Stella und die Wunschtraummuschel

Wunschtraummuschel1
„Stella und die Wunschtraummuschel“, Morawa Lesezirkel, Foto: Daniela Krause

//unbezahlte Werbung/Rezensionsexemplar//

Stella ist fast sechs Jahre alt und schläft neuerdings in einem Hochbett – wie die großen Kinder. Doch nachts plagen sie regelmäßig Albträume von Hexen, Monstern und bissigen Hunden. Deshalb sind die Nächte für sie und ihre Eltern sehr kurz, und ans Einschlafen mag Stella lieber gar nicht erst denken. Da kommt ein Urlaub am Meer wie gerufen! In den Ferien wird sie sicherlich auf andere Gedanken kommen. Nach dem Flug ist sie jedoch so müde, dass sie während der Taxifahrt zum Hotel tief und fest einschläft.

Im Traum ist sie schon am Meer und findet im flachen Wasser eine wunderschöne Muschel. Aus ihrem Traum wird nur wenig später Realität, als sie auf ihrem ersten Badeausflug ans Meer wie durch Zauberhand auf eben jene Muschel stößt. Sobald das Mädchen die Hand nach der Muschel ausstreckt, spricht diese sogar und leuchtet in allen Farben des Regenbogens. Von diesem Moment an hat Stella jeden Abend einen Wunschtraum frei – und hütet das kostbare Geheimnis ihrer Wunschtraummuschel so gut sie kann.

Wunschtraummuschel2
„Stella und die Wunschtraummuschel“, Morawa Lesezirkel

In ihren Träumen wächst Stella über sich hinaus: Sie wünscht sich zum Beispiel unsichtbar zu sein und fliegen zu können. Beflügelt von ihren wundervollen Traumwelten, fällt ihr das Einschlafen auf einmal wundersam leicht, und ihre Eltern sind ganz begeistert von ihrem aufgeweckten, fröhlichen Kind. Doch die größte Überraschung für Stella ist, dass letzten Endes nicht die Muschel für ihre schönen Träume verantwortlich war, sondern sie selbst – und sie es somit aus eigener Kraft geschafft hat, die bösen Schatten aus ihrem Kopf zu verjagen.

Mit dem von der Illustratorin Maria Ainedter farbenfroh gestalteten Kinderbuch „Stella und die Wunschtraummuschel“ hat die Autorin und Mutter dreier Kinder Karin Schranz-Klippl eine besonders einfühlsame Geschichte geschrieben, die sowohl bei meinem Großen (5) als auch bei meiner Lütten (3) sehr gut angekommen ist. Beide konnten sich sofort in Stella hineinversetzen und hatten viel Spaß dabei, die Protagonistin bei ihren sehr originellen und humorvoll erzählten Traumreisen zu begleiten.

Hinzu kommt, dass meine Kinder das Meer lieben und hier zu Hause als Dekoration eine Menge Muscheln herumstehen. So verlangte die Lütte, inspiriert von der Geschichte: „Mama, gib mir mal bitte die Riesenmuschel. Ich möchte das Meer hören.“ Von den kleineren Muscheln hat sie sich ihre eigene „Wunschtraummuschel“ ausgesucht, die nun in ihrem Kinderzimmer auf der Fensterbank liegt.

Unser Fazit:

Diese fantasievolle Geschichte zeigt, welche Wunder möglich sind, wenn man ganz fest an sich und seine Träume glaubt. Und sicherlich kann das Buch auch ein kleiner Helfer sein, für Kinder, die oft schlecht träumen und nicht einschlafen können.

