Der Dachs hat heute schlechte Laune!

Dachs
„Der Dachs hat heute schlechte Laune!“, Nord Süd Verlag, Foto: Daniela Krause

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Der Dachs krabbelt morgens aus den Federn und hat schon eine ganz miese Laune. Zuerst denkt er, dass er so besser nicht das Haus verlassen sollte, besinnt sich dann jedoch wieder anders und stapft unter lautem Getöse aus seinem Bau. Auf seinem Weg begegnet er verschiedenen Waldbewohnern. Ungehobelt wie er sich benimmt, hat er es schon bald geschafft, alle Tiere mit seiner schlechten Laune anzustecken. Die Stimmung des Dachses hingegen hellt sich immer weiter auf.

Als er am Nachmittag einen Spaziergang macht, wundert er sich: Warum ist der Wald nur so leer? Wo sind denn alle hin? Als er den Waschbären fragen möchte, knallt ihm dieser eine unfreundliche Antwort an den Kopf. Und auch die anderen Tiere, die er trifft, sind nicht gut auf den Dachs zu sprechen. Niedergeschlagen macht er sich auf den Heimweg und denkt darüber nach, was er mit seinem Verhalten angerichtet hat.

Die Amsel kommt vorbeigeflattert und gemeinsam schmieden sie einen Plan: Der Dachs lädt mit ihrer Hilfe alle Tiere zu einem „Fest für schlecht gelaunte Tiere“ ein. In seiner Rede entschuldigt sich der Dachs für sein schlechtes Benehmen. Als Höhepunkt des Festes soll das Tier mit der schlechtesten Laune gefunden werden. Doch bei den Aufgaben, die der Dachs den Tieren stellt (etwa „wer am bösesten Gucken kann) werden die muffeligen Tiere schon bald wieder fröhlich. Und ausgerechnet der Dachs hat auf einmal die beste Laune von allen.

Unsere Emotionen und der Umgang mit ihnen sind das Schlüsselthema dieses von Amélie Jackowski wundervoll illustrierten Bilderbuches. Mit der Geschichte vom grantigen Dachs vermittelt uns Autor Moritz Petz: Mal schlechte Laune zu haben ist völlig normal und in Ordnung. Doch es nützt niemandem, wenn man diese an anderen auslässt oder sie gar auf andere überträgt.

Worte lösen beim Gegenüber immer eine Reaktion aus. Böse Worte können verunsichern, kränken und verletzen. Sie bewirken meist neben einer entsprechenden Gegenreaktion, dass sich der Andere zurückzieht und eine Kommunikation, die das Problem lösen könnte, nicht mehr stattfindet. Zumindest so lange nicht, bis einer von beiden wieder auf den anderen zugeht.

Die Amsel agiert in der Geschichte als Vermittler zwischen den beiden Parteien. Mit ihrer Hilfe überlegt der Dachs, was er tun kann, damit die anderen Tiere ihm verzeihen. Und seine kreative Idee, das „Schlechte-Laune-Fest“ kommt bei den anderen Waldbewohnern sehr gut an. So gut, dass am Ende wieder alles gut ist.

Wir hatten übrigens einen großen Spaß daran, den Wettstreit des „Schlechte-Laune-Festes“ selber nachzuspielen: Böse gucken, grummelig grüßen und gefährlich fauchen!

Unser Fazit:

Gefühle und der Umgang mit ihnen werden in diesem Bilderbuch liebevoll thematisiert. Gleichzeitig lädt die lebendig erzählte Geschichte dazu ein, gemeinsam zu überlegen, was man tun kann, damit die Gewitterwolke über dem Kopf schnell wieder verschwindet. Es ist eines unserer Lieblingsbücher geworden.

