Nur noch kurz die Ohren kraulen? – Die Hasenkind-Reihe

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Die Hasenkind-Reihe von Jörg Mühle, Moritz Verlag, Foto: Daniela Krause

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Mit dem ersten Buch dieser Reihe von Jörg Mühle entfachte ich bei meiner Lütten eine große Begeisterung für die Hasenkind-Bücher. Ich entdeckte „Nur noch kurz die Ohren kraulen?“ in der Buchhandlung und schenkte es ihr zusammen mit einem gehäkelten Hasen zum Geburtstag. Inzwischen ist sie drei Jahre alt, besitzt alle drei Bücher der Reihe und weiß auf jeder Seite genau, was von ihr erwartet wird. Die Büchlein leben vom Selbermachen und Ausprobieren, und das Kind lernt die Reihenfolge von bestimmten Ritualen kennen. So geht es im ersten Band darum, das Hasenkind ins Bett zu bringen: vom Schlafanzug anziehen (dazu muss das Kind nur in die Hände klatschen), über eine wohltuende Massage bis hin zum Gutenachtkuss und dem Löschen des Lichts. 

Fell waschen, trocken rubbeln, pusten

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Unser Lieblingsbild Aus „Badetag für Hasenkind“, Moritz Verlag.

Unser Favorit ist allerdings „Badetag für Hasenkind“. Hier wäre unsere Empfehlung an den Verlag vielleicht mal über ein wasserfestes Exemplar nachzudenken. Denn das Buch eignet sich super für das Bade-Ritual: Die Wanne ist schon gefüllt. Das Kind ruft nach Hasenkind und schwupps sitzt es drin. Nun beginnt die Prozedur, die jedes Kind kennt: „Haare“ waschen, Schaum abspülen, trocken rubbeln. Das Beste aber ist der Föhn: Der funktioniert nicht. So ein Pech! Stattdessen muss das Kind kräftig pusten, um Hasenkinds Fell trocken zu kriegen. Jedes Mal ein Highlight! Zum Schluss noch Creme – und fertig.

Hasenkind hat sich verletzt – da muss ein Pflaster her

Das dritte Buch „Tupfst du noch die Tränen ab?“ ist ein klassisches Tröste-Buch. Auch hier kann das Kind dem kleinen Hasen helfen. Hasenkind ist nämlich hingefallen und hat sich am Arm verletzt. Also erstmal vorsichtig pusten. Das tut gut. Aber die Wunde blutet auch. Also muss ein Pflaster drauf geklebt werden. Hier wäre es schön , wenn es tatsächlich ein Pflaster zum Anfassen in irgendeiner Form geben würde… Aber mit Fantasie ist auch das kein Problem. Und diese kurbeln die Hasenkind-Bücher mit ihren vielfältigen Aufgaben und der spielerischen Bewältigung von Alltagsproblemen so richtig an. Zudem sind die auf das Wesentliche konzentrierten Darstellungen der einzelnen Szenen ein Markenzeichen der Bücher.

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Illustration aus „Tupfst du noch die Tränen ab?“, Moritz Verlag, Foto: Daniela Krause

Der originelle Zauberspruch „Heile, heile Hasendreck, in hundert Jahren ist alles weg“ hat zwar nicht ganz die erhoffte Wirkung auf das „Aua“. Mit viel Liebe, Rückenstreicheln und einem Taschentuch zum Tränen trocknen und Nase putzen ist Hasenkind aber bald wieder auf den Beinen und bereit zu neuen Abenteuern. Anders als bei den anderen beiden Büchern der Reihe kommt in diesem Buch die Interaktion, wie ich finde, leider ein bisschen kurz. Dennoch gefällt das Buch meiner Tochter ebenfalls sehr gut.

Wir würden uns freuen, wenn die Reihe eine Fortsetzung bekommt.

Unser Fazit:

Die Hasenkind-Reihe lebt vom Mitmachen. Niedliche klare Bilder, kurze einprägsame Texte und viele Situationen aus dem Alltag des Kindes machen die Bücher zu wertvollen Begleitern durch die ersten Lebensjahre.