Klappentext:

Stella ist nun fast sechs Jahre alt und hat Angst vor dem Einschlafen. Jeden Abend wälzt sie sich in ihrem Hochbett hin und her und fürchtet sich vor gruseligen Monstern, bösem Hexen und anderen ungebetenen Gästen, die sich in ihren Träumen tummeln! Doch dann fährt Stella mit ihren Eltern ans Meer und findet eine Muschel, eine ganz besondere Muschel. Als Stella nach der Muschel greift, beginnt diese plötzlich in allen erdenklichen Farben zu glitzern und zu schimmern, und Stella hört eine helle und freundliche Stimme, die zu ihr spricht…

Stella und die Wunschtraummuschel
Du kannst das Buch über diesen Link bei genialokal bestellen und damit den lokalen Buchhandel unterstützen. Kaufst du das Buch über den Affiliate Link, erhalte ich eine kleine Provision. Meine Buchtipps sind jedoch frei von Einflussnahme durch Affiliate Partner.

Autorin: Karin Schranz-Klippl
Illustrationen: Maria Ainedter
Erschienen im Verlag myMorawa, Morawa Lesezirkel

gebundenes Buch, 40 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 6 Jahren
ISBN: 978-3990849866
Preis: 16,99 Euro

Zehn Blätter fliegen davon

Zehn Blätter1
„Zehn Blätter fliegen davon“, atlantis thema, Foto: Daniela Krause

//unbezahlte Werbung/Buch selbst gekauft//

Der Herbst ist da! Bestimmt hat dein Kind schon fleißig Eicheln und Kastanien gesammelt, einen Drachen gebastelt oder eine schöne Laterne. Und bestimmt nutzt ihr verregnete Herbsttage auch so gerne, um euch aufs Sofa zu kuscheln und Geschichten vorzulesen. 

Eines unserer Lieblingsbücher für diese Jahreszeit ist das Bilderbuch „Zehn Blätter fliegen davon“. Es beginnt mit einem Weidenzweig, an dem sich die Blätter schon verfärbt haben und ganz lose sitzen. Ein Sturm weht sie in alle Himmelsrichtungen davon. Die Autorin Anne Möller lädt den Leser dazu ein, den Weg der Blätter mitzuverfolgen, denn auf jedes Blatt wartet ein eigenes Schicksal. Die meisten Weidenblätter haben sogar eine besondere Bestimmung: So dient zum Beispiel ein Blatt einer ins Wasser gefallenen Heuschrecke als Rettungsboot. Ein anderes Blatt ist vielleicht der Anfang einer Liebesgeschichte, während ein Weiteres von Kindern, neben vielen anderen Blättern, auf einen Lampion geklebt wird.

Zehn Blätter2
Unsere Lieblingsseite aus „Zehn Blätter fliegen davon“, atlantis thema, Foto: Daniela Krause

Ein Weidenblatt fällt in die Flammen eines Lagerfeuers und verbrennt. Das letzte Blatt wird von einem Regenwurm in die Erde gezogen und verspeist. Verdaut und ausgeschieden dient es der Weide als Dünger, die dann im Frühling an ihren Ästen wieder neue Blätter sprießen lässt. So schließt sich der Kreis. Am Ende des Buches befindet sich noch eine Bastelanleitung für ein kleines Nussboot, das auch in der Geschichte vorkommt.

Das Buch besticht durch seine zarten, sehr naturgetreuen Illustrationen und einen einzigartigen Collagen-Stil. Die Texte sind auf das Wesentliche reduziert und leicht verständlich. Die Bilder haben uns dazu angeregt, selbst kreativ zu werden. Zum einen, indem wir überlegt haben, was den Blättern noch alles passieren könnte. Zum anderen, indem wir schöne Blätter gesammelt und daraus Collagen geklebt haben.

Unser Fazit:

Dieses wunderschön gestaltete Bilderbuch erklärt kindgerecht den Prozess des Entstehens und Vergehens. Gleichzeitig bietet es Raum für eigene Gedanken und kreative Bastelideen.

Klappentext:

Der Wind reißt zehn Blätter vom Ast einer Weide und trägt sie davon. Jedes Blatt erlebt eine eigene Geschichte. Kinder sammeln die Blätter zum Basteln. Tiere polstern damit ihr Nest oder brauchen sie als Nahrung. Ein Bilderbuch über die Vielfalt des Lebens und den Kreislauf der Natur – nahe an der Erlebniswelt von Kindern. 

