Quirli, der Wetterfrosch

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„Quirli, der Wetterfrosch“, JuLa Verlag, Foto: Daniela Krause

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Quirli ist ein Frosch, aber er ist kein gewöhnlicher Feld-Wald- und Wiesen-Frosch. Sein Schicksal ist es, in einer Wetterstation mit vielen anderen Fröschen ein einsames Dasein in einem viel zu engen Glas zu fristen und den Menschen durch seine Position auf der Leiter das Wetter anzuzeigen. Quirli ist sehr unglücklich. Doch eines Tages erzählt ihm sein Ururgroßvater von Teichen und blühenden Wiesen.

Der kleine Frosch fasst einen gewagten Entschluss: Er muss zu diesem Ort, koste es, was es wolle. Eines Tages gelingt dem klugen Frosch tatsächlich die Flucht aus der Wetterstation, und er purzelt hinein in eine ihm völlig fremde Welt voller Abenteuer und Gefahren, aber auch schöner Eindrücke.

Auf seiner Reise begegnet er vielen Tieren, die ihm helfen, seinen Weg unbeirrt weiterzugehen. In Eidechse Konrad findet er einen echten Freund, dem er sogar seine Badehose schenkt (in der Wetterfroschstation dürfen Frösche nur mit Badehose baden, Schwimmen hat der kleine Frosch dort nie gelernt).

Quirli genießt seine Freiheit. Und schließlich findet er endlich den Ort, von dem sein Ururgroßvater ihm so viel erzählt hat. Doch wie werden die anderen Frösche reagieren? Werden sie einen Frosch in ihrer Mitte dulden, der nicht schwimmen kann? Und ist es wirklich sein neues Zuhause, so wie Quirli es sich erträumt hat?

Der Autorin Claudia Lasaroff ist mit Quirli eine unterhaltsame, oft auch spannende und zum Nachdenken anregende Geschichte gelungen, die mit liebevollen Malereien zum Leben erweckt wird. Es empfiehlt sich, das Buch in Etappen zu lesen, da es recht lang ist und auch einige für Kinder erklärungsbedürftige Begriffe enthält. Uns hat die Geschichte dazu angeregt, uns näher mit der Entwicklung des Tieres zu beschäftigen – von der Kaulquappe bis zum „fertigen“ Frosch.

Um Quirli in die Welt hinauszutragen, hat Lasaroff in der Schweiz ihren eigenen kleinen Verlag gegründet. Inzwischen ist mit „Quirli, der Leuchtfrosch“ der zweite Band erschienen, der auf der Wiener Buchmesse vorgestellt wurde. Quirli ist laut Claudia Lasaroff auf den ersten Blick ein Kinderbuch – auf den zweiten eine Geschichte vom Überwinden aller Hindernisse, die auch Erwachsene beim Lesen berühren möchte.

Unser Fazit:

Die Geschichte von Quirli macht Mut, an sich selbst zu glauben und seine Träume nicht aus dem Blick zu verlieren. Nicht nur für Kinder (vor-)lesenwert.

Klappentext:

Quirli ist ein kleiner Frosch, der in einer Wetterfroschstation geboren wird. Sein Leben dort ist eigentlich vorherbestimmt. Doch als sein Ururgroßvater ihm eines Tages erzählt, wo seine Familie wirklich herkommt, hat Quirli nur noch einen Wunsch. Er möchte an diesen Ort gelangen. Um jeden Preis! Bald kann er an nichts anderes mehr denken.

Wie Quirli es schafft, aus der Wetterstation zu fliehen und welche Abenteuer er unterwegs bestehen muss, bis sich endlich sein Traum von der Freiheit erfüllt, davon handelt dieses Buch.

Aber das ist noch nicht alles. Auf Quirli warten bald neue Mutproben. Und ihr könnt ihn dabei begleiten.

