Mirella Manusch – Hilfe, mein Kater kann sprechen!

„Mirella Manusch – Hilfe, mein Kater kann sprechen!“, Schneiderbuch Verlag, Foto: Daniela Krause

Holy Moly!

Lieblingszitat aus „Mirella Manusch – Hilfe, mein Kater kann sprechen!“

unbezahlte Werbung/Rezensionsexemplar

Mirella Manusch ist ein neunjähriges Mädchen, mit schwarzen Haaren, pinker Strähne und einer außergewöhnlichen Gabe: Sie kann mit Tieren sprechen; das merkt sie, als sie eines Abends ihren Kater Langstrumpf versteht, der sich über sein Halsband, das zu laute Glöckchen und seinen Namen beschwert („Langstrumpf! Das ist doch kein Name, das ist ein Zustand.“). Und es geschehen noch mehr merkwürdige Dinge: In Mirellas Mund wächst ein ungewöhnlich spitzer Eckzahn. Zu allem Überfluss weihen sie ihre Mutter und Tante Elly („Holy Moly!“) in ein Geheimnis ein: Mirella ist ein Vampir – so wie einst ihre Urgroßmutter. Nach Sonnenuntergang kann sie sich in eine Fledermaus verwandeln und umherflattern. Das darf aber niemand erfahren! Schon gar nicht ihr Vater, der ebenso wie ihre Mutter ein Mensch ist und als Tierarzt in einem Zoo arbeitet. So beginnt ein lustiges Versteckspiel…

Mit freundlichen Grüßen von einer Tierschützerin

Dank ihrer Gabe und ihrer großen Neugier erfährt Mirella von den Sorgen und Nöten der Tiere im Zoo: von der Zwergflusspferddame Mila, die nicht genügend Milch für ihr Baby hat sowie von Giraffendame Gerda, die vor Liebeskummer krank geworden ist. Doch wie soll sie das ihrem Vater verklickern, ohne dass dieser sie für verrückt erklärt? Mit anonymen Tierschützer-Briefen versucht sie ihn auf die richtige Fährte zu locken. Kein einfaches Unterfangen, zumal sich ihr Papa nicht sicher ist, ob sich nicht einfach jemand einen dummen Scherz erlaubt. Ihr Kater, der inzwischen Sir Lancelot heißt, kann bei „Flederellas“ abenteuerlichen Ausflügen als ihr Beschützer kaum Schritt halten. Das sollte er aber besser, denn im Dunkeln lauern auf Fledermäuse so einige Gefahren.

Schneiderbuch Verlag

Bekanntschaft mit Blödboy

Dann flattert ein geheimnisvoller Fledermausjunge in Mirellas Leben. Batboy, den sie heimlich Blödboy nennt, weil er mitunter so nervig ist. Und da ist ihre beste Freundin Klara, die sie immer noch nicht in ihr Geheimnis eingeweiht hat. Wird Klara sie auch dann noch mögen, wenn sie von der Vampirsache erfährt? Kann Mirella es schaffen, den Tieren im Zoo mit ihren außergewöhnlichen Fähigkeiten zu helfen? Und warum möchte Batboy Mirella nicht seine wahre Identität offenbaren?

Neugierig auf das nächste Abenteuer

Am Ende des Buches war der Große etwas enttäuscht, aber nicht von der Geschichte. „Warum muss ein Buch eigentlich immer dann aufhören, wenn es am spannendsten ist?“, fragte er mich. „Um den Leser zu fesseln und neugierig auf das nächste Abenteuer zu machen“, antwortete ich. Und das ist dem Tochter-Mutter-Duo Christin-Marie Below und Anne Barns (ein Pseudonym der Autorin Andrea Russo) mit diesem Buch wirklich hervorragend gelungen. Es ist lustig, locker-flockig, manchmal ein bisschen flapsig, an den richtigen Stellen dynamisch-spannend geschrieben. Die perfekte Mischung für gute Unterhaltung und pures Lesevergnügen – sowohl für Tier- als auch Vampirfreunde.

