagt nichts. Er lächelt nur und ist ganz einfach glücklich.

Lieblingszitat aus „Der kleine Regenwurm“ vom Helmut Hoehn und Peter Engel

unbezahlte Werbung/Rezensionsexemplar

Ein kleines, feines Bilderbuch aus dem Verlag edition buntehunde animierte meine Kinder dazu, nach dem Vorlesen zu Pinsel und Farben zu greifen und los zu malen. Das Büchlein heißt „Der kleine Regenwurm“. Es stammt aus der Feder von Helmut Hoehn, der die Geschichte erdacht hat und Peter Engel, der die farbenfrohen Illustrationen dazu geliefert hat. „Star“ des Buches ist ein kleiner Regenwurm, der von Maler Meister Giese in ein Wiesenbild gepinselt wurde. Der kleine Wurm entwickelt ein Eigenleben. Er fühlt sich ganz blass inmitten der bunten Blumen. Er möchte Meister Giese sein Leid klagen. Doch der scheint ihn weder zu sehen noch zu hören.

Lauter kleine Farbbadewannen

So schlüpft der Wurm aus dem Bild heraus und macht sich über die vielen Farbtöpfe des Malers her, die offen herumstehen. „Lauter kleine Farbbadewannen“ denkt der Wurm – schon taucht er in die grüne Farbe ein und kommt grasgrün aus dem Farbtopf wieder heraus. Erst möchte er so bleiben. Da leuchtet ihm das Gelb so strahlend entgegen, dass er nicht widerstehen kann. Auf Gelb folgt Blau, nach Blau kommt Violett, dann Rot… Er kann sich an den vielen schönen Farben gar nicht satt sehen. Am Ende kriecht er noch mal über alle Farbtöpfe hinweg und staunt über seine wunderbare Verwandlung in einen Regenbogenwurm. Die größten Augen macht jedoch Meister Giese, als er wiederkommt und sein Bild betrachtet, das auf einmal ganz anders aussieht als zuvor.

„Der kleine Regenwurm“, edition buntehunde, Foto: Daniela Krause

Vom Regen- zum Regenbogenwurm

Aus einem traurigen und unzufriedenen Regenwurm wird am Ende ein strahlender Regenbogenwurm. Warum? Weil der kleine Wurm den Mut hatte, sein Glück selbst in die Hand zu nehmen und die Welt der Farben für sich zu entdecken. Die wertvolle Botschaft: Sei selbst die Veränderung, die du dir wünschst. Du kannst außerdem mit deinem Kind über die Vielfalt der Farben sprechen und mit ihm überlegen, was es Rotes, Blaues, Gelbes und Violettes gibt. Auch für die Einleitung einer kreativen Stunde im Kindergarten oder in der Grundschule ist dieses Buch bestimmt eine schöne Idee.

Unser Fazit:

Das Würmchen im Farbenrausch versprüht Lebensfreude und Selbstbewusstsein. Es lädt dazu ein, selber den Pinsel zu schwingen und über die Bedeutung von Farben zu philosophieren.

Buch-Infos:

Der kleine Regenwurm
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Titel: Der kleine Regenwurm
Text: Helmut Hoehn
Illustrationen: Peter Engel
Erschienen bei edition buntehunde
gebunden, 27 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahren
Preis: 9,90 Euro
ISBN: 978-3934941717

Alfonso, das macht man nicht!

Buch-Titel: "Alfonso, das macht man nicht!"
„Alfonso, das macht man nicht!“, Daisy Hirst, Aladin Verlag, Foto: Daniela Krause

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Geschwister – sie können nicht ohne- und zeitweise nicht miteinander… Eben noch kuscheln sie auf dem Sofa, im nächsten Moment rangeln sie auf dem Fußboden und schnappen sich gegenseitig die Spielsachen weg. Ein Szenario, das jede Mama oder jeder Papa mit mehreren Kindern kennen dürfte. Und genau um dieses schöne Thema Geschwisterliebe und natürlich Streit und Versöhnung geht es in dem Bilderbuch „Alfonso, das macht man nicht!“ von Daisy Hirst.