Klappentext:

Der Dachs hat furchtbar schlechte Laune. Alle Tiere, die ihm begegnen, knurrt er an. Das tut ihm gut und so hellt sich seine Stimmung auf. Aber nanu – mit einem Mal sind alle böse auf den Dachs. Da hat der Dachs einen rettenden Einfall…

Buch-Infos:

Der Dachs hat heute schlechte Laune!
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Text: Moritz Petz
Illustration: Amélie Jackowski
Nord Süd Verlag
gebundenes Buch, 32 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 3 Jahren 
ISBN: 978-3314101762
Preis: 9 Euro

Die kleine Elster Elsa – „Aber ich bin doch ein Krokodil!“

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Die kleine Elster Elsa – „Aber ich bin doch ein Krokodil!“, Edition Trunk, Fotos: Daniela Krause

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Elstern lieben alles was funkelt – da ist es kein Wunder, dass die kleine Elster Elsa es sich besonders gern an ihrem „Schatzsee“ gemütlich macht, wo die Sonnenstrahlen auf der Wasseroberfläche glitzern. Dort träumt sie sich weit fort, nach Afrika an den Nil. Denn eigentlich wäre Elsa viel lieber ein großes starkes Krokodil als eine kleine Elster.

Sie begegnet einem Flusspferd, das von einer Schar Mücken umschwirrt wird. Als Elsa sich voller Überzeugung als Riesenkrokodil vorstellt, prustet das Nilpferd vor Lachen los. Behutsam erklärt es Elsa dann, dass sie ein kleiner Vogel ist, beschreibt ihr aber auch, welche unbezahlbaren Vorteile damit verbunden sind.

Elsa merkt nach und nach, welche Vorzüge ihr Elster-Dasein hat und lernt sich selbst anzunehmen – so wie sie ist. Und genau so hat sie auch ihr Freund Viktor am liebsten, der ihre Tagträume mit einer kleinen Abkühlung beendet. Gemeinsam schwingen sie sich hoch in die Lüfte und genießen den Wind unter ihren Flügeln. Eine Erfahrung, die einem Riesenkrokodil wohl immer verwehrt bleiben wird.

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(c) Edition Trunk

Die Geschichte „“Die kleine Elster Elsa – “Aber ich bin doch ein Krokodil!“ von Hanna Trunk setzt sich mit den Themen Selbstliebe, Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen auseinander. Etwas, das Kinder sehr beschäftigt, vor allem, wenn sie dazu neigen, sich häufig mit anderen zu vergleichen und an sich selbst zu zweifeln. Elsa lernt, dass sie viel mehr kann, als sie sich zutraut. Und dass groß und stark zu sein gar nicht so wichtig ist.

Die humorvollen Illustrationen von Marion Schickert betonen wunderbar die Mimik und Gestik der Protagonisten. Gefühle werden gelungen transportiert. Die Emotionen des Flusspferdes werden darüber hinaus von der Mückenschar perfekt imitiert, was meine Kinder besonders witzig fanden.

Angemerkt sei an dieser Stelle noch, dass Hanna Trunk, selbst zweifache Mama, das Buch komplett in Eigenregie herausgebracht hat – „eine tolle Herausforderung, die viel Spaß gemacht und mich so einiges gelehrt hat“ so ihr Fazit.

Unser Fazit:

Du bist großartig, so wie du bist! Das ist die wichtige und Mut machende Botschaft dieses herzigen Kinderbuchs.

Klappentext:

Eine kleine Elster, wunderschön und charakterlich normalerweise eher frech und dreist. Aber Elsa wäre gerne größer und stärker! Wieso denkt Elsa plötzlich, sie sei ein Krokodil? Was macht sie überhaupt in Afrika? Und was hat das alles mit einem großen dicken Nilpferd zu tun?

Eine Geschichte über Selbstvertrauen, eigene Stärke und Freundschaft. Herrlich amüsant illustriert! Für alle Kleinen und Großen, die noch ihr eigenes „großes starkes ICH“ entdecken müssen.

Buch-Infos:

Die kleine Elster Elsa – „Aber ich bin doch ein Krokodil!“
Du kannst das Buch über diesen Link bei genialokal bestellen und damit den lokalen Buchhandel unterstützen. Kaufst du das Buch über den Affiliate Link, erhalte ich eine kleine Provision. Meine Buchtipps sind jedoch frei von Einflussnahme durch Affiliate Partner.