Ein stimmiges Gesamtbild

Die in Schwarz-Weiß gehaltenen Illustrationen von Anastasia Braun, vereinzelt schwarzen Innenseiten und das Hingucker-Cover mit der über Kopf hängenden Mirella und dem Pink glitzernden Namenszug ergeben ein stimmiges Gesamtbild. Dem Medienmagazin Heldenstücke haben die beiden übrigens ein Interview zu der neuen Kinderbuchserie „Mirella Manusch“ gegeben und verraten, was die kleine Vampirheldin ihrer Geschichte für sie besonders macht. Aus unserer Sicht die Tatsache, dass Mirella kein Blut trinkt, wie es Vampiren stets unterstellt wird. Sie möchte niemandem Angst einjagen, sondern vielmehr ihre Eigenarten nutzen, um andere zu unterstützen. Das macht sie zu einer sehr sympathischen Kinderbuchfigur, mit der sich jeder gerne identifiziert.

Unser Fazit:

Spannend, frech, witzig – Mirella und ihren Begleiter Lancelot muss man einfach mögen.

Buch-Infos:

Mirella Manusch – Hilfe, mein Kater kann sprechen!
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Titel: Mirella Manusch – Hilfe, mein Kater kann sprechen!
Text: Christin-Marie Below und Anne Barns
Illustrationen: Anastasia Braun
Erschienen 2020 im Schneiderbuch Verlag
gebunden, 176 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 8 Jahren
Preis: 12 Euro
ISBN: 978-3505143960

Nur noch kurz die Ohren kraulen? – Die Hasenkind-Reihe

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Die Hasenkind-Reihe von Jörg Mühle, Moritz Verlag, Foto: Daniela Krause

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Mit dem ersten Buch dieser Reihe von Jörg Mühle entfachte ich bei meiner Lütten eine große Begeisterung für die Hasenkind-Bücher. Ich entdeckte „Nur noch kurz die Ohren kraulen?“ in der Buchhandlung und schenkte es ihr zusammen mit einem gehäkelten Hasen zum Geburtstag. Inzwischen ist sie drei Jahre alt, besitzt alle drei Bücher der Reihe und weiß auf jeder Seite genau, was von ihr erwartet wird. Die Büchlein leben vom Selbermachen und Ausprobieren, und das Kind lernt die Reihenfolge von bestimmten Ritualen kennen. So geht es im ersten Band darum, das Hasenkind ins Bett zu bringen: vom Schlafanzug anziehen (dazu muss das Kind nur in die Hände klatschen), über eine wohltuende Massage bis hin zum Gutenachtkuss und dem Löschen des Lichts. 

Fell waschen, trocken rubbeln, pusten

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Unser Lieblingsbild Aus „Badetag für Hasenkind“, Moritz Verlag.

Unser Favorit ist allerdings „Badetag für Hasenkind“. Hier wäre unsere Empfehlung an den Verlag vielleicht mal über ein wasserfestes Exemplar nachzudenken. Denn das Buch eignet sich super für das Bade-Ritual: Die Wanne ist schon gefüllt. Das Kind ruft nach Hasenkind und schwupps sitzt es drin. Nun beginnt die Prozedur, die jedes Kind kennt: „Haare“ waschen, Schaum abspülen, trocken rubbeln. Das Beste aber ist der Föhn: Der funktioniert nicht. So ein Pech! Stattdessen muss das Kind kräftig pusten, um Hasenkinds Fell trocken zu kriegen. Jedes Mal ein Highlight! Zum Schluss noch Creme – und fertig.