Klappentext:

  1. Es ist spät geworden und Hasenkind muss schlafen gehen. Hilfst du ihm dabei?
  2. Heut ist Badetag: Haare waschen, trocken föhnen. Hasenkind braucht dringend Hilfe!
  3. Hasenkind ist hingefallen. Das tut ziemlich weh! Kannst du es trösten?

Buch-Infos:

Du kannst die Bücher über die folgenden Links bei genialokal bestellen und damit den lokalen Buchhandel unterstützen. Kaufst du die Bücher über die Affiliate Links, erhalte ich eine kleine Provision. Meine Buchtipps sind jedoch frei von Einflussnahme durch Affiliate Partner.

Autor und Illustrator:  Jörg Mühle
Erschienen im Moritz Verlag
Pappbilderbücher, 22 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 2 Jahren
Preis: je 8,95 Euro
Nur noch kurz die Ohren kraulen? – ISBN 978-3895653001
Badetag für Hasenkind – ISBN 978-3895653155
Tupfst du noch die Tränen ab? – ISBN 978-3895653407

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Vielleicht

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„Vielleicht“, Adrian Verlag, Foto: Daniela Krause

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Manchmal ist ein Buch wie ein Kunstwerk, vor dem man mit offenem Mund steht. „Vielleicht – eine Geschichte über die unendlich vielen Begabungen in jedem von uns“ von Kobi Yamada ist für uns genau so ein Buch. Schon das petrolfarbene Cover mit den schimmernden Schmuckelementen lädt zum Träumen ein. Auf jeder Seite beflügeln die märchenhaften Illustrationen von Gabriella Barouch die Fantasie von Kindern und Erwachsenen. Wir begleiten ein Kind (dessen Geschlecht nicht eindeutig definiert ist, und in dem sich Mädchen und Jungen gleichermaßen wiederfinden) und sein kleines Schwein auf einer wundersamen Entdeckungsreise, segeln in einer Walnussschale über den Ozean, greifen nach den Sternen, befreien Schmetterlinge aus ihren Käfigen…

Berührende Bilder

Die Bilder sind ausdrucksstark, berührend und einfach wunderschön. Noch in keinem Bilderbuch habe ich etwas Vergleichbares gesehen. Während kleinere Kinder sich das Buch vor allem über die Bilder erschließen werden (empfohlen wird es ab vier Jahren), sind wir Erwachsenen bei den größeren Kindern gefragt, um etwas zu philosophische Textabschnitte zu übersetzen und anhand von greifbaren Beispielen in den kindlichen Alltag zu übertragen. Hier stiftet „Vielleicht“ zu sehr faszinierenden Gesprächen an, und mit jedem Mal Lesen wird der Zugang leichter.

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„Vielleicht“, Adrian Verlag

Folge deinem Herzen

„Hast du dich jemals gefragt, warum du hier bist?“ stellt der Autor dem Leser gleich zu Beginn die Frage aller Fragen. Die Frage, auf die selbst wir Großen nicht auf Anhieb eine Antwort parat haben. Auf den folgenden Seiten zeigt er uns ein Meer an Möglichkeiten: Vielleicht wird mal ein Erfinder aus dir, ein Baumeister oder ein Künstler. Vielleicht wirst du anderen helfen, sie mit deiner Begeisterung anstecken und ihnen Mut machen. Vielleicht bist du dazu bestimmt, etwas Großes zu vollbringen. Reise, forsche, lerne, beobachte, erweitere deinen Horizont. Aber die wohl wichtigste Botschaft ist: Bleibe dir selbst treu! Oder, wie es Kobi Yamada formuliert: „Dein Leben gehört dir. Folge deinem Herzen und schaue, wohin es dich führt.“

Rückschläge gehören zum Leben

Gut finde ich, dass das Buch aber nicht nur die schönen Dinge im Leben anspricht, sondern auch die dunkleren Tage: Manches wird etwas mühevoll, manches sogar richtig schwer.  Du kannst hinfallen, dir wehtun, scheitern. Doch letztlich gehst du gestärkt aus solch einer Situation hervor und kannst dich der nächsten Herausforderung stellen. So vermittelt dieses Buch ein umfassendes positives Selbstwertgefühl: Du bist hier. Dich gibt es nur einmal. Du kannst etwas verändern. Eine schönere Liebeserklärung an das eigene Kind kann es nicht geben.