Buch-Infos:

Quirli, der Wetterfrosch
Text: Claudia Lasaroff
Illustration: Claudia Lasaroff und Jutta Maurer
JuLa Verlag
Bilderbuch, 52 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 6 Jahren
ISBN: 978-3906859002
Preis: 17,40 Euro

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Tomte Tummetott

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„Tomte Tummetott“, Oetinger Verlag, Foto: Daniela Krause

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Die geheimnisvolle Zeit vor Weihnachten ist für mich auch die Zeit, in der die alten Klassiker aus der Winter-Bücherkiste gekramt werden. Eines der Bücher, die wir immer wieder gerne hervorholen, ist „Tomte Tummetott“ von Astrid Lindgren mit den fantasievollen Bildern von Harald Wiberg, bei deren Betrachtung man fast meint, den  frisch gefallenen Schnee riechen zu können.

Erzählt wird die märchenhafte Geschichte des kleinen Wichtels Tomte Tummetott. Nachts, wenn alles schläft, wacht er auf dem Hof mitten im Wald über die Menschen und Tiere. Niemand hat ihn je zu Gesicht bekommen, doch morgens finden die Bewohner des alten Bauernhofes seine Fußstapfen im Schnee.

Der Wichtel besucht die einzelnen Tiere in ihren Stallungen und macht ihnen Mut, dass der Frühling nicht mehr weit weg ist, und dass Eis, Schnee und die große Kälte bald ein Ende haben werden. Auch zu den Eltern und Kindern schlüpft der Wichtel in die Schlafkammer und verweilt einen Moment, bevor er sich wieder davonschleicht und an warme, helle Tage denkt, bis der kalte, dunkle und lange Winter vorüber ist.

Unser Fazit:

Märchenhaft und stimmungsvoll – prima für kuschelige Vorlesestunden.

Klappentext:

Alle schlafen auf dem einsam gelegenen Bauernhof, alle außer einem: Tomte Tummetott. Wenn die Sterne am Himmel funkeln und der Schnee weiß leuchtet, schleicht er auf leisen Sohlen im Mondlicht umher, wacht über den Hof und die Menschen, schaut in Scheune und Stall, in Speicher und Schuppen hinein und vertröstet die Tiere auf den kommenden Frühling. Kein Mensch hat Tomte Tummetott je gesehen, aber alle wissen, dass es ihn gibt.

Eine warmherzig erzählte Bilderbuchgeschichte von Astrid Lindgren, die sich besonders gut zum Vorlesen eignet – nicht nur an langen Winterabenden.

Buch-Infos:

Tomte Tummetott
Text: Astrid Lindgren (übersetzt aus dem Schwedischen von Silke von Hacht)
Illustration: Harald Wiberg
Oetinger Verlag
Bilderbuch, 32 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahren
ISBN: 978-3789161308
Preis: 13 Euro

Weißt du, wo die Baumkinder sind?

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„Weißt du wo die Baumkinder sind?“, Oetinger Verlag, Foto: Daniela Krause

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Für den diesjährigen bundesweiten Vorlesetag am 16. November 2018 wurde das Motto „Natur und Umwelt“ ausgerufen. Zu diesem Thema passt dieses Buch ganz hervorragend, wie ich finde, und ist angesichts der aufwühlenden Ereignisse um den Hambacher Forst aktueller denn je.

Die Hauptfiguren sind das kleine Eichhörnchen Piet und der Förster Peter. Letzterer ist übrigens selbst passionierter Förster, engagierter Umweltschützer und gleichzeitig Autor dieser Geschichte, im Buch dargestellt mit einer Zeichnung nah am Original von Illustratorin Stefanie Reich.

Das Eichhörnchen Piet ist sehr traurig, weil es keine Familie hat. Förster Peter erklärt ihm, dass alle Tiere eine Familie haben – und sogar Baumeltern mit ihren Kindern zusammenleben.  Das möchte Piet sehen und macht mit Peter einen Spaziergang durch den Wald. Auf ihrem Weg begegnen sie einer Wolfsfamilie und werden Zeuge einer Waldrodung. Der Boden ist durch die schweren Maschinen ganz plattgefahren – hier finden sie nur tote Regenwürmer, aber keine Baumkinder mehr. Als es dunkel wird, sind die beiden Freunde schon so tief in den Wald vorgedrungen, dass es zu spät ist, umzukehren. Kurzerhand baut Piet mit Förster Peter ein Bett aus Moos und Laub, und sie schlafen aneinandergekuschelt unter dem Sternenhimmel ein.