Buch-Infos:

Zehn Blätter fliegen davon
Du kannst das Buch über diesen Link bei genialokal bestellen und damit den lokalen Buchhandel unterstützen. Kaufst du das Buch über den Affiliate Link, erhalte ich eine kleine Provision. Meine Buchtipps sind jedoch frei von Einflussnahme durch Affiliate Partner.

Text und Illustration: Anne Möller
Erschienen im atlantis thema Verlag
gebundenes Buch, 32 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 3 Jahren
ISBN: 978-3715205632
Preis: 14,95 Euro

Das Bremer Kinderlexikon – von Achterdiek bis Ziegenmarkt

Bremer Kinderlexikon1
„Das Bremer Kinderlexikon“, Carl. Ed. Schünemann Verlag, Foto: Daniela Krause, Stadtmusikanten-Aufsteller (zur Deko): www.bremen-tourismus.de

//unbezahlte Werbung/Rezensionsexemplar//

Als „waschechte“ Bremer Deern bin ich immer mal wieder auf der Suche nach kindgerechten Bremen-Büchern, um der Lütten und dem Großen ihre Heimatstadt näher zu bringen. Da traf es sich gut, dass ich während eines Seminars im Sommer die Autorin Suse Lübker kennenlernte. Sie hat „Das Bremer Kinderlexikon – von Achterdiek bis Ziegenmarkt“ geschrieben, welches eine Auswahl der wichtigsten Bremer Begriffe, Bräuche und Sehenswürdigkeiten erklärt. Erschienen ist das Buch im Bremer Carl Schünemann Verlag, der 1810 gegründet wurde.

Stundenlang hat Suse Lübker, die ursprünglich aus Hamburg kommt, ihre Nase in lokalhistorischen Büchern vergraben und für ihre Recherche unzählige Gespräche mit Bremen-Experten geführt. Herausgekommen ist ein von Wiebke Hasselmann fröhlich illustriertes Lexikon, bei dessen Lektüre selbst Alteingesessene noch etwas Neues über die schöne Stadt an der Weser lernen können.

Die Beiträge sind alphabetisch geordnet und „verlinken“ sich auch untereinander. Taucht in einem Text ein Begriff mit einem eigenen erklärenden Text auf, ist dieser durch einen Pfeil und eine rote Markierung hervorgehoben. So kann man zwischen den einzelnen Einträgen hin und her springen und Schritt für Schritt sein Wissen erweitern. Auf einen Rundgang durch die Stadt lässt sich das Büchlein natürlich auch gut mitnehmen.

Unser erster Weg durch das Lexikon

Ich habe dem Großen die Hauptbegriffe vorgelesen. Hat ihn etwas interessiert, hieß es „Stopp! Vorlesen!“ So wollte er zunächst einmal wissen: „Was ist eigentlich ein Babbeler?“ Etwa ein seltenes Tier, das den ganzen Tag Kaugummi kaut? Nein! Es ist eine leckere Lutschstange mit Pfefferminzgeschmack, die heute immer noch von Hand hergestellt wird und 1886 erfunden wurde. Kaufen kann man sie zum Beispiel auf dem Bremer Freimarkt. Und bei diesem Wort werden die Augen meines Sohnes ganz groß.

Bremer Kinderlexikon2
„Das Bremer Kinderlexikon“, Carl. Ed. Schünemann Verlag, Foto: Daniela Krause

Den Freimarkt kennt und liebt er. Also ist das der nächste Begriff, den wir nachschlagen. Staunend hört er zu, als ich ihm vorlese, dass die ersten Karussells noch per Handkurbel bedient wurden, von Pferden gezogen oder per Dampf betrieben wurden. Und dass der Freimarkt im Jahr 1934 nach mehreren Umzügen seinen endgültigen Standort auf der Bürgerweide fand.