Text: Hanna Trunk
Illustration: Marion Schickert
Edition Trunk
gebunden, 32 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 3 Jahren
ISBN: 978-3961117130
Preis: 14,95 Euro

Die kleine Schnecke Willibald & Willibald ist krank – Doppelrezension und Interview

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„Die kleine Schnecke Willibald“ und „Willibald ist krank“, Hoffmann & Schwertfeger, Foto: Daniela Krause

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vor einiger Zeit hat Anja Hoffmann von Willibald & Co. mir ihr Erstlingswerk „Die kleine Schnecke Willibald“ zugeschickt. Ein mit viel Liebe von ihr in Reimform geschriebenes und ihrer Freundin Sandra Schwertfeger illustriertes Büchlein, das Anja zunächst „nur“ für ihre beiden Zwillingsmädchen geschrieben hatte. Das Büchlein kam dann aber bei Freunden und Familie so gut an, dass die beiden kreativen Köpfe eine GbR gründeten und es in den Druck gaben.

Inzwischen hat Willibald viele kleine und große Herzen erobert und krebskranken Kindern im Rahmen einer Spendenaktion ein Lächeln auf die Lippen gezaubert. Und: Es ist nicht bei einem Band geblieben. Jüngst ist die zweite Geschichte „Willibald ist krank“ erschienen. Passend zu den farbenfrohen Büchlein entwirft Sandra Anleitungen für süße Häkeltiere, um so nach und nach immer mehr Charaktere zum Leben zu erwecken.

In dieser Doppelrezension möchte ich euch beide Büchlein vorstellen:

„Die kleine Schnecke Willibald“

Die kleine Schnecke Willibald träumt eines Nachts von einem wunderschönen Baum. Als sie am nächsten Tag erwacht, macht sie sich auf den Weg, ohne so recht zu wissen, wohin ihre Schleimspur sie führen wird. Doch sie möchte unbedingt den Baum finden. Willibald begegnet einem Frosch-Chor, kriecht durch den Wald und wird bei einer Rast von einem Schauer überrascht – auf den ein prächtiger Regenbogen folgt. Da endlich erblickt die kleine Schnecke den Apfelbaum aus ihrem Traum. Doch Willibald ist nicht allein. Viele andere Tiere kommen aus ihren Behausungen, um den Neuankömmling willkommen zu heißen. Gemeinsam stellen sie ein Picknick auf die Beine. Sie feiern bis in die Nacht hinein – und Willibald ist glücklich, neue Freunde gewonnen zu haben.

„Willibald ist krank“

Als Willibald morgens aufwacht, hat er Kopfschmerzen, und die Nase läuft… Kein Zweifel, die Schnecke hat sich tüchtig erkältet. Sie kuschelt sich wieder unter die Bettdecke und schläft weiter. Aber nur kurz. Denn da klopft es, und Mäuschen Matilda steht vor der Tür – mit einem leckeren Frühstück. Wenig später wird Willibald erneut aus dem Schlaf gerissen. Auf der Wiese und im Wald hat es sich rasch herumgesprochen, dass Willibald krank ist. Und sie meinen es alle gut mit dem kleinen Schnecklein. Eule Elsa möchte ihn mit ihrem Lieblingsbuch aufmuntern. Doch Willibald ist viel zu müde. Auch Eichhörnchen Emma ist besorgt um ihren Freund. Und schließlich kommt endlich der Doktor vorbei, um ihn zu untersuchen. In der Nacht schläft Willibald schlecht, mal wird ihm heiß, mal wieder kalt. Doch mit Hilfe ihrer Freunde, wird die kleine Schnecke bald wieder gesund.

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Lieblingsbild meiner Kinder aus „Die kleine Schnecke Willibald“, Hoffmann & Schwertfeger, Foto: Daniela Krause

Beide Büchlein sind in lockerer Reimform geschrieben, was bei meiner kleinen „Jury“ sehr gut ankam. Es gelang beiden Kindern schnell, beim Vorlesen absichtlich von mir ausgelassene Wörter zu ergänzen. Die Illustrationen sind ein Hingucker und werden intensiv angeschaut. Nur die Seiten sind leider etwas anfällig für Knicke beim Umblättern. Zum Selber-Blättern würde ich sie daher ab etwa drei Jahren empfehlen. Der Einband (die Büchlein sind geheftet) ist etwas stabiler als die Seiten und in Glanzoptik gehalten.

Unser Fazit:

Die liebevollen Aquarell-Malereien machen die Büchlein einzigartig. Die Geschichten sind leicht verständlich und unterhaltsam geschrieben.