Die Hauptfiguren sind Natalie und Alfonso, zwei liebenswert gezeichnete Geschwistermonster. Meistens verstehen sich die beiden richtig gut. Sie spielen zusammen, hecken Blödsinn aus und basteln mit Leidenschaft. Aber manchmal bekritzelt Alfonso Natalies Kunstwerke oder beißt sogar hinein. Als er auf Natalies Lieblingsbuch herumkaut, bringt er das Fass zum Überlaufen. Natalie ist stinksauer. Sie verzieht sich hinter den Sessel und malt ein Bild mit Alfonso in der Hauptrolle. Auf Natalies Zeichnung steht Alfonso ungeschützt in einem Erbsenregen, wilde Tiere stürzen sich auf ihn, und ein Sturm zieht auf. Als Alfonso seiner Schwester ein Versöhnungsangebot macht („Vielleicht können wir dein Buch mit Marmelade kleben?“) hört Natalie gar nicht zu und geht in die Badewanne. Während sie badet, hört sie auf einmal Geräusche, die sie stark an das erinnern, was sie vorher zu Papier gebracht hat. Besorgt steigt sie aus der Wanne und schaut nach ihrem kleinen Bruder. Ist ihre Zeichnung etwa Wirklichkeit geworden?

Am Ende ist alles wieder gut

Sie findet ihn im Wohnzimmer in einem riesigen Chaos sitzend. Alfonso erklärt ihr den wahren Ursprung der Geräusche (möchte ich hier nicht verraten) und dass er alles nur getan habe, um an das Klebeband zu kommen – um Natalies Buch zu reparieren. Er entschuldigt sich aufrichtig bei seiner Schwester. Natalie kann ihm eigentlich gar nicht mehr böse sein und entschuldigt sich ebenfalls, weil sie gemein zu ihm war. Da sagt Alfonso: „Ich hab dein Bild zu Ende gemalt.“ Natalie ist skeptisch. Was wird sie wohl erwarten? Wie wird sie auf die Zeichnung reagieren? Das „neue“ Bild zeigt Natalie und Alfonso, die auf den wilden Tieren durch den Erbsenregen reiten und gemeinsam vor dem Sturm fliehen. Natalie hält schützend einen Regenschirm über ihren kleinen Bruder. Das Bild gefällt Natalie so gut, dass beide zu den Stiften greifen und noch viele tolle Bilder malen – diesmal gemeinsam.

Aus dem Alltag gegriffen

Das Bilderbuch greift eine vertraute Alltagssituation auf. Gerade deshalb ist es bei meinen Kindern sehr beliebt. Der Zugang durch die zwei niedlichen Monster fällt leicht, und die frechen Illustrationen haben an so mancher Stelle für Schmunzler und Lacher gesorgt. Ich persönlich fühlte mich beim Titel als Mama etwas ertappt. Denn ein „das macht man nicht“ ist mir bei meinen Mäusen schon häufiger über die Lippen gerutscht… Eine spannende Frage ist, ob das Buch genauso gut funktionieren würde, wenn Natalie und Alfonso Menschen wären. Lass ich mal so dahingestellt.

Die beiden Geschwistermonster Natalie und Alfonso malen gemeinsam ein Bild.
„Alfonso, das macht man nicht!“, Daisy Hirst, Aladin Verlag

Die Szenen sind auf das Wesentliche reduziert, so dass sich das Buch zum Vorlesen auch schon für kleine Kinder eignet. Es ist allerdings kein Pappbilderbuch, sondern hat normale Seiten und kommt im großen quadratischen Format daher. Besonders entzückt waren die Lütte und der Große von den Bildern, die Alfonso und Natalie zusammen malen: Natalie und Alfonso auf dem Trampolin. Natalie und Alfonso im Heißluftballon (was bei der Kleinen den Wunsch auslöste, auch mal mit einem Heißluftballon zu fahren) und der Hit: Natalie und Alfonso löschen im Feuerwehrauto eine brennende Schnecke!