Dass diese heute nichts mehr mit Kühen zu tun hat, weiß der Große schon. Doch die Bürgerweide war nicht immer ein Parkplatz. Einst grasten dort wirklich Pferde und Kühe – und sogar den Bürgerpark, den Stadtwald und den Bahnhof schloss das Weidegebiet mit ein. „Den Bürgerpark kenne ich, da gehen wir immer auf den Spielplatz und besuchen die Tiere“, meint der Große. Und seitdem er weiß, dass bei der Bürgerpark-Tombola die Lose für den Erhalt des Parkes verkauft werden, führt für uns kein Weg an den Verkaufsständen vorbei.

Beim Weiterblättern bleibt der Blick des Lütten an einem Mann hängen, der mit einem Bügeleisen in der Hand auf einer Eisscholle steht. Auf dieser Seite wird die Bremer Eiswette erklärt, eine beliebte Bremer Tradition, bei der ein Schneider prüft, ob die Weser „geiht oder steiht“, also ob sie fließt oder zugefroren ist. Eine durchgängige Eisschicht überzog die Weser aber das letzte Mal im Jahr 1946.

Nach so vielen neuen Informationen machen wir erstmal eine Lese-Pause, um das Gehörte zu verarbeiten. Das Schöne ist ja, dass man das Lexikon immer wieder zur Hand nehmen kann. Und irgendwann kann der Große dann auch bestimmt mit Leichtigkeit die Quiz-Fragen auf den letzten Seiten beantworten, bei denen sogar ich als gebürtige Bremerin nicht alles wusste.

Unser Fazit:

Das Bremer Kinderlexikon informiert in unterhaltsamen, leicht verständlichen Texten rund um die schöne Hansestadt und lädt zu einem gemeinsamen Stadtrundgang ein.

Klappentext:

Wusstest du, dass der Kopf des Rolands gar nicht sein echter Kopf ist? Oder dass im Achterdiekpark mal Orang-Utans und andere exotische Tiere gelebt haben? Und kennst du die Legende um den Bleikeller? Über Bremen gibt es viel herauszufinden! Über 80 spannende Fakten, lustige Geschichten und interessante Tipps von Achterdiek bis Ziegenmarkt hat Suse Lübker in diesem farbenfroh-frechen Lexikon zusammengetragen. Ein bunt illustriertes Nachschlagewerk für alle wissbegierigen Hansestädter ab 8 Jahren.

Buch-Infos:

Das Bremer Kinderlexikon
Du kannst das Buch über diesen Link bei genialokal bestellen und damit den lokalen Buchhandel unterstützen. Kaufst du das Buch über den Affiliate Link, erhalte ich eine kleine Provision. Meine Buchtipps sind jedoch frei von Einflussnahme durch Affiliate Partner.

Autorin: Suse Lübker
Illustration: Wiebke Hasselmann
Erschienen im Carl Ed. Schünemann Verlag
gebundenes Buch, 96 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 8 Jahren
ISBN: 978-3944552620
Preis: 12,90 Euro

Komm mit raus, Entdeckermaus!

Entdeckermaus1
„Komm mit raus, Entdeckermaus!“, cbj Verlag, Foto: Daniela Krause

//unbezahlte Werbung/Rezensionsexemplar//

Ich liebe Bücher, die Kinder dazu animieren ihre Umwelt zu entdecken. Dieser Buchtitel ist als Aufforderung zu verstehen: Geh raus, experimentiere und erforsche unsere Natur! Dafür liefert „Komm mit raus, Entdeckermaus!“ viele Anreize. Die Kinder lernen beispielsweise, wie sie selbst ganz einfach ein Herbarium anlegen können, welche Utensilien sie benötigen, um das Leben in einem selbstgebauten Teich zu beobachten und wie man ein kleines Kräuterbeet pflanzt.

Das „Bilderbuch über die Wunder der Natur“ ist für Kinder ab vier Jahren gedacht, die gemeinsam mit ihren Eltern mehr über verschiedene Lebensräume erfahren möchten. Viele Details sind mit einer Nummer versehen und bedürfen einer Erklärung durch den Vorleser. Die Maus stellt dem Betrachter Fragen und kleine Rätselaufgaben. Kindgerecht verpackt werden die vielen Informationen in der Geschichte der kleinen Entdeckermaus und natürlich in bunten Bildern.