Unser Fazit:

Wie ein wunderschöner Traum, aus dem man nicht aufwachen möchte.

Klappentext:

Diese Geschichte möchte dir zeigen, wie viele Begabungen in dir schlummern. Lerne dich kennen, träume und lass dich von dir und dem Leben überraschen. Vielleicht, ja vielleicht, wirst du deine kühnsten Träume übertreffen.

Buch-Infos:

Vielleicht
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Autor: Kobi Yamada
Illustration: Gabriella Barouch
Erschienen im Adrian Verlag
gebundenes Buch, 44 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahren
ISBN: 978-3947188857
Preis: 12,95 Euro

Eine Giraffe im Haus

Giraffe im Haus
„Eine Giraffe im Haus“, J.P. Bachem Verlag, Foto: Daniela Krause

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Es gibt Bücher, bei denen hat man die ganze Zeit während des Lesens ein Grinsen im Gesicht. So erging es uns mit „Eine Giraffe im Haus“, eine herrlich schräge Geschichte, auf die man erstmal kommen muss. 

Das Buch im quadratischen Format ist in der Ich-Perspektive geschrieben. Ein Mädchen erzählt und spricht den Leser dabei direkt an. „Rate mal, was ich auf dem Jahrmarkt gewonnen habe! … Eine Giraffe!“, so der Einstieg in diese turbulente und vergnügliche Suche nach einem geeigneten Ort, an dem man diese Giraffe unterbringen kann. Eines ist ja klar: Mama und Papa werden von dem neuen Familienzuwachs nicht gerade begeistert sein. Zwar ist sie niedlich, aber eben auch verdammt groß und noch dazu extrem tollpatschig!

Fieberhaft überlegt die Kleine also, wo sie die Giraffe am besten verstecken sollte: Sie könnte zum Beispiel in den Schornstein passen, gäbe bestimmt eine tolle Rutsche ab, oder man könnte sie als Stehlampe im Wohnzimmer tarnen. Alles nicht so optimal, findet sie. Und die Badewanne ist vielleicht auch nicht die beste Idee… Sie kommt auf die verrücktesten Einfälle (die ich hier aber nicht alle verraten möchte), doch keiner scheint ihr für die Giraffe angemessen.

Schließlich muss sich das Mädchen eingestehen, dass bei so einem großen Haustier einfach kein Platz für alle anderen bleibt. Bliebe noch die letzte Idee: der Wald! Und hier muss sich die Giraffe, die inzwischen auch einen passenden Namen bekommen hat, tatsächlich nie wieder verstecken – es sei denn, sie hat Spaß daran. 

Die detailverliebten Zeichnungen anzusehen, ist das reinste Vergnügen. Immer wieder stößt man dabei auf überraschende Kleinigkeiten. Besonders gut hat uns gefallen, dass das Buch zwar erzählenden Text hat, die Geschichte aber insbesondere mit den humorvollen Illustrationen transportiert wird. Perfekt also zum Vorlesen und auch, um sie später selbst zu entdecken.

Unser Fazit:

Wir haben uns kringelig gelacht! Ganz hoher Spaßfaktor!

Klappentext:

Was machst du, wenn du auf dem Jahrmarkt eine Giraffe gewinnst? Verstecken! Doch das ist gar nicht so einfach, denn das große, tollpatschige Haustier passt nirgends hinein – nicht in den Kofferraum und erst recht nicht in die Hundehütte. Und im Haushalt ist die Giraffe auch keine große Hilfe. Also, was nun?