Hasenkind hat sich verletzt – da muss ein Pflaster her

Das dritte Buch „Tupfst du noch die Tränen ab?“ ist ein klassisches Tröste-Buch. Auch hier kann das Kind dem kleinen Hasen helfen. Hasenkind ist nämlich hingefallen und hat sich am Arm verletzt. Also erstmal vorsichtig pusten. Das tut gut. Aber die Wunde blutet auch. Also muss ein Pflaster drauf geklebt werden. Hier wäre es schön , wenn es tatsächlich ein Pflaster zum Anfassen in irgendeiner Form geben würde… Aber mit Fantasie ist auch das kein Problem. Und diese kurbeln die Hasenkind-Bücher mit ihren vielfältigen Aufgaben und der spielerischen Bewältigung von Alltagsproblemen so richtig an. Zudem sind die auf das Wesentliche konzentrierten Darstellungen der einzelnen Szenen ein Markenzeichen der Bücher.

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Illustration aus „Tupfst du noch die Tränen ab?“, Moritz Verlag, Foto: Daniela Krause

Der originelle Zauberspruch „Heile, heile Hasendreck, in hundert Jahren ist alles weg“ hat zwar nicht ganz die erhoffte Wirkung auf das „Aua“. Mit viel Liebe, Rückenstreicheln und einem Taschentuch zum Tränen trocknen und Nase putzen ist Hasenkind aber bald wieder auf den Beinen und bereit zu neuen Abenteuern. Anders als bei den anderen beiden Büchern der Reihe kommt in diesem Buch die Interaktion, wie ich finde, leider ein bisschen kurz. Dennoch gefällt das Buch meiner Tochter ebenfalls sehr gut.

Wir würden uns freuen, wenn die Reihe eine Fortsetzung bekommt.

Unser Fazit:

Die Hasenkind-Reihe lebt vom Mitmachen. Niedliche klare Bilder, kurze einprägsame Texte und viele Situationen aus dem Alltag des Kindes machen die Bücher zu wertvollen Begleitern durch die ersten Lebensjahre.

Klappentext:

  1. Es ist spät geworden und Hasenkind muss schlafen gehen. Hilfst du ihm dabei?
  2. Heut ist Badetag: Haare waschen, trocken föhnen. Hasenkind braucht dringend Hilfe!
  3. Hasenkind ist hingefallen. Das tut ziemlich weh! Kannst du es trösten?

Buch-Infos:

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Autor und Illustrator:  Jörg Mühle
Erschienen im Moritz Verlag
Pappbilderbücher, 22 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 2 Jahren
Preis: je 8,95 Euro
Nur noch kurz die Ohren kraulen? – ISBN 978-3895653001
Badetag für Hasenkind – ISBN 978-3895653155
Tupfst du noch die Tränen ab? – ISBN 978-3895653407

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Du suchst noch ein Buch, bei dem dein Kind selbst mit Anpacken kann? Vielleicht gefällt dir das mit dem kleinen Igel? Um zu meiner Rezension zu gelangen, tippe auf den folgenden Titel „Schlaf schön kleiner Igel„.

Wo soll Timo schlafen?

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„Wo soll Timo schlafen?“ von Maja Weber, Foto: Daniela Krause

//unbezahlte Werbung/Rezensionsexemplar//

Der kleine Mäuserich Timo ist verzweifelt. Nach einem starken Regenguss ist seine Mäusehöhle zerstört. Alles ist pitschnass, die Möbel fortgespült. Wo soll Timo jetzt bloß schlafen? Ein Sonnenstrahl kitzelt sein Mäusenäschen und schenkt ihm neue Hoffnung. So macht er sich auf den Weg, um ein neues Zuhause zu finden. Doch das ist gar nicht so leicht. In ein Schneckenhaus passt er nicht hinein, die Dose ist zu scharfkantig, der durchsichtige Becher zu unsicher. Langsam wir es dunkler. Timo muss sich sputen, um vor Einbruch der Nacht einen Schlafplatz zu finden. Da entdeckt er einen auf der Wiese vergessenen Kinderschuh, in dem er schließlich geschützt die Nacht verbringt.

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Unser Lieblingsbild aus „Wo soll Timo schlafen?“ von Maja Weber, Foto: Daniela Krause

Am nächsten Morgen wird er durch ein Geräusch geweckt. Da weint doch jemand! Timo sieht nach und findet eine andere kleine Maus. Sie hat das gleiche Schicksal ereilt. Timo sagt: „Im Schuh gibt es Platz für zwei Mäuse.“ So ist Timo nicht mehr allein und baut sich mit Sami aus dem Schuh ein gemütliches Häuschen – mit Regenschirmdach.