Unsere kleine Maus ist sehr belesen und hat sich einen großen Wissensschatz angeeignet. Als aber eines Tages kleine Wurzeln durch die Decke ihre Höhle brechen und immer mehr Platz einnehmen, geht der Maus ein Licht auf: Sie weiß zwar eine ganze Menge über die Tiefsee, die Luftfahrt oder den Radsport – aber kaum etwas über das, was sich außerhalb ihrer Höhle befindet. So beschließt sie den Schutz ihres Baus zu verlassen und auf Entdeckungstour zu gehen. Die Ergebnisse ihrer Expedition möchte sie anschließend in einem Buch festhalten – dem Buch „Komm mit raus, Entdeckermaus!“. Wir begleiten sie zu den einzelnen Stationen.

Rund um den Mäusebau beschäftigt sich die Maus mit allerlei Getier und Gewürm in der Erde, aber auch mit der Vielfalt der Pflanzenwelt an der Oberfläche und der Nahrungskette. Am nächsten Tag macht sie einen Ausflug in den Wald, wo sie das geschäftige Treiben in einem Ameisenhaufen beobachtet. Sie lernt, wie aus einer Eichel ein Bäumchen wächst und wie man das Alter eines Baumes bestimmen kann. Auch die Vögel des Waldes nimmt sie genau unter die Lupe und lauscht ihrem Gezwitscher.

Entdeckermaus2
All ihre Erkenntnisse hält die Maus in einem Buch fest. „Komm mit raus, Entdeckermaus!“, cbj Verlag, Foto: Daniela Krause

Am um im Teich staunt sie nicht schlecht: Es gibt eine Fülle unterschiedlicher Wasserbewohner zu entdecken. Manche von ihnen können sogar unter Wasser atmen und haben sich perfekt an das nasse Element angepasst. Und sie trifft sogar eine Verwandte, als sie am Boden des Teiches auf Tauchstation geht.

Für die letzte Station wagt sich die kleine Maus sogar in die Nähe der Menschen. Denn nun wird der Garten inspiziert, mit den Bienen und Singvögeln und dem köstlichen Obst und Gemüse, das über und unter der Erde wächst. Mit all diesen wertvollen Informationen kann die Entdeckermaus endlich ihr Buch schreiben und es stolz ihren Tanten präsentieren, die schließlich zu Besuch kommen. 

Interessant zu wissen: „Komm mit raus, Entdeckermaus!“ ist das erste Kinderbuch der tschechischen Autorin Tereza Vostradovská und wurde 2017 mit dem Golden Ribbon Award ausgezeichnet. Ein Jahr zuvor kam es auf die Auswahlliste des Magnesia Litera, der die besten tschechischen Kinderbücher ehrt.

Unser Fazit:

Dieses schöne Bilderbuch macht neugierig auf die Natur vor der eigenen Haustür und liefert viele Ideen, um diese aktiv gemeinsam zu entdecken.

Klappentext:

Die kleine Maus sitzt am liebsten in ihrer gemütlichen Höhle, trinkt Tee und liest Bücher, in denen etwas Spannendes erklärt wird. Als eines Tages Wurzeln in ihren Bau hineinwachsen, will sie wissen, woher die kommen und sie beginnt, die Natur rund um ihren Mausbau zu erkunden. Dabei lernt sie die Tiere und Pflanzen im Wald, am Teich und im Garten kennen, macht Experimente und schreibt darüber schließlich selbst ein Buch – dieses hier!

Ein wunderschön gestaltetes Sachbilderbuch über all die kleinen und großen Wunder der Natur. Mit vielen Mitmach-Tipps und Ideen für kleine Naturentdecker.

Buch-Infos:

Komm mit raus, Entdeckermaus!
Du kannst das Buch über diesen Link bei genialokal bestellen und damit den lokalen Buchhandel unterstützen. Kaufst du das Buch über den Affiliate Link, erhalte ich eine kleine Provision. Meine Buchtipps sind jedoch frei von Einflussnahme durch Affiliate Partner.