Buch-Infos:

Eine Giraffe im Haus
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Text: Michelle Robinson
Illustration: Claire Powell

Erschienen im J.P. Bachem Verlag
gebundenes Buch, 32 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 3 Jahren
ISBN: 978-3761633267
Preis: 14,95 Euro

Vom Hut, der nicht zaubern wollte

Zauberhut
„Vom Hut, der nicht zaubern wollte“, Thienemann Verlag, Foto: Daniela Krause

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Johanna sitzt gerade am Schreibtisch und malt – da kommt ihr Vater mit einer „Überraschung“ um die Ecke. Etwas enttäuscht ist das kleine Mädchen schon, als sich die Überraschung als „oller Hut“ vom Sachensammler entpuppt. Doch ihr Papa sagt, der Hut habe einmal einem echten Zauberer gehört. Das klingt schon besser!

Johanna fragt sich, wie sie wohl einen Hasen aus dem Zylinder zaubern kann. Doch das Zauberwort dafür, meint Papa, müsse sie schon selbst herausfinden. Also macht sich Johanna auf die Suche danach und fragt ihre Mama, ihren großen Bruder Alexander, die Nachbarin, die Menschen auf der Straße… Einige machen den Spaß mit und überlegen sich einen Spruch, andere sagen Worte wie „Mumpitz!“, „Firlefanz!“ und „Humbug!“, die Johanna auch für Zaubersprüche hält. (Mehr Sprüche möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.) Aber so richtig überzeugend ist keiner von ihnen. 

Ratlos starrt sie auf den Hut, setzt ihn auf den Kopf – und befindet sich plötzlich in einer großen Manege. Sie schlüpft selbst in die Rolle der Zauberin. Als sie sich nach ihrer Vorstellung vor dem begeisterten Publikum verbeugt, fällt ihr der Hut vom Kopf, und ein weißer Hase hoppelt heraus.

Auf einmal ist sie wieder in ihrem Zimmer. Die Tür geht auf – und dort steht Papa, der verblüfft auf seine Tochter blickt, die einen Hasen im Arm hält.

Wir hatten an diesem Buch großen Spaß. Die vermeintlichen Zaubersprüche der Erwachsenen sorgten für Belustigung – sowohl bei den Kindern als auch bei mir. Die Geschichte ist humorvoll geschrieben und enthält viele Dialoge, die zum lebendigen Vorlesen in unterschiedlichen Stimmen einladen. Inhaltlich sehr gut gefallen hat uns, dass Johanna tatsächlich ganz allein mit ihrer kindlichen Fantasie das Geheimnis um den Zauberhut lüften kann. Sehr schön sind die vielen Details, welche die Kinder auf den Doppelseiten entdecken können.

Unser Fazit:

Ein zauberhaftes Vorlesevergnügen, das die kindliche Fantasie beflügelt und uns Erwachsene schon ein wenig alt aussehen lässt.

Klappentext:

Der geheimnisvolle alte Zylinder, den Papa mitgebracht hat, ist ein echter Zauberhut! Das behauptet jedenfalls Papa. Ob man damit auch einen weißen Hasen herbeizaubern kann? Johanna will es unbedingt herausfinden. Doch dazu braucht sie das richtige Zauberwort. Aber wen sie auch fragt, keiner weiß, wie es lautet. Nicht mal Ralf, der zu Hause einen Zauberkasten hat und sich auskennt. Aber dann, als Johanna schon aufgeben will, passiert etwas ganz Unglaubliches…

Buch-Infos:

Vom Hut, der nicht zaubern wollte
Text: Susan Niessen

Illustration: Antje Drescher
Thienemann Verlag
gebundenes Buch, 32 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahren 
ISBN: 978-3522458085
Preis: 11,90 Euro

Tschüss, kleines Muffelmonster!

Muffelmonster
„Tschüss, kleines Muffelmonster!“, Arena Verlag, Foto: Daniela Krause

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Moritz wacht von einem lauten Rumsen auf und glaubt zu träumen, als er ein kleines zerzaustes Wesen sieht, das mit voller Wucht gegen seinen Bettpfosten tritt. Das kleine Muffelmonster ist ebenfalls erstaunt, dass Moritz es sehen kann. Denn das verheißt nichts Gutes. Schließlich werden Muffelmonster nur sichtbar, wenn sie furchtbar schlechte Laune haben.