Klappentext:

„Die kleine Schnecke Willibald“

Die Geschichte erzählt von der kleinen Schnecke Willibald, die sich eines Tages auf die Reise macht und unterwegs Spannendes erlebt.

„Willibald ist krank“

Was ist denn nur mit Willibald los? Die kleine Schnecke fühlt sich gar nicht gut. Doch mithilfe seiner Freunde kommt Willibald bestimmt schnell wieder auf die Beine.

Zum Schluss freue ich mich sehr, dass ich Anja noch einige Fragen zu ihrem Buch-Projekt stellen durfte:

Fünf Fragen an die Autorin Anja Hoffmann

Was hat dich zu den Geschichten von Willibald inspiriert?

Ich habe die Geschichten von der kleinen Schnecke Willibald für meine Kinder geschrieben, da ich sehr gerne reime und meine Mädels richtige Bücherwürmer sind.

Jeden Tag entstehen neue Ideen und beide sind voller Begeisterung dabei und wahnsinnig neugierig welches Abenteuer die kleine Schnecke als nächstes erlebt.

Wie sind die Bilder dazu entstanden?

Meine Freundin Sandra Schwertfeger ist die Taufpatin von meinen Mädels und hat mit ganz viel Liebe die wunderschönen Bilder zu meinen Reimgeschichten gezaubert.

Wie würdet ihr euren Hauptprotagonisten in drei Worten beschreiben?

neugierig, abenteuerlustig, fröhlich

Für welches Alter sind die Büchlein gedacht?

Unsere Büchlein sind durch die einfache Reimform schon für die Kleinsten geeignet und werden auch von Schulkindern gerne gelesen.

Was plant ihr als nächstes?

In den nächsten Monaten sind noch mehrere Kreativmärkte und eine Lesung geplant. Außerdem wird natürlich weiter an neuen Ideen gearbeitet.

Buch-Infos:

Die kleine Schnecke Willibald
Willibald ist krank
Text: Anja Hoffmann
Illustration: Sandra Schwertfeger
Hoffmann & Schwertfeger GbR
Bilderbuch, 32 Seiten
ISBN: 978-3982008400 (Die kleine Schnecke Willibald)
ISBN: 978-3982008424 (Willibald ist krank)
Preis: je 5,99 Euro

Die Not ist groß, einer muss los

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„Die Not ist groß, einer muss los“, Jenna & Bo, Fotos: Daniela Krause

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Bei den Pinguinen am Südpol ist die Aufregung groß. Es wird immer wärmer. Das Eis beginnt zu schmelzen. Was ist da los? Kurzerhand wird Pinguin Kalle von seiner Familie auf eine abenteuerliche Reise geschickt. Er soll herausfinden, wie andere Tiere fernab von Eis und Schnee überleben können. Mit einer Eisscholle als Boot macht er sich auf die Seereise nach Afrika.

Auf dem fremden Kontinent lernt er verschiedene Tiere kennen: einen Vogelstrauß, Mia die Giraffe, Zebras, Nashörner, Nilpferde, Elefanten und sogar einen Löwen. Er bestaunt Blumen und Bäume, Dinge, die er zuvor noch nie gesehen hat. Er findet auch heraus, dass es außer Fisch noch andere Nahrung gibt.

Doch die Hitze bekommt Kalle nicht gut. Er sehnt sich schon bald zurück in seine eisige Heimat. Die Scholle ist längst geschmolzen, doch seine neuen Freunde helfen ihm und bauen ein Boot. Am Südpol angekommen, berichtet Kalle den anderen Pinguinen von seinen Erlebnissen. Der Pinguin weiß nun, dass es viele Tiere gibt, die in wärmeren Gegenden leben. Er selbst fühlt sich aber immer noch in der vertrauten Umgebung inmitten von Schnee und Eis am wohlsten.

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(c) Jenna & Bo

Das Buch ist in (mitunter etwas eigenwillig strukturierten) Reimen gehalten, liest sich leicht und unterhaltsam. Vielleicht hätte man die Reise vom Südpol nach Afrika über das Meer noch ein bisschen mehr ausschmücken können. Doch hauptsächlich geht es ja um die Ankunft in Afrika und die Bekanntschaft mit den anderen Tieren. Die Dialoge hierzu sind lustig zu lesen und gleichzeitig informativ.