Autor und Illustration: Tereza Vostradovská
Erschienen im cbj Verlag
gebundenes Buch, 56 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahren
ISBN: 978-3570176177
Preis: 15 Euro

Henriette Bimmelbahn

Henriette Bimmelbahn
„Henriette Bimmelbahn“, Boje Verlag, Foto: Daniela Krause

//unbezahlte Werbung/Buch selbst gekauft//

„Tschu-tschuuu! Einsteigen, Türen schließen! Der Zug fährt ab!“

Ist dein Kind ein Eisenbahnfan? Dann habe ich einen Vorlesetipp für einen schönen Klassiker von 1958 aus der Feder von James Krüss: Das Bilderbuch „Henriette Bimmelbahn“ erzählt in Reimform die Geschichte einer  kleinen alten Bimmelbahn, die nie nach einem Plan fährt, ihre Stationen selbst bestimmt und auch keine Schienen braucht. An einem schönen Sommertag dürfen die Kinder mit ihr zu ihren Großeltern fahren. Brav wartet sie am Bahnhof, bis alle kleinen Fahrgäste eingestiegen sind. Dann geht es los: 

„Doch dann pfeift sie und sie bimmelt, rattert, knattert, dampf und faucht, ruckelt, zuckelt, klappert, plappert, bebt und bibbert, rollt und raucht.“

Anhand dieses Zitates wird deutlich, wie lebendig du das Buch vorlesen kannst. Denn der Text lässt sich wirklich so melodisch lesen, als würde die kleine Lok just in diesem Moment über die Gleise rattern. Das Schöne ist: Henriette hat keine Eile. Jede Kuh wird gegrüßt, und an den Blumenwiesen macht sie extra lange Halt, damit die Kinder Klee für die Kaninchen und Sträuße für die Omis pflücken können. Nachdem sie schließlich alle Kinder wohlbehalten bei den Großeltern in den Dörfern abgeliefert hat, zuckelt sie müde wieder zurück in die Stadt.

Henriette Bimmelbahn2
„Henriette Bimmelbahn“, Boje Verlag, Foto: Daniela Krause

Die geschwungenen Verse sind für die Kleinen leicht verständlich. Begleitet werden sie von den fröhlich bunten Bildern der Illustratorin Lisl Stich, die Henriette Bimmelbahn ein ganz eigenes Gesicht gegeben hat.

Unser Fazit:

Ein liebenswerter Bilderbuch-Klassiker, der bestimmt den einen oder anderen „Großen“ beim Vorlesen in seine Kindheit zurückversetzt.

Klappentext:

„Henriette heißt die nette, alte kleine Bimmelbahn. Henriette, Henriette fuhr noch nie nach einem Plan.“ Eines der beliebtesten Bilderbücher seit Generationen – über die kinderfreundlichste Eisenbahn der Welt. Mit herrlichen Versen von James Krüss.

Buch-Infos:

Henriette Bimmelbahn
Du kannst das Buch über diesen Link bei genialokal bestellen und damit den lokalen Buchhandel unterstützen. Kaufst du das Buch über den Affiliate Link, erhalte ich eine kleine Provision. Meine Buchtipps sind jedoch frei von Einflussnahme durch Affiliate Partner.

Autor: James Krüss
Illustration: Lisl Stich

Erschienen im Boje Verlag
gebundenes Buch, 26 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 3 Jahren
ISBN: 978-3414814005
Preis: 6 Euro

Ein Schnupfen hockt auf der Terrasse

Schnupfen auf der Terrasse1
„Ein Schnupfen hockt auf der Terrasse“, Anaconda-Verlag, Foto: Daniela Krause

//unbezahlte Werbung/Rezensionsexemplar//

Manchmal gibt es schöne Zufälle: In einem Seminar zum Thema WordPress hat mir die liebe Melanie vom Blog „Kistengrün“ die Seite „Lyrikbrause“ ans Herz gelegt. Dort veröffentlicht die Journalistin und Autorin Heike Nieder ihre Gedichte für Kinder. Als Kind „verschlang“ sie einen Sammelband mit Versen von Heinz Erhardt und begann selbst zu reimen – auch später in der Elternzeit. „Ich habe gemerkt, dass mir das Verseschmieden einen schönen Ausgleich bringt zum alltäglichen Wahnsinn mit drei kleinen Kindern und dass man das auch vorzüglich beim Wickeln, Brei-Anrühren und Kinderwagenausfahren machen kann“, schreibt sie auf ihrem Blog.