Unser Fazit:

Eine lustige Lektüre für kleine und große Geschwistermonster – mit ganz viel Herz!

Buch-Infos:

Das Buch ist aktuell nur noch gebraucht erhältlich. Im Jahr 2017 erschien die zweite Auflage. Englischer Originaltitel: „Alphonse, that is not okay to do!“

Text und Illustration: Daisy Hirst, aus dem Englischen von Sophie Birkenstädt
Aladin Verlag
Bilderbuch, 40 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 3 Jahren
Preis: 14,95 Euro
ISBN 978-3848901197

Der kleine Prinz

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„Der kleine Prinz“, Mixtvision, Fotos: Daniela Krause

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„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ Dieses Zitat stammt aus einem der bekanntesten Klassiker der Weltliteratur: „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry erschien erstmals im Jahr 1943. Im vergangenen Jahr haben sich Agnès de Lestrade und Valeria Docampo an die Nacherzählung dieser zeitlosen Geschichte gewagt.

Zugegeben, anfangs war ich kritisch: Eine neue Version eines Klassikers – und dann auch noch als Kinderbuch? Kann das funktionieren? Das Ergebnis hat mich dann doch mehr als positiv überrascht. Insbesondere waren wir verzaubert von den liebevollen Bildern, die ganz viel Interpretationsspielraum lassen.

Berührende Geschichte mit emotionalem Ende

Ich muss dazu sagen, dass ich das Original nicht in der deutschen Fassung gelesen habe, sondern in der Französischen im Schulunterricht. Doch schon damals berührte mich die Geschichte des kleinen Prinzen. Unvergessen geblieben ist das Bild von der Schlange mit dem Elefanten im Bauch, die für die Erwachsenen bloß aussieht wie ein unförmiger Hut. Diese Zeichnung findet sich in dem Bilderbuch gleich auf der ersten Seite wieder.

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„Der kleine Prinz“, Mixtvision

Die Geschichte wurde für die Nacherzählung gestrafft und umgeschrieben, so dass sie für Kinder zugänglich wird – wobei ich das Einstiegsalter ab drei Jahren persönlich etwas früh finde. Vielleicht mag das für die Bilder gelten, aber nicht für den Text. Dafür sind die Inhalte zu erklärungsbedürftig und zum Teil problematisch (z. B. Alkoholkonsum).

Nicht vergessen werden darf auch das emotionale Ende des Buches (der tödliche Biss der Schlange und das Verschwinden des Prinzen), das bei Kindern natürlich Fragen aufwirft und vielleicht Ängste auslösen kann. Auch wenn die letzte Reise des kleinen Prinzen durch die einfühlsamen Bilder harmloser und tröstlicher anmutet – hier ist bei den Erläuterungen durch die Eltern so oder so viel Fingerspitzengefühl gefordert. Ich würde das Buch zum Vorlesen daher eher ab etwa vier/fünf Jahren empfehlen. Je nachdem, ob man seinem Kind dann schon ernstere Themen zumuten kann und möchte.

Ein Prinz von einem anderen Stern

Der Inhalt des Buches ist dir sicher vertraut. Aber ich frische die Erinnerungen gerne noch einmal auf: „Als ich noch ein Kind war, wollte ich Maler werden.“ – So beginnt die Geschichte von dem Piloten, der eines Tages mit seinem Flugzeug in der Wüste notlandet und dort auf den kleinen Prinzen trifft, der ihn bittet ein Schaf für ihn zu zeichnen. Der kleine Prinz erzählt von seinem Planeten, seiner anspruchsvollen Rose, die er über alles liebt, und er berichtet von den vielen wundersamen Begegnungen auf seiner Reise: vom König ohne Untertanen; vom Eitlen, der immerzu bewundert werden will; von Einem, der trinkt, um zu vergessen; vom Geschäftsmann, für den nur Reichtum zählt; vom emsigen Laternenanzünder und vom Geografen, der den Prinzen an seine Rose erinnert.

