Ella & Emil

Bildnachweise: Ella & Emil, Omnino Verlag, Yvonne Lacina-Blaha und Maria Ainedter, Fotos: Daniela Krause

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Ein Hase, ein Eichhörnchen – beide verbindet eine tiefe Freundschaft und eine Brücke, die sie überqueren müssen, um sich gegenseitig zu besuchen. Doch die Brücke ist kaputt, „unüberhüpfbar“ für beide, und der Fluss birgt Gefahren. Also müssen sich Eichhörnchendame Ella und Hase Emil etwas einfallen lassen, wie sie sich die Zeit bis zum Wiedersehen vertreiben können. Wie lange müssen sie wohl warten?

Der Immerputzmunter-Hase

Hase Emil schreibt eine Liste, was er alles mit Ella erleben möchte: malen, schaukeln, ein Buch lesen… Und ganz wichtig: Viel miteinander lachen. Dann ist da ja noch diese Sache mit dem Schlaf. Um all die schönen Dinge mit seiner Freundin unternehmen zu können, muss er ausgeruht sein. Doch Emil ist ein „Immerputzmunter-Hase“ und irgendwie so gar nicht müde. Als ihm dennoch endlich die Augen zufallen, wird er mit einem schönen Traum belohnt. Dort ist er mit Ella zusammen.

Das Versäumnix-Eichhörnchen

Indes, auf der anderen Seite des Flusses, macht sich Ella ebenfalls Gedanken. Sie hat große Sehnsucht nach Emil. Um nicht untätig zu sein, beschließt sie, ihren Koffer zu packen. Zwei Wochen sollen vergehen, bis die Brücke wieder heile ist. Eine lange Zeit. Aber bis eine Eichhörnchendame alles beisammen hat, dauert es ja auch etwas länger. Danach ist sie sehr müde, aber weil sie ein Versäumnix-Eichhörnchen ist, hat sie auch Angst, etwas Wichtiges zu verpassen. Verflixt. Gar nicht so einfach, die Sache mit dem Schlaf. Mit Nüsse-Zählen klappt es schließlich doch. Im Traum ist Emil an ihrer Seite. Ausgeschlafen sind sie also beide. Nur: Wann werden sie sich wiedersehen?

Warmherzige Geschichte zum Einschlafen

Kommt dir der Inhalt dieser Geschichte bekannt vor? So oder ähnlich haben du und dein Kind bestimmt den Corona-Lockdown erlebt. Ihr habt euch viele Gedanken gemacht, wie man die Zeit geschickt überbrücken kann, und was man alles machen kann, wenn man endlich wieder mit den Liebsten zusammen ist. Autorin Yvonne Lacina-Blaha und Illustratorin Maria Ainedter haben in der Krise diese warmherzige Geschichte geschrieben und mit zarten Bildern illustriert. Im Mittelpunkt steht die Freundschaft der beiden Waldtiere, die Geduld, die sie aufbringen müssen und die heilsame Kraft des Schlafes. Denn im Schlaf beziehungsweise Traum sind Ella und Emil wieder vereint. Träume machen eben alles möglich.

Unser Fazit:

Ein wunderbares Einschlaf-Buch über Freundschaft, Sehnsucht und Träume, die alle Grenzen überwinden.

Buch-Infos:

Ella & Emil
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Titel: Ella & Emil – Das müde Versäumnix-Eichhörnchen, der Immerputzmunter-Hase und die diese Sache mit dem Schlaf
Text: Yvonne Lacina-Blaha
Illustrationen: Maria Ainedter
Erschienen 2020 im Omnino Verlag
gebunden, 36 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 3 Jahren
Preis: 14 Euro
ISBN 978-3958941380

Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der nicht einschlafen konnte

Siebenschläfer
„Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der nicht einschlafen konnte“, Thienemann Verlag, Foto: Daniela Krause

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„Aber Mama, ich bin doch noch gar nicht müde…“ Solche oder ähnliche Sätze kennst du als Mama oder Papa bestimmt auch, wenn es für den Nachwuchs an der Zeit ist, ins Bett zu gehen. Auch der kleine Siebenschläfer kann nicht einschlafen. Für ihn ist dieses Problem aber wirklich gravierend, denn es geht um seinen Winterschlaf. Sieben Monate soll er schlummern, hat aber keine Idee, wie er das schaffen soll. Und seine Mama sagt: „Ein Siebenschläfer, der nicht schlafen kann, ist kein richtiger Siebenschläfer.“ Sie gibt ihm den Tipp, an etwas Schönes zu denken. Doch so richtig klappt das nicht. Er kommt einfach nicht zur Ruhe.

So lässt sich der kleine Siebenschläfer von den anderen Waldtieren inspirieren: Der Fuchs zählt mit ihm Schäfchen, die Nachtigall trillert ein Gute-Nacht-Lied, die Schnecke schleimt mit ihm um den Block, die Eule erzählt eine (viel zu spannende) Geschichte und die Fledermaus rät ihm zur Über-Kopf-Schlafposition (die mit der Drehung des Buches nachempfunden wird) – mit dem Ergebnis, dass alle anderen Tiere einschlafen, nur nicht der kleine Siebenschläfer. Auch das „Knuddelwuddelpuschelwuschelknuffeltier“ (was für ein Zungenbrecher!) des großen Bären führt nicht zum Erfolg.