Diese liebevoll illustrierte, warmherzige Mäuse-Geschichte ist gerade bei unserer Lütten sehr beliebt. Sie bestaunt beim Vorlesen die fantasievollen, zarten Kunstwerke von Maja Weber, die das Büchlein erdacht, geschrieben und bebildert hat. Von Station zu Station begleitet der Leser den Weg des kleinen Mäuserichs, der am Ende nicht nur ein neues Zuhause, sondern auch einen Freund findet.

Interessant zu wissen: Die Autorin Maja Weber hat viele Jahre als Kindergärtnerin gearbeitet. Mit ihrem Buch „Wo soll Timo schlafen?“ hat sie sich einen großen Wunsch erfüllt und ihr Erstlingswerk ihren Enkelkindern gewidmet.

Unser Fazit:

Ein wunderschön illustriertes Buch über Hoffnung, Mut und Freundschaft.

Klappentext:

Timo wohnt in seinem gemütlichen Mauseloch. Als der Regen sein Zuhause überschwemmt, muss er sich eine neue Wohnung suchen. Wo er am Schluss schläft und wie er sogar einen Freund findet, davon erzählt dieses Buch.

Buch-Infos:


Wo soll Timo schlafen?
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Text und Illustration: Maja Weber
Erschienen bei Books on Demand
gebundenes Buch, 40 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 3 Jahren
ISBN: 978-3748171164
Preis: 21,30 Euro oder 8,49 Euro als eBook

Faultier gefunden

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„Faultier gefunden“, J. P. Bachem Verlag, Foto: Daniela Krause

//unbezahlte Werbung/Bibliotheksfund//

Ganz zielstrebig hat der Große (4) sich dieses Buch in der Stadtbibliothek ausgesucht. Das Cover zeigt ein gemütlich schlummerndes Faultier auf einem Baum. Aber warum hängt an dem Ast darunter ein Vogelhäuschen? Leben Faultiere nicht im Dschungel? Gehen wir der Sache doch mal auf den Grund:

Drei Kinder finden ein unbekanntes Wesen auf einem Baum in einem Garten. Es schläft tief und fest und zeigt keinerlei Reaktion auf die Fragen der Kinder, die nur zu gerne wissen wollen, was das für ein seltsames Tier (?) ist. Kurzerhand pflücken sie es vom Baum und transportieren es mit ihrem Rollwagen nach Hause. Unterwegs kommen sie an einem Plakat vorbei, auf dem unter einem Foto des soeben gefundenen Lebewesens steht: „Vermisst! Bitte zurück in den Zoo bringen.“ Doch in ihrem Feuereifer bemerken die Kinder den Hinweis nicht.

Zuhause beginnt eine aufwendige Recherche. Der Papa ist ihnen dabei keine große Hilfe. Er will putzen und danach erstmal Zeitung lesen. Auch auf der Titelseite der Zeitung prangt eine Suchanzeige nach dem verschwundenen Tier. Doch die Kinder sind zu sehr damit beschäftigt Bücher zu durchstöbern. Die Kleinste wird tatsächlich recht schnell fündig. Allerdings ist es sehr schwer zu ihren großen Geschwistern durchzudringen, die mittlerweile wilde Spekulationen anstellen: Könnte es von einem anderen Planeten kommen? Ist es vielleicht ein Pirat oder ein Ritter? Endlich gelingt es der Kleinen, sich Aufmerksamkeit zu verschaffen.