Moritz verspricht, dem Monster zu helfen, wieder gute Laune zu bekommen. Doch alle Vorschläge, die er ihm macht (beispielsweise auf dem Bett hopsen, Purzelbaum schlagen, Fell kraulen, ein Bilderbuch anschauen oder mit seinem Schmusetiger kuscheln und viele andere Ideen) missfallen dem Muffelmonster. „NEIN! NEIN! NEIN! NEIN!“ platzt es wütend aus ihm heraus.

Ratlos und enttäuscht verkriecht sich Moritz in seiner Kuschelecke. Das sieht das Muffelmonster und bekommt Mitleid. Nach und nach setzen sie gemeinsam alle Vorschläge von Moritz um. Mit der Zeit wird das Muffelmonster immer fröhlicher, übermütiger – und blasser – bis es sich am Ende ganz in Luft auflöst. Aber nicht ohne Moritz zu versichern, dass er es bald wiedersehen wird.

Die lebendig illustrierte Geschichte vom Muffelmonster ist aus dem Alltag der Kinder gegriffen – daher können sie sich hervorragend mit dem kleinen Monster und dessen Gefühlen identifizieren. Jeder hat doch mal muffelige Momente. Wie schön ist es da, wenn es jemanden gibt, der die dunklen Wolken wegpusten kann.

Unser Fazit:

Dieses Buch macht Spaß! Ganz nebenbei erfahren Kinder, wie es auf andere wirken kann, wenn sie selber mal kleine Muffelmonster sind.

Klappentext:

Tschüss, Muffelmonster!

Moritz staunt: Eines Morgens sitzt ein motzendes Muffelmonster in seinem Zimmer. Es ist schlecht gelaunt. MÄCHTIG schlecht gelaunt! Ganz klar, dass sich Moritz etwas Tolles ausdenken muss, um die schlechte Laune zu vertreiben – und das muffelige Monster am besten gleich mit! Mit vielen Tipps für gute Laune.

Buch-Infos:


Tschüss, kleines Muffelmonster!
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Text: Julia Boehme
Illustration: Franziska Harvey
Arena Verlag
Bilderbuch, 32 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 3 Jahren 
ISBN: 978-3401096063
Preis: 12,99 Euro

Zinnober in der grauen Stadt

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Maler Zinnober in der grauen Stadt, Ravensburger, Foto: Daniela Krause

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Maler Zinnober liebt die Farben, doch in seinen Farbtöpfen ist nur Grau und Schwarz. Denn er lebt in einer Stadt, in der Farben nicht erwünscht sind. Eines Tages streicht Zinnober das Haus von Herrn Brüll, dem Altwarenhändler – natürlich in Schwarz und Grau. Da hocken unter seiner Leiter die zwei Jungen Jonas und Paul, die mit bunter Kreide das Pflaster bemalen. Durch ein Missgeschick kippt Zinnober seinen Farbtopf um, und die graue Farbe fließt über die bunten Malereien. „Graumaler! Schwarzmaler!“, rufen die Kinder ihm wütend hinterher, als er nach getaner Arbeit nach Hause geht.

Dort fasst er einen Entschluss. Als alles schläft packt er sein Auto und fährt in die Stadt. Mit bunten Farben bemalt er einen ganzen Platz und versteckt sich, sobald der Tag anbricht. Aus seinem Versteck beobachtet er die Reaktionen der Menschen. Diese freuen sich über die bunten Malereien und bekommen gute Laune. Die beiden Kinder kommen dem „Buntmaler“ schließlich auf die Schliche und sind ganz überrascht, als sie Zinnober wiedererkennen. Gemeinsam schmieden sie einen Plan: Die ganze Stadt soll bunter werden! Bald merken die drei Farbrevolutionäre, dass sie mit diesem Wunsch nicht alleine dastehen. Und so wird aus dem grauen Ort nach und nach die farbenfrohe „Zinnoberstadt“.