Der nächste Tag hält wieder allerlei schöne, aber auch weniger angenehme Überraschungen und Begegnungen bereit. Schließlich gelangen die beiden in einen alten Buchenwald und finden endlich, wonach sie so lange gesucht haben: die Baumkinder. Nur Piets Familie haben sie nicht gefunden, stellt das Eichhörnchen traurig fest. Aber Peter hat auch hier eine gute Idee und lässt Piet neben seinem Forsthaus einziehen.

Kindgerecht formuliert und mit liebevollen Illustrationen wird Kindern in diesem Bilderbuch erstes Wissen rund um den Wald vermittelt, eingebettet in eine authentische Geschichte. Für Kinder ab sechs Jahren hat Peter Wohlleben übrigens ebenfalls ein Buch geschrieben mit dem Titel „Hörst du wie die Bäume sprechen? Eine kleine Entdeckungsreise durch den Wald“. Eine Rezension und ein Interview mit Peter Wohlleben findest du auf diesem Blog.  Mehr über den Autoren und seine Waldakademie erfährst du hier und hier.

Unser Fazit:

Das Bilderbuch lädt zu einem Entdeckungsspaziergang durch den heimischen Wald ein, einem empfindlichen und einzigartigen Lebensraum, den es zu schützen gilt. Dafür werden hier schon die Kleinsten sensibilisiert.

Klappentext:

Wo wohnen wohl die Baumkinder? Das möchte Piet, das kleine Eichhörnchen, so gerne wissen. Und warum müssen sich Menschen nicht vor Wölfen fürchten? Förster Peter nimmt ihn mit auf eine abenteuerliche Wanderung durch den Wald. Unterwegs übernachten sie im Freien, beobachten, wie Nadelbäume gerodet werden, und treffen wirklich einen Wolf! Doch werden sie die Baumkinder mit ihren Eltern finden? Und gibt es auch für Piet eine Familie, in der er bleiben kann?

Das erste Bilderbuch von Bestsellerautor Peter Wohlleben: Eine warmherzige Geschichte, die Kindern Wald und Natur auf einzigartige Weise nahebringt.

Buch-Infos:

Weißt du wo die Baumkinder sind?
Text: Peter Wohlleben
Illustration: Stefanie Reich
Oetinger Verlag
Bilderbuch, 32 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahren
ISBN: 978-3789109607
Preis: 13 Euro

Netzfund: einfachvorlesen.de

Einfach vorlesen
Screenshot der Seite „einfach.vorlesen.de“ vom 6. November 2018

Ein schlauer Kopf hat ausgerechnet, dass wir durchschnittlich fünf Jahre (!) unserer Lebenszeit mit Warten verbringen. Wenn man dann auch noch ein Kind dabei hat, aber leider nichts zum Beschäftigen, ist die Geduld des Nachwuchses und –  daraus resultierend – die Eigene irgendwann erschöpft.

Eine schöne Möglichkeit, um unterwegs gemeinsam Wartezeiten zu überbrücken, bietet das kostenlose und werbefreie Angebot „Einfach vorlesen“ der Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung, das im Sommer online gegangen ist. Auf der Internetseite einfachvorlesen.de werden jede Woche ausgewählte Geschichten bekannter Verlage zum Vorlesen per Tablet, Smartphone oder Laptop bereitgestellt und stehen dann vier Wochen lang zur Verfügung. Auch als App steht „Einfach vorlesen“ zum Beispiel im Play Store zur Installation bereit. Die bunt illustrierten Geschichten sind nach Alter gestaffelt: für Kinder ab drei, fünf und sieben Jahren. Unter jedem Titel ist eine ungefähre Vorlese-Dauer angegeben. Alle Texte können online genutzt oder als PDF heruntergeladen werden. Komplettiert wird das Angebot durch den Bereich „Vorlesetipps“.

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