Die Kinder wissen jetzt: Das schlafende Wesen ist ein Tier. Ein Faultier, um genau zu sein. Und es gehört nicht hierher. Sie packen es in einen großen Karton mit Luftlöchern und schicken es in den Regenwald. Dort angekommen, wacht das Faultier endlich auf…

Das Buch „Faultier gefunden“ ist sehr liebevoll bebildert. Die Kinder hatten großen Spaß an der unterhaltsamen Geschichte. Sie merkten im Gegensatz zu den Kindern im Buch sofort, dass das Tier nur aus dem Zoo ausgebüxt sein kann. „Da ist schon wieder ein Plakat! Guck mal da! Und auf der Zeitung da ist es doch auch drauf! Sehen die das denn nicht, Mama?“ Schön ist auch, dass die Kleinen ganz nebenbei Wissenswertes über das Tier erfahren, etwa dass es in Zentral- und Südamerika lebt, bis zu 20 Stunden am Tag schläft und sich extrem langsam bewegt.

Unser Fazit:

Eine bezaubernd illustrierte, unterhaltsame Geschichte mit viel Raum für Fantasie.

Klappentext:

Ist es ein Astronaut, ein Elefant oder ein Pirat? Neugierig betrachten die Kinder das schlafende unbekannte Wesen in ihrem Garten. Warum ist es nur so müde – und woher kommt es?

Buch-Infos:


Faultier gefunden
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Text und Illustrationen: Frann Preston-Gannon
Übersetzung: Charlotte und Hanne Hammer
J. P. Bachem Verlag
Bilderbuch, 30 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 3 Jahren
ISBN: 9783761632130
Preis: 12,95 Euro

Das sehr unfreundliche Krokodil

Das sehr unfreundliche Krokodil
„Das sehr unfreundliche Krokodil“, Bloomsbury Publishing Plc, London. Foto: Daniela Krause

//unbezahlte Werbung/Buch selbst gekauft//

Dieses Buch ist mit Abstand das von uns meist vorgelesene Bilderbuch. Es handelt von einem sehr unfreundlichen Krokodil, dass von allen Tieren des Dschungels gefürchtet wird. Seinetwegen nehmen die Tiere kilometerweite Umwege zu anderen Flüssen in Kauf, denn das Krokodil droht: „Wenn ihr meinem Fluss zu nahe kommt, fresse ich euch alle auf!“

Eines Morgens durchdringt ein Schmerzensschrei den Dschungel. Das Krokodil hat entsetzliche Zahnschmerzen. Dummerweise traut sich kein Tier, ihm in seiner misslichen Lage zu helfen.

Schließlich springt eine Maus über den dicken Bauch des Krokodils und läuft mitten zwischen die messerscharfen Zähne. Die Dschungeltiere können gar nicht hinsehen. Doch der Maus gelingt es, den kaputten Zahn zu ziehen. Das von Schmerzen befreite Krokodil schließt Freundschaft mit der kleinen Maus, und obwohl es ab und zu noch etwas unfreundlich ist, auch bald mit den anderen Tieren des Dschungels.

Hilfsbereitschaft und Freundschaft sind die zentralen Themen dieses Bilderbuches. Die detailverliebten und sehr naturgetreuen Illustrationen (man erkennt wirklich jede einzelne Schuppe des Krokodils oder die Hautfalten des Elefanten) von Michael Terry spiegeln sehr schön die Emotionen der Tiere wider: Wut, Angst, Überraschung, Freude… Mithilfe dieses Buches kann man sehr gut mit Kindern über die unterschiedlichen Gefühle sprechen. Die Geschichte ist spannend und lustig erzählt und wirkt durch die vielen Tierstimmen besonders lebendig.

Ein wunderschönes Bilderbuch über Freundschaft und große Emotionen.

Klappentext:

Ein sehr unfreundliches Krokodil lernt, wie wichtig es ist, gute Freunde zu haben.

Buch-Infos:

Das sehr unfreundliche Krokodil, Originalausgabe 1998: „The Selfish Crocodile“
Text: Faustin Charles
Illustration: Michael Terry

Bloomsbury Publishing Plc, London
Pappbilderbuch, 26 Seiten (Auflage von 2009)
Empfohlenes Lesealter: 24 Monate bis vier Jahre
ISBN: 9783827050007
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