Tomte Tummetott

20181120_065259.jpg
„Tomte Tummetott“, Oetinger Verlag, Foto: Daniela Krause

//unbezahlte Werbung/Buch selbst gekauft//

Die geheimnisvolle Zeit vor Weihnachten ist für mich auch die Zeit, in der die alten Klassiker aus der Winter-Bücherkiste gekramt werden. Eines der Bücher, die wir immer wieder gerne hervorholen, ist „Tomte Tummetott“ von Astrid Lindgren mit den fantasievollen Bildern von Harald Wiberg, bei deren Betrachtung man fast meint, den  frisch gefallenen Schnee riechen zu können.

Erzählt wird die märchenhafte Geschichte des kleinen Wichtels Tomte Tummetott. Nachts, wenn alles schläft, wacht er auf dem Hof mitten im Wald über die Menschen und Tiere. Niemand hat ihn je zu Gesicht bekommen, doch morgens finden die Bewohner des alten Bauernhofes seine Fußstapfen im Schnee.

Der Wichtel besucht die einzelnen Tiere in ihren Stallungen und macht ihnen Mut, dass der Frühling nicht mehr weit weg ist, und dass Eis, Schnee und die große Kälte bald ein Ende haben werden. Auch zu den Eltern und Kindern schlüpft der Wichtel in die Schlafkammer und verweilt einen Moment, bevor er sich wieder davonschleicht und an warme, helle Tage denkt, bis der kalte, dunkle und lange Winter vorüber ist.

Unser Fazit:

Märchenhaft und stimmungsvoll – prima für kuschelige Vorlesestunden.

Klappentext:

Alle schlafen auf dem einsam gelegenen Bauernhof, alle außer einem: Tomte Tummetott. Wenn die Sterne am Himmel funkeln und der Schnee weiß leuchtet, schleicht er auf leisen Sohlen im Mondlicht umher, wacht über den Hof und die Menschen, schaut in Scheune und Stall, in Speicher und Schuppen hinein und vertröstet die Tiere auf den kommenden Frühling. Kein Mensch hat Tomte Tummetott je gesehen, aber alle wissen, dass es ihn gibt.

Eine warmherzig erzählte Bilderbuchgeschichte von Astrid Lindgren, die sich besonders gut zum Vorlesen eignet – nicht nur an langen Winterabenden.

Buch-Infos:

Tomte Tummetott
Text: Astrid Lindgren (übersetzt aus dem Schwedischen von Silke von Hacht)
Illustration: Harald Wiberg
Oetinger Verlag
Bilderbuch, 32 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahren
ISBN: 978-3789161308
Preis: 13 Euro

Advertisements

Gute Nacht, Gorilla

Gute Nacht Gorilla
„Gute Nacht, Gorilla“, Moritz Verlag. Foto: Daniela Krause

//unbezahlte Werbung/Buch privat geschenkt bekommen//

Ein paar Sprechblasen mit Gute-Nacht-Wünschen – mehr Text findest du in diesem Buch nicht. Und das ist genau so gewollt. Denn in „Gute Nacht, Gorilla“ bist DU der Erzähler und begleitest dein Kind durch die von Peggy Rathmann liebevoll bunt illustrierten, Pappseiten.

Held der Geschichte ist ein kleiner Gorilla, der den Schalk im Nacken hat: Jeden Abend macht der Zoowärter einen Rundgang durch den Zoo und guckt nach, ob bei den Tieren alles in Ordnung ist. Zuerst schaut er beim Gorilla vorbei und sagt ihm „Gute Nacht“. Doch kaum dreht der Zoowärter ihm den Rücken zu, stibitzt der Gorilla den Schlüsselbund und macht sich am Käfig zu schaffen. Schwupps, ist er frei – und mit ihm eine kleine Maus, über die noch eine eigene kleine Geschichte erzählt werden kann.

Auf Zehenspitzen schleicht der Gorilla dem Zoowärter nach. Dieser schaut inzwischen beim Elefanten nach dem Rechten und sagt: „Gute Nacht“ Kaum hat er sich umgedreht – schwupps, ist auch der Elefant befreit. Als nächstes wird der Löwenkäfig aufgeschlossen, und wenig später klettern auch die Giraffe und die Hyäne aus ihren Gehegen.

Als der Zoowärter beim Gürteltier ankommt, hat sich hinter ihm schon eine beachtliche Schlange gebildet: Gorilla, Elefant, Löwe, Hyäne, Giraffe und Maus warten geduldig, bis ihr „Chef“ auch dem Gürteltier eine „Gute Nacht“ gewünscht hat. Dann trotten sie im Gänsemarsch hinter dem Zoowärter her – am Schluss das Gürteltier, das der Gorilla natürlich ebenfalls befreit hat.

Unbemerkt verfolgen die Tiere den Zoowärter bis nach Hause und schlüpfen ins Haus. Die Giraffe muss sich bücken, damit sie sich nicht den Kopf stößt. Die Tiere schleichen bis ins Schlafzimmer und machen es sich um das Bett herum gemütlich, in dem schon die Frau des Zoowärters nichtsahnend schlummert.

Als ihr Mann (und der Gorilla) ins Bett schlüpfen, wird sie kurz wach und wünscht ihrem Mann „Gute Nacht, mein Schatz“ und löscht das Licht. Doch plötzlich hört sie von allen Seiten ein „Gute Nacht“ in den verschiedenen Tierstimmen und schreckt hoch. Als sie das Licht anknipst, entdeckt sie den Gorilla und alle anderen Tiere. Kurzentschlossen nimmt sie den kleinen Ausreißer an die Hand und macht sich mit den Tieren im Schlepptau und im Nachthemd auf den Weg zum Zoo. Sie bringt alle Tiere wieder in ihre Gehege und macht sich auf den Heimweg. Dabei bemerkt sie aber nicht den Gorilla, der schon wieder den Schlüsselbund stibitzt hat…

Als die Frau endlich wieder zu ihrem Mann ins Bett steigen kann, kuscheln sich Gorilla und Maus heimlich zwischen die beiden und schlafen ein.

Kinder entdecken in dieser besonderen Gutenachtgeschichte immer wieder neue Details, die sie auch aus ihrem Alltag kennen. So haben die Zootiere zum Beispiel persönliche Gegenstände in ihren Gehegen wie Bilderbuch, Kuscheltier, Schnuller oder Trinkflasche. Die Eltern fühlen sich vielleicht daran erinnert, wie gerne Kinder das Zubettgehen durch allerlei Tricks hinauszögern. Und zum Schluss ist da das schöne Gefühl, wenn man sich zu den Eltern ins Bett kuscheln und geborgen einschlafen kann.

Ich kann das Buch schon ab einem früheren Alter als zwei Jahren empfehlen, da die Seiten nicht überladen sind und das Kind alles gut erkennen kann. Ganz nebenbei lernen die Kleinsten mit diesem Buch die ersten Tiernamen und die Worte: „Gute Nacht“, die immer wiederholt werden. Wir haben uns beim Lesen sehr amüsiert. Die Kinder fiebern richtig mit, wenn der Gorilla das nächste Tier aus seiner Gefangenschaft befreit.

Unser Fazit:

Ein zauberhaftes Einschlaf-Bilderbuch zum selber Entdecken und Erzählen.

Klappentext:

Gibt es nicht.

Buch-Infos:

Gute Nacht, Gorilla
Text und Illustration: Peggy Rathmann
Moritz Verlag
Pappbilderbuch, 32 Seiten
Empfohlenes Lesealter: 24 Monate und älter
ISBN: 9783895651779
Preis: 12 Euro