Die Kinder mögen die im Comic-Stil gezeichneten Tiere, die auch für die Kleinsten schon gut zu erkennen sind. Sie werden zum Mitmachen animiert und können auf einer Dschungelseite die im Dickicht versteckten Tiere suchen. Die Bilder sind aber nicht überladen, sondern angenehm konzentriert auf das Wesentliche. Am Ende des Buches dürfen die Kleinen sogar selbst kreativ werden – auf Extra-Seiten zum Ausmalen.

Unser Fazit:

Ein gut durchdachter Mix aus Vorlese-, Wimmel- und Bilderbuch. Dabei hat das Buch ein ernstes Leitmotiv, das durch den Botschafter „Pinguin Kalle“ kindgerecht vermittelt wird: den Klimawandel.

Klappentext:

Der Pinguin Kalle lebt am Südpol, umgeben von Schnee und Eis, doch diese schöne weiße Welt droht zu schmelzen. Kalle Pinguin wird ausgewählt und auf eine große Reise geschickt, um herauszufinden, wie andere Tiere leben, die nicht vom Eis umgeben sind. Seine Reise führt ihn zu den Tieren nach Afrika. Er freundet sich mit der Giraffe Mia an, die ihm eine ganz neue, eine ganz andere Welt zeigt.

Buch-Infos:

Die Not ist groß, einer muss los
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Jenna & Bo
Nova MD GmbH
Kinderbuch, 32 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 3 Jahren
ISBN: 978-3964431936
Preis: 12 Euro

Quirli, der Wetterfrosch

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„Quirli, der Wetterfrosch“, JuLa Verlag, Foto: Daniela Krause

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Quirli ist ein Frosch, aber er ist kein gewöhnlicher Feld-Wald- und Wiesen-Frosch. Sein Schicksal ist es, in einer Wetterstation mit vielen anderen Fröschen ein einsames Dasein in einem viel zu engen Glas zu fristen und den Menschen durch seine Position auf der Leiter das Wetter anzuzeigen. Quirli ist sehr unglücklich. Doch eines Tages erzählt ihm sein Ururgroßvater von Teichen und blühenden Wiesen.

Der kleine Frosch fasst einen gewagten Entschluss: Er muss zu diesem Ort, koste es, was es wolle. Eines Tages gelingt dem klugen Frosch tatsächlich die Flucht aus der Wetterstation, und er purzelt hinein in eine ihm völlig fremde Welt voller Abenteuer und Gefahren, aber auch schöner Eindrücke.

Auf seiner Reise begegnet er vielen Tieren, die ihm helfen, seinen Weg unbeirrt weiterzugehen. In Eidechse Konrad findet er einen echten Freund, dem er sogar seine Badehose schenkt (in der Wetterfroschstation dürfen Frösche nur mit Badehose baden, Schwimmen hat der kleine Frosch dort nie gelernt).

Quirli genießt seine Freiheit. Und schließlich findet er endlich den Ort, von dem sein Ururgroßvater ihm so viel erzählt hat. Doch wie werden die anderen Frösche reagieren? Werden sie einen Frosch in ihrer Mitte dulden, der nicht schwimmen kann? Und ist es wirklich sein neues Zuhause, so wie Quirli es sich erträumt hat?

Der Autorin Claudia Lasaroff ist mit Quirli eine unterhaltsame, oft auch spannende und zum Nachdenken anregende Geschichte gelungen, die mit liebevollen Malereien zum Leben erweckt wird. Es empfiehlt sich, das Buch in Etappen zu lesen, da es recht lang ist und auch einige für Kinder erklärungsbedürftige Begriffe enthält. Uns hat die Geschichte dazu angeregt, uns näher mit der Entwicklung des Tieres zu beschäftigen – von der Kaulquappe bis zum „fertigen“ Frosch.

Um Quirli in die Welt hinauszutragen, hat Lasaroff in der Schweiz ihren eigenen kleinen Verlag gegründet. Inzwischen ist mit „Quirli, der Leuchtfrosch“ der zweite Band erschienen, der auf der Wiener Buchmesse vorgestellt wurde. Quirli ist laut Claudia Lasaroff auf den ersten Blick ein Kinderbuch – auf den zweiten eine Geschichte vom Überwinden aller Hindernisse, die auch Erwachsene beim Lesen berühren möchte.