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„Der kleine Prinz“, Mixtvision

Auf der Erde findet er noch mehr Rosen und freundet sich mit einem Fuchs an, der ihm sein Geheimnis anvertraut (siehe Zitat oben). Der Fuchs ist es auch, der ihm die wichtige Botschaft von Freundschaft und Verantwortung mit auf den Weg gibt. Als es dem Piloten Tage später endlich gelingt, sein Flugzeug zu reparieren, sieht er den Prinzen ins Gespräch mit einer Schlange vertieft. Diese bietet ihm einen Weg an, um auf seinen Planeten zurückzukehren. Von ihr gebissen, fällt der kleine Prinz lautlos in den Sand – am nächsten Morgen ist er verschwunden. Der Pilot ist sich sicher: Er ist wieder zurück auf seinem Stern.

Kindgerecht verpackte Gesellschaftskritik

Großflächig und mit allen Farben, die ein Malkasten hergibt, erzählen die traumhaften Illustrationen lebendig die Geschichte. Der Text ist in die gemalten Hintergründe eingebettet. Schlüsselwörter wurden durch eine größere Schrift hervorgehoben und können beim Vorlesen betont werden.

Kurz eingehen möchte ich auf die verschiedenen Wesen, die der kleine Prinz während seiner Reise trifft: Zunächst ist da der Pilot, der sein Vater sein könnte und der für den kleinen Prinzen eine ganz wichtige Rolle spielt, da die beiden Freundschaft miteinander schließen. Dann folgen die skurrilen Charaktere, die in ihrem Tun so voller Widersprüche sind und die Unsinnigkeit ihrer „Arbeit“ im Gespräch selbst entlarven. Diese werden als Tiere dargestellt: So hockt der König als Frosch auf seinem Thron, der Trinker wird als Äffchen mit einem Trichter auf dem Kopf gezeigt der Geschäftsmann als Erpel mit Krawatte. Einzig der Laternenanzünder weckt beim kleinen Prinzen eine positive Assoziation, weil er sich um etwas anderes kümmert als nur sich selbst. Gesellschaftskritik wurde hier so verpackt, dass auch Kinder sie verstehen können.

Unser Fazit:

Zeitlos erzählt, traumhaft bebildert und kindgerecht verpackt. Doch zum Vorlesen ab drei Jahren finden wir es noch zu früh.

Buch-Infos:

Der kleine Prinz
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Autorin: Agnès de Lestrade
Illustration: Valeria Docampo
Erschienen im Mixtvision Verlag
Bilderbuch, 56 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 3 Jahren (laut Verlag)
Preis: 15 Euro
ISBN 978-3958541412

Nur noch kurz die Ohren kraulen? – Die Hasenkind-Reihe

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Die Hasenkind-Reihe von Jörg Mühle, Moritz Verlag, Foto: Daniela Krause

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Mit dem ersten Buch dieser Reihe von Jörg Mühle entfachte ich bei meiner Lütten eine große Begeisterung für die Hasenkind-Bücher. Ich entdeckte „Nur noch kurz die Ohren kraulen?“ in der Buchhandlung und schenkte es ihr zusammen mit einem gehäkelten Hasen zum Geburtstag. Inzwischen ist sie drei Jahre alt, besitzt alle drei Bücher der Reihe und weiß auf jeder Seite genau, was von ihr erwartet wird. Die Büchlein leben vom Selbermachen und Ausprobieren, und das Kind lernt die Reihenfolge von bestimmten Ritualen kennen. So geht es im ersten Band darum, das Hasenkind ins Bett zu bringen: vom Schlafanzug anziehen (dazu muss das Kind nur in die Hände klatschen), über eine wohltuende Massage bis hin zum Gutenachtkuss und dem Löschen des Lichts. 

Fell waschen, trocken rubbeln, pusten

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Unser Lieblingsbild Aus „Badetag für Hasenkind“, Moritz Verlag.