Da denkt sich der kleine Siebenschläfer: Wenn alle schlafen, merkt ja keiner, dass ich noch wach bin. Während die anderen Tiere also tief und fest schlummern, malt er sich aus, was er in den kommenden sieben Monaten alles Tolles machen kann – und schläft dann schließlich darüber ein.

Bei uns ist dieses ansprechend gestaltete Pappbilderbuch der Dauerbrenner unter den Gute-Nacht-Geschichten. Vielleicht, weil es die Problematik des Nicht-Einschlafen-Könnens mit einem Augenzwinkern beschreibt und die einzelnen Tiere von Kerstin Schoene sehr naturgetreu gezeichnet sind.

Tipp: Man kann die Geschichte auch mit ein paar strategisch gezielten Gähnern „würzen“, um die Botschaft des Buches zu unterstreichen. 😉

Unser Fazit:

Wunderbar bebildert, liebevoll erzählt, und vielleicht ist ja DER Tipp dabei, wenn das Kind mal wieder „überhaupt nicht müde“ ist…

Klappentext:

Alle machen sich bereit für den Winterschlaf, nur der kleine Siebenschläfer ist kein bisschen müde. Aber ein Siebenschläfer, der nicht schlafen kann, das ist doch kein richtiger Siebenschläfer! Die Tiere aus dem Wald kommen vorbei, um ihm zu helfen – und werden dabei selbst müder und müder… Doch der kleine Siebenschläfer ist immer noch hellwach. Eine Gute-Nacht-Geschichte für alle, die nicht einschlafen können.

Buch-Infos:

Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der nicht einschlafen konnte
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Text: Sabine Bohlmann
Illustration: Kerstin Schöne
Thienemann Verlag
Pappbilderbuch, 32 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahren (bei uns schon ab 2 1/2 sehr beliebt)
ISBN: 978-3522437868
Preis: 13 Euro

Nori geht schlafen

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„Nori geht schlafen“, michael neugebauer edition, Foto: Daniela Krause

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Nori ist ein kleines schwarzweißes Katzenjunges, das dein Kind in diesem Buch beim Zubettgehen begleitet. Zuerst zieht Nori seinen Schlafanzug an. Er räumt seine Spielsachen auf und geht nochmal auf die Toilette. Weil er viel Süßes gefuttert hat, darf er das Zähneputzen nicht vergessen. Dann schlüpft er mit seinem Kuschelkätzchen unter die Bettdecke und wartet auf das schöne Finale: den Gutenachtkuss von seiner Mama.

Das besondere an diesem Buch sind die großen Klappen, die auch schon die Kleinsten problemlos bedienen können. Auf jeder Seite wird eine einfache Frage gestellt oder ein Satz durch den Leser oder das Kind vervollständigt. Bei der Frage „Was zieht Nori an?“ kann das Kind zum Beispiel selbst überlegen, welche Kleidung sich wohl am besten für Nori zum Schlafengehen eignet. Unter der Klappe ist dann Nori mit seinem roten Pyjama zu sehen. Oder was wohl passiert, wenn Nori den ganzen Tag viel getrunken hat? Er muss nochmal auf die Toilette gehen…

Uns gefallen die klaren bunten Formen, Abbildungen und die Klappen sehr gut. Die Kinder entdecken in diesem Buch viele Gegenstände aus ihrem täglichen Umfeld wieder. Etwas verwirrend finde ich lediglich die Reihenfolge des Zubettgehrituals. Wir räumen zum Beispiel zuerst auf, bevor wir ins Badezimmer gehen. Das Waschen hätte man vielleicht auch noch als zusätzliche Seite mit einbauen können. Außerdem futtert Nori fast nur Süßes… Aber das sind Dinge, die uns nicht allzu sehr gestört haben.

Unser Fazit:

Niedliches Buch über das Zubettgehen. Nicht zu lang, auf das Wesentliche reduziert, und somit schon für kleinere Kinder geeignet.

Klappentext:

Nori geht schlafen. Aber vorher hat er, wie alle Kinder, noch viel zu tun… Ein liebevolles Bilderbuch für die Kleinsten zum Erkennen, Benennen und Entdecken. Kinder lieben es, ihren Alltag in Büchern wiederzufinden. Und so ganz nebenbei werden Sprache und Wortschatz gefördert… Viel Spaß!

Buch-Infos:

Nori geht schlafen
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Text: Brigitte Weninger
Illustrationen: Yusuke Yonezu
minedition michael neugebauer edition
Pappbilderbuch, 14 Seiten
Empfohlenes Lesealter: 24 Monate und älter
ISBN: 9783865661029
Preis: 9,95 Euro

Gute Nacht, Gorilla

Gute Nacht Gorilla
„Gute Nacht, Gorilla“, Moritz Verlag. Foto: Daniela Krause

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Ein paar Sprechblasen mit Gute-Nacht-Wünschen – mehr Text findest du in diesem Buch nicht. Und das ist genau so gewollt. Denn in „Gute Nacht, Gorilla“ bist DU der Erzähler und begleitest dein Kind durch die von Peggy Rathmann liebevoll bunt illustrierten, Pappseiten.