Nun hat Heike Nieder ihre Kinderlyrik-Anthologie „Ein Schnupfen hockt auf der Terrasse – Lustige und nachdenkliche Gedichte für Kinder“ herausgegeben, die von der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur zum „Kinderbuch des Monats Juli“ gekürt wurde.

Wir durften das Büchlein lesen und waren ganz begeistert von den liebevoll ausgesuchten Gedichten, die einen zeitlichen Bogen vom 18. Jahrhundert bis in die Ist-Zeit schlagen. Die Illustratorin Katharina Staar hat zu jedem Gedicht etwas thematisch Passendes gemalt und haucht den Versen so zusätzlich Leben ein. In Anlehnung an die „Lyrische Hausapotheke“ von Erich Kästner enthält das Buch Verse für Kinder „zur seelischen Verwendung“ in unterschiedlichen Lebenslagen – zum Beispiel, wenn man etwas angestellt hat, wenn man müde oder krank ist, wenn man nicht vernünftig sein will, gerne nachdenken möchte oder einfach für immer Kind sein will.

Das Büchlein ist gefüllt mit über 100 Gedichten – darunter wirst du bestimmt auch manchen Bekannten wiedersehen, etwa „Die Heinzelmännchen zu Köln“ von August Kopisch, „Ich habe dich so lieb“ von Joachim Ringelnatz oder „Der Panther“ von Rainer Maria Rilke. Auch Goethes „Der Zauberlehrling“ ist uns begegnet, den ich damals in der Schule auswendig vortragen musste und natürlich „Der Schnupfen“ von Christian Morgenstern, der Pate für den Titel stand.

Kleinere Reime zum Schmunzeln sind ebenfalls unter den Gedichten. Beispielsweise folgender von Heinz Erhardt:

Ein langer dicker Regenwurm
geriet in einen Wirbelsturm,
der trug ihn bis zum Himmel.
Nun dient er oben, nein wie fein, 
dem allerliebsten Engelein,
als Klöppel einer Bimmel. 

Heike Nieder hat zudem ein paar eigene Gedichte mit eingestreut, zum Beispiel das von „Miss Pig“, einer Sau, die unbedingt eine Miss-Wahl gewinnen möchte und eine sehr originelle Eigeninterpretation beziehungsweise Fortsetzung von Morgensterns „ästhetischem Wiesel“. 

Schnupfen auf der Terrasse3
„Ein Schnupfen hockt auf der Terrasse“, Anaconda-Verlag, Foto: Daniela Krause

Angetan war ich auch von so mancher persönlicher „Neuentdeckung“ wie „Der Bär als Tenor“ von Fred Endrikat, dem verträumten „Mann im Mond“ von Mascha Kaléko oder dem schönen Gedicht „Wovon träumt der Astronaut auf der Erde“ von Christine Busta, das ich noch nicht kannte. 

Unser Fazit:

Dieses Buch ist wunderbar zeitlos und bereitet viel Freude beim Anschauen und gemeinsamen Lesen. Der Gedichtband ist perfekt, um von Generation zu Generation weitergegeben zu werden.

Klappentext:

(….) Heike Nieder hat die schönsten Gedichte für Kinder vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart zusammengestellt und dabei  nach Stimmungen gegliedert. So liest sich bei Fernweh das Gedicht vom Luftschiffer besonders gut und wenn einem der Sinn nach Unfug steht, ist Kästners verhextes Telefon genau das Richtige. Die fröhlichen Illustrationen bezaubern kleine und große Leser.