Unser Favorit ist allerdings „Badetag für Hasenkind“. Hier wäre unsere Empfehlung an den Verlag vielleicht mal über ein wasserfestes Exemplar nachzudenken. Denn das Buch eignet sich super für das Bade-Ritual: Die Wanne ist schon gefüllt. Das Kind ruft nach Hasenkind und schwupps sitzt es drin. Nun beginnt die Prozedur, die jedes Kind kennt: „Haare“ waschen, Schaum abspülen, trocken rubbeln. Das Beste aber ist der Föhn: Der funktioniert nicht. So ein Pech! Stattdessen muss das Kind kräftig pusten, um Hasenkinds Fell trocken zu kriegen. Jedes Mal ein Highlight! Zum Schluss noch Creme – und fertig.

Hasenkind hat sich verletzt – da muss ein Pflaster her

Das dritte Buch „Tupfst du noch die Tränen ab?“ ist ein klassisches Tröste-Buch. Auch hier kann das Kind dem kleinen Hasen helfen. Hasenkind ist nämlich hingefallen und hat sich am Arm verletzt. Also erstmal vorsichtig pusten. Das tut gut. Aber die Wunde blutet auch. Also muss ein Pflaster drauf geklebt werden. Hier wäre es schön , wenn es tatsächlich ein Pflaster zum Anfassen in irgendeiner Form geben würde… Aber mit Fantasie ist auch das kein Problem. Und diese kurbeln die Hasenkind-Bücher mit ihren vielfältigen Aufgaben und der spielerischen Bewältigung von Alltagsproblemen so richtig an. Zudem sind die auf das Wesentliche konzentrierten Darstellungen der einzelnen Szenen ein Markenzeichen der Bücher.

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Illustration aus „Tupfst du noch die Tränen ab?“, Moritz Verlag, Foto: Daniela Krause

Der originelle Zauberspruch „Heile, heile Hasendreck, in hundert Jahren ist alles weg“ hat zwar nicht ganz die erhoffte Wirkung auf das „Aua“. Mit viel Liebe, Rückenstreicheln und einem Taschentuch zum Tränen trocknen und Nase putzen ist Hasenkind aber bald wieder auf den Beinen und bereit zu neuen Abenteuern. Anders als bei den anderen beiden Büchern der Reihe kommt in diesem Buch die Interaktion, wie ich finde, leider ein bisschen kurz. Dennoch gefällt das Buch meiner Tochter ebenfalls sehr gut.

Wir würden uns freuen, wenn die Reihe eine Fortsetzung bekommt.

Unser Fazit:

Die Hasenkind-Reihe lebt vom Mitmachen. Niedliche klare Bilder, kurze einprägsame Texte und viele Situationen aus dem Alltag des Kindes machen die Bücher zu wertvollen Begleitern durch die ersten Lebensjahre.

Klappentext:

  1. Es ist spät geworden und Hasenkind muss schlafen gehen. Hilfst du ihm dabei?
  2. Heut ist Badetag: Haare waschen, trocken föhnen. Hasenkind braucht dringend Hilfe!
  3. Hasenkind ist hingefallen. Das tut ziemlich weh! Kannst du es trösten?

Buch-Infos:

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Autor und Illustrator:  Jörg Mühle
Erschienen im Moritz Verlag
Pappbilderbücher, 22 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 2 Jahren
Preis: je 8,95 Euro
Nur noch kurz die Ohren kraulen? – ISBN 978-3895653001
Badetag für Hasenkind – ISBN 978-3895653155
Tupfst du noch die Tränen ab? – ISBN 978-3895653407

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„Vielleicht“, Adrian Verlag, Foto: Daniela Krause