Unser Fazit:

Die Geschichte von Quirli macht Mut, an sich selbst zu glauben und seine Träume nicht aus dem Blick zu verlieren. Nicht nur für Kinder (vor-)lesenwert.

Klappentext:

Quirli ist ein kleiner Frosch, der in einer Wetterfroschstation geboren wird. Sein Leben dort ist eigentlich vorherbestimmt. Doch als sein Ururgroßvater ihm eines Tages erzählt, wo seine Familie wirklich herkommt, hat Quirli nur noch einen Wunsch. Er möchte an diesen Ort gelangen. Um jeden Preis! Bald kann er an nichts anderes mehr denken.

Wie Quirli es schafft, aus der Wetterstation zu fliehen und welche Abenteuer er unterwegs bestehen muss, bis sich endlich sein Traum von der Freiheit erfüllt, davon handelt dieses Buch.

Aber das ist noch nicht alles. Auf Quirli warten bald neue Mutproben. Und ihr könnt ihn dabei begleiten.

Buch-Infos:

Quirli, der Wetterfrosch
Text: Claudia Lasaroff
Illustration: Claudia Lasaroff und Jutta Maurer
JuLa Verlag
Bilderbuch, 52 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 6 Jahren
ISBN: 978-3906859002
Preis: 17,40 Euro

Weißt du, wo die Baumkinder sind?

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„Weißt du wo die Baumkinder sind?“, Oetinger Verlag, Foto: Daniela Krause

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Für den diesjährigen bundesweiten Vorlesetag am 16. November 2018 wurde das Motto „Natur und Umwelt“ ausgerufen. Zu diesem Thema passt dieses Buch ganz hervorragend, wie ich finde, und ist angesichts der aufwühlenden Ereignisse um den Hambacher Forst aktueller denn je.

Die Hauptfiguren sind das kleine Eichhörnchen Piet und der Förster Peter. Letzterer ist übrigens selbst passionierter Förster, engagierter Umweltschützer und gleichzeitig Autor dieser Geschichte, im Buch dargestellt mit einer Zeichnung nah am Original von Illustratorin Stefanie Reich.

Das Eichhörnchen Piet ist sehr traurig, weil es keine Familie hat. Förster Peter erklärt ihm, dass alle Tiere eine Familie haben – und sogar Baumeltern mit ihren Kindern zusammenleben.  Das möchte Piet sehen und macht mit Peter einen Spaziergang durch den Wald. Auf ihrem Weg begegnen sie einer Wolfsfamilie und werden Zeuge einer Waldrodung. Der Boden ist durch die schweren Maschinen ganz plattgefahren – hier finden sie nur tote Regenwürmer, aber keine Baumkinder mehr. Als es dunkel wird, sind die beiden Freunde schon so tief in den Wald vorgedrungen, dass es zu spät ist, umzukehren. Kurzerhand baut Piet mit Förster Peter ein Bett aus Moos und Laub, und sie schlafen aneinandergekuschelt unter dem Sternenhimmel ein.

Der nächste Tag hält wieder allerlei schöne, aber auch weniger angenehme Überraschungen und Begegnungen bereit. Schließlich gelangen die beiden in einen alten Buchenwald und finden endlich, wonach sie so lange gesucht haben: die Baumkinder. Nur Piets Familie haben sie nicht gefunden, stellt das Eichhörnchen traurig fest. Aber Peter hat auch hier eine gute Idee und lässt Piet neben seinem Forsthaus einziehen.

Kindgerecht formuliert und mit liebevollen Illustrationen wird Kindern in diesem Bilderbuch erstes Wissen rund um den Wald vermittelt, eingebettet in eine authentische Geschichte. Für Kinder ab sechs Jahren hat Peter Wohlleben übrigens ebenfalls ein Buch geschrieben mit dem Titel „Hörst du wie die Bäume sprechen? Eine kleine Entdeckungsreise durch den Wald“. Eine Rezension und ein Interview mit Peter Wohlleben findest du auf diesem Blog.  Mehr über den Autoren und seine Waldakademie erfährst du hier und hier.