Held der Geschichte ist ein kleiner Gorilla, der den Schalk im Nacken hat: Jeden Abend macht der Zoowärter einen Rundgang durch den Zoo und guckt nach, ob bei den Tieren alles in Ordnung ist. Zuerst schaut er beim Gorilla vorbei und sagt ihm „Gute Nacht“. Doch kaum dreht der Zoowärter ihm den Rücken zu, stibitzt der Gorilla den Schlüsselbund und macht sich am Käfig zu schaffen. Schwupps, ist er frei – und mit ihm eine kleine Maus, über die noch eine eigene kleine Geschichte erzählt werden kann.

Auf Zehenspitzen schleicht der Gorilla dem Zoowärter nach. Dieser schaut inzwischen beim Elefanten nach dem Rechten und sagt: „Gute Nacht“ Kaum hat er sich umgedreht – schwupps, ist auch der Elefant befreit. Als nächstes wird der Löwenkäfig aufgeschlossen, und wenig später klettern auch die Giraffe und die Hyäne aus ihren Gehegen.

Als der Zoowärter beim Gürteltier ankommt, hat sich hinter ihm schon eine beachtliche Schlange gebildet: Gorilla, Elefant, Löwe, Hyäne, Giraffe und Maus warten geduldig, bis ihr „Chef“ auch dem Gürteltier eine „Gute Nacht“ gewünscht hat. Dann trotten sie im Gänsemarsch hinter dem Zoowärter her – am Schluss das Gürteltier, das der Gorilla natürlich ebenfalls befreit hat.

Unbemerkt verfolgen die Tiere den Zoowärter bis nach Hause und schlüpfen ins Haus. Die Giraffe muss sich bücken, damit sie sich nicht den Kopf stößt. Die Tiere schleichen bis ins Schlafzimmer und machen es sich um das Bett herum gemütlich, in dem schon die Frau des Zoowärters nichtsahnend schlummert.

Als ihr Mann (und der Gorilla) ins Bett schlüpfen, wird sie kurz wach und wünscht ihrem Mann „Gute Nacht, mein Schatz“ und löscht das Licht. Doch plötzlich hört sie von allen Seiten ein „Gute Nacht“ in den verschiedenen Tierstimmen und schreckt hoch. Als sie das Licht anknipst, entdeckt sie den Gorilla und alle anderen Tiere. Kurzentschlossen nimmt sie den kleinen Ausreißer an die Hand und macht sich mit den Tieren im Schlepptau und im Nachthemd auf den Weg zum Zoo. Sie bringt alle Tiere wieder in ihre Gehege und macht sich auf den Heimweg. Dabei bemerkt sie aber nicht den Gorilla, der schon wieder den Schlüsselbund stibitzt hat…

Als die Frau endlich wieder zu ihrem Mann ins Bett steigen kann, kuscheln sich Gorilla und Maus heimlich zwischen die beiden und schlafen ein.

Kinder entdecken in dieser besonderen Gutenachtgeschichte immer wieder neue Details, die sie auch aus ihrem Alltag kennen. So haben die Zootiere zum Beispiel persönliche Gegenstände in ihren Gehegen wie Bilderbuch, Kuscheltier, Schnuller oder Trinkflasche. Die Eltern fühlen sich vielleicht daran erinnert, wie gerne Kinder das Zubettgehen durch allerlei Tricks hinauszögern. Und zum Schluss ist da das schöne Gefühl, wenn man sich zu den Eltern ins Bett kuscheln und geborgen einschlafen kann.

Ich kann das Buch schon ab einem früheren Alter als zwei Jahren empfehlen, da die Seiten nicht überladen sind und das Kind alles gut erkennen kann. Ganz nebenbei lernen die Kleinsten mit diesem Buch die ersten Tiernamen und die Worte: „Gute Nacht“, die immer wiederholt werden. Wir haben uns beim Lesen sehr amüsiert. Die Kinder fiebern richtig mit, wenn der Gorilla das nächste Tier aus seiner Gefangenschaft befreit.

Unser Fazit:

Ein zauberhaftes Einschlaf-Bilderbuch zum selber Entdecken und Erzählen.

Klappentext:

Gibt es nicht.

Buch-Infos:


Gute Nacht, Gorilla!
Du kannst das Buch über diesen Link bei genialokal bestellen und damit den lokalen Buchhandel unterstützen. Kaufst du das Buch über den Affiliate Link, erhalte ich eine kleine Provision. Meine Buchtipps sind jedoch frei von Einflussnahme durch Affiliate Partner.

Text und Illustration: Peggy Rathmann
Moritz Verlag
Pappbilderbuch, 32 Seiten
Empfohlenes Lesealter: 24 Monate und älter
ISBN: 9783895651779
Preis: 12 Euro