Buch-Infos:

Ein Schnupfen hockt auf der Terrasse
Du kannst das Buch über diesen Link bei genialokal bestellen und damit den lokalen Buchhandel unterstützen. Kaufst du das Buch über den Affiliate Link, erhalte ich eine kleine Provision. Meine Buchtipps sind jedoch frei von Einflussnahme durch Affiliate Partner.

Herausgegeben von Heike Nieder
Illustriert von Katharina Staar

Erschienen im Anaconda Verlag
gebundenes Buch, 128 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 5 Jahren
ISBN: 978-3730607152
Preis: 7,95 Euro

Eine Giraffe im Haus

Giraffe im Haus
„Eine Giraffe im Haus“, J.P. Bachem Verlag, Foto: Daniela Krause

//unbezahlte Werbung/Bibliotheksfund//

Es gibt Bücher, bei denen hat man die ganze Zeit während des Lesens ein Grinsen im Gesicht. So erging es uns mit „Eine Giraffe im Haus“, eine herrlich schräge Geschichte, auf die man erstmal kommen muss. 

Das Buch im quadratischen Format ist in der Ich-Perspektive geschrieben. Ein Mädchen erzählt und spricht den Leser dabei direkt an. „Rate mal, was ich auf dem Jahrmarkt gewonnen habe! … Eine Giraffe!“, so der Einstieg in diese turbulente und vergnügliche Suche nach einem geeigneten Ort, an dem man diese Giraffe unterbringen kann. Eines ist ja klar: Mama und Papa werden von dem neuen Familienzuwachs nicht gerade begeistert sein. Zwar ist sie niedlich, aber eben auch verdammt groß und noch dazu extrem tollpatschig!

Fieberhaft überlegt die Kleine also, wo sie die Giraffe am besten verstecken sollte: Sie könnte zum Beispiel in den Schornstein passen, gäbe bestimmt eine tolle Rutsche ab, oder man könnte sie als Stehlampe im Wohnzimmer tarnen. Alles nicht so optimal, findet sie. Und die Badewanne ist vielleicht auch nicht die beste Idee… Sie kommt auf die verrücktesten Einfälle (die ich hier aber nicht alle verraten möchte), doch keiner scheint ihr für die Giraffe angemessen.

Schließlich muss sich das Mädchen eingestehen, dass bei so einem großen Haustier einfach kein Platz für alle anderen bleibt. Bliebe noch die letzte Idee: der Wald! Und hier muss sich die Giraffe, die inzwischen auch einen passenden Namen bekommen hat, tatsächlich nie wieder verstecken – es sei denn, sie hat Spaß daran. 

Die detailverliebten Zeichnungen anzusehen, ist das reinste Vergnügen. Immer wieder stößt man dabei auf überraschende Kleinigkeiten. Besonders gut hat uns gefallen, dass das Buch zwar erzählenden Text hat, die Geschichte aber insbesondere mit den humorvollen Illustrationen transportiert wird. Perfekt also zum Vorlesen und auch, um sie später selbst zu entdecken.

Unser Fazit:

Wir haben uns kringelig gelacht! Ganz hoher Spaßfaktor!

Klappentext:

Was machst du, wenn du auf dem Jahrmarkt eine Giraffe gewinnst? Verstecken! Doch das ist gar nicht so einfach, denn das große, tollpatschige Haustier passt nirgends hinein – nicht in den Kofferraum und erst recht nicht in die Hundehütte. Und im Haushalt ist die Giraffe auch keine große Hilfe. Also, was nun?

Buch-Infos:

Eine Giraffe im Haus
Du kannst das Buch über diesen Link bei genialokal bestellen und damit den lokalen Buchhandel unterstützen. Kaufst du das Buch über den Affiliate Link, erhalte ich eine kleine Provision. Meine Buchtipps sind jedoch frei von Einflussnahme durch Affiliate Partner.

Text: Michelle Robinson
Illustration: Claire Powell

Erschienen im J.P. Bachem Verlag
gebundenes Buch, 32 Seiten
Empfohlenes Lesealter: ab 3 Jahren
ISBN: 978-3761633267
Preis: 14,95 Euro