//unbezahlte Werbung/Rezensionsexemplar//

Manchmal ist ein Buch wie ein Kunstwerk, vor dem man mit offenem Mund steht. „Vielleicht – eine Geschichte über die unendlich vielen Begabungen in jedem von uns“ von Kobi Yamada ist für uns genau so ein Buch. Schon das petrolfarbene Cover mit den schimmernden Schmuckelementen lädt zum Träumen ein. Auf jeder Seite beflügeln die märchenhaften Illustrationen von Gabriella Barouch die Fantasie von Kindern und Erwachsenen. Wir begleiten ein Kind (dessen Geschlecht nicht eindeutig definiert ist, und in dem sich Mädchen und Jungen gleichermaßen wiederfinden) und sein kleines Schwein auf einer wundersamen Entdeckungsreise, segeln in einer Walnussschale über den Ozean, greifen nach den Sternen, befreien Schmetterlinge aus ihren Käfigen…

Berührende Bilder

Die Bilder sind ausdrucksstark, berührend und einfach wunderschön. Noch in keinem Bilderbuch habe ich etwas Vergleichbares gesehen. Während kleinere Kinder sich das Buch vor allem über die Bilder erschließen werden (empfohlen wird es ab vier Jahren), sind wir Erwachsenen bei den größeren Kindern gefragt, um etwas zu philosophische Textabschnitte zu übersetzen und anhand von greifbaren Beispielen in den kindlichen Alltag zu übertragen. Hier stiftet „Vielleicht“ zu sehr faszinierenden Gesprächen an, und mit jedem Mal Lesen wird der Zugang leichter.

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„Vielleicht“, Adrian Verlag

Folge deinem Herzen

„Hast du dich jemals gefragt, warum du hier bist?“ stellt der Autor dem Leser gleich zu Beginn die Frage aller Fragen. Die Frage, auf die selbst wir Großen nicht auf Anhieb eine Antwort parat haben. Auf den folgenden Seiten zeigt er uns ein Meer an Möglichkeiten: Vielleicht wird mal ein Erfinder aus dir, ein Baumeister oder ein Künstler. Vielleicht wirst du anderen helfen, sie mit deiner Begeisterung anstecken und ihnen Mut machen. Vielleicht bist du dazu bestimmt, etwas Großes zu vollbringen. Reise, forsche, lerne, beobachte, erweitere deinen Horizont. Aber die wohl wichtigste Botschaft ist: Bleibe dir selbst treu! Oder, wie es Kobi Yamada formuliert: „Dein Leben gehört dir. Folge deinem Herzen und schaue, wohin es dich führt.“

Rückschläge gehören zum Leben

Gut finde ich, dass das Buch aber nicht nur die schönen Dinge im Leben anspricht, sondern auch die dunkleren Tage: Manches wird etwas mühevoll, manches sogar richtig schwer.  Du kannst hinfallen, dir wehtun, scheitern. Doch letztlich gehst du gestärkt aus solch einer Situation hervor und kannst dich der nächsten Herausforderung stellen. So vermittelt dieses Buch ein umfassendes positives Selbstwertgefühl: Du bist hier. Dich gibt es nur einmal. Du kannst etwas verändern. Eine schönere Liebeserklärung an das eigene Kind kann es nicht geben.

Unser Fazit:

Wie ein wunderschöner Traum, aus dem man nicht aufwachen möchte.

Klappentext:

Diese Geschichte möchte dir zeigen, wie viele Begabungen in dir schlummern. Lerne dich kennen, träume und lass dich von dir und dem Leben überraschen. Vielleicht, ja vielleicht, wirst du deine kühnsten Träume übertreffen.

Buch-Infos:

Vielleicht
Du kannst das Buch über diesen Link bei genialokal bestellen und damit den lokalen Buchhandel unterstützen. Kaufst du das Buch über den Affiliate Link, erhalte ich eine kleine Provision. Meine Buchtipps sind jedoch frei von Einflussnahme durch Affiliate Partner.

Autor: Kobi Yamada
Illustration: Gabriella Barouch
Erschienen im Adrian Verlag
gebundenes Buch, 44 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahren
ISBN: 978-3947188857
Preis: 12,95 Euro