Unser Fazit:

Das Bilderbuch lädt zu einem Entdeckungsspaziergang durch den heimischen Wald ein, einem empfindlichen und einzigartigen Lebensraum, den es zu schützen gilt. Dafür werden hier schon die Kleinsten sensibilisiert.

Klappentext:

Wo wohnen wohl die Baumkinder? Das möchte Piet, das kleine Eichhörnchen, so gerne wissen. Und warum müssen sich Menschen nicht vor Wölfen fürchten? Förster Peter nimmt ihn mit auf eine abenteuerliche Wanderung durch den Wald. Unterwegs übernachten sie im Freien, beobachten, wie Nadelbäume gerodet werden, und treffen wirklich einen Wolf! Doch werden sie die Baumkinder mit ihren Eltern finden? Und gibt es auch für Piet eine Familie, in der er bleiben kann?

Das erste Bilderbuch von Bestsellerautor Peter Wohlleben: Eine warmherzige Geschichte, die Kindern Wald und Natur auf einzigartige Weise nahebringt.

Buch-Infos:

Weißt du wo die Baumkinder sind?
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Text: Peter Wohlleben
Illustration: Stefanie Reich
Oetinger Verlag
Bilderbuch, 32 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahren
ISBN: 978-3789109607
Preis: 13 Euro

Der Fuchs sucht seine Socken

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„Der Fuchs sucht seine Socken“, Beltz Verlag, Foto: Daniela Krause

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Kennst du das auch? Du leerst die Waschmaschine und stellst fest, einige Socken sind auf mysteriöse Weise verschwunden. Als wären sie nie in der Maschine gewesen. Der arme Fuchs hat ein noch größeres Problem: Er kann beide Socken nicht finden. Dabei möchte er doch aus dem Haus gehen.

Gemeinsam mit seiner Freundin, der Maus, macht er sich auf die Suche nach den verlorenen Kleidungsstücken. Er wühlt in einer Kiste, findet dort zumindest ein Unterhemd, aber keine Socken. Auch in der Besenkammer – Fehlanzeige. Dafür hat er jetzt ein warmes Hemd an. Im Schrank findet er eine passende Fliege und unter dem Teppich einen Hut. Aber wo sind die verflixten  Socken?! Der Fuchs jammert über seine kalten Zehen und will die Suche schon für aussichtslos erklären – da findet die gewitzte Maus im Inneren der Standuhr endlich eine Socke. Ob die Zweite auch wieder auftaucht?

Das Pappbüchlein im handlichen Format kommt mit schönen Bildern, kurzen, einprägsamen Reimen und mehreren Klappen daher. Das Kind kann dem Fuchs aktiv bei der Suche nach den Socken helfen und die unterschiedlichen Kleidungsstücke entdecken und benennen. Da die Klappen bei uns einiges ausgehalten haben, kann ich das Buch auch für kleinere Kinder zum gemeinsamen Anschauen wärmstens empfehlen.

Ursprünglich stammt das Buch „Fox’s Socks“ aus der Feder des bewährten Duos Julia Donaldson und Axel Scheffler (zum Beispiel „Der Grüffelo“) aus dem Englischen. Die deutsche Übersetzung ist im Beltz Verlag erschienen. In diesem Jahr kam die 3. Auflage heraus. Wir haben eine ältere Ausgabe aus dem Jahr 2000.

Unser Fazit:

Witzige Sockensuche mit festen Klappen zum Entdecken.

Klappentext:

Geschichten von guten Freunden

Dort, wo die guten Freunde wohnen,
lebt auch der schusselige Fuchs.
Er hat seine Socken verloren –
hilfst du ihm suchen?

Es gibt noch mehr Geschichten von guten Freunden:
„Der Bär schreibt heute Briefe“
„Kaninchen ist sooo müde“
und „Wo steckt Matilda Huhn“

Buch-Infos:

Der Fuchs sucht seine Socken
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Text: Julia Donaldson
Bild: Axel Scheffler
Aus dem Englischen von Anu Stohner
Beltz Verlag
Pappbilderbuch, 14 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 3 Jahren (laut Hersteller, vermutlich wegen verschluckbarer Kleinteile, falls sich die Klappen lösen. Wir haben ab ca 1 1/2 Jahren damit angefangen…)
ISBN: 978-3-407-82204-8
Preis: 8,95 Euro