Das Buch ist erstmals 1973 erschienen und wurde 2013 als Bilderbuch-Klassiker von Ravensburger neu aufgelegt. Bei den fantasievollen Illustrationen wurde kräftig in den Farbtopf gegriffen. So zeigen die Bilder eindrücklich die Verwandlung der Stadt. Außerdem wird sehr schön dargestellt, wie die gute Idee eines Einzelnen schließlich von Mensch zu Mensch wie eine Flamme weiter getragen wird und Leidenschaft und Begeisterung in anderen entfacht. Es erinnert mich an Guerilla-Gardening, denn durch das Werfen der „Samenbomben“ werden graue, triste Orte ja ebenfalls in bunte Hingucker verwandelt.

Unser Fazit:

Ein Hoch auf die Farben und die Fantasie! Dieses Buch lässt Kinder staunen.

Klappentext:

Der Maler Zinnober liebt Farben und alles Bunte. Aber er wohnt in einer grauen Stadt mit tristen Häusern, deren Bewohner ebenfalls grau und düster sind. Niemand möchte in bunten Häusern wohnen, alle Wände muss Zinnober dunkel anstreichen. Aber Zinnober will kein Graumaler mehr sein! Gemeinsam mit zwei Kindern beginnt er über Nacht die Straßen bunt anzumalen. Und siehe da: Die Menschen freuen sich über all die Farben, und die Stadt erwacht zu neuem Leben.

Buch-Infos:

Zinnober in der grauen Stadt
Text und Illustrationen: Margret Rettich
Ravensburger, Ravensburger Kinderklassiker
Kinderbuch, 32 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahren
ISBN: 978-3473446117
ehemals: 10 Euro, aktuell Buch-Rarität

Tomte Tummetott

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„Tomte Tummetott“, Oetinger Verlag, Foto: Daniela Krause

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Die geheimnisvolle Zeit vor Weihnachten ist für mich auch die Zeit, in der die alten Klassiker aus der Winter-Bücherkiste gekramt werden. Eines der Bücher, die wir immer wieder gerne hervorholen, ist „Tomte Tummetott“ von Astrid Lindgren mit den fantasievollen Bildern von Harald Wiberg, bei deren Betrachtung man fast meint, den  frisch gefallenen Schnee riechen zu können.

Erzählt wird die märchenhafte Geschichte des kleinen Wichtels Tomte Tummetott. Nachts, wenn alles schläft, wacht er auf dem Hof mitten im Wald über die Menschen und Tiere. Niemand hat ihn je zu Gesicht bekommen, doch morgens finden die Bewohner des alten Bauernhofes seine Fußstapfen im Schnee.

Der Wichtel besucht die einzelnen Tiere in ihren Stallungen und macht ihnen Mut, dass der Frühling nicht mehr weit weg ist, und dass Eis, Schnee und die große Kälte bald ein Ende haben werden. Auch zu den Eltern und Kindern schlüpft der Wichtel in die Schlafkammer und verweilt einen Moment, bevor er sich wieder davonschleicht und an warme, helle Tage denkt, bis der kalte, dunkle und lange Winter vorüber ist.

Unser Fazit:

Märchenhaft und stimmungsvoll – prima für kuschelige Vorlesestunden.

Klappentext:

Alle schlafen auf dem einsam gelegenen Bauernhof, alle außer einem: Tomte Tummetott. Wenn die Sterne am Himmel funkeln und der Schnee weiß leuchtet, schleicht er auf leisen Sohlen im Mondlicht umher, wacht über den Hof und die Menschen, schaut in Scheune und Stall, in Speicher und Schuppen hinein und vertröstet die Tiere auf den kommenden Frühling. Kein Mensch hat Tomte Tummetott je gesehen, aber alle wissen, dass es ihn gibt.

Eine warmherzig erzählte Bilderbuchgeschichte von Astrid Lindgren, die sich besonders gut zum Vorlesen eignet – nicht nur an langen Winterabenden.

Buch-Infos:

Tomte Tummetott
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Text: Astrid Lindgren (übersetzt aus dem Schwedischen von Silke von Hacht)
Illustration: Harald Wiberg
Oetinger Verlag
Bilderbuch, 32 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahren
ISBN: 978-3789161308
Preis: